Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 00:47 Nach Schlagabtausch mit Trump: Burnham bekundet Selenskyj "uneingeschränkte Solidarität" +++

10.10.2026, 00:01 Uhr

Nach einem Schlagabtausch zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump stellt sich der britische Premierminister Andy Burnham hinter Selenskyj. Burnham telefonierte nach Angaben seines Büros in der Londoner Downing Street am Samstag mit Selenskyj und bekundete seine "uneingeschränkte Solidarität". Die vergangenen 24 Stunden seien für die Ukraine "schwierig gewesen", sagte Burnham demnach. Burnham und Selenskyj sprachen den Angaben zufolge auch darüber, wie wichtig es sei, "den Druck auf Russland aufrechtzuerhalten". Burnham habe in dem Telefonat klargestellt, dass Großbritannien "seine Sanktionen gegen Russland weiter verschärfen und zusätzliche Maßnahmen ergreifen wird, um die russische Kriegsmaschinerie zu schwächen". Burnham und Selenskyj vereinbarten den Angaben zufolge auch, sich in den kommenden Tagen persönlich zu treffen.

+++ 23:44 Trumps früherer Vize Pence: Diesel-Deal mit Putin ist "Verrat" +++

Der frühere US-Vizepräsident Mike Pence hat die Vereinbarung zwischen Washington und Moskau über die Lieferung von Diesel aus Russland als sinnlos und "Verrat am Vermächtnis und an der Führungsrolle des verstorbenen Senators Lindsey Graham" bezeichnet. "Während die Ukraine um ihr Überleben kämpft, setzt Putins Kriegsmaschinerie ihren terroristischen Krieg gegen die Zivilbevölkerung fort, und jeden Tag sterben unschuldige Ukrainer", schreibt Pence auf X. "Anstatt nun die harten Sanktionen umzusetzen, für deren Verabschiedung Lindsey Graham bis zu seinem letzten Atemzug gekämpft hat, hat Präsident Trump angekündigt, dass die Vereinigten Staaten die Sanktionen gegen russische Energielieferungen aufheben und damit Putins Kriegsmaschinerie befeuern." Es sei an der Zeit, der russischen Aggression entschlossen entgegenzutreten, "so wie wir es während der ersten Amtszeit von Präsident Trump gemacht haben". Pence war unter Trump zwischen 2017 und 2021 Vizepräsident der USA.  

+++ 22:39 Nach Diesel-Deal mit den USA: Moskau hebt Exportverbot teilweise auf +++

Nach der Diesel-Vereinbarung zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin hat die russische Regierung das Exportverbot für Dieselkraftstoff teilweise aufgehoben. Der Beschluss, der sofort in Kraft tritt, ermöglicht es, zunächst 500.000 Tonnen auf den Weltmarkt zu bringen, berichtet die Staatsagentur Tass unter Berufung auf eine Mitteilung der Regierung in Moskau. Die russischen Ölkonzerne wurden angewiesen, zur Umsetzung des Beschlusses "unverzüglich damit zu beginnen, Verträge über die Lieferung von Dieselkraftstoff mit ausländischen Vertragspartnern abzuschließen". Russland hatte den Export von Diesel verboten, um den eigenen Markt bedienen zu können. Ukrainische Drohnenangriffe gegen Raffinerien in verschiedenen Städten Russlands hatten zeitweise für einen Engpass auf dem heimischen Markt gesorgt.

+++ 22:00 Expertin: Diesel-Deal zwischen Trump und Putin wird Preise kaum verändern +++

Die Diesel-Vereinbarung von US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin wird nach Ansicht der IW-Ökonomin Samina Sultan weder an Tankstellen in den USA noch in Deutschland zu niedrigeren Preisen führen. Die sofort zugesagte Menge von mehr als 300.000 Tonnen Diesel sei zu wenig, um einen großen Unterschied zu machen, sagt Sultan. "Der Weltmarktpreis wird sich nicht signifikant ändern", so die Expertin vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln. Nach Angaben der US-Energiebehörde EIA liegt der Verbrauch von Diesel und anderen Destillat-Kraftstoffen in den USA derzeit bei durchschnittlich rund 3,77 Millionen Barrel täglich. Das entspricht umgerechnet etwa 500.000 Tonnen. Eine Menge von 300.000 Tonnen würde damit rechnerisch den US-Verbrauch für gut 14 Stunden decken. US-Präsident Donald Trump hatte nach einem Gespräch mit Kremlchef Wladimir Putin eine Vereinbarung zu Lieferungen von Diesel aus Russland verkündet. Die USA wollen dafür vorübergehend Sanktionen gegen russischen Diesel aufheben. Trump steht in den USA angesichts gestiegener Spritpreise vor den wichtigen Zwischenwahlen stark unter Druck. Sultan spricht angesichts dessen von einer eher "symbolischen Handlung". Bei weiteren Lieferungen sei zudem fraglich, inwiefern Russland überhaupt liefern könne. In den vergangenen Monaten verstärkte die Ukraine ihre Angriffe auf Objekte der Ölindustrie in Russland. Die Folgen sind dort deutlich spürbar.

+++ 21:30 Anzahl der Getöteten nach russischem Angriff in Saporischschja steigt auf mindestens 20 +++

Bei russischen Angriffen sind im Südosten der Ukraine (siehe Eintrag von 15:00 Uhr) mindestens 20 Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern in der Stadt Saporischschja seien drei Minderjährige, 18 Personen seien bei der Attacke verletzt worden, teilte der ukrainische Zivilschutz mit. Such- und Rettungsarbeiten dauerten am Samstagabend an. Insgesamt seien in der vergangenen Nacht 13 ukrainische Regionen attackiert und Wohnhäuser, Infrastruktur und Eisenbahneinrichtungen beschädigt worden, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Medien. Die Nacht habe einmal mehr gezeigt, dass Russland nachlassenden Druck als Signal verstehe, weiter Krieg führen und Bomben auf Städte werfen zu können.

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Auch nach Einbruch der Dunkelheit waren die Rettungskräfte im Einsatz. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 21:00 Britischer Premier Burnham sagt Ukraine weitere Russland-Sanktionen zu +++

Der neue britische Premierminister Andy Burnham sagt der Ukraine eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland zu. Dies solle die russische Kriegsmaschinerie weiter einschränken, macht Burnham in einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj deutlich, wie der britische Regierungssitz Downing Street mitteilt. Beide Politiker betonen demnach die Notwendigkeit, den Druck auf Russland aufrechtzuerhalten und vereinbaren ein baldiges persönliches Treffen. Burnham fordert zudem einen Energie-Waffenstillstand. Demnach müsse Russland seine Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur sowie auf die Schifffahrt im Schwarzen Meer beenden.

+++ 20:20 Ukrainischer Journalist: "Niemand hilft Selenskyjs Vertrauenswerten mehr als Trump" +++

Der ukrainische Journalist Denis Trubetskoy sieht in den jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump ein "innenpolitisches Geschenk" für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. "Ich beneide Selenskyj um die Notwendigkeit, stets mit Trump und seinen Leuten zu sprechen, überhaupt nicht", schreibt Trubetskoy auf X. "Trotzdem ist dieser US-Präsident für ihn rein innenpolitisch das größte Geschenk, das man kriegen könnte. Niemand hilft Selenskyjs Vertrauenswerten mehr als Trump." Ähnlich äußert sich die Journalistin Kristina Berdynskykh auf X: "Selenskyj steht vor zahlreichen innenpolitischen Problemen (das schleppende Tempo der Reformen, Korruption in seinem engsten Umfeld)." Doch Trumps Forderung, Selenskyj müsse abgelöst werden, weil er russische Ölraffinerien beschießt, werde "nach hinten losgehen. Dies wird die Unterstützung für Selenskyj (vorübergehend) erneut stärken." Trump hatte zuvor die Ablösung von Selenskyj gefordert, weil der sich weigere, die ukrainischen Angriffe auf den russischen Energiesektor zu stoppen. "Er will unseren Landwirten und Viehzüchtern Probleme mit Dieselkraftstoff bereiten, denn Russland liefert einen großen Teil des Dieselkraftstoffs weltweit", behauptete Trump. Tatsächlich waren die Preise für Rohöl und Diesel infolge des Iran-Krieges in die Höhe geschossen, den die USA und Israel im Februar begonnen hatten.

+++ 20:00 US-Unterhändler Witkoff und Kushner könnten bald nach Moskau reisen +++

Die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner könnten einem Medienbericht zufolge in den kommenden zwei Wochen nach Moskau reisen. Dies meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf einen Insider. Witkoff und Kushner leiten die Vermittlungen der USA für ein Ukraine-Friedensabkommen. Sie nahmen am Freitag in Miami an Gesprächen mit Delegationen aus der Ukraine, Europa und der Nato teil, die Insidern zufolge sechs Stunden gedauert haben sollen. Im Anschluss sagte eine mit den Gesprächen vertraute Person, die USA, die Ukraine und europäische Partner wollten Russland noch vor dem Winter einen gemeinsamen Vorschlag zur Beendigung des Krieges vorlegen. Der russische Staatschef Wladimir Putin hatte jedoch nach einem Telefongespräch mit US-Präsident Donald Trump erklärt, eine baldige Wiederaufnahme von Friedensgesprächen sei unwahrscheinlich.

+++ 19:20 Bericht: Ukraine wurde bei Verhandlungen in Miami von Trumps Deal mit Putin überrumpelt +++

Die ukrainischen Verhandler über einen möglichen Frieden mit Russland sind einem Medienbericht zufolge bei einem Treffen mit den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Miami von der Mitteilung über den Diesel-Deal zwischen Moskau und Washington vollkommen überrascht worden. "Es war nicht nur unsere Delegation vor Ort, sondern auch eine europäische", sagte ein hochrangiger ukrainischer Regierungsbeamter der Zeitung "Kyiv Independent". "Es war einfach so, dass alle wie die Narren da saßen." US-Präsident Donald Trump sei derjenige, der "alle in einen Krieg im Iran hineingezogen hat – einen Krieg ohne Ausweg – und uns verrät … nur um sich wenige Wochen vor der Wahl eine vorübergehende, trügerische Atempause zu verschaffen", wird der Beamte zitiert. Dem Bericht zufolge war Kiew nicht vorab über die Vereinbarung Trumps mit Kreml-Chef Wladimir Putin informiert worden. Präsident Wolodymyr Selenskyj habe zuvor zwar öffentlich eingeräumt, dass Washington ein Abkommen mit Moskau in Erwägung ziehe, erklärten ukrainische Regierungsvertreter laut der Zeitung. Sie hätten vor der Bekanntgabe am Freitagabend aber keine Kenntnis von den Einzelheiten gehabt. Die ukrainische Delegation soll sich anschließend die Frage gestellt haben, ob Washington bereits Bedingungen mit Moskau ausgehandelt hatte, während ukrainische und europäische Vertreter noch versuchten, die Rahmenbedingungen für einen Energiewaffenstillstand festzulegen. "Es fühlte sich wie eine Falle an", sagte der hochrangige ukrainische Vertreter laut "Kyiv Independent". Die Delegation reiste am Samstag frühzeitig von den Gesprächen in Miami ab. Am Freitag hatte Trump verkündet, er habe mit Kreml-Chef Wladimir Putin die Lieferung von russischem Diesel vereinbart, um die Sprit-Preise zu senken. Diese waren durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran stark angestiegen.

+++ 19:00 Trump fordert Ablösung des ukrainischen Präsidenten +++

US-Präsident Donald Trump fordert eine Ablösung des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj. Es sei "an der Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt", der bereit sei, den Krieg mit Russland zu beenden, sagt Trump vor Journalisten im Weißen Haus. Zuvor hatte Selenskyj Trump wegen dessen Diesel-Deal mit Moskau scharf angegriffen. Trump fordert Selenskyj zudem auf, die Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen. "Er soll verdammt noch mal damit aufhören", sagt der Republikaner zu den ukrainischen Angriffen auf Raffinerien, mit denen sich das Land gegen den seit fast fünf Jahren andauernden russischen Angriffskrieg wehrt. Der US-Präsident macht die Ukraine für den Anstieg des Dieselpreises verantwortlich, der vor den Kongresswahlen am 3. November für erheblichen Unmut in der Bevölkerung sorgt. Daher hatte Trump am Freitag verkündet, trotz bestehender Sanktionen Diesel aus Russland zu kaufen. "Niedrigere Preise für die Amerikaner und vor allem für unsere großartigen Farmer, Viehzüchter und Lkw-Fahrer, das ist meine höchste Priorität", fügt Trump hinzu und bekennt sich damit offen zum Hauptziel der Vereinbarung mit Moskau.

+++ 18:45 Nach Deal zwischen Trump und Putin: Ukrainische Delegation verlässt USA frühzeitig +++

Die ukrainische Delegation, die zu Gesprächen über ein Ende des russischen Angriffskriegs in den USA war, ist auf dem Rückweg nach Kiew. "Die Gruppen sind bereits auf ihrem Weg nach Hause", teilt ein Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Dmytro Lytwyn, mit. Die Gespräche in Miami im US-Bundesstaat Florida waren für Freitag und Samstag angesetzt. Am Freitag hatte der US-Sondergesandte Steve Witkoff von "konstruktiven Gesprächen" mit den Delegationen gesprochen, es aber offen gelassen, ob die Beratungen wie geplant am Samstag fortgesetzt würden. An den Gesprächen hatten auch Vertreter aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien sowie der EU und der Nato teilgenommen. Ebenfalls am Freitag hatte US-Präsident Donald Trump mitgeteilt, er habe mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin die Lieferung von russischem Diesel vereinbart. Damit will der US-Präsident trotz der gegen Russland verhängten Sanktionen kurz vor den US-Kongresswahlen am 3. November dem drastischen Anstieg des Dieselpreises infolge des Iran-Kriegs entgegenwirken.

+++ 18:10 Ukraine zeigt Zerstörung von mobilem Radarsystem des russischen Militärs +++

Teures Spezialequipment des russischen Militärs soll ukrainische Gegenangriffe abwehren. Die Ukrainer können ein System, das auf einen Lkw montiert ist, nach eigenen Angaben zerstören. Derweil greift Russland weiter die Ukraine an und fokussiert sich dabei erneut auf zivile Infrastruktur.

+++ 17:40 EU-Außenbeauftragte Kallas: Russland tötet mehr als 80 ukrainische Zivilisten binnen zwei Tagen +++

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kritisiert den Diesel-Deal von US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Wladimir Putin scharf. "Die Aussetzung der Sanktionen gegen russischen Diesel verschafft Moskau zusätzliche Einnahmen, um Krieg zu führen", schreibt Kallas im Onlinedienst X. "Dies ist nicht der Moment, den Druck auf Russland zu verringern, und Europa wird das nicht tun", betont die EU-Außenbeauftragte. Sie verweist zudem darauf, dass bei russischen Angriffen in der Ukraine in den vergangenen zwei Tagen mehr als 80 Zivilisten getötet worden seien. Wegen des seit bald fünf Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat der Westen Russland mit Sanktionen belegt. Am Freitag hatte Trump verkündet, er habe mit Kreml-Chef Wladimir Putin die Lieferung von russischem Diesel vereinbart, um die Sprit-Preise zu senken. Diese waren durch den im Februar begonnenen Krieg der USA und Israels gegen den Iran stark angestiegen. Anfang November finden in den USA Kongresswahlen statt.

+++ 17:10 Kreml über Putin-Telefonat mit Trump: "Keiner von beiden wollte der Erste sein, der auflegt" +++

Ein Kreml-Berater beschreibt das jüngste Telefonat zwischen dem russischen Staatschef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump als "sehr substanziell und freundschaftlich". Das Gespräch am Freitag habe eineinhalb Stunden gedauert, sagt der außenpolitische Berater Juri Uschakow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. "Keiner von beiden wollte der Erste sein, der auflegt." Putin und Trump hätten buchstäblich gleichzeitig den Hörer aufgelegt. Die beiden Präsidenten vereinbarten in dem Gespräch russische Diesel-Lieferungen, mit denen Trump die Preise an den Zapfsäulen zu senken hofft. Dafür lockert der US-Präsident Sanktionen gegen Russland. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte die Vereinbarung in ungewöhnlich scharfen Worten.

+++ 16:30 Senator zu Trump-Deal mit Putin: US-Regierung ist "Geldgeber für staatlich geförderten Terrorismus" +++

Der demokratische US-Senator Chris Murphy macht der Regierung von Präsident Donald Trump heftige Vorwürfe wegen ihres Diesel-Deals mit Moskau. "Die Regierung der Vereinigten Staaten ist mittlerweile ein Geldgeber für staatlich geförderten Terrorismus", schreibt der Politiker auf X. "Ich weiß, das klingt parteiisch und übertrieben, aber es entspricht den Tatsachen. Russland greift in der Ukraine gezielt und in großem Umfang Zivilisten an, und Trump finanziert diese Aktionen bewusst." Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin hatten eine Vereinbarung zu Lieferungen großer Mengen an Diesel aus Russland verkündet. Trump will so die Dieselpreise in den USA vor den Zwischenwahlen Anfang November drücken. Seine Republikaner liegen unter anderem wegen gestiegener Preise infolge des Iran-Kriegs in den Umfragen zurück.

+++ 16:10 Weite Teile Kiews ohne Strom nach russischen Angriffen +++

Die russischen Streitkräfte haben die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. Dabei wurde nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko unter anderem ein Restaurant getroffen. Sechs Menschen seien verletzt worden, fünf von ihnen ins Krankenhaus gebracht worden, schreibt er auf Telegram. Weil ein Energieobjekt beschädigt worden sei, gebe es außerdem Probleme bei der Wasserversorgung. Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft der russischen Führung Terror gegen die Zivilbevölkerung vor. "Sie setzen auf eine Fortsetzung des Kriegs, Terror gegen normale Menschen und Zerstörung der Infrastruktur", schreibt er in den sozialen Medien. Es brauche Signale zur Unterstützung der Ukraine und zur Einschränkung der Fähigkeit Russlands, Krieg zu führen. Der staatliche Stromnetzbetreiber Ukrenergo teilt mit, dass ein Großteil der Verbraucher in der Hauptstadt und ihrem Umland infolge russischer Drohnenangriffe ohne Strom sei. Auch der Stromversorger DTEK schrieb bei Telegram von großflächigen Notabschaltungen.

+++ 15:45 Von Moskau eingesetzter Gouverneur meldet Tote bei ukrainischem Angriff auf Luhansk +++

Behördenvertreter in der von Russland kontrollierten ostukrainischen Region Luhansk melden Opfer nach einem ukrainischen Drohnenangriff. Vier Zivilisten seien getötet worden, teilt der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Region, Leonid Passetschnik, mit. Fünf weitere Menschen seien bei Angriffen in den vergangenen 24 Stunden verletzt worden. Die Nachrichtenagentur Reuters kann die Angaben nicht unabhängig überprüfen. Eine Stellungnahme der Regierung in Kiew liegt zunächst nicht vor.

+++ 15:00 15 Tote bei russischem Angriff - Rettungskräfte bergen Frau nach acht Stunden aus den Trümmern +++

Bei einem russischen Angriff auf Wohnhäuser in Saporischschja sind nach ukrainischen Angaben mindestens 15 Menschen getötet worden. Der staatliche Rettungsdienst des Landes veröffentlichte am Nachmittag ein Video, das Rettungskräfte zeigt, die eine Frau aus den Trümmern eines Gebäudes herausholen. "Nach mehr als acht Stunden Suche gelang es den Rettungskräften, sie zu finden und ihr eine Überlebenschance zu geben", schrieb der Rettungsdienst auf X. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm Stellung zu den Angriffen: "Russland bedankt sich für die Aufhebung der Sanktionen gegen Dieselexporte (siehe Eintrag von 14:25 Uhr), indem es fünf Gleitbomben auf Wohngebäude in Saporischschja abwirft".

+++ 14:25 Grünen-Chefin Brantner zu Trumps Diesel-Deal mit Putin: "Skrupelloser geht es nicht" +++

Grünen-Chefin Franziska Brantner fordert als Reaktion auf eine Diesel-Vereinbarung von US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Wladimir Putin Tempo beim Abschied von fossilen Energien in Europa. Den Kurs von Trump kritisierte Brantner scharf: "Erst ohne erkennbaren Plan einen Krieg gegen den Iran beginnen, der die Energiepreise weltweit in die Höhe treibt - und dann ausgerechnet mit dem Kriegstreiber Putin einen Deal machen, um die Folgen vor den Midterms abzufedern - skrupelloser geht es nicht", sagt die Grünen-Chefin der Deutschen Presse-Agentur. Trump und Putin hatten eine Vereinbarung zu Lieferungen großer Mengen an Diesel aus Russland verkündet. Die Bundesregierung betonte daraufhin ihr uneingeschränktes Festhalten an den Russland-Sanktionen wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. In den USA steht Trump auch wegen hoher Spritpreise vor wichtigen Zwischenwahlen unter Druck. Brantner sagte, die Rechnung für Trumps Kurs müssten die Menschen in der Ukraine zahlen und jene, die unter den hohen Preisen leiden. Für Deutschland und Europa bedeute das: "Europäische Souveränität und die Unabhängigkeit von fossilen Energien sind das Gebot der Stunde", so die Politikerin. Die Unterstützung der Ukraine müsse weitergehen. "Wir dürfen unsere Zukunft nicht länger von fossilen Autokraten und den Folgen ihrer Kriege abhängig machen."

+++ 13:55 Finnland liefert Munition für ukrainische F-16 +++

Die Ukraine erhält Munition aus Finnland für ihre F-16-Kampfjets, um damit russische Drohnen abzuschießen. Das teilt Präsident Selenskyj nach einem Telefonat mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb auf X mit. Auch "über eine neue Herausforderung" habe er mit Stubb gesprochen, schreibt Selenskyj unter Anspielung auf Trumps Diesel-Deal mit Putin: "zusätzliche Einnahmen für Russland aus dem Export von Mineralölprodukten, die genutzt werden können, um weitere russische Aggressionen zu finanzieren". Und weiter: "Wir bereiten Treffen vor und koordinieren Schritte, die unter den derzeitigen Umständen nützlich sein können."

+++ 13:43 Jäger: Trumps Diesel-Deal nützt nur Putin +++

Donald Trump und seinen Republikanern droht bei den anstehenden Midterm-Wahlen eine schwere Niederlage. Vor allem der teure Diesel drückt die Umfragewerte. Politologe Thomas Jäger blickt auf den anstehenden Urnengang und den jüngst vereinbarten Diesel-Deal. 

+++ 13:29 Laute Explosionen in Kiew +++

Der "Kyiv Independent" meldet laute Explosionen aus der ukrainischen Hauptstadt. Ausgerufen wurde ein "roter" Luftalarm, was bedeutet, dass Raketen auf Kiew abgeschossen wurden. Seit Wochen terrorisiert Russland die Metropole fast rund um die Uhr mit ballistischen Raketen und neuartigen Jet-Drohnen.

+++ 13:16 Trumps Diesel-Deal dürfte Preise in Deutschland kaum beeinflussen +++

Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie erwartet keine größeren Auswirkungen des Diesel-Deals von Trump und Putin auf die Preise an deutschen Tankstellen. "Angesichts der laut den Meldungen vereinbarten Mengen erwarten wir keine signifikanten Auswirkungen auf den Weltmarkt und die Preise", sagt ein Sprecher. Auch Daten des Spritpreisportals Tankerkönig zeigten bis Samstagmittag keine größeren Ausschläge.

+++ 12:56 Bundesregierung reagiert betont kühl auf Trumps Diesel-Deal mit Putin +++

Die Bundesregierung reagiert betont kühl auf die Diesel-Vereinbarung von Trump und Putin. Man habe "die Entscheidung der USA in Bezug auf russische Diesel-Lieferungen zur Kenntnis genommen", sagt Regierungssprecher Stefan Kornelius. "Die Bundesregierung hält an den Sanktionsbeschlüssen gegen Russland fest und arbeitet gemeinsam mit den europäischen Partnern an weiteren Sanktionen", so der Sprecher. "Die Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf bleibt ungebrochen." Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagt, russisches Öl und Rohölprodukte seien seit 2023 durch die EU sanktioniert. Deutschland beziehe seitdem kein Öl oder Öl-Produkte aus Russland. "Unsere Versorgung ist hier diversifiziert, wir sind unabhängig von russischem Öl."

+++ 12:28 Mittlerweile elf Tote in Saporischschja +++

Die Zahl der Todesopfer des russischen Angriffs auf Saporischschja (siehe Eintrag um 08.49 Uhr) ist auf elf gestiegen, berichten ukrainische Medien unter Berufung auf lokale Behörden. Unter den Toten sind drei Kinder. Das Schicksal von weiteren zehn Menschen ist ungewiss. "Heute hat Russland seinen Dank für die Aufhebung der Sanktionen gegen Diesel-Exporte dadurch zum Ausdruck gebracht, dass es fünf Gleitbomben auf Wohnhäuser in Saporischschja abgeworfen hat", schreibt Präsident Selenskyj auf X.

+++ 11:45 Russland klagt FAZ-Journalist wegen "Volksverhetzung" an +++

Nach einem Bericht der russischen Staatsagentur Tass sind die "Ermittlungen" der russischen Behörden gegen den deutschen Journalisten Michael Martens abgeschlossen. Martens soll in Abwesenheit angeklagt werden. Martens, der für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" arbeitet, hatte den ukrainischen Präsidenten Selenskyj bei einer Pressekonferenz in Belgrad gefragt, was Europa tun könne, um der Ukraine zu helfen, "mehr Russen, mehr russische Soldaten" zu töten. Die Zeitung distanzierte sich von der Frage ihres Korrespondenten.

+++ 11:15 ISW: Trump finanziert Russlands Krieg +++

Trumps Entscheidung, Sanktionen gegen den Import von russischem Diesel auszusetzen, werde "Russlands Krieg in der Ukraine in die Länge ziehen", schreibt der US-Thinktank Institute for the Study of War in seiner jüngsten Analyse. Die Bemühungen des Kreml, US-Initiativen zur Beendigung des Kriegs zu blockieren, würden damit ebenfalls unterstützt. Die Gewinne aus den Diesel-Exporten "versetzen Russland in die Lage, seinen Krieg in der Ukraine weiterhin zu finanzieren", so das ISW. "Zudem stellt die US-Entscheidung, Russland eine Ausnahmegenehmigung für Diesel-Exporte zu erteilen, ein einseitiges Zugeständnis der USA in ihrer Verhandlungsposition gegenüber Russland dar - und das, obwohl Russland seinerseits keinerlei Zugeständnisse in den Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges gemacht hat."

+++ 10:51 Selenskyj trifft Republikaner und Demokraten in Kiew +++

Während Trump sich mit Putin auf die Lieferung von russischem Diesel in die USA geeinigt hat, traf sich der ukrainische Präsident mit Senatoren und Abgeordneten beider Parteien aus den USA. Bei dem Treffen drängte er sie, für eine Umsetzung des sogenannten Lindsey-Graham-Gesetzes zu sorgen. Das Gesetz sieht neue Sanktionen gegen Russland vor; Trump hat es im September unterzeichnet, aber nicht umgesetzt.

+++ 10:31 Mehrheit findet Schröders Besuch bei Putin unangemessen +++

Der Besuch von Altkanzler Gerhard Schröder beim russischen Präsidenten Wladimir Putin zu dessen Geburtstag stößt laut einer Yougov-Umfrage auf Unverständnis bei der Mehrheit der Menschen hierzulande. 56 Prozent finden es unangemessen, dass ein früherer Kanzler eine solche Einladung annimmt. Ein Viertel findet das angemessen, ein Fünftel antwortete mit "weiß nicht" oder machte keine Angaben.

+++ 10:02 Nach ukrainischen Angaben hat Russland weitere 1400 Soldaten verloren +++

In den letzten 24 Stunden sind nach Zählung der ukrainischen Armee mehr als 1400 Soldaten gefallen oder schwer verwundet worden. Der Generalstab der ukrainischen Armee schreibt in seinem morgendlichen Bericht, Russland habe 1420 Soldaten verloren. Damit beläuft sich der Verlust der russischen Armee nach dieser Zählung auf mehr als 1,5 Millionen Menschen, genau 1.550.910. Die Angaben lassen sich nicht überprüfen.

+++ 09:31 Mann rennt um sein Leben - dann explodiert die Drohne +++

Eine Drohne schlägt am Donnerstag auf dem Gelände einer privaten Schule mit Kindergarten nahe Kiew ein. Erst am Freitag kursierten die Aufnahmen: Sie zeigen, wie ein Mann dem Feuerball knapp entkommt. Kinder und Lehrkräfte sollen im Schutzraum gewesen sein; Verletzte gab es laut ukrainischen Medien nicht.

+++ 09:12 Russland greift mit 160 Drohnen an +++

Russland hat die Ukraine in der Nacht mit Dutzenden Kampfdrohnen angegriffen, die meisten davon Jet-Drohnen mit Düsenantrieb, die besonders schwer abzufangen sind. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe griffen die Russen mit 160 Kampfdrohnen an, davon 110 mit Düsenantrieb. 117 Drohnen seien abgefangen worden, darunter 82 Jet-Drohnen. "Der Angriff dauert an, mehrere feindliche Drohnen befinden sich im Luftraum", meldet die ukrainische Nachrichtenseite RBC.

+++ 08:52 Sharma: Selenskyj wirft Trump vor, Putin zu belohnen +++

In Kiew sorgt Trumps Ankündigung für Empörung. Selenskyj sieht darin eine Möglichkeit für Putin, seine Kriegskasse zu füllen, und fordert mehr Druck auf Moskau. ntv-Korrespondentin Kavita Sharma berichtet, warum die Ukraine dennoch auf die Vermittlung der USA angewiesen bleibt.

+++ 08:49 Zahl der Toten in Saporischschja steigt +++

Die Zahl der beim russischen Luftangriff auf Saporischschja (siehe Eintrag um 07.16 Uhr) getöteten Menschen steigt auf sieben. Unter den Toten sind drei Kinder, meldet die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform. Die Such- und Rettungsmaßnahmen würden noch andauern, möglicherweise befänden sich weitere Personen unter den Trümmern, heißt es.

+++ 08:40 USA sollen Ukraine mit Stopp von Geheimdienstinformationen gedroht haben +++

Die US-Nachrichtenseite Axios meldet, Trumps Unterhändler Witkoff und Kushner hätten der Ukraine bei Gesprächen in Florida damit gedroht, keine Geheimdienstinformationen mehr mit dem Land zu teilen, wenn es nicht damit aufhöre, russische Raffinerien anzugreifen. Axios beruft sich auf einen Vertreter der Ukraine. Die US-Seite habe das bestritten. Tatsächlich hätten Witkoff und Kushner gesagt, die USA seien ein starker Partner und würden Munition und Geheimdienstinformationen zur Verfügung stellen. Die Ukraine solle daher nichts tun, was amerikanische Verbraucher belaste.

+++ 08:23 Spanien und Griechenland wollen ablaufende Raketen nicht abgeben +++

Spanien und Griechenland verfügen über Bestände an Abfangraketen für Patriot-Luftverteidigungssysteme, deren Nutzungsdauer bald abläuft - dennoch weigern sich beide Länder, diese an die Ukraine zu liefern, berichtet der britische "Telegraph". Demzufolge besitzt Griechenland mindestens 200 Patriot-PAC-2-Raketen, deren 23-jährige Nutzungsdauer sich dem Ende zuneigt. Die Zahl der spanischen Bestände ist nicht bekannt. Unterhändler der EU und der Nato versuchen, die Länder zu überzeugen, die ablaufenden Raketen an die Ukraine abzugeben. "Wir wissen, dass einige Länder über Abfangraketen verfügen, deren Nutzungsdauer bald abläuft; es wäre also sehr gut, wenn diese an die Ukraine abgegeben würden", sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas im vergangenen Monat, nannte die betreffenden Länder aber nicht namentlich. Spanien erklärte sich bereit, lediglich fünf Abfangraketen nach Kiew zu liefern.

+++ 07:56 "Deutschland verschließt die Augen vor der russischen Gefahr" +++

Der polnische Politologe Wojciech Michnik sagt, ihn wundere die deutsche Zurückhaltung, wenn es darum gehe, Russland aus Urheber von Sabotage zu benennen. "Vielleicht ist das Problem politischer Natur", sagt Michnik im Interview mit ntv.de. "Russland war für Deutschland über viele Jahre ein sehr wichtiger Partner. Die 'Zeitenwende' und das gegenwärtige Erwachen in Sicherheitsfragen vollziehen sich schrittweise." Es sei "ein bisschen so, als würde jemand in einem Zimmer eine Giftschlange entdecken und die Augen schließen - in der Hoffnung, dass die Schlange ihm nichts antut, solange er sie nicht sieht".

+++ 07:44 "Trump belohnt Putin für seine Unterstützung des Iran" +++

Die demokratische US-Senatorin Tammy Duckworth wirft Trump vor, Putin für seine Unterstützung des Iran auch noch zu belohnen. Zum Diesel-Abkommen schreibt sie auf X: "Putin hat dem Iran den Standort unserer Kriegsschiffe mitgeteilt. Heute belohnte Trump ihn dafür, indem er Sanktionen aufhob und Russlands Kriegsmaschinerie mit amerikanischen Dollars antreibt."

Unterdessen weist der Journalist David Frum darauf hin, dass die USA auch verstärkt Diesel aus dem Nachbarland Kanada beziehen könnten. Ironisch fügt er hinzu: "Aber die Kanadier sind globale Superschurken, wer will schon Sprit von ihnen kaufen, wenn man stattdessen Putin bereichern kann?"

+++ 07:31 Russische Medien melden Abschuss von Drohnen bei Moskau +++

Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtet von zehn Drohnen, deren Angriff auf Moskau abgewehrt worden sei. "Zehn Drohnen, die auf Moskau zuflogen, wurden vom Luftverteidigungssystem des Verteidigungsministeriums zerstört", zitiert Tass den Moskauer Bürgermeister Sobjanin.

+++ 07:16 Russland tötet bei Luftangriff vier Menschen +++

Bei einem russischen Luftangriff auf ein fünfstöckiges Wohnhaus in der ukrainischen Stadt Saporischschja kommen mindestens vier Menschen ums Leben. Der Angriff erfolgte nach Angaben der regionalen Behörden mit gelenkten Fliegerbomben. Drei Personen erlitten leichte Verletzungen, eine weitere wurde ins Krankenhaus gebracht.

+++ 07:01 Offenbar erfolgreicher Drohnenangriff auf russisches Öl-Terminal +++

In der Nacht ist an einem Ölverladeterminal in der russischen Hafenstadt Rostow ein Großbrand ausgebrochen, meldet der "Kyiv Independent". Berichten zufolge sei ein Drohnenangriff die Ursache. Demnach kursieren auf mehreren Telegram-Kanälen Videos, die hohe Flammen und dichten Rauch zeigen.

Der Regionalgouverneur von Rostow schrieb nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass in der russischen Messenger-Plattform Max: "Seit gestern Abend wurden bereits mehr als 50 Drohnen abgewehrt. Rostow wurde von feindlichen Luftstreitkräften angegriffen. Es brach ein Feuer aus."

+++ 06:42 Chrupalla bestreitet, dass die AfD die Nato infragestellt +++

AfD-Parteichef Tino Chrupalla versichert, seine Partei stelle "die Nato nicht infrage, weder als Partei noch als Bundestagsfraktion". Das könne er zusichern, sagt Chrupalla der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Wer etwas anderes sage, vertrete in keiner Weise die Mehrheitsmeinung in der AfD, so Chrupalla, der gemeinsam mit Alice Weidel auch der Bundestagsfraktion vorsteht. Der Thüringer AfD-Landesvorsitzende Björn Höcke hatte in der Vergangenheit mehrfach die Nato-Mitgliedschaft Deutschlands infrage gestellt und auf Parteitagen entsprechende Anträge eingebracht.

Allerdings heißt es im Wahlprogramm der AfD zur Bundestagswahl 2025: "Bis zum Aufbau eines unabhängigen und handlungsfähigen europäischen Militärbündnisses" bleibe die Mitgliedschaft in der Nato und der OSZE "zentrale Elemente unserer Sicherheitsstrategie".

+++ 06:27 Grünen-Chefin Brantner fordert SPD zu Parteiausschluss Schröders auf +++

Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner drängt die SPD zu einem Parteiausschluss von Altkanzler Schröder. "Gerhard Schröder feiert mit Putin dessen Geburtstag, während in der Ukraine erneut Zivilistinnen und Zivilisten durch russische Angriffe sterben. Das ist politisch unerträglich", sagt Brantner dem "Tagesspiegel": "2022 ist ein Parteiausschluss noch gescheitert. Seitdem hat sich die Lage verschärft: Russland greift mit hybriden Angriffen inzwischen sogar uns in Deutschland an. Schröder hat daraus nichts gelernt. Ein neues Verfahren gehört auf den Tisch."

+++ 05:44 Kreml: Weder Putin noch Trump wollte zuerst auflegen +++

Nach Altkanzler Gerhard Schröder haben laut Kremlangaben auch US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Geburtstag gratuliert. Trump habe Putin während eines Telefonats Erfolg und Wohlbefinden gewünscht und auch nicht vergessen, Grüße von seiner Frau Melania zu übermitteln, sagt Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass. Putin habe Trump dafür gedankt. Das Telefonat - laut Kreml das sechste in diesem Jahr - lief der Darstellung nach positiv: Weder Putin noch Trump hätten als Erster auflegen wollen, berichtet Uschakow. Putin hatte am Mittwoch seinen 74. Geburtstag gefeiert und seinen wegen eines privaten Termins in Moskau weilenden Freund Gerhard Schröder zu der Feier eingeladen. 

+++ 04:48 Behörden: Mehr Menschen treten von Kriegsdienstverweigerung zurück +++

Im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine und der neuen Bedrohungen auch für Deutschland steigt die Zahl der Menschen, die ihre Anträge auf Kriegsdienstverweigerung zurücknehmen. Das teilt eine Sprecherin des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit. In den ersten acht Monaten dieses Jahres sind demnach insgesamt 570 Verzichtserklärungen bei der Kölner Behörde eingegangen - das wären hochgerechnet auf das Gesamtjahr 855 und damit deutlich mehr als die 781 zurückgenommenen Anträge des Vorjahres.  

+++ 03:40 Insider: Westen will Russland neuen Friedensplan vor Winter unterbreiten +++

Die USA, die Ukraine und europäische Partner wollen Russland einem Insider zufolge noch vor dem Winter einen gemeinsamen Vorschlag zur Beendigung des Krieges in der Ukraine vorlegen. Zu diesem Zweck hätten Unterhändler am Freitag in Miami sechs Stunden lang beraten, sagt eine mit den Gesprächen vertraute Person. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sowie Delegationen aus der Ukraine, Europa und der Nato hätten daran teilgenommen. Bei den Gesprächen sei es unter anderem um ein Nachkriegspaket mit Sicherheitsgarantien der USA und Europas für die Ukraine gegangen. Zudem seien ein Wirtschaftsplan für die Ukraine sowie ein Weg zu einem EU-Beitritt Kiews diskutiert worden. Auch über "einige Ideen" zu Gebietsfragen sei bei dem Treffen gesprochen worden, hieß es weiter, ohne dass Details genannt wurden.

+++ 02:39 US-Gesandter Witkoff: "Konstruktive Gespräche" mit Kiew und Europäern zum Ukraine-Krieg +++

Nach dem Eintreffen ukrainischer Unterhändler zu Beratungen über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs hat der US-Sondergesandte Steve Witkoff von "konstruktiven Gesprächen" gesprochen. Bei dem Austausch in Miami im Bundesstaat Florida sei es unter anderem um "kurzfristige Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Winter" in der Ukraine wie die Stärkung der Energieinfrastruktur und Getreideexporte gegangen, erklärt Witkoff im Onlinedienst X. Auch Sicherheitsgarantien und "langfristige Vorkehrungen für die Sicherheit der Ukraine und Europas" waren demnach Thema. Ob die Gespräche wie angekündigt am heutigen Samstag fortgesetzt werden, teilt Witkoff nicht mit.

+++ 01:36 Kreml: Ukraine für Stillstand bei Friedensgesprächen verantwortlich +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump der Ukraine die Schuld für den aktuellen Stillstand bei den trilateralen Friedensverhandlungen zugewiesen. Laut dem außenpolitischen Sprecher des russischen Präsidialamtes, Juri Uschakow, sagte Putin, Kiew habe die Gespräche durch Drohnenangriffe auf Moskau während der russischen Parlamentswahl im vergangenen Monat untergraben: "Mit dem massiven Drohnenangriff auf Moskau, andere Städte und Wahllokale am Hauptwahltag hat das Regime in Kiew die Möglichkeit einer sofortigen Wiederaufnahme des Verhandlungsprozesses faktisch zunichtegemacht." Man werde nun prüfen, wann die Dreiergespräche zwischen den USA, Russland und der Ukraine wieder aufgenommen werden könnten.

+++ 00:30 Großbritannien hält trotz US-Russland-Deals an Ukraine-Hilfe fest +++

Großbritannien hält auch nach der Ankündigung eines Diesel-Geschäfts zwischen den USA und Russland an seiner Unterstützung für die Ukraine und den Sanktionen gegen Moskau fest. "Die Haltung Großbritanniens könnte nicht klarer sein", erklärt ein Regierungssprecher am Freitag. "Wir werden weiterhin eng mit internationalen Partnern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Ukraine die militärische und finanzielle Unterstützung erhält, die sie zur Selbstverteidigung braucht. Wir werden zudem den Druck auf Russland durch das härteste Sanktionsregime aufrechterhalten, das Großbritannien je verhängt hat."

+++ 23:29 Nato-Gefechtsstand und andere Militäranlagen in NRW werden modernisiert +++

In Nordrhein-Westfalen fließt in den nächsten Jahren deutlich mehr Geld in den Neubau und die Modernisierung von Militäranlagen. Die Bauverwaltung des Landes plane von 2026 bis 2029 im Auftrag des Bundes Projekte für rund 1,6 Milliarden Euro - mehr als doppelt so viel wie in den vier Jahren zuvor, sagt NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk bei einem Besuch des Nato-Führungszentrums für die Sicherheit im Luftraum in Uedem. "Von hier aus wird der Luftraum über Europa überwacht - und sogar der Weltraum. Nordrhein-Westfalen trägt dazu bei, dass die notwendige Infrastruktur dafür bereitsteht", sagt der CDU-Minister. Zu den größten Vorhaben in Uedem gehört laut Ministerium der Neubau eines Gefechtsstands für Nato-Luftoperationen mit einem Gesamtbauvolumen von rund 92 Millionen Euro. An der Radarstation Marienbaum sind demnach ein Umbau und eine technische Ertüchtigung für rund 21 Millionen Euro geplant. Im Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW arbeiteten inzwischen 450 Menschen daran, die Projekte des Bundes voranzubringen, erklärt der Minister. Ein nicht unerheblicher Anteil betreffe auch Projekte der Nato. 

+++ 22:15 Selenskyj kritisiert Trumps Diesel-Deal als Kriegsinvestition +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisiert die von den USA angekündigten Diesel-Lieferungen aus Russland. Geschenke an den russischen Präsidenten Wladimir Putin würden den Krieg nicht beenden. Zugeständnisse beim Diesel werde Russland mit mehr Terrorismus "zurückzahlen". Es sei eine Investition in den Krieg, der Regierung in Moskau den Verkauf von Ölprodukten zu gestatten, so Selenskyj. Der Krieg müsse aber beendet und nicht fortgesetzt werden. Wegen Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hatten die USA Sanktionen gegen russische Energieunternehmen verhängt. Nun erlaubt das US-Finanzministerium jedoch den Import von russischem Diesel bis zum 7. April. Die Dieselpreise sind seit Beginn des Krieges der USA und Israels mit dem Iran in diesem Jahr um 70 Prozent gestiegen. 

+++ 21:58 Putins Wirtschaftsbeauftragter: Energie-Kooperation mit USA wird fortgesetzt +++

Auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump über russische Diesellieferungen folgt eine erste Reaktion aus Russland. Die Zusammenarbeit zwischen der Russischen Föderation und den USA in den Bereichen Energie und Wirtschaft werde fortgesetzt und der Welt zugutekommen, erklärt der Wirtschaftsbeauftragte des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, laut dem Telegramkanal des Staatsmediums Tass.

+++ 21:22 Sharma: "Ressourcen der Ukraine sind strapaziert" +++

Putins Angriffe kommen immer öfter und härter. Ein Ukraine-Team ist derzeit in den USA, um bei Präsident Trump für mehr Unterstützung zu werben. Im Fokus steht vor allem das Thema Flugabwehr. ntv-Korrespondentin Kavita Sharma berichtet aus Kiew, was von den Verhandlungen erwartet wird.

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