Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 03:23 Milliardenloch im Haushalt: Selenskyj kündigt unpoluläre Maßnahmen an +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj kündigt mehrere potenziell "unpopuläre" Gesetzentwürfe zum Stopfen des Milliardendefizits im Haushalt an. In seiner abendlichen Videoansprache spricht er von sieben nicht näher benannten Gesetzesvorhaben, die zur "Finanzierung des staatlichen Haushaltsdefizits nötig" seien. "Einige Sachen mögen schwierig sein, unerfreulich und unpopulär", sagt er. "Aber ohne diese Dinge ist es derzeit unmöglich, den gesamten Bedarf unserer Verteidigung und die Widerstandskraft der Ukraine zu gewährleisten." Das Defizit ergibt sich vor allem durch ein Minus von umgerechnet 23 Milliarden Euro im Verteidigungsbereich.
+++ 02:08 UN denken über unterirdische Bunker für Ukraine-Hilfsgüter nach +++
Die Vereinten Nationen (UN) erwägen wegen anhaltender russischer Luftangriffe, ihre Hilfsgüter in der Ukraine in unterirdische Bunker zu verlegen. In diesem Jahr hätten russische Angriffe zehn Lagerhäuser der Organisation getroffen und Hilfsgüter im Wert von Millionen Dollar zerstört, sagt der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe in der Ukraine, Matthias Schmale. Unter den getroffenen Einrichtungen befindet sich auch ein Hauptlager der Weltgesundheitsorganisation mit medizinischen Gütern. Die UN prüfen zudem den Kauf von gepanzerten Fahrzeugen und Drohnen-Abwehrsystemen. Die zusätzlichen Kosten sind im Hilfsbudget von 2,3 Milliarden Dollar für 2026 nicht vorgesehen.
+++ 01:15 Ukraine meldet erfolgreichen Test neuer Drohnenabwehr-Waffe +++
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Selenskyj erfolgreich eine neue, selbst entwickelte Waffe zur Abwehr von Drohnen getestet. Bei einem Einsatz in der Nacht sei ein Treffer erzielt und eine Drohne vom Typ "Shahed" zerstört worden, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Einige technische Details müssen jedoch noch verfeinert werden", erklärt er weiter. "Wir brauchen noch etwas mehr Zeit." Die Arbeit an weiteren Entwicklungen werde fortgesetzt. Selenskyj zufolge wurden in der Nacht 93 Prozent aller russischen Drohnen abgefangen. "Das ist beachtlich. Aber natürlich wird mehr gebraucht", sagte er.
+++ 00:04 Litauen: Abgeschossene Drohne hatte Sprengsatz +++
Die Drohne, die Nato-Kampfjets vergangene Nacht über Litauen abgeschossen haben, war mit Sprengstoff bestückt. Das teilte Verteidigungsminister Robertas Kaunas mit. Die Sprengladung sei von Spezialkräften entschärft worden, schreibt Kaunas auf Facebook. Die Drohne werde weiterhin untersucht und analysiert. Italienische Eurofighter hatten die Drohne über einem ländlichen Gebiet nahe dem Dorf Pratkunai vom Himmel geholt. Verletzte oder Schäden gab es nicht. Zuvor hatten die Behörden hatten die Bevölkerung mehrerer Regionen des baltischen EU- und Nato-Landes über eine mögliche Bedrohung aus der Luft alarmiert.
+++ 23:28 Deutschlands geplanter Tomahawk-Kauf noch in Abklärung +++
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius zieht nach einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Pete Hegseth in Washington eine positive Bilanz. Die Gespräche seien gut verlaufen, sagt Pistorius vor Journalisten. Beim geplanten Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern durch Deutschland müssten jedoch noch Einzelheiten geklärt werden. Deutschland und die USA stimmten in der Bewertung der Sicherheitslage in Europa überein.
+++ 22:10 Drohnenfund in Niedersachsen führt zu Großeinsatz: Ermittler prüfen Hintergrund +++
Ein Drohnenfund beschäftigt das Landeskriminalamt in Niedersachsen. Die Teile einer vermutlich abgestürzten Drohne wurden auf unbewohntem Gelände östlich des Steinhuder Meeres in der Region Hannover gefunden. Das LKA erhielt davon nach eigenen Angaben am Montag Kenntnis. Zahlreiche Polizeikräfte waren an diesem Dienstag im Einsatz, um das weitläufige Gelände unter anderem nach weiteren Teilen des Fluggeräts abzusuchen, wie das LKA mitteilt. Es handele sich um einen sogenannten "gefahrenabwehrrechtlichen Vorgang". Die Behörde geht davon aus, dass keine Gefährdung für die Bevölkerung bestand. Die Untersuchungen zum Hintergrund dauern an. Östlich des Steinhuder Meeres liegt auch der Bundeswehr-Fliegerhorst Wunstorf, allerdings wurden die Drohnenteile nicht dort gefunden. Mehrere Medien berichten, dass der Fundort etwa 800 Meter von dem Fliegerhorst entfernt sei. Ob ein Zusammenhang besteht, ist unklar.
+++ 21:36 Pistorius und Hegseth wollen Rüstungsindustrien enger verzahnen +++
Deutschland und die USA wollen ihre Zusammenarbeit bei Rüstungsprojekten deutlich ausbauen. Dazu unterzeichnen Verteidigungsminister Boris Pistorius und sein US-Amtskollege Pete Hegseth in Washington eine Absichtserklärung über verstärkte Kooperationen. "Deutschland und die Vereinigten Staaten sind sich einig, dass die aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen eine robuste und zum gegenseitigen Nutzen eng verzahnte Verteidigungsindustriebasis auf beiden Seiten des Atlantiks erfordern", teilt das deutsche Verteidigungsministerium mit. Die Absichtserklärung setze einen politischen Rahmen für künftige Projekte, so das Ministerium. Beide Länder verfügten über leistungsstarke Verteidigungsindustrien, die sich bei der Herstellung hochmoderner Waffensysteme, Komponenten und komplexer Munition künftig noch stärker ergänzen könnten und sollten, heißt es weiter. Der hohe Bedarf an Rüstungsgütern erfordere erhöhte Produktionskapazitäten, kurze Lieferzeiten und eine verlässliche Versorgung auf beiden Seiten des Atlantiks.
+++ 21:24 Neuer Abfangjäger testet vielversprechend gegen russische Jetdrohnen +++
Die Ukraine arbeitet an weiteren Möglichkeiten zur Abwehr von Russlands schnellen Shahed-Drohnen mit Jetantrieb. Präsident Selenskyj berichtet von einem "erfolgreichen" Test einer weiteren Abfang-Drohne. In sozialen Medien erklärt er: "Eine Shahed wurde erfolgreich getroffen, aber einige Aspekte der Steuerung des Abfangjägers müssen noch verfeinert werden. Die Arbeit geht weiter – es wird noch etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen." Einem Bericht des "Kyiv Independent" zufolge erreichen die russischen Jetdrohnen Geschwindigkeiten von bis zu 600 Kilometern pro Stunde, wodurch sie schwerer abzufangen sind als frühere Shahed-Varianten.
+++ 20:49 Bei Angriff auf Slowjansk sterben zwei Menschen +++
Bei einem russischen Angriff auf die ostukrainische Stadt Slowjansk sind ein Mann und eine Frau getötet worden. Eine weitere Frau sei verletzt worden, teilt der Chef der Militärverwaltung der Stadt, Wadym Ljach, bei Facebook mit. Es seien drei Wohnhäuser beschädigt worden. Den verwendeten Waffentyp nennt Ljach nicht. Slowjansk befindet sich im Gebiet Donezk und liegt etwa 15 Kilometer von der russisch-ukrainischen Frontlinie entfernt.
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