Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 04:46 Kreml räumt Versorgungsengpässe in Oleschky ein - Kiew wirft Moskau Aushungern vor " +++
Der Kreml räumt kritische Engpässe bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten in der russisch-kontrollierten ukrainischen Stadt Oleschky ein. Das russische Militär arbeite an einer Lösung, teilt die Regierung in Moskau mit. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha wirft den russischen Truppen dagegen vor, humanitäre Hilfe zu blockieren und nicht auf Evakuierungsanfragen zu reagieren. In der Stadt im Gebiet Cherson "sterben 6000 Einwohner, darunter 200 Kinder, an Hunger und Kälte", sagt er in einem Video auf Facebook. Die ukrainische Delegation wolle das Thema bei der UN-Vollversammlung in New York auf höchster Ebene ansprechen, um internationalen Druck auf Russland für einen humanitären Zugang auszuüben.
+++ 03:55 Macron: Gespräch mit Trump über Lage in Ukraine und im Roten Meer "konstruktiv" +++
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach eigenen Worten ein "konstruktives" Gespräche mit US-Präsident Donald Trump über die Lage in der Ukraine geführt. "Ein weiteres Thema, über das wir sprachen, war die Lage im Roten Meer", sagt Macron nach dem Treffen mit Trump in New York Journalisten. "Wir hatten eine sehr gute Unterredung. Sie war sehr konstruktiv." Macron und Trump sind für die Generaldebatte der UN-Vollversammlung nach New York gereist. Das Gespräch der beiden Staatschefs dauerte etwa eine halbe Stunde. Macron will in der US-Ostküstenmetropole zudem den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen. Mit Trump sei es darum gegangen, "wie wichtig es ist, unseren ukrainischen Freunden noch schneller und stärker mit Abfangjägern zu helfen". Dem französischen Präsidenten zufolge war Trump "sehr aufgeschlossen".
+++ 02:13 Kallas dringt auf Aufrechterhalten von EU-Sanktionen gegen Russland +++
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die EU-Mitgliedstaaten zu einem Aufrechterhalten ihrer Sanktionen gegen Russland aufgefordert. "Wir brauchen diese Stabilität, dass die Sanktionen für längere Zeit bestehen bleiben", sagte Kallas am Montagabend vor Journalisten in New York. EU-Diplomaten hatten zuvor mitgeteilt, dass die EU es vorerst nicht geschafft habe, eine grundsätzliche Einigung auf die Aufhebung ihrer Sanktionen gegen zwei russische Oligarchen zu bestätigen.
+++ 00:26 Ukraine: Frau und Kleinkind bei russischen Angriffen getötet +++
Bei russischen Angriffen sind in der Ukraine eine Frau und ein Kleinkind getötet worden. Die Frau kam nach Angaben regionaler Behörden bei einer Attacke auf einen Bus im Gebiet Saporischschja im Südosten des Landes ums Leben. Drei weitere Menschen seien dabei verletzt worden. Details zu dem Angriff werden nicht genannt. Im südukrainischen Gebiet Mykolajiw kam nach Behördenangaben ein dreijähriges Kind ums Leben. Der Junge war demnach gerade auf der Straße, als es einen Luftangriff gab.
+++ 23:19 Zoff um Oligarchen: Vorerst kein Deal zu Russland-Sanktionen +++
Die unter dem Druck einzelner EU-Staaten geplante Aufhebung von Sanktionen gegen die beiden russischen Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman hat am Abend nicht wie geplant beschlossen werden können. Wie ein EU-Diplomat mitteilt, kam die erforderliche Einstimmigkeit in dem schriftlichen Entscheidungsverfahren nicht zustande. Nun sollen an diesem Dienstagmorgen erneut die Botschafter der Mitgliedstaaten zu Beratungen zusammenkommen.
+++ 22:18 BBC identifiziert 258.989 gefallene russische Soldaten +++
Journalisten der BBC und des unabhängigen russischen Medienportals Mediazona haben 258.989 russische Soldaten identifiziert, die im Angriffskrieg gegen die Ukraine getötet wurden. Für ihre Recherche nutzten sie öffentlich zugängliche Quellen. Beide Medien weisen darauf hin, dass die Liste nicht vollständig ist, da nicht jeder russische Todesfall öffentlich bekannt wird. Forscher vermuten, dass die recherchierte Zahl zwischen 45 und 65 Prozent der tatsächlichen russischen Verluste ausmacht.
+++ 21:45 UN-Expertin wirft Russland systematisches Vorgehen gegen Kritiker im Exil vor +++
Eine UN-Expertin wirft Russland ein systematisches Vorgehen gegen Kritiker im Ausland vor. Seit seinem Angriff auf die Ukraine gehöre Russland zu den aktivsten Akteuren bei der grenzüberschreitenden Unterdrückung, erklärt die Sonderberichterstatterin für Russland bei den Vereinten Nationen, Marijana Kazarowa, vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf bei der Vorstellung ihres Berichts. Das Land exportiere seine "Herrschaft der Angst" über die Landesgrenzen hinweg. Kazarowas Bericht stützt sich auf fast 400 dokumentierte Fälle, darunter Ermordungen, Angriffe und Vergiftungen. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass diese grenzüberschreitende Unterdrückung "eine systematische und institutionalisierte Strategie des Staates darstellt". Diese Strategie sei "untrennbar mit der Festigung des autoritären Regimes auf seinem Staatsgebiet und dem Angriffskrieg gegen die Ukraine verbunden".
+++ 21:07 UNO: Zivilbevölkerung in Ukraine steht harter Winter bevor +++
Der ukrainischen Zivilbevölkerung steht einer UN-Kommission zufolge erneut ein harter Winter bevor, der die Lebensbedingungen der Menschen noch einmal drastisch verschlechtern könnte. Im vergangenen Winter "litten Millionen Zivilisten unter lang anhaltenden Stromausfällen sowie Engpässen oder einem tagelangen Ausfall der Heizung", erklärt die UN-Untersuchungskommission für die Ukraine. Der kommende Winter "könnte noch schwerer zu bewältigen sein".
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