Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:27 Generalinspekteur: "Wir investieren in neue Technologie" +++
Generalinspekteur Carsten Breuer weist Vorwürfe zurück, bei der Bundeswehr werde bei der Modernisierung zu viel Geld in veraltete Technologie gesteckt. "Es geht bei unserer Beschaffung nicht um die Alternative Kampfpanzer oder Drohne, das ist kein Entweder-Oder, sondern um beides: Kampfpanzer und Drohne, oder besser Panzer mit Drohne", sagt der ranghöchste Soldat der Bundeswehr der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Moderne Panzer seien heute weitaus mehr als 50 Tonnen Stahl, führte Breuer aus. "Sie bieten auf dem Gefechtsfeld neben der eigentlichen Waffenwirkung eine vernetzte Sensorplattform, die Drohnen steuert, Daten aufnimmt und verteilt." Kein System, das heute beschafft werde, sei ohne unbemannte Elemente und ohne Künstliche Intelligenz denkbar, erklärt Breuer. "Insoweit läuft die Kritik ins Leere, denn wir machen genau das: Wir investieren in neue Technologien, in zukunftsgerichtete Fähigkeiten."
+++ 05:41 Trump unterzeichnet Paket mit Sanktionen gegen Russland +++
US-Präsident Donald Trump hat das vom Parlament verabschiedete Gesetz mit neuen weitreichenden Sanktionen gegen Russland unterzeichnet. Das teilt das Weiße Haus in Washington mit. Das Sanktionspaket hatte zuvor eine parteiübergreifende Mehrheit im Kongress bekommen und soll den Kreml im Ukraine-Krieg stärker unter Druck setzen. Neben direkten Strafmaßnahmen gegen russische Politiker und Firmen sieht das Paket Sanktionen gegen russische Öl- und Gas-Exporte vor, mit denen Moskau seinen Angriffskrieg finanziert. Es berechtigt Trump unter anderem dazu, die fünf größten Käufer russischer Energieträger mit Sanktionen zu belegen - sowie jene fünf Länder, die Russland am meisten dabei helfen, Energiesanktionen zu umgehen. Damit könnte es die US-Handelsbeziehungen zu China und Indien weiter strapazieren, die große Mengen russischen Erdöls beziehen.
+++ 04:48 USA genehmigen Rüstungsverkauf an Ukraine im Wert von 2,7 Milliarden Dollar +++
Das US-Außenministerium genehmigt einen Rüstungsverkauf an die Ukraine im Wert von fast 2,7 Milliarden Dollar. Die Waffenlieferungen dienten der Weiterentwicklung und Modernisierung der Luftverteidigung sowie der Beschaffung zugehöriger Ausrüstung und Dienstleistungen, teilt das Ministerium mit.
+++ 03:44 Putin wirft Kiew Einmischung in russische Wahl vor +++
Der russische Präsident Wladimir Putin wirft der Ukraine vor, sich in die laufende russische Parlamentswahl einzumischen und Friedensgespräche gezielt zu behindern. Die ukrainische Führung versuche, die dreitägige Abstimmung zu stören, sagt Putin russischen Nachrichtenagenturen zufolge, ohne dafür Beweise vorzulegen. Zudem bekräftigt er, dass Russland weiterhin auf seine nukleare Triade setze und seine Raketenabwehr verbessern müsse. Die Regierung in Kiew bezeichnete die russische Abstimmung als Pseudowahl.
+++ 02:46 Militärverwaltung: Tote nach russischem Gleitbombenangriff in Sumy +++
Bei einem russischen Angriff mit Gleitbomben sind in der nordostukrainischen Stadt Sumy nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Sieben weitere seien bei der Attacke verletzt worden, teilt der Chef der Militärverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, bei Telegram mit. Darunter sei ein 13-jähriges Mädchen. Hryhorow veröffentlicht auch ein in der Nacht aufgenommenes Foto, auf dem ein schwer beschädigtes mehrstöckiges Wohnhaus zu sehen ist.
+++ 01:40 Moskau stuft Regisseur Zvyagintsev als "Auslandsagenten" ein +++
Moskau hat den bekannten russischen Regisseur Andrei Zvyagintsev als "ausländischen Agenten" eingestuft. Zvyagintsev sei beteiligt gewesen an der Erstellung von Mitteilungen und Materialien von Auslandsagenten und in Russland unerwünschter Organisationen, heißt es in einer Mitteilung des Justizministeriums. Wer in Russland als "ausländischer Agent" gebrandmarkt ist, muss mit zahlreichen Nachteilen rechnen. Die Einstufung soll Misstrauen schüren und ihre Arbeit in Russland erschweren. Zvyagintsev hatte mit "Minotaurus" beim Filmfestival in Cannes den Großen Preis der Jury gewonnen. In seiner Rede appellierte er an Kremlchef Wladimir Putin, den seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu beenden. "Die ganze Welt wartet darauf", sagte der ins Exil gegangene Regisseur damals.
+++ 00:26 EU kritisiert Wahlen in Russland bei "systematischer Unterdrückung" +++
Wegen "systematischer Unterdrückung" der demokratischen Opposition in Russland kritisiert die EU die Wahlen dort scharf. "Die Art und Weise, wie die Parlamentswahlen ausgeführt werden, unterstreicht die anhaltende und sich vertiefende Erosion der Demokratie in Russland", sagt ein Sprecher der EU-Kommission. "Die russischen Behörden haben die systematische und institutionalisierte Unterdrückung weiter verstärkt, um jede demokratische Oppositionskraft auszuschließen", fährt er fort. Bei der Wahl sind nur Kreml-treue Parteien zugelassen. Neben der Parlamentswahl finden auch Regional- und Kommunalwahlen statt.
+++ 23:15 Nato-Spitzenkommandeur berät USA bei Überprüfung von Truppen in Europa +++
Der oberste Befehlshaber der Nato in Europa, US-General Alexus Grynkewich, nimmt an Beratungen über eine Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa teil. Diese sind Teil einer von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth im Juni angekündigten Überprüfung. Hegseth droht damit, US-Beiträge an die Nato zurückzuhalten, falls Verbündete ihre Verteidigungsausgaben nicht erhöhen. Einem von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehenen Dokument zufolge soll die Überprüfung mindestens vier Optionen für Hegseth erarbeiten. Ziel des Vorhabens ist es, Europa zu mehr Eigenverantwortung zu bewegen und US-Streitkräfte für globale Aufgaben freizusetzen. Hegseth kritisiert zudem Verbündete, die den USA während des Iran-Krieges die Unterstützung verweigert hatten.
+++ 22:13 Haushaltsloch der Ukraine ist "astronomisch" +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet das Haushaltsloch seines Landes als "astronomisch". "Wir arbeiten an einigen Vorschlägen, um das von mir angesprochene Defizit zu beheben - das, unter uns gesagt, astronomisch ist", sagt Selenskyj Journalisten. Es gebe bereits einige Vereinbarungen. Selenskyj beruft sich dabei auf ein Telefonat vom Donnerstag mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, nachdem Brüssel Kiew weitere 3,3 Milliarden Euro überwies. Diese sollen dem Staatschef zufolge sofort in die Produktion von Drohnen und Raketen fließen. Die Höhe des Haushaltslochs nennt er nicht. Im August hatte der Präsident es noch mit umgerechnet rund 23,5 Milliarden Euro beziffert.
+++ 21:43 Pistorius: Mit dem F-35 beginnt "neue Ära für die Luftwaffe" +++
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius nimmt im US-Bundesstaat Texas den ersten Kampfjet vom Typ F-35 für die deutsche Luftwaffe in Empfang. Pistorius spricht bei der Übergabezeremonie in Fort Worth von einer "neuen Ära für die Luftwaffe". Der F-35 sei unter anderem wegen seiner Tarnkappen-Fähigkeit "das weltweit modernste Kampfflugzeug", sagt Pistorius. Wegen ihrer speziellen Form und Außenbeschichtung sind die Maschinen für gegnerisches Radar nur schwer zu entdecken. Pistorius begründet die Aufrüstung auch mit der gewachsenen Bedrohung durch Russland, unter anderem durch Drohnen. "Russland testet unsere Grenzen aus", sagt er in seiner Rede. "Deutschland hat den Weckruf gehört". Die Bundesregierung verstärke deshalb ihre Verteidigung und Abschreckung.
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