Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 03:43 Mehrere Tote bei Luftangriffen auf Kiew +++
Russland greift Kiew und Umgebung in der Nacht mit ballistischen Raketen, Drohnen und Gleitbomben an. Es gibt mindestens drei Tote und mehrere Verletzte. Unter den drei Todesopfern im östlichen Vorort Browary sei auch ein Kind, schreibt das Nachrichtenportal "Kyiv Independent" unter Berufung auf Kiews Militärgouverneur Tymur Tkatschenko. Bei der Attacke seien außerdem zwei Erwachsene und ein Kind verletzt worden. Laut Bürgermeister Vitali Klitschko gibt es in zwei Bezirken Brände. Reporter berichten von mehreren heftigen Explosionen.
*++ 03:13 CDU-Sicherheitsexperte: Putin weicht nach Westen aus, weil er in der Ukraine nicht vorankommt +++
Der Vorsitzende des Geheimdienste-Kontrollgremiums des Bundestags, Marc Henrichmann, hält die Äußerung Russlands zu der Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle für gelogen. "Die Glaubwürdigkeit hat Russland schon lange verspielt, wenn man in die Ukraine blickt, wo ja vor völkerrechtswidrigen Angriffen man kaum mehr hinterherkommt", sagt der CDU-Politiker im ZDF. "Und dass Russland da ein Spiel ohne Regeln spielt, das ist jetzt auch keine neue Erkenntnis." Mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin sagt Henrichmann: "Da ist jemand, der in der Ukraine sich festgefahren hat." Der russische Angriffskrieg stocke. "Und es ist schon lange prognostiziert, dass dann Ausweichbewegungen in Richtung Westen, in Richtung Nato, in Richtung EU erfolgen werden." Das geschehe jetzt.
+++ 00:53 Russen nehmen Slowjansk unter heftigen Beschuss +++
Die ostukrainische Stadt Slowjansk in der Region Donezk gerät erneut unter schweren Beschuss. Russische Soldaten hätten mit einem "Tornado S"-Mehrfachraketenwerfer auf einen Logistikknotenpunkt gefeuert, teilt die Militärverwaltung der Stadt mit. Demnach wurde ein Mensch getötet, fünf weitere Menschen wurden verletzt. Den Angaben zufolge wurden drei Dutzend Privathäuser beschädigt und vier Autos zerstört.
+++ 23:26 Russland: Drohnen-Vorfall in Leipzig ist "zusammengezimmerte Provokation" +++
Die russische Botschaft in Berlin weist eine Verwicklung in den mutmaßlichen Drohnenangriff am Flughafen Leipzig/Halle zurück. Es handele sich um eine "hastig zusammengezimmerte Provokation", die ausschließlich den Interessen der Ukraine und des militaristischen Flügels der europäischen politischen Klasse diene, teilt die Vertretung auf ihrer Website mit. Die Botschaft kritisiert eine "neue Welle antirussischer Hysterie in Deutschland" und beklagt unbelegte Anschuldigungen. Der Generalbundesanwalt ermittelt derzeit wegen einer an dem Frachtflughafen entdeckten, mit Sprengstoff bestückten Drohne. Mehrere Politiker machen Russland für den Vorfall verantwortlich.
+++ 22:18 Medizinische Fachkräfte bei Drohnenattacke auf Klinik verletzt +++
Die Stadt Cherson meldet eine russische Drohnenattacke auf ein Krankenhaus. Die Drohne habe das Gelände des Krankenhauses im Stadtzentrum gegen 18.20 Uhr angegriffen, schreibt der Stadtrat in sozialen Medien. Vier medizinische Fachkräfte seien verletzt worden – Frauen im Alter von 53, 56, 65 und 67 Jahren.
+++ 21:42 Ukraine kann im Juli nur 29 von 195 ballistischen Raketen abfangen +++
Ballistische Raketen stellen die ukrainische Luftabwehr vor große Probleme. Im Juli seien nur 29 von 195 ballistischen Raketen abgefangen worden, schreibt der "Kyiv Independent" und verweist auf Zahlen des Militärs. 40 weitere ballistische Raketen hätten ihr Ziel verfehlt. "Im Juli operierte die ukrainische Luftabwehr inmitten eines kritischen Mangels an Abfangraketen zur Abwehr ballistischen Terrors", schreibt das Verteidigungsministerium. Es ist von insgesamt mehr als 9000 russischen Angriffen mit Drohnen und Raketen im Juli die Rede. Davon abgewehrt worden seien 5142 Angriffsdrohnen und 216 Raketen verschiedener Typen. Nicht mitgezählt werden dabei Aufklärungsdrohnen und taktische Drohnen. Die Ukraine leidet seit Monaten unter einem Mangel an Abwehrraketen für die US-Patriot-Systeme. Diese ist die einzige Waffe im Arsenal des Landes, die in der Lage ist, russische ballistische Raketen abzuschießen. Russland hat seine Angriffe mit diesen schwer abzufangenden Raketen auf Kiew und andere Städte verstärkt, während sich seine Vorstöße an der Front in diesem Jahr erheblich verlangsamt haben.
+++ 21:01 Krim: Tote bei ukrainischem Drohnenangriff +++
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Eine weitere Person sei verletzt, teilt der von Moskau eingesetzte Statthalter, Sergej Aksjonow, bei Telegram mit. Im Zuge eines weiteren feindlichen Angriffs auf die Krim habe eine ukrainische Drohne ein Mehrfamilienhaus in der Stadt Kertsch getroffen, schreibt er..
+++ 20:35 Selenskyj zu erstem Besuch in Serbien eingetroffen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist erstmals seit Kriegsbeginn nach Serbien gereist. Über zwei Tage seien "wichtige Gespräche" mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic und Regierungschef Djuro Macut geplant, schreibt Selensky in sozialen Medien. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die wirtschaftliche Zusammenarbeit und die Bemühungen beider Länder um eine EU-Mitgliedschaft. Zudem gehe es um Sicherheitsfragen, schreibt Selenskyj weiter. Der Besuch dürfte die Beziehungen zwischen Serbien und seinem traditionellen Verbündeten Russland belasten.
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