Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 08:34 Malediven als Drehscheibe für russische Schattentransporte +++

23.09.2026, 00:01 Uhr

Jedes Jahr fliegen Hunderttausende Touristen auf die Malediven - doch der Tropenstaat ist offenbar mehr als ein Urlaubsziel: Der Flughafen des Landes ist zum Umschlagplatz für sanktionierte Waren nach Russland geworden, berichtet das "Wall Street Journal". Das Inselparadies dient demnach Russland als geheimer Knotenpunkt für die Umgehung von Sanktionen, heißt es. Der Flughafen in der Hauptstadt Malé habe sich zu einem Umschlagplatz für sanktionierte Güter entwickelt. Am Velana International Airport würden sanktionierte Waren im Wert von mehreren 100 Millionen Dollar umgeschlagen. Dabei soll es sich vor allem um Dual-Use-Güter handeln, also Waren, die sowohl für den zivilen als auch für den militärischen Bereich genutzt werden können: Flugzeugteile, Mikrochips, optische Instrumente, aber auch Nieten und Bolzen sowie andere sanktionierte Waren türmen sich in den Frachträumen des Flughafens auf.

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+++ 08:06 Polen setzt Flugbetrieb an zwei Flughäfen vorübergehend aus +++

Polen setzt den Flugbetrieb an den Flughäfen Lublin und Rzeszow im Südosten des Landes wegen russischer Angriffe auf die Ukraine vorübergehend aus. Nach dem Einsatz von Kampfflugzeugen sei die Sperrung wieder aufgehoben worden, teilt die polnische Flugsicherungsbehörde PANSA auf X mit. Das russische Verteidigungsministerium erklärt zudem, bei nächtlichen Drohnenangriffen seien ukrainische Verteidigungs- und Energieanlagen, Logistikzentren sowie Militärschiffe getroffen worden.

+++ 07:37 Rubio: Es wird keinen "erdrutschartigen militärischen Sieg" einer Seite geben +++

US-Außenminister Marco Rubio geht nicht von einem klaren Gewinner im Ukraine-Krieg aus. "Dieser Krieg muss irgendwann ein Ende finden, und dieser Krieg in der Ukraine wird durch eine Verhandlungslösung enden", so Rubio in einem Interview mit WABC, das auf der Website des US-Außenministeriums zu lesen ist. "Er wird nicht durch einen erdrutschartigen militärischen Sieg der einen oder der anderen Seite enden. Er wird durch eine Verhandlungslösung enden." Der Krieg sei für keine der beiden Seiten gut. "Er ist offensichtlich nicht gut für die Ukraine, und für Russland ist er schrecklich. Ich meine, sie schneiden in diesem Krieg nicht gut ab. Das tun sie einfach nicht."

+++ 07:05 Mordkomplott vereitelt? FSB-Agentin in Kiew offenbar festgenommen +++

Der ukrainische Geheimdienst SBU nimmt offenbar in Kiew eine Frau fest, die im Auftrag des russischen Geheimdienstes FSB einen Anschlag plante. Laut "Ukrainska Prawda" war das Ziel Ahmad Akhmedov, ein ehemaliger Soldat der ukrainischen Streitkräfte, Präsident eines Kickboxverbands und ein Mitglied der russischen Opposition. Nach Angaben des SBU sollte die Frau den Aktivisten aus einem Hinterhalt in der Nähe eines Fitnessstudios in Kiew, wo dieser als Kickboxtrainer arbeitet, mit einer Kampfpistole erschießen. Die Ermittler erklärten, Russland habe gehofft, den russischen Oppositionellen auf diese Weise zu töten, da er seit 2022 für die Ukraine kämpfte, zunächst im Gebiet Kiew und anschließend an der Ostfront. Für den Anschlag soll das FSB eine arbeitslose Bewohnerin des von Russland besetzten Melitopol angeheuert haben. Den Ermittlern zufolge sei die Frau zur Zusammenarbeit überredet worden, indem man ihr versprochen habe, ein gegen sie wegen illegalen Drogenbesitzes angestrengtes Strafverfahren einzustellen. Nach ihrer Rekrutierung soll sie eine Spezialausbildung bei einer örtlichen FSB-Einheit absolviert haben, wo ihr Methoden der Tarnung, der Orientierung im Gelände und des Umgangs mit Schusswaffen vermittelt wurden.

Festnahme SBU
Ein vom SBU veröffentlichtes Bild soll die Festnahme der Frau zeigen. (Foto: SBU)

+++ 06:34 Kamikaze-Drohnen sollen bald an die Bundeswehr geliefert werden +++

Der Drohnenhersteller Stark Defence steht bei einer Bundeswehr-Großbestellung von Kampfdrohnen in den Startlöchern. "Wir planen, bald mit der ersten Auslieferung an die Bundeswehr zu beginnen", sagt der Senior Vice President des Berliner Unternehmens, Josef Kranawetvogl, bei der Essener Rüstungsmesse Euro Defence Expo. Es gehe um eine Charge im Wert von 275 Millionen Euro, die Stückzahl nannte er nicht. Es geht um "Loitering Munition", auf deutsch "herumlungernde Munition". Solche Fluggeräte werden auch Kamikaze-Drohnen genannt. Die an die Bundeswehr verkaufte Drohne von Stark kann Herstellerangaben zufolge bis zu 75 Minuten in der Luft sein und bis zu 130 Kilometer weit fliegen - spätestens dann soll sie sich auf den Feind stürzen und explodieren. Ist bis dahin kein feindliches Objekt erkannt, soll die Drohne abstürzen und explodieren, wo niemand ist. Das Drohnen-Modell Virtus ist bis zu 33 Kilo schwer, mit kleinen Propellern an den vier Flügeln hebt es ab und fliegt weg. Insgesamt bekam Stark Defence einen Rahmenvertrag über 2,9 Milliarden Euro, für eine Milliarde davon hat der Bundestag bereits grünes Licht gegeben. Die Konkurrenten Helsing und Rheinmetall bekamen ebenfalls milliardenschwere Verträge. 

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Kamikaze-Drohnen sollen die Bundeswehr künftig unterstützen. (Foto: IMAGO/Funke Foto Services)

+++ 06:02 Selenskyjs gibt Trump einen Rat für Xi +++

Während seines Treffens mit US-Präsident Trump hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vorgeschlagen, den chinesischen Präsidenten Xi Jinping in die Beendigung des Krieges Russlands gegen die Ukraine einzubeziehen. Dies sagt Selenskyj auf einer Pressekonferenz am Rande der UN-Generalversammlung, unmittelbar bevor Xi zu einem Staatsbesuch in den USA eintraf. "Ich habe dem Präsidenten Trump ganz offen gesagt, dass es unserer Meinung nach etwas ändern könnte, wenn er auch Präsident Xi einbezieht. Xi hat Einfluss auf Putin. Davon bin ich überzeugt", erklärt Selenskyj. Dem Besuchsprogramm zufolge trifft Trump heute auf dem Militärstützpunkt Andrews mit Xi Jinping zusammen. Die Gespräche der beiden Staatschefs finden am Donnerstag im Weißen Haus statt.

+++ 05:33 Angriff auf Region Cherson: Vier Mönche verletzt, einer tot +++

Nach einem russischen Angriff in der Region Cherson sind vier verletzte Mönche evakuiert worden. Bei dem Einsatz barg die Polizei trotz der Gefahr weiterer russischer Angriffe auch die Leiche eines getöteten Mönchs. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf die Polizei der Region. "Die Evakuierungsmaßnahmen der Polizei in der Region Cherson dauern rund um die Uhr an. Vor Kurzem evakuierte die Polizei vier Mönche im Alter von 31 bis 53 Jahren aus der Noworaiska-Gemeinschaft, die bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Männerkloster verletzt worden waren, sowie die Leiche eines 72-jährigen Geistlichen, der getötet wurde", heißt es in der Erklärung.

+++ 04:19 Selenskyj warnt vor neuem russischem Großangriff +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt vor einem neuen russischen Großangriff auf sein Land. "Es gibt jetzt Geheimdienstinformationen, dass Russland einen neuen massiven Angriff auf die Ukraine vorbereitet", schreibt Selenskyj auf Telegram. Die Ukraine sei in ständigem Austausch mit ihren Verbündeten, um neue Flugabwehrsysteme zu sichern.

+++ 02:55 USA: Außenminister Rubio trifft russischen Amtskollegen Lawrow +++

US-Außenminister Marco Rubio trifft heute in New York seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow. Dies teilt das US-Außenministerium mit.

+++ 01:47 Estland: Frankreich muss Streichung von Milliardär Usmanow aus Sanktionsliste erklären +++

Estland hat von Frankreich eine Erklärung für dessen Einsatz zur Aufhebung der EU-Sanktionen gegen den russisch-usbekischen Milliardär Alischer Usmanow gefordert. Die EU-Botschafter hatten sich am Dienstag im Rahmen eines Kompromisses darauf geeinigt, Usmanow und den russischen Milliardär Michail Fridman von der Sanktionsliste zu streichen. Im Gegenzug werden die Strafmaßnahmen gegen rund 3000 weitere Personen und Einrichtungen um drei Jahre verlängert, anstatt der üblichen sechs Monate. "Ein Land hat sehr nachdrücklich gefordert, dass diese beiden Personen von der Liste gestrichen werden müssen, da wir sonst das Sanktionsregime verlieren", sagt der estnische Außenminister Margus Tsahkna am Rande der UN-Vollversammlung. Er verlangt mehr Transparenz von der Regierung in Paris. Die Streichung sende ein sehr schlechtes Signal zu einem sehr falschen Zeitpunkt.

+++ 00:48 Russen beschießen Einkaufszentrum in Saporischschja +++

Die russische Armee hat am Abend ein Einkaufszentrum in Saporischschja angegriffen und dabei einen Brand ausgelöst. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf einen Telegram- Beitrag von Ivan Fedorov, dem Co-Vorsitzenden des Saporischschja-Regionalverteidigungsrates. Angaben zu Opferzahlen werden derzeit ermittelt.

+++ 23:28 Ukraine: Keine Zusagen für neue Patriot-Lieferungen +++

Bei dem knapp einstündigen Gespräch mit US-Präsident Donald Trump hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auch zusätzliche US-Lieferungen von Patriot-Flugabwehrraketen angesprochen. "Eigentlich gibt es keine Antwort, wissen Sie, wenn man mit Spitzenpolitikern über heikle Themen spricht. Sie können entweder 'Ja' oder 'Nein' sagen. Das Gute daran ist, dass niemand 'Nein' gesagt hat", gibt der ukrainische Präsident den Gesprächsinhalt wieder. Zwar sei Washington bereit zu helfen, aber habe dennoch keine konkrete Antwort gegeben.

+++ 22:23 Selenskyj: Bin bereit für gemeinsames Treffen mit Putin und Trump +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, er habe mit US-Präsident Donald Trump über einen Waffenstillstand im Energiesektor sowie über Wege zur Beendigung des Krieges mit Russland gesprochen. Es sei jedoch nicht darüber gesprochen worden, dass die Ukraine ihre Angriffe auf russische Raffinerien einseitig einstelle. Selenskyj bekräftigt, er sei bereit zu einem trilateralen Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Trump. Er hoffe, dass die USA einen Weg finden würden, Moskau zu Verhandlungen jeglicher Art zu bewegen.

+++ 21:44 Selenskyj: Hatte positives und produktives Treffen mit Trump +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht nach dem Treffen mit US-Präsident Donald Trump von einer "positiven und produktiven" Zusammenkunft. "Sowohl die USA als auch die Ukraine wollen diesen sinnlosen russischen Krieg vor dem Winter beendet sehen.", schreibt Selenskyj auf X. "Ich bin dankbar, dass unsere Teams derweil weiterhin daran arbeiten, die Produktion von Patriot-Abfangraketen in der Ukraine zu starten."

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