Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 08:25 Moskau soll Produktion der Geran-Drohnen massiv vorantreiben+++

22.09.2026, 00:01 Uhr

Moskau treibt offenbar den Ausbau seiner Produktionskapazitäten voran, um Zehntausende der tödlichen Drohnen herzustellen, die es bei Angriffen auf ukrainische Städte einsetzt. Dies berichtet "Politico" und beruft sich auf Pläne eines russischen Staatsunternehmens. Der Ausbau des Werks Alabuga-Volokno des staatlichen Unternehmens Rosatom in der russischen Region Tatarstan würde es Russland ermöglichen, bis zum Jahr 2029 jährlich zusätzlich 500 Tonnen militärtaugliche Kohlefaser für die Luft- und Raumfahrt herzustellen. Die Produktionssteigerung würde dem Bericht zufolge zu jährlich 28.000 zusätzlichen bewaffneten Drohnen führen – ein Anstieg um 78 Prozent.

+++ 08:10 Mehrere Menschen in Dnipro getötet +++

Bei einem nächtlichen russischen Angriff auf die südostukrainische Stadt Dnipro sind nach Angaben von Gouverneur Oleksandr Handscha drei Menschen getötet worden. Das russische Verteidigungsministerium teilt unterdessen mit, die eigenen Streitkräfte hätten einen massiven Schlag gegen Ziele in der Ukraine ausgeführt. Dabei seien Industrie- und Militäranlagen, der Energie- und Treibstoffsektor sowie die Hafeninfrastruktur und Militärschiffe getroffen worden.

+++ 07:42 Lettland: Russland-Sanktionen sollten verschärft, nicht abgeschwächt werden +++

Lettland sperrt sich gegen die unter dem Druck einzelner EU-Staaten geplante Aufhebung von Sanktionen gegen die beiden russischen Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman. "Die Haltung der lettischen Regierung ist unverändert geblieben. Die EU-Sanktionen gegen Russland sollten verschärft und nicht abgeschwächt werden. Lettland kann daher dem vorgelegten Vorschlag nicht zustimmen", schreibt Außenministerin Baiba Braze auf X. Auch Regierungschef Andris Kulbergs betont: "Die Verlängerung der Sanktionen um 36 Monate wäre der richtige Schritt. Der Preis dafür darf jedoch nicht die einfache Streichung beider Personen von der Sanktionsliste sein. Lettland kann ein SOLCHES Angebot nicht annehmen." Kulbergs kündigt an, gemeinsam mit Braze mit Brüssel und Paris an einer Lösung zu arbeiten, die den Interessen Lettlands entsprechen würde. Auch beruft er eine Dringlichkeitssitzung der Regierung in Riga ein. In Brüssel sollen heute Morgen erneut die Botschafter der Mitgliedstaaten zu Beratungen zusammenkommen. Sanktionen müssen in der EU einstimmig von den Mitgliedsstaaten beschlossen werden.

+++ 07:11 Moskauer Ölraffinerie geht in Flammen auf - Reparatur dauert Wochen +++

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff am Sonntag stellt eine Ölraffinerie in Moskau die Rohölverarbeitung eint. Wie die Agentur Reuters schreibt, wurden wichtige Produktionsanlagen beschädigt. So gerieten beide Hauptanlagen zur Rohölverarbeitung der Raffinerie gerieten nach dem Angriff in Brand, die Reparaturarbeiten könnten mehrere Wochen dauern. Ukrainischen Medienberichten zufolge traf der Angriff die Raffinerie von Gazprom Neft im Moskauer Stadtteil Kapotnya im Südosten der Stadt, etwa 15 Kilometer vom Kreml entfernt. Russischen Behörden zufolge handelte es sich am Sonntag um den größten feindlichen Drohnenangriff auf Moskau, an allen Frontlinien seien 1600 Drohnen abgefangen worden. "Der beispiellose Angriff war eindeutig darauf ausgelegt, die Wahlen zu stören", schreib Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin auf Telegram.

+++ 06:40 Ukraine zeigt erstmals Geran-5-Abschuss mit neuem System +++

Russland setzt mit der Geran-5 eine deutlich schnellere Weiterentwicklung der Shahed-Drohnen ein. Das ukrainische Militär hat große Schwierigkeiten, diese abzuwehren. Ein eigens neu entwickeltes System soll nun helfen. Videos zeigen erstmals den Abschuss einer Geran-Drohne durch dieses System. 

+++ 06:12 Belarussische Opposition warnt Trump vor Deals mit Lukaschenko +++

Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja warnt angesichts eines möglichen Düngemittelabkommens zwischen den USA und Belarus vor jeglichen Handelsvereinbarungen mit Minsk. "Jedes Geschäft mit dem Regime ist mit großen Risiken verbunden", sagt Tichanowskaja, wobei sie sich auf die Regierung von Präsident Alexander Lukaschenko bezieht. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mitgeteilt, Washington arbeite an einem "umfassenden" Abkommen mit Belarus über den Kauf von Kalisalz. Es sei jetzt "nicht der richtige Zeitpunkt für Handelsgeschäfte mit dem Regime", führt die im Exil lebende belarussische Oppositionspolitikerin aus. Dies sei so lange der Fall, wie "sämtliche Einnahmen aus dem Kali-Geschäft in die Unterdrückung und die Unterstützung der russischen Kriegsmaschinerie fließen". Sie betont jedoch ihre Überzeugung, dass die USA "wissen, wer Lukaschenko ist", und dass Trump wisse, was er tue.

+++ 05:41 Selenskyj trifft Trump in New York +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will sich heute mit US-Präsident Donald Trump in New York treffen. Die Begegnung soll am Nachmittag am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung stattfinden. Selenskyj hatte am Sonntag mit Trump telefoniert und anschließend erklärt, es gebe eine "diplomatische Dynamik" in den Bemühungen um eine Beendigung des Ukraine-Kriegs.

+++ 04:46 Kreml räumt Versorgungsengpässe in Oleschky ein - Kiew wirft Moskau Aushungern vor +++

Der Kreml räumt kritische Engpässe bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten in der russisch-kontrollierten ukrainischen Stadt Oleschky ein. Das russische Militär arbeite an einer Lösung, teilt die Regierung in Moskau mit. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha wirft den russischen Truppen dagegen vor, humanitäre Hilfe zu blockieren und nicht auf Evakuierungsanfragen zu reagieren. In der Stadt im Gebiet Cherson "sterben 6000 Einwohner, darunter 200 Kinder, an Hunger und Kälte", sagt er in einem Video auf Facebook. Die ukrainische Delegation wolle das Thema bei der UN-Vollversammlung in New York auf höchster Ebene ansprechen, um internationalen Druck auf Russland für einen humanitären Zugang auszuüben. 

+++ 03:55 Macron: Gespräch mit Trump über Lage in der Ukraine "konstruktiv" +++

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach eigenen Worten ein "konstruktives" Gespräche mit US-Präsident Donald Trump über die Lage in der Ukraine geführt. "Ein weiteres Thema, über das wir sprachen, war die Lage im Roten Meer", sagt Macron nach dem Treffen mit Trump in New York. "Wir hatten eine sehr gute Unterredung. Sie war sehr konstruktiv." Macron und Trump sind für die Generaldebatte der UN-Vollversammlung nach New York gereist. Das Gespräch der beiden Staatschefs dauerte etwa eine halbe Stunde. Macron will in der US-Ostküstenmetropole zudem den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen. Mit Trump sei es darum gegangen, "wie wichtig es ist, unseren ukrainischen Freunden noch schneller und stärker mit Abfangjägern zu helfen". Dem französischen Präsidenten zufolge war Trump "sehr aufgeschlossen".

+++ 02:13 Kallas dringt auf Aufrechterhalten von EU-Sanktionen gegen Russland +++

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas fordert die EU-Mitgliedstaaten zu einem Aufrechterhalten ihrer Sanktionen gegen Russland auf. "Wir brauchen diese Stabilität, dass die Sanktionen für längere Zeit bestehen bleiben", sagt Kallas. EU-Diplomaten hatten zuvor mitgeteilt, dass die EU es vorerst nicht geschafft habe, eine grundsätzliche Einigung auf die Aufhebung ihrer Sanktionen gegen zwei russische Oligarchen zu bestätigen.

+++ 00:26 Ukraine: Frau und Kleinkind bei russischen Angriffen getötet +++

Bei russischen Angriffen sind in der Ukraine eine Frau und ein Kleinkind getötet worden. Die Frau kam nach Angaben regionaler Behörden bei einer Attacke auf einen Bus im Gebiet Saporischschja im Südosten des Landes ums Leben. Drei weitere Menschen seien dabei verletzt worden. Details zu dem Angriff werden nicht genannt. Im südukrainischen Gebiet Mykolajiw kam nach Behördenangaben ein dreijähriges Kind ums Leben. Der Junge war demnach gerade auf der Straße, als es einen Luftangriff gab. 

+++ 23:19 Zoff um Oligarchen: Vorerst kein Deal zu Russland-Sanktionen +++

Die unter dem Druck einzelner EU-Staaten geplante Aufhebung von Sanktionen gegen die beiden russischen Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman kann nicht wie geplant beschlossen werden. Wie ein EU-Diplomat mitteilt, kam die erforderliche Einstimmigkeit in dem schriftlichen Entscheidungsverfahren nicht zustande. Nun sollen an diesem Dienstagmorgen erneut die Botschafter der Mitgliedstaaten zu Beratungen zusammenkommen. 

+++ 22:18 BBC identifiziert 258.989 gefallene russische Soldaten +++

Journalisten der BBC und des unabhängigen russischen Medienportals Mediazona haben 258.989 russische Soldaten identifiziert, die im Angriffskrieg gegen die Ukraine getötet wurden. Für ihre Recherche nutzten sie öffentlich zugängliche Quellen. Beide Medien weisen darauf hin, dass die Liste nicht vollständig ist, da nicht jeder russische Todesfall öffentlich bekannt wird. Forscher vermuten, dass die recherchierte Zahl zwischen 45 und 65 Prozent der tatsächlichen russischen Verluste ausmacht.

+++ 21:45 UN-Expertin wirft Russland systematisches Vorgehen gegen Kritiker im Exil vor +++

Eine UN-Expertin wirft Russland ein systematisches Vorgehen gegen Kritiker im Ausland vor. Seit seinem Angriff auf die Ukraine gehöre Russland zu den aktivsten Akteuren bei der grenzüberschreitenden Unterdrückung, erklärt die Sonderberichterstatterin für Russland bei den Vereinten Nationen, Marijana Kazarowa, vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf bei der Vorstellung ihres Berichts. Das Land exportiere seine "Herrschaft der Angst" über die Landesgrenzen hinweg. Kazarowas Bericht stützt sich auf fast 400 dokumentierte Fälle, darunter Ermordungen, Angriffe und Vergiftungen. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass diese grenzüberschreitende Unterdrückung "eine systematische und institutionalisierte Strategie des Staates darstellt". Diese Strategie sei "untrennbar mit der Festigung des autoritären Regimes auf seinem Staatsgebiet und dem Angriffskrieg gegen die Ukraine verbunden".

+++ 21:07 UNO: Zivilbevölkerung in der Ukraine steht harter Winter bevor +++

Der ukrainischen Zivilbevölkerung steht einer UN-Kommission zufolge erneut ein harter Winter bevor, der die Lebensbedingungen der Menschen noch einmal drastisch verschlechtern könnte. Im vergangenen Winter "litten Millionen Zivilisten unter lang anhaltenden Stromausfällen sowie Engpässen oder einem tagelangen Ausfall der Heizung", erklärt die UN-Untersuchungskommission für die Ukraine. Der kommende Winter "könnte noch schwerer zu bewältigen sein".

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