Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 10:21 Bericht: Wildberries-Lager im russischen Samara steht in Flammen +++

02.08.2026, 00:01 Uhr

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff brennt ein großes Lager des russischen Online-Händler Wildberries in Novosemeykino in der Region Samara im Südosten des europäischen Teils Russlands. Das berichtet "Ukrajinska Prawda" unter Berufung auf Videos und Posts von Telegram-Kanälen. In den sozialen Medien berichten Augenzeugen von Rauch, der über der 130.000 Quadratmeter großen Anlage aufsteigt. Seit Mitte Juli haben die ukrainischen Streitkräfte rund ein Dutzend Anlagen des Online-Händlers, der als "russisches Amazon" gilt, angegriffen.

+++ 09:32 Munz in Moskau: Anschlag galt wohl Luftstreitkräfte-Chef +++

Der Bombenanschlag in Moskau galt wohl Alexander Chayko, dem Chef der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte, wie ntv-Korrespondent Rainer Munz aus Moskau berichtet. Chayko feierte am Abend vermutlich seinen 55. Geburtstag in dem Nobelrestaurant, die Feier wurde eigentlich vom russischen Sicherheitsdienst FSO bewacht.

+++ 09:00 Russland meldet massiven Großangriff mit 635 ukrainischen Drohnen +++

Die Drohnenangriffe der ukrainischen Streitkräfte in der Nacht zum Sonntag auf Russland waren mit die massivsten seit Jahresbeginn. Dies gehe aus Berechnungen der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass auf Grundlage von Daten des russischen Verteidigungsministeriums hervor, wie das Medium selbst berichtet. Demnach wurden 635 Drohnen über russischen Gebiete sowie dem Asowschen und dem Schwarzen Meer abgefangen und zerstört. Lediglich am 26. Juni hätten die ukrainischen Streitkräfte noch mehr Drohnen Richtung Russland oder russisch-besetzten Gebiete geschickt – für jenen Tag zählt die Tass 660 ukrainische Drohnen.

+++ 08:25 ISW: Russen erzielen im Juli keine strategisch bedeutenden Gebietsgewinne +++

Vor rund zweieinhalb Monate hatten die Russen ihre Sommeroffensive an der Front gestartet, trotzdem rücken die russischen Truppen nur sehr schleppend vor.  Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Darin schreiben Analysten, es gäbe Anhaltspunkte, dass die russischen Streitkräfte im Juli 2026 lediglich auf einer Fläche von 37,85 Quadratkilometern in der Ukraine (weniger als die Fläche von Manhattan) vorgerückt sind, was einem Durchschnitt von 1,22 Quadratkilometern pro Tag entspricht. Die sei nur ein Bruchteil im Vergleich zu den russischen Gebietsgewinnen in der Ukraine aus dem Juli 2025. Die ISW-Analysten resümieren, dass die russischen Streitkräfte im Monat Juli keine strategisch bedeutenden Gebietsgewinne in der Ukraine erzielt haben.

+++ 07:44 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.449.120 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1500. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem zwei Luftabwehrsysteme, 69 Artilleriesysteme und 1788 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 12.231 Panzer, 47.198 Artilleriesysteme, 1529 Flugabwehrsysteme und 439 Flugzeuge, 354 Hubschrauber, 439.291 Drohnen, 34 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 07:02 ISW: Keine Vorstöße an der Front in der Ukraine +++

Weder die ukrainischen noch die russischen Streitkräfte erzielten bestätigte Vorstöße. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Zunehmend gibt es vermehrt Tage, in denen sich die Front in der Ukraine zum Stellungskrieg entwickelt.

+++ 06:35 Gouverneur ruft wegen russischer Lenkbomben Luftalarm über Saporischschja aus +++

Russische Streitkräfte feuern Drohnen und Lenkbomben in die Richtung der Region Saporischschja im Südosten der Ukraine. Das teilt der Gouverneur der Region, Iwan Fedorow, auf Telegram mit. Er ruft Luftalarm aus, warnt vor Gefahr in der Region und der gleichnamigen Stadt und fordert die Anwohnerinnen und Anwohner auf, sich an einen sicheren Ort zu begeben.

+++ 05:53 Gouverneur: Drei Verletzte nach russischem Drohnenangriff auf Charkiw +++

Nach russischen Drohnenangriffen auf die Region Charkiw im Nordosten der Ukraine sind drei Menschen verletzt worden. Das schreibt der Gouverneur der Region Charkiw, Oleg Synegubow, auf Telegram. Unter den Verletzten seien auch zwei Kinder, ein achtjähriges Mädchen und ein 13-jähriger Junge.

+++ 04:58 Bericht: Drohnenangriffe auf Luftwaffenstützpunkt und Ölraffinerie in Russland +++

Ukrainische Streitkräfte greifen in der Nacht einen Luftwaffenstützpunkt in der russischen Stadt Engels und eine Ölraffinerie in Saratow an. Augenzeugen berichten bei Telegram von Explosionen. Laut unbestätigten Medienberichten brach in der Ölraffinerie ein Feuer aus, nachdem ukrainische Drohnen eingeschlagen hatten.

+++ 02:49 Drohnenangriff auf Onlinehändler in Region Kiew +++

Bei einem Drohnenangriff auf ein Lager des Onlinehändlers Rozetka in der Region Kiew ist ein Mitarbeiter getötet und sieben weitere verletzt worden, berichtet die Rozetka-Mitbegründerin Iryna Chechotkina bei Facebook. Sieben Angestellte müssen demnach medizinisch versorgt werden, eine schwer verletzte Person befinde sich in einem "ernsten Zustand".

+++ 01:20 Selenskyj meldet weitere russische Raketenangriffe +++

Russland hat nach Angaben von Wolodymyr Selenskyj mit 35 Raketen und Marschflugkörpern - darunter 27 ballistische Raketen - sowie mit 185 Drohnen angegriffen. Nur eine einzige ballistische Rakete sei von der ukrainischen Armee abgefangen worden - weil es keine Raketen für Patriot-Systeme gebe, schreibt Selenskyj in den sozialen Medien. Patriot-Raketen sind bei der Abwehr ballistischer Raketen meist wirksamer.

+++ 23:28 Selenskyj ruft erneut nach Patriot-Raketen +++

Nach den jüngsten russischen Raketenangriffen auf Kiew bittet der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut um dringende Lieferung von Patriot-Flugabwehrraketen. "Wir brauchen Antworten auf diesen russischen Terror, echte Antworten von der Welt", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Die einzig gerechte Antwort wäre ihm zufolge die Unterstützung für Kiew bei der Abwehr russischer Raketenangriffe. 

+++ 22:14 Selenskyj bittet Vereinigte Arabische Emirate um Hilfe +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Mohamed bin Zayed Al Nahyan, gesprochen. Dabei ging es darum, wie die VAE dem von Russland angegriffenen Land helfen könnte, nachdem die Ukraine bei der Bekämpfung iranischer Luftangriffe Unterstützung geleistet hat. Selenskyj spricht von Ernährungssicherheit, Sicherheit der Seewege und dem Ausbau der Möglichkeiten, Menschenleben zu schützen. Damit dürfte Flugabwehr gemeint sein.

+++ 21:28 Mehrere Tote durch Explosion in Restaurant in Moskau - feierte dort ein General? +++

In einem Restaurant in Moskau gab es der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge eine Explosion. Es soll drei Tote und 15 Verletzte geben. Einsatzkräfte sind vor Ort. Der Kanal Astra berichtet, dass in dem Restaurant wegen des Geburtstags eines Generals eine geschlossene Veranstaltung stattgefunden habe. Bestätigt ist diese Information jedoch nicht. In der Nähe sollen Fahrzeuge mit schwarzen Kennzeichen parken, die üblicherweise von den Streitkräften und anderen Sicherheitsbehörden verwendet werden.

+++ 20:45 Kiew eine "Frontstadt" - Russlands umgerüstete S-400 werden zum Problem +++

Der ukrainische Soldat Oleksandr Musijenko sagt laut der Nachrichtenagentur Unian dem Sender NV, aus der Perspektive von Luftangriffen sei Kiew inzwischen zu einer Frontstadt geworden, die Russland mit Raketen aus S-400-Flugabwehrsystemen erreichen könne. Diese wurden von den Kreml-Streitkräften umgerüstet, um sie für Angriffe zu verwenden. "Uns fehlen derzeit noch vollständig wirksame Möglichkeiten, um die Abschussanlagen in den Gebieten Kursk und Brjansk aktiver und effektiver zu zerstören. Tatsächlich kann der Feind seine S-400-Systeme näher heranführen und drei bis fünf oder acht Raketen drei- bis viermal pro Woche abfeuern", so Musijenko.

+++ 20:06 Wird Fedorow Selenskyj gefährlich? +++

Der beliebte ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow wird mittlerweile als Konkurrent für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesehen. Fedorow ist überhaupt nicht damit zufrieden, dass er sein Amt nicht weiter ausüben darf. Es gibt weiterhin große Demonstrationen in Kiew für ihn. Doch während des Krieges will Fedorow nicht in die politische Opposition gegen Selenskyj gehen, wie er in einem Interview mit der "New York Times" sagt. Zudem wolle er sich nicht auf der Straße mit den Demonstranten treffen, die seine Wiedereinsetzung als Verteidigungsminister fordern. Ein anderes Amt als das des Verteidigungsministers kommt laut seinen Angaben in der Selenskyj-Regierung für ihn nicht infrage. Zuvor war Fedorow Minister für digitale Transformation.

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