Gefangennahmen selten möglichSelenskyj berichtet Erschütterndes über nordkoreanische Soldaten
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Russland ist in seinem Krieg gegen die Ukraine auf Unterstützung aus Nordkorea angewiesen. Pjöngjang drillt seine Soldaten dabei auf besonders extreme Weise. Wer sich einer Gefangennahme entzieht, wird als Held gefeiert.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in der UN-Vollversammlung von der Überstellung zweier nordkoreanischer Soldaten nach Südkorea berichtet. "Diese Männer lassen sich nicht so leicht lebend gefangennehmen", sagte Selenskyj. Als einer von ihnen bemerkt habe, dass ihm die Gefangenschaft drohe, habe er versucht, sich das Leben zu nehmen. Er sei schockiert gewesen, dass das Schicksal ihn nicht sterben ließ.
"So werden die Menschen im Norden erzogen. Das ist die Realität. Man nimmt ihnen das Recht auf Selbstbestimmung und hämmert ihnen ein, dass sie sterben müssen. Komme, was wolle", so Selenskyj.
Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un hatte in der Vergangenheit Selbsttötungen seiner Soldaten bejubelt. Diese würden ihre Ehre verteidigen, behauptete er laut einem Bericht der staatlichen Korean Central News Agency. Besonders verstörend ist, dass Kim Jong Un diese Aussagen vor Hinterbliebenen bei der Einweihung eines Denkmals in Pjöngjang machte. Er sprach von einem heldenhaften Tod durch Selbstsprengung.
Massive Unterstützung
Nordkorea schickt immer wieder Soldaten für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Erstmals kamen diese in der russischen Region Kursk zum Einsatz. Vergangenen Monat schrieb Selenskyj auf X, es sei die Entscheidung getroffen worden, 30.000 bis 50.000 Nordkoreaner auf russischem Territorium zu stationieren. Zudem wurde von einer nordkoreanischen Raketeneinheit berichtet, die von Westrussland aus die Ukraine unter anderem mit ballistischen Raketen angreifen soll.
Nordkorea ist einer von Russlands größten Unterstützern. Auch zahlreiche Waffenlieferungen hatte es in der Vergangenheit gegeben. Zudem arbeiten viele Nordkoreaner in Russlands Rüstungsindustrie. Die Nato geht davon aus, dass Pjöngjang im Gegenzug Unterstützung aus Moskau für sein Atomprogramm erhält. Auch hohe Milliardenzahlungen soll es geben.
