Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 10:29 Munz erwartet Widerstand gegen US-Sanktionen aus Moskau, Peking und Neu-Delhi +++

17.09.2026, 00:01 Uhr

ntv-Russlandkorrespondent Rainer Munz erwartet, dass der Kreml die neuen US-Sanktionen als illegal zurückweisen wird. Auch Länder wie China und Indien würden sich wohl kaum beugen, so Munz. China und Indien drohen Zölle von 100 Prozent, sollten sie weiter russisches Öl kaufen. Die Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, die Ukraine und Russland würden nicht mehr die Energieanlagen des Gegners angreifen, kommentierte Munz so: "Bisher ist nicht in Sicht, dass Trumps Worte eine Wirkung haben."

+++ 10:06 Le Pen will Ukraine-Unterstützung zurückfahren +++

Die aussichtsreiche Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen will Frankreichs finanzielle Hilfe für die Ukraine wegen der angespannten Haushaltslage begrenzen. Die rechte Politikerin sagte dem Sender LCI, Frankreich könne es sich nicht mehr leisten, ukrainische Soldaten auszubilden und Ausrüstung zu liefern. "Es geht einfach nicht", so Le Pen. Man könne nicht behaupten, kein einziger Euro sei für die Anpassung der Renten übrig, "während wir der Ukraine EU-Hilfsgelder in Milliardenhöhe zur Verfügung stellen".

+++ 09:29 Selenskyj: US-Sanktionen "mächtiges Werkzeug" für Frieden +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Verabschiedung der neuen Russland-Sanktionen durch den US-Kongress begrüßt. Es sei bezeichnend, dass Russland in der Nacht des Entschlusses die Ukraine ein weiteres Mal mit Drohnen und Raketen angegriffen habe. Die Sanktionen seien ein "mächtiges Werkzeug", um Russland auf den Friedenspfad zu zwingen.

+++ 09:08 Russland nimmt Mann wegen Waffenschmuggels fest +++

Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtet, der Geheimdienst FSB habe einen 47-jährigen Mann aus Sewastopol wegen Hochverrats festgenommen. Nach Angaben des Geheimdienstes soll er im Auftrag des ukrainischen SBU Waffen und militärische Ausrüstung über Drittstaaten in die Ukraine schmuggeln wollen.

+++ 08:43 Ukraine meldet massive russische Verluste +++

Der ukrainische Generalstab gibt die russischen Verluste für den gestrigen Mittwoch mit 1960 getöteten oder verwundeten russischen Soldaten an. Das ist einer der höchsten Werte seit Beginn des Krieges. Es handelt sich um Schätzungen des ukrainischen Militärs.

+++ 08:20 Ukrainischer Außenminister lobt US-Kongress: "kompromissloser Druck auf den Aggressor" +++

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat sich erfreut über die neuen US-Sanktionen gegen Russland gezeigt: "Das ist die richtige Reaktion auf Russlands Weigerung, seinen Terror zu beenden: kompromissloser Druck auf den Aggressor, um seiner Kriegsmaschinerie die Finanzierung zu entziehen", schrieb Sybiha auf der Plattform X.

+++ 08:00 Ukrainische Drohnenteile sorgen für Brand in südrussischem Werk +++

Im russischen Noworossijsk haben herabfallende Drohnenteile einen Brand in einem Werk ausgelöst. Laut dem Katastrophenschutzstab der Region Krasnodar ist das Feuer mittlerweile gelöscht. Welcher Betrieb betroffen war, blieb offen.

+++ 07:35 Rostow am Don meldet Stromausfälle nach Drohnenangriff +++

Die russische Stadt Rostow am Don wurde in der Nacht von einem schweren Drohnenangriff getroffen. Laut Gouverneur Juri Sljusar beschädigten Trümmer ein Umspannwerk und sorgten in mehreren Stadtteilen für Stromausfälle. Auch sechs Privathäuser wurden demnach beschädigt. Tote oder Verletzte gab es nach Sljusars Angaben nicht.

+++ 07:21 Brände in russischer Raffinerie sind wohl gelöscht +++

Die Brände in einer Ölraffinerie im russischen Jaroslawl sind vollständig gelöscht. Das gab der Gouverneur der Region bekannt. Die Brände waren in der Nacht nach ukrainischen Drohnenangriffen ausgebrochen.

+++ 07:00 ISW: Hinweise auf Verlegung nordkoreanischer Soldaten an die Front +++

Der US-Thinktank "Institute for the Study of War" (ISW) berichtet über Hinweise, nordkoreanische Soldaten könnten russische Truppen an Teilen der Front im Norden der Ukraine ersetzen. Russland könnte diese Kräfte so für Kämpfe bei Lyman freimachen. Laut einer russischen Quelle waren nordkoreanische Offiziere bereits jenseits der russischen Grenze unterwegs, um Erfahrung zu sammeln und das Gebiet auszukundschaften. Das ISW kann die Angaben nicht bestätigen. Es habe bislang keine Hinweise auf nordkoreanische Truppen in der Ukraine beobachtet. Ein Einsatz auf ukrainischem Boden wäre laut ISW eine deutliche Ausweitung der nordkoreanischen Beteiligung am Krieg.

+++ 06:24 Ukraine meldet 18 Verletzte nach nächtlichen Angriffen Russlands +++

Bei russischen Luftangriffen auf die Ukraine wurden in der Nacht nach offiziellen Angaben 18 Menschen verletzt. Allein in der Hauptstadt Kiew gibt es dem Bürgermeister Witali Klitschko zufolge zwölf Verletzte, darunter zwei Kinder. In der Hafenstadt Odessa wurden bei einem Angriff auf ein Wohnhaus drei Menschen verletzt. Drei weitere Verletzte werden aus Saporischschja gemeldet.

+++ 05:41 Ukraine greift Militärflugplatz und Ölraffinerie in Russland an +++

Die Ukraine hat in der Nacht Ziele in mehreren Regionen Russlands mit Drohnen angegriffen. In Rostow am Don wurde mutmaßlich der zentrale Militärflugplatz getroffen. Auf Videos sind gewaltige Explosionen zu sehen. In Jaroslavl steht die Ölraffinerie Slavneft-Yanos in Brand.

+++ 03:04 Russland feuert ballistische Raketen auf Kiew +++

Nach einigen Nächten Pause beschießt Russland die Ukraine wieder mit ballistischen Raketen. Gegen Kiew wurden nach Angaben militärnaher Telegramkanäle bis zu sechs umfunktionierte Anti-Schiffs-Raketen vom Typ Zirkon eingesetzt. In der Stadt waren mehrere schwere Explosionen zu hören. "Kyiv Independent" berichtet unter Berufung auf die Militäradministration von mindestens vier Verletzten, unter ihnen soll eine Zehnjährige sein. Medienberichten zufolge kommt es in einigen Stadtteilen am Ostufer des Dnipro zu Problemen mit der Wasserversorgung. Auch die Großstädte Dnipro und Saporischschja im Süden wurden nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe mit ballistischen Raketen angegriffen.

+++ 01:58 Drohne trifft Hochhaus in Odessa +++

In Odessa schlägt eine Drohne in der Nacht in ein Hochhaus mit 19 Stockwerken ein. Online kursierende Videos zeigen einen Brand in einer der oberen Etagen. Der Leiter der Militärverwaltung spricht auf Telegram von mindestens drei Verletzten, darunter soll auch ein dreijähriges Kind sein.

+++ 00:36 US-Kongress beschließt Gesetz für Russland-Sanktionen +++

In den USA stimmt nach dem Senat auch das Repräsentantenhaus für ein Sanktionsgesetz, um Russland wegen des Ukraine-Kriegs stärker unter Druck zu setzen. Das Gesetz ist damit noch nicht in Kraft. Es geht jetzt zur Unterzeichnung an US-Präsident Donald Trump. Die neuen Sanktionen sehen US-Einreiseverbote gegen Putin und eine Reihe von Militärvertretern vor, die für den Angriffskrieg gegen die Ukraine verantwortlich sind. Zudem wird ihr Vermögen in den USA eingefroren. Letzteres gilt auch für russische Banken.

+++ 23:57 Drohnenangriffe auf Kiew und Umgebung +++

Russische Drohnen nehmen in den Nacht Kurs auf Kiew, es gilt Luftalarm. Laut "Kyiv Independent" sind im Stadtzentrum Explosionen zu hören. Zuvor war bereits eine Hochschule getroffen worden, ein Brand ist inzwischen gelöscht. Weitere Schäden werden aus den Bezirken Brovary und Fastivskyi gemeldet. Laut Militärverwaltung wurden Wohnhäuser und gewerbliche Infrastruktur beschädigt.

+++ 22:21 Selenskyj erwartet mehr Hilfe bei Abwehr ballistischer Raketenangriffe +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet neue westliche Unterstützungspakete, darunter vor allem Mittel zur Flugabwehr. "Wir bereiten neue Treffen mit unseren Partnern in den USA vor", sagte der Staatschef in einer Videobotschaft. Bei den Beratungen werde es um Schritte hin zu einem Frieden mit Kriegsgegner Russland, die Probleme der ukrainischen Energiewirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Waffen gehen. Es seien auch Gespräche über das in Entwicklung befindliche System zur Abwehr ballistischer Raketen Freyja geplant. Kommende Woche wird in New York eine Rede Selenskyjs bei der jährlichen Generaldebatte der Vereinten Nationen erwartet. Der Ukrainer hatte gestern bereits angekündigt, dass er in den USA Frankreichs Präsident Emmanuel Macron treffen werde. Selenskyj drängt auch auf Gespräche mit US-Präsident Donald Trump in New York. Dabei soll es auch um eine mögliche Teilwaffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen und zur See gehen.

+++ 21:38 Litauen: Moskau nimmt mit Drohnen auf Nato-Gebiet gezielt Ukraine-Unterstützer ins Visier +++

Der litauische Präsident Gitanas Nauseda vermutet, dass Russland seine Drohnen absichtlich vom Kurs abweichen lässt, damit sie in den Luftraum seines Landes oder anderer baltischer Staaten eindringen. Das sagte Nauseda im Interview mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk LRT. "Das Verhalten Russlands wird zunehmend aggressiv. Es weist immer deutlicher auf einen bestimmten Trend hin. Da Russland eine direkte Konfrontation mit der Nato scheut, versucht es, gezielt jene Länder ins Visier zu nehmen, die zu den stärksten Unterstützern der Ukraine zählen", wird Nauseda zitiert. Er bezeichnet die Drohnenvorfälle in Europa als einen weiteren Versuch des Kremls, Länder zu bestrafen, die die Ukraine unterstützen.

+++ 21:07 Polnischer Außenminister: Russland erhält eingefrorene Milliarden niemals zurück +++

Nach Ansicht des polnischen Außenministers Radoslaw Sikorski wird Russland die in Brüssel eingefrorenen Milliarden an Staatsvermögen nie wieder zurückerhalten. "In Europa eingefrorene russische Staatsvermögenswerte werden niemals an Russland zurückgegeben. Sie können künftig als Kriegsreparationen oder für den Wiederaufbau der Ukraine genutzt werden - oder aber schon jetzt dazu dienen, weitere Zerstörungen zu verhindern und die Kosten für den künftigen Wiederaufbau zu senken", sagte der polnische Vizepremierminister in seiner Rede beim dem "Europe Future Forum" in Warschau. Das berichtet die staatliche ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf einen ihrer Korrespondenten. Die Europäische Union habe russische Staatsvermögenswerte im Wert von mehr als 200 Milliarden Euro eingefroren, so Sikorski. Diese Mittel würden der Ukraine zwar helfen, im Krieg zu bestehen, reichten jedoch nicht aus, um ihn zu gewinnen.

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