Politik

Krawalle bleiben aus 1. Mai für Polizei ein "super Tag"

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Wenig zu tun und kaum Verletzte in den eigenen Reihen: Die Berliner Polizei spricht von einem ruhigen Tag.

(Foto: imago/Carsten Thesing)

Mit Sorge blicken die Einsatzkräfte seit Jahren auf die Proteste am 1. Mai. Denn in der Vergangenheit schlugen diese oftmals in Gewalt um. Das bleibt in diesem Jahr aus. In Berlin findet die Polizei deswegen auch keinen Grund für die traditionelle Pressekonferenz.

In den deutschen Großstädten Hamburg und Berlin sind bei den "revolutionären 1. Mai-Demonstrationen" in diesem Jahr Krawalle und gewalttätige Ausschreitungen ausgeblieben. In Berlin zählte die Polizei rund 6000 Teilnehmer - weniger als in den Vorjahren. In Hamburg nahmen rund 2200 Menschen an den Kundgebungen teil. In beiden Städten hatte die Polizei mehrere tausend Beamte im Einsatz.

Die Berliner Polizei sprach von deutlich weniger Straftaten als im Vorjahr. "Das war ein super Tag", sagte Sprecher Winfrid Wenzel. Die Zahl der Festnahmen liege vermutlich im "unteren zweistelligen Bereich". Wegen der ruhigen Lage erwägt die Polizei, auf die traditionelle Pressekonferenz zu verzichten.

In der Vergangenheit war es immer zu Ausschreitungen bei dem Protestzug linker und linksextremer Gruppen gekommen. Polizisten waren attackiert und mit Steinen oder Flaschen beworfen worden. Die Hauptstadt-Polizei hatte über Jahre versucht, mit einer Strategie der Deeskalation die Gewalt einzudämmen. Danach hielten sich die Einsatzkräfte zurück, solange es friedlich blieb.

Bei der Demonstration waren in diesem Jahr zwar wieder zahlreiche schwarz gekleidete und vermummte Demonstranten mitgelaufen. Es wurden nach dem Ende der Demonstration auch vereinzelt Flaschen in Richtung von Polizisten geworfen und Rauchbomben gezündet. Zudem gab es es Gerangel zwischen Einsatzkräften und Demonstranten. Doch größere Krawalle blieben aus. "Wir hatten die Lage voll im Griff", hieß es bei der Polizei.

Zufrieden war auch die Polizei in Hamburg. "Wir haben den friedlichsten Einsatzverlauf seit Jahren verzeichnet", hieß es in einer Mitteilung. "Es ist Stück für Stück ruhiger geworden", sagte Polizeisprecher Timo Zill mit Blick auf zurückliegende Mai-Demonstrationen, bei denen es immer wieder zu Ausschreitungen gekommen war. Diesmal wurden laut Polizei mehrere Böller gezündet und einige Autos zerkratzt. Ansonsten sei es zu keinen größeren Zwischenfällen gekommen.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa/AFP

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