Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 11:41 Halfen Männern bei Umgehung der Rekrutierung: Ukraine nimmt zehn Verdächtige fest +++
Der Sicherheitsdienst der Ukraine und die Nationalpolizei haben in mehreren Regionen Machenschaften zur Umgehung der Mobilmachung aufgedeckt. Dabei wurden zehn mögliche Organisatoren festgenommen. Gegen eine Zahlung von bis zu 21.000 US-Dollar verkauften die Täter fiktive medizinische Bescheinigungen an Wehrpflichtige, verhalfen ihnen zu unrechtmäßigen Aufschüben der Mobilmachung und organisierten die illegale Schleusung von Wehrdienstverweigerern über die Staatsgrenze, lauten die Vorwürfe. Den Verdächtigen drohen bis zu neun Jahre Freiheitsstrafe sowie die Einziehung ihres Vermögens.
+++ 11:02 "Heute sind Selenskyjs 40 Tage vorbei - der Krieg nicht" +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj äußert die Hoffnung auf ein Ende des Krieges bis zum Herbst. ntv-Korrespondent Rainer Munz sieht jedoch für Moskau wenig Anlass, die Kampfhandlungen einzustellen und verweist auf Selenskyjs letzte derartige Prognose.
+++ 10:32 Drei Tote nach russischem Bombenangriff auf Sumy - zwei Kinder unter den Opfern +++
Russische Bomben haben nach Angaben örtlicher Behörden in der nordukrainischen Stadt Sumy drei Menschen getötet und vier verletzt. Unter den Toten befinden sich zwei Kinder im Alter von fünf und zehn Jahren, sagt der Regionalgouverneur Oleh Hryhorov. Zudem sei eine ältere Frau getötet worden. Ihre Leichen seien aus den Trümmern ihres Hauses geborgen worden, nachdem sechs Lenkbomben zivile Infrastruktur getroffen hätten, sagt er.
+++ 10:03 Ukrainische Drohnen treffen drittes Wildberries-Lager - auch in Twer brennt es +++
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff ist nach russischen Angaben auch ein Lagerhaus des Online-Händlers Wildberries in der Region Twer getroffen worden. Das Gebäude sei beschädigt worden, teilt Gouverneur Vitali Koroljow mit. Es sei niemand verletzt worden. Zuvor hat Wildberries mitgeteilt, dass sein Lager in der Nähe von St. Petersburg in Brand geraten sei. Es gebe keine Verletzten. Auch in der Region Moskau soll ein Logistikzentrum von Wildberries getroffen worden sein.
+++ 09:27 Russischer Soldat eröffnet Feuer in besetztem Sewastopol: vier Tote und vier Verletzte +++
Ein russischer Soldat hat Berichten zufolge in Sewastopol auf der besetzten Halbinsel Krim das Feuer auf Soldaten und Zivilisten eröffnet. Ein Soldat und drei Zivilisten sollen dabei ums Leben gekommen sein. Vier Personen sollen zudem verletzt worden sein, schreibt Gouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram. Der Angreifer wurde festgenommen. Bei den toten Zivilisten soll es sich um einen 59- und einen 71-jährigen Mann sowie eine 64 Jahre alte Frau handeln.
+++ 08:59 Ukraine meldet 1240 getötete oder verletzte Russen +++
Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs werden in den vergangenen 24 Stunden 1240 russische Soldaten in der Ukraine verletzt oder getötet. Ihre Gesamtzahl seit Beginn der russischen Vollinvasion im Februar 2022 steigt den Angaben zufolge auf mehr als 1,45 Millionen. Zudem seien 5 Panzer, 55 Artillerie-Systeme und fast 1800 Drohnen zerstört worden.
+++ 08:32 Chamenei-Berater: Iran wollte vor Entschuldigung Kiews drei Ziele in der Ukraine angreifen +++
Ein hochrangiger Berater des obersten Führers des Iran behauptet laut dem staatlichen iranischen Sender PressTV, Teheran hatte sich darauf vorbereitet, drei Ziele in der Ukraine anzugreifen. Die Operation sei jedoch nach einer von ihm als "Entschuldigung" bezeichneten Geste aus Kiew abgesagt worden. Mohsen Rezaei sagt, die geplante Vergeltungsmaßnahme stehe im Zusammenhang mit einem ukrainischen Angriff vom 25. Juli auf ein Schiff, das im Kaspischen Meer Militärgüter zwischen dem Iran und Russland transportierte. "Wir waren bereit, drei Ziele in der Ukraine anzugreifen, haben den Angriff jedoch nach der Entschuldigung der Ukraine abgesagt", soll Rezaei gesagt haben. Beweise zur Untermauerung seiner Behauptungen legt er nicht vor. Auch konkrete Angriffsziele nennt er nicht. Der Iran verurteilte den ukrainischen Angriff vor zwei Wochen als "Akt der Aggression" und warnte, dass dieser "nicht unbeantwortet bleiben kann".
+++ 07:58 Fünf Todesopfer durch ukrainische Drohnenangriffe auf Region Moskau +++
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Region Moskau (siehe Eintrag 06:08 Uhr) sind nach russischen Angaben fünf Menschen getötet worden. Zudem seien sechs Menschen verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region, Andrej Worobjow, auf Telegram mit. Ein Lagerhaus sei in Brand geraten, das Feuer sei aber inzwischen gelöscht worden. Auch ein Privathaus und ein Auto seien beschädigt worden.
+++ 07:23 Russisches Gericht schickt Ukrainer wegen angeblicher Anschlagspläne 24 Jahre in Haft +++
Die russischen Behörden verurteilen einen 30-jährigen ukrainischen Staatsbürger zu 24 Jahren Haft, weil er einen "Terroranschlag" vorbereitet und verübt haben soll. Dies geht laut einem Bericht von Ukrinform auf Angaben des Krim-Tataren-Ressourcenzentrums (CTRC) zurück. "Das Militärgericht des Südbezirks der Russischen Föderation hat den 30-jährigen ukrainischen Staatsbürger Yan Hauft rechtswidrig zu 24 Jahren Haft verurteilt, angeblich wegen der Vorbereitung und Durchführung eines 'Terroranschlags'. Die ersten fünf Jahre soll er im Gefängnis verbüßen, den Rest seiner Strafe in einer Strafkolonie mit höchster Sicherheitsstufe. Das Gericht verhängte zudem eine Geldstrafe in Höhe von 700.000 Rubel", heißt es in der Erklärung. Nach Angaben russischer Ermittler soll Hauft, der von der besetzten Krim ins russische Krasnodar zog, zwischen März 2022 und Mai 2025 Kontakt zu einem Vertreter des Sicherheitsdienstes der Ukraine aufgenommen und sich bereit erklärt haben, vertraulich mit dem ukrainischen Geheimdienst zusammenzuarbeiten. Er habe dann angeblich Anweisungen zur Vorbereitung eines Terroranschlags erhalten, einen Sprengsatz besorgt und bei sich zu Hause aufbewahrt. Mitte Mai wurde er bei einer Hausdurchsuchung festgenommen.
+++ 06:48 Frachter vor russischer Küste getroffen - drei Besatzungsmitglieder verletzt +++
In der Nähe des russischen Schwarzmeerhafens Noworossijsk sind nach Angaben der türkischen Schifffahrtsbehörde bei einem Drohnenangriff auf ein Frachtschiff drei Besatzungsmitglieder schwer verletzt worden. Die "Nadezhda" sei am Montag auf dem Weg von Noworossijsk in den nordtürkischen Hafen Samsun angegriffen worden. Der Angriff habe sich etwa 20 Seemeilen vor der Küste ereignet. Alle 22 Besatzungsmitglieder seien nach Russland gebracht worden, darunter die 3 Schwerverletzten. Im Bug des Frachters brenne weiterhin ein Feuer, teilt die Schifffahrtsbehörde weiter mit. Wer für den Angriff verantwortlich ist, ist noch unklar.
+++ 06:08 Ukrainische Drohnen treffen zwei Wildberries-Lagerhäuser +++
Das ukrainische Militär trifft bei Drohnenangriffen in der Nacht Berichten russischer Telegram-Medienkanäle zufolge Logistik- und Ölinfrastruktur in mehreren Regionen Russlands. Fotos und Videos, die Anwohner in den sozialen Medien veröffentlichen, zeigen dichten schwarzen Rauch, der etwa aus einem Wildberries-Logistikzentrum in der Stadt Tschechow im Gebiet Moskau aufsteigt. Vor dem Angriff werden ukrainische Drohnen gesichtet, die über der Stadt flogen. Zudem soll Rauch aus einem Wildberries-Lagerhaus in der Ortschaft Krasny Bor im Gebiet Leningrad aufgestiegen sein. Die Ortschaft liegt etwa 35 Kilometer südöstlich von St. Petersburg. Der Gouverneur des Gebiets Leningrad, Alexander Drozdenko, bestätigt auf Telegram, dass Drohnen ein nicht näher bezeichnetes Lagerhaus in Krasny Bor getroffen hätten. Wildberries führt auf seiner Website eine Reihe von militärischer Ausrüstung, darunter Drohnenkomponenten und Schutzwesten. Die potenziellen Verluste, die Verkäufern auf dem Marktplatz infolge der jüngsten Angriffe entstanden sind, könnten sich auf 215-280 Milliarden Rubel (2,3-3,0 Mrd Euro) belaufen, berichtet das russische Forbes unter Berufung auf den Data-Insight-Analysten Sergei Semko.
+++ 05:12 Russische Drohne zerstört Post-Filiale in Oblast Tschernihiw +++
Eine russische Drohne hat eine Filiale von Nova Poshta, dem größten privaten Postbetreiber der Ukraine, in der Stadt Pryluky getroffen. Mitarbeiter und Kunden konnten sich in einem Schutzraum aufhalten, sodass in der Filiale in der Oblast Tschernihiw keine Verletzten zu beklagen sind, teilt das Unternehmen mit.
+++ 04:33 Ex-Oberbefehlshaber der Ukraine rechnet nicht mit Nato-Beitritt +++
Der ehemalige Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Walerij Saluschnyj, sieht keine Aussicht auf einen Nato-Beitritt seines Landes. "Leider werden wir niemals wirklich beitreten", wird der jetzige Botschafter in Großbritannien vom Online-Portal Evropeiska Pravda zitiert. Er habe dies bei einem Treffen ukrainischer Botschafter gesagt. "Ich kenne die Nato sehr gut. Etwa zwölf Jahre lang habe ich persönlich daran gearbeitet, sicherzustellen, dass wir die Nato-Standards erfüllen, und jedes Jahr habe ich Märchen darüber gehört, wie wir jeden Tag der Nato beitreten würden", so Saluschnyj.
+++ 02:58 Selenskyj entlässt ukrainische Botschafterin in den USA +++
Wolodymyr Selenskyj hat Olha Stefanischyna von ihrem Posten als ukrainische Botschafterin in den Vereinigten Staaten entlassen. Selenskyj hatte sie erst im August 2025 zur dortigen Botschafterin ernannt. Zuvor war Stefanishyna einen Monat lang als Sondergesandte des Präsidenten für die Entwicklung der Zusammenarbeit mit den USA tätig, nachdem sie als stellvertretende Ministerpräsidentin für europäische und euro-atlantische Integration zurückgetreten war. Warum es zum Personalwechsel in den USA kommt, ist bisher unbekannt.
+++ 00:38 Nato-Vertreter: Wohl kein zeitnahes US-Patriot-Abkommen mit Ukraine +++
Es sei unwahrscheinlich, dass Washington vor diesem Winter eine Einigung mit der Ukraine über die gemeinsame Produktion von Patriot-Abfangraketen erzielen wird - so die Einschätzung des US-Botschafters der Nato, Matthew Whitaker, in einem Interview mit Fox News. "Deshalb werden wir weiter daran arbeiten", sagt Whitaker. Er erklärt im Interview, dass die PAC-3 Patriot-Abfangraketen strengen US-Exportkontrollen unterliegen würden.
+++ 00:02 Anschlag: Russische Botschaft in Italien macht Kiew Vorwürfe +++
Nach dem tödlichen Sprengstoffanschlag in einem Restaurant in einem Moskauer Ausgehviertel hat die russische Botschaft in Italien Vorwürfe gegen die Ukraine erhoben. "Die blutigen Fangarme der Terrorbande Selenskyjs haben das italienische Restaurant 'Balzi Rossi' in Moskau erreicht", teilt die russische Botschaft in Italien in sozialen Medien mit. "Es ist klar, dass die Terroristen aus Kiew, die einen Terroranschlag in einem der besten italienischen Restaurants Moskaus planten, Italiener einschüchtern wollten, die in Russland arbeiten", hieß es weiter in der Mitteilung.
+++ 23:12 Türkisches Schiff im Schwarzen Meer von Drohnen angegriffen +++
Bei einem Drohnenangriff auf ein türkisches Frachtschiff im Schwarzen Meer sind nach Regierungsangaben mindestens drei Seeleute schwer verletzt worden. Das Schiff "Nadeschda" sei rund 20 Seemeilen (entspricht rund 37 Kilometer) vom russischen Hafen Noworossijsk entfernt gewesen. Das Frachtschiff soll auf dem Weg nach Samsun in der Türkei gewesen sein, teilt die türkische Generaldirektion für Seeverkehr mit.
+++ 22:14 Russischer Angriff zerstört acht Millionen Bücher +++
Nach einem russischen Angriff auf ein Warenlager im Osten der Ukraine sind am Wochenende ukrainischen Angaben zufolge Millionen Bücher verbrannt. "Mehr als acht Millionen Bücher wurden in dem Feuer zerstört, darunter Lehrbücher für Kinder", teilt der Verlag Ranok mit. Es handele sich um "den größten Verlust in der ukrainischen Buchinfrastruktur" seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022. Der durch einen Drohnen- und Raketenangriff ausgelöste Brand lodere immer noch, erklärt der Verlag. "Der Feind versucht, unsere Bildung und Kultur zu verbrennen", fügt er hinzu. Verlagsdirektor Viktor Kruglow spricht von einem "Angriff auf die ukrainische Bildung und Kultur".
+++ 21:31 Ukraine meldet mehrere russische Angriffe im Raum Pokrowsk +++
Laut der ukrainischen Truppengruppierung Ost haben die russischen Invasoren heute im Raum Pokrowsk erneut mehrere Versuche unternommen, um Soldaten aus ihren Stellungen in verschiedenen Gebieten zu verdrängen. "Im Verantwortungsbereich fügen die Verteidigungskräfte den feindlichen Bereitstellungsräumen, Gefechtsständen und Logistikrouten durch Feuerwirkung weiterhin Schäden zu. Zudem werden die Bemühungen fortgesetzt, feindliche Versuche zu vereiteln, Infiltrationstaktiken durch einzelne Soldaten sowie deren Ansammlung im Zwischenraum der Frontlinien anzuwenden", so die Truppengruppierung Ost.
+++ 20:49 Explosion erschüttert plötzlich Strand am Schwarzen Meer +++
Eine Explosion auf einem Strand im russischen Ferienort Gelendschik sorgt für Tote und Verletzte. Moskau spricht von einem gezielten ukrainischen Drohnenangriff auf Zivilisten. Eine unabhängige Bestätigung liegt bislang nicht vor.
+++ 21:31 Deepstate: Russland eroberte im Juli 36 Quadratkilometer +++
Den Analysten von Deepstate zufolge hat Russland im Juli mehr Gebiet erobert als die Ukraine befreien konnte. Der Zuwachs soll allerdings ziemlich gering sein: 36 Quadratkilometer. Auch in den vergangenen Monaten hatte Russland kaum Gebiet in der Ukraine eingekommen. Das Land ist circa 600.000 Quadratkilometer groß. Rund ein Fünftel davon steht unter russischer Kontrolle.
+++ 20:43 Kapitän unkooperativ: Italienische Soldaten entern mutmaßlichen Schattenflotten-Tanker +++
Eine von Italien geführte EU-Marinemission hat im Mittelmeer erneut einen Öltanker wegen des Verdachts der Zugehörigkeit zur sogenannten russischen Schattenflotte überprüft. Das unter EU-Sanktionen stehende Schiff "Toa Payoh" sei westlich der sizilianischen Insel Pantelleria auf dem Weg vom westafrikanischen Benin nach Istanbul abgefangen worden, teilt das italienische Verteidigungsministerium mit. Da der Kapitän zunächst nicht kooperiert habe, seien italienische Soldaten von einem Hubschrauber aus an Bord gegangen. Der Einsatz sei von einem griechischen Schiff und einem polnischen Aufklärungsflugzeug unterstützt worden und nach etwa zwei Stunden beendet worden.
+++ 20:06 Ukraine meldet mehrere tote Zivilisten in Saporischschja +++
Bei russischen Luftangriffen auf die ukrainische Großstadt Saporischschja sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere 21 Personen seien bei den Explosionen zweier Gleitbomben in der Stadt verletzt worden, teilt der regionale Militärverwalter Iwan Fedorow auf Telegram mit. Mehrere Wohnhäuser seien bei dem Angriff beschädigt worden. In der südukrainischen Stadt Cherson wurde bei einem Drohnenangriff auf ein Auto eine Frau getötet, wie die Regionalverwaltung mitteilte. Zwei weitere Insassen des Wagens wurden dabei verletzt.
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