Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 11:20 Elon Musk erhält ukrainischen Orden +++

26.08.2026, 00:01 Uhr

US-Milliardär Elon Musk ist vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit dem Orden der Freiheit ausgezeichnet worden. Verliehen wird die Auszeichnung für besondere Verdienste beim Schutz von Menschenleben, der Freiheit und der Entwicklung der Beziehungen zwischen den Völkern der Ukraine und der USA, wie Kiew mitteilt. Es ist der höchste Orden, den ein Ausländer von der Ukraine erhalten kann. Die Ehrung kommt in einer Zeit, in der sich Kiew um eine Freigabe von Musks Satelliten-Internetsystem Starlink bei ukrainischen Drohneneinsätzen auf russischem Staatsgebiet bemüht. Bisher ist die Freigabe auf das ukrainische Territorium einschließlich der von Russland besetzten Gebiete beschränkt.  

+++ 11:09 Ukraine von über 160 Drohnen attackiert +++

In der letzten Nacht kann die Ukraine nach Angaben des Militärs 134 von 162 russischen Drohnen abschießen oder mit technologischen Mitteln unschädlich machen. An 18 Orten habe es Einschläge gegeben und an drei weiteren seien Trümmerteile von abgeschossenen Drohnen gefunden worden, schreibt die ukrainische Luftwaffe am Morgen.  

+++ 10:42 Gouverneur: Bei Wildberries-Großbrand eine Person verletzt +++

Bei einem nächtlichen Drohnenangriff gerät ein großes Lagerhaus des russischen Online-Händlers Wildberries in der Region Tambow in Brand. Rund 100.000 Quadratmeter der Anlage stehen in Flammen, wie Gouverneur Jewgeni Perwyschow auf Telegram schreibt. Eine Person wurde demnach verletzt. Die Ukraine greift seit Mitte Juli verstärkt Logistikzentren von Wildberries und dessen Konkurrenten Ozon an. Damit will sie der russischen Wirtschaft schaden. 

+++ 10:09 Von taktischer Atomwaffe bis Iran-Hilfe: "La Repubblica" spekuliert über CIA-Besuch in Moskau +++

Nach dem Moskau-Besuch von CIA-Direktor John Ratcliffe spekuliert die italienische Zeitung "La Repubblica", was die Hintergründe sind. "Nicht auszuschließen ist jedoch eine Mission ähnlich jener von (Ratcliffes Vorgänger William) Burns (vor fünf Jahren): (Kremlchef Wladimir) Putin könnte unmissverständlich aufgefordert worden sein, nicht zu versuchen, den Konflikt auszuweiten, indem er einen Nato-Mitgliedstaat ins Visier nimmt, oder womöglich die gefürchteten taktischen Atomwaffen gegen Kiew einzusetzen, um eine strategische Situation zu durchbrechen, die für ihn von Tag zu Tag schwieriger wird." Als eine weitere Möglichkeit nennt die Zeitung die Wiederbelebung eines mit den USA abgestimmten Friedensplans aus Kiew, den Moskau zurückgewiesen hatte. "Auf dem Tisch liegt aber auch der Krieg im Iran. (...) Russland ist zusammen mit China der wichtigste Verbündete des Irans bei dessen Unterstützung. Daher ist es möglich, dass Ratcliffe nach Moskau gereist ist, um über ein Ende dieser Unterstützung zu verhandeln - oder Konsequenzen anzudrohen, falls sie nicht eingestellt wird." Ein Treffen von Putin und Ratcliffe gab es dem Kreml zufolge nicht.  

+++ 09:40 Ungarn stuft Russland als Bedrohung ein +++

Die neue ungarische Regierung hält Russland für eine "Bedrohung". Das geht aus einem Dokument für die Generalversammlung der Vereinten Nationen hervor, das Ministerpräsident Peter Magyar unterzeichnete und das im ungarischen Amtsblatt erschien. Darin verurteilt Ungarn "die russische militärische Aggression" gegen die Ukraine und unterstützt deren "territoriale Integrität in den international anerkannten Grenzen". Budapest unterstütze alle Bemühungen, die zu Verhandlungen über einen "nachhaltigen Frieden und langfristige Sicherheitsgarantien" für die Ukraine führen würden. "Das Verhalten Russlands bedeutet eine Bedrohung für Ungarn, Europa und die globale Ordnung", heißt es weiter. Damit bricht Budapest mit dem Kreml-freundlichen Kurs der Vorgängerregierung unter dem Rechtspopulisten Viktor Orban.

+++ 09:24 Größerer Gefangenenaustausch soll bevorstehen +++

Ein weiterer Gefangenenaustausch zwischen der Ukraine und Russland könnte bevorstehen. Beide Seiten würden derzeit daran arbeiten, sich auf Listen für einen "recht umfangreichen" Kriegsgefangenenaustausch zu einigen, sagt die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Vor einer Woche hatten die Kriegsparteien jeweils 103 gefangenen genommene Soldaten übergeben. 

+++ 08:59 Russland meldet zwei Tote nach Drohnenangriffen +++

Bei einer neuen Welle von ukrainischen Drohnenangriffen auf Ziele in Russland sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei den Toten handele es sich um einen Mann und ein 14-jähriges Mädchen, erklärt der Gouverneur der Region Lipezk, Igor Artamonow, der Agentur Interfax zufolge. Eine Drohne sei auf ihr Haus gestürzt und habe dieses in Brand gesetzt. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden in der Nacht 426 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Auch Moskau war Ziel der Angriffe. Die Flughäfen in Tambow, Nischni Nowgorod und Jaroslawl meldeten wegen Luftalarms zeitweise ausgesetzte Starts und Landungen. 

+++ 08:24 Sicherheitsexperte: "CIA-Direktoren reisen nicht nach Moskau, außer sie wollen um etwas bitten" +++

Die Reise des CIA-Chefs nach Moskau ist dem Sicherheits-Experten Glen Howard zufolge ein Hinweis darauf, dass derzeit viel auf dem Spiel steht. "CIA-Direktoren reisen nicht nach Moskau, es sei denn, sie wollen um etwas bitten", sagt der Leiter des Thinktanks Saratoga Foundation aus Washington, der eigenen Angaben zufolge auf Sicherheitsfragen in Eurasien spezialisiert ist, dem US-Auslandssender Radio Free Europe / Radio Liberty. Sie "reisen nicht den ganzen Weg nach Russland, wenn es nicht wichtig ist", ergänzt er. Zudem verweist Howard auf den Besuch des damaligen CIA-Chefs William J. Burns in Moskau. "Burns reiste im November 2021, noch vor dem russischen Einmarsch, dorthin, um sie davor zu warnen, in die Ukraine einzumarschieren."  

+++ 07:52 Moskau-Reise von CIA-Chef verläuft ohne Treffen mit Putin +++

Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärt auf Anfrage russischer Nachrichtenagenturen, dass es kein Treffen von Kremlchef Wladimir Putin und CIA-Chef John Ratcliffe gab. Kontakte des CIA-Chefs mit Putin im Rahmen seiner Russland-Reise seien nicht geplant gewesen, teilt Peskow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass mit. Ratcliffe sei zu Kontakten "zwischen den Geheimdiensten" nach Moskau gekommen, sagte Peskow zuvor gegenüber der "Washington Post". 

+++ 07:12 Fritz: Ukraine soll wegen CIA-Direktor Angriffe aussetzen +++

CIA-Direktor John Ratcliffe ist zu Gesprächen nach Moskau gereist. ntv-Korrespondent Gordian Fritz berichtet aus Washington, die Amerikaner haben die Ukraine um eine Aussetzung von Angriffen auf Moskau und St. Petersburg gebeten - weil ein hochrangiger US-Beamter vor Ort gewesen sei.

+++ 07:00 Südkorea: Wegen russischer Militärflugzeuge Kampfjets losgeschickt +++

Russische Militärflugzeuge sind nach Angaben Seouls in die südkoreanische Luftverteidigungszone eingedrungen. Als Reaktion habe die Luftwaffe Kampfjets losgeschickt, teilt das südkoreanische Verteidigungsministerium mit. Südkoreas Luftraum sei nicht verletzt worden. Die Luftverteidigungszone eines Landes ist größer als sein Luftraum und bezeichnet die Zone, in der aus Gründen der militärischen Luftverteidigung durchquerende Flugzeuge überwacht werden. Bereits im Juni waren mehr als zehn chinesische und russische Militärflugzeuge in die südkoreanische Luftverteidigungszone eingedrungen. Südkoreas Beziehungen zu Russland haben sich verschlechtert, seit Südkorea sich den westlichen Sanktionen gegen Russland wegen des Angriffskriegs in der Ukraine angeschlossen hat und Moskau engere Beziehungen zu Pjöngjang aufgebaut hat. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:43 Kreml nennt Kontakte zwischen Geheimdiensten als Anlass für Russland-Besuch von CIA-Chef +++

Der Kreml äußert sich zur Reise von CIA-Direktor John Ratcliffe nach Russland am Dienstag. Auf die Frage nach dem Zweck des Besuchs sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow der "Washington Post", es gehe um "Kontakte zwischen den Sicherheitsdiensten". Weitere Einzelheiten nennt er nicht. Ratcliffe wurde nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump im Januar 2025 Chef des Auslandsgeheimdienstes CIA. Der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes, Sergej Naryschkin, hatte ein persönliches Treffen mit Ratcliffe nicht ausgeschlossen. Die Geheimdienstler führten seit 2025 mehrfach Telefongespräche. Laut der "Washington Post" fand der letzte bekannte Besuch eines CIA-Direktors in Moskau im November 2021 statt - und somit wenige Monate vor Beginn des Ukraine-Kriegs. Damals habe William J. Burns, der unter US-Präsident Joe Biden den Auslandsgeheimdienst leitete, Moskau davor gewarnt, die Ukraine anzugreifen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:02 Offenbar Großbrand in russischer Ölraffinerie ausgebrochen +++

Die Ölraffinerie Lukoil-Nizhegorodnefteorgsintez in der russischen Stadt Kstovo stehe nach einem Angriff in Flammen, berichten Anwohner laut den proukrainischen Telegramkanälen Astra und Exilenovaplus. Beim russischen Telegramkanal Moynnov aus der Region Nischni Nowgorod ist ebenfalls von Drohnenangriffen in Kstovo die Rede. Mehrere Angriffswellen von Drohnen seien abgewehrt, heißt es. Die Raffinerie wird dabei bislang nicht erwähnt.  

+++ 05:16 Wildberries-Zentrum in Kotowsk brennt lichterloh +++

Nach einem nächtlichen Drohnenangriff steht erneut ein Logistikzentrum des Online-Händlers Wildberries in Flammen. Telegramkanäle wie Astra und Exilenova+ teilen Videos, auf denen ein riesiges Feuer zu sehen ist. Anwohner in der Stadt Kotowsk in der Oblast Tambow berichten laut "Ukrajinska Prawda" von mindestens zehn Explosionen. Das 2025 eröffnete Wildberries-Lager ist demnach eines der wichtigsten Logistikzentren in Zentralrussland.

+++ 02:27 Selenskyj: Setze auch auf China bei Bemühungen um ein Kriegsende +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj setzt nach eigenen Angaben auf eine weitere Zusammenarbeit mit China und auf Pekings "starke diplomatische Rolle" bei der Beendigung des russischen Krieges gegen die Ukraine. "Frieden kann unser gemeinsamer Erfolg sein", schreibt Selenskyj auf X. Er danke dem chinesischen Staatschef Xi Jinping für seine Glückwünsche zum Unabhängigkeitstag der Ukraine.

+++ 23:55 Russischer Angriff triff Wohnhäuser in Tschernihiw - drei Verletzte +++

Ein zehnjähriges Kind und zwei Erwachsene sind am Abend bei einem russischen Angriff auf die Stadt Tschernihiw verletzt worden. Nach Angaben der Militärverwaltung ist ein Wohnhaus abgebrannt. Fünf weitere Häuser seien beschädigt worden. Schon am Nachmittag waren bei einem Drohnenangriff auf die Stadt im Norden der Ukraine Infrastruktur und Lagerhäuser beschädigt worden. Es gab drei Verletzte.

+++ 22:15 USA baten Ukraine offenbar um Angriffspause für Moskau und St. Petersburg +++

Die USA haben die Ukraine Medienberichten zufolge gebeten, Moskau und St. Petersburg während des Russland-Besuchs von CIA-Direktor John Ratcliffe nicht anzugreifen. Der "Kyiv Independent" berichtet, Kiew habe demnach zugestimmt, die Angriffe auf die beiden Städte zwischen dem 24. und 26. August auszusetzen. Ein US-Beamter habe bestätigt, dass Ratcliffe Treffen mit hochrangigen russischen Vertretern plane. Die genauen Inhalte der Gespräche sind bislang unklar.

+++ 21:16 Litauen finanziert Projekte zur Rückkehr verschleppter ukrainischer Kinder +++

Litauen stellt 600.000 Euro für sieben Projekte bereit, die die Rückkehr von aus der Ukraine nach Russland oder in besetzte Gebiete verschleppten Kindern unterstützen sollen. Das teilen die Organisatoren des Projekts "Children First: Protection of Ukraine's Future" mit, wie der "Kyiv Independent" berichtet. Die geförderten ukrainischen Organisationen sollen sich zudem um die Wiedereingliederung der Kinder und die Aufklärung von Verbrechen an ihnen kümmern. Nach Angaben der ukrainischen Datenbank "Kinder des Krieges" wurden seit Beginn der russischen Invasion mindestens 20.000 Kinder aus besetzten Gebieten verschleppt. Ukrainische Beamte schätzen die Zahl auf bis zu 300.000.

+++ 20:28 Selenskyj-Vertraute in Untersuchungshaft +++

Die frühere Vizechefin des ukrainischen Präsidentenbüros, Iryna Mudra, wird wegen des Verdachts auf Geldwäsche für 60 Tage in Untersuchungshaft geschickt. Das Oberste Antikorruptionsgericht setzte nach Angaben der Staatsanwaltschaft zugleich eine Kaution von umgerechnet rund 390.000 Euro fest. Mudra soll den Ermittlern zufolge bei der Legalisierung von Kautionsgeldern in Höhe von rund 2,9 Millionen Euro geholfen haben, unter anderem für den früheren Energieminister Herman Haluschtschenko. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Mudra nach Bekanntwerden der Vorwürfe umgehend entlassen.

+++ 19:46 Elf Verletzte bei russischem Luftangriff auf Kramatorsk +++

Bei einem massiven russischen Luftangriff auf die ukrainische Stadt Kramatorsk in der Region Donezk werden mindestens elf Menschen verletzt. Dies berichtet Oleksandr Honcharenko, Leiter der Militärverwaltung Kramatorsk, auf Facebook. Unter den Verletzten sei auch ein zwei Monate altes Baby. Getroffen wurden demnach mehrere Wohngebäude und Apartmentkomplexe. 

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