Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:08 Mehr Informationsaustausch: Nato reagiert auf russische Sabotage +++

24.09.2026, 00:01 Uhr

Als Reaktion auf eine Welle mutmaßlicher Sabotageakte verstärkt die Nato den Austausch von Geheimdienstinformationen. Das Bündnis müsse angesichts der Bedrohung durch Moskau "besonnen und zuversichtlich" bleiben, sagt der Nato-Oberbefehlshaber in Europa, US-General Alexus Grynkewich, der Nachrichtenagentur Reuters. Grynkewich bezeichnet jüngste Vorfälle wie einen versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle als besorgniserregend. Der dänische Militärgeheimdienst hat gewarnt, dass Russland seine hybride Kriegsführung gegen den Westen in den kommenden Monaten wahrscheinlich intensivieren werde. Die Regierung in Moskau weist eine Verwicklung in Sabotageakte in Nato-Ländern nach offiziellen Angaben zurück.

+++ 20:25 Russische Luftwaffe erhält Lieferung hochmoderner Su-57-Kampfjets +++

Der russische staatliche Rüstungskonzern hat laut eigenen Angaben eine Charge hochmoderner Su-57-Kampfflugzeuge an die Streitkräfte übergeben. Die Jets würden unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus ihren Einsätzen kontinuierlich weiterentwickelt, heißt es in einer Mitteilung. Die Su-57 sei in der Lage Luft-, Boden- und Seeziele zu bekämpfen. "Das Flugzeug kann rund um die Uhr eingesetzt werden, auch bei schwierigen Wetterbedingungen und unter ungünstigen Bedingungen hinsichtlich der elektronischen Störlage." Die Su-57 wurde 2020 bei der Luftwaffe in den Dienst aufgenommen. Verschiedene Schätzungen gehen davon aus, dass dort ein paar Dutzend Jets aktiv sind.

+++ 19:51 EU geht gegen Ex-Chefredakteurin von Russia Today in Frankreich vor +++

Die Europäische Union setzt die ehemalige Chefredakteurin des russischen Staatssenders RT in Frankreich, Xenia Fedorova, auf die Sanktionsliste. Fedorova unterstütze bei ihren fortlaufenden Medienauftritten die Politik der russischen Regierung, die die "Demokratie und die Stabilität in der Union" gefährde und bedrohe, heißt es in der Begründung des Rats der EU-Länder. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot spricht sich in diesem Zusammenhang bei X von "feindlichen Manövern gegen unsere Demokratie". Die französischen Behörden haben Fedorova wiederholt als "Sprachrohr der Desinformation des Kremls bezeichnet". Präsident Emmanuel Macron bezeichnet sie im Juni als "Propaganda-Agentin" des Kreml. Im Juli erließen die Behörden in Frankreich eine Ausweisungsverfügung gegen sie.

+++ 19:20 Mindestens acht Tote bei Angriffen auf die Ukraine +++

Bei russischen Angriffen auf mehrere Regionen in der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben mindestens acht Menschen getötet worden. In der östlichen Region Charkiw seien sechs Menschen getötet worden, sagt ein Sprecher von Regierungschef Serhij Korezky. Auch die Rettungskräfte sprechen von sechs Toten bei dem Angriff auf den landwirtschaftlichen Betrieb. In der Hauptstadt Kiew wurden mindestens zwei Menschen getötet. "Wieder einmal waren Kiew und die zivile Infrastruktur - Wohnhäuser, eine Entbindungsklinik, Energieanlagen und Logistikeinrichtungen - die Hauptziele des (russischen) Angriffs", erklärt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Es sei "bereits bekannt, dass zwei Menschen getötet wurden".

+++ 18:44 Aus Deutschland eingereister Ukrainer soll Priester in Polen getötet haben +++

Der nach dem tödlichen Messerangriff in einem Kloster im polnischen Jaroslaw festgenommene Ukrainer ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft aus Deutschland nach Polen eingereist. Der 31-Jährige sei in der Nacht aus deutschem Staatsgebiet gekommen und auf dem Weg zu einem nahe gelegenen Grenzübergang zur Ukraine gewesen, sagt Staatsanwältin Bozena Harasz-Woloszyn laut polnischen Medien. Die Grenze habe er dann jedoch nicht überquert. Stattdessen sei der Mann zu der Benediktinerinnenabtei im ostpolnischen Jaroslaw gegangen, teilt die Staatsanwältin mit Dort habe er in der Klosterküche ein Messer an sich genommen und sich anschließend in die Klosterkirche begeben. Bei dem Angriff wurden ein Mensch getötet und vier weitere verletzt. Polnische Medien berichteten, bei dem Todesopfer handle es sich um einen Priester.

+++ 18:08 Nordkoreanische Soldaten in Südkorea eingetroffen - Seoul bedauert Selenskyjs Worte +++

Nach monatelangen Verhandlungen sind zwei von der Ukraine gefangen genommene nordkoreanische Soldaten nach Südkorea gebracht worden. Der südkoreanische Abgeordnete Yoo Yong Won, der die beiden Männer während eines Ukraine-Besuchs 2025 persönlich getroffen und sich seither für ihre Überstellung eingesetzt hatte, erklärt auf einer Pressekonferenz, sie seien bereits vor einigen Tagen sicher in Südkorea angekommen. Südkoreas Präsident Lee Jae Myung bedauert unterdessen, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Rückführung der beiden Nordkoreaner öffentlich gemacht hat. Es handele sich um ein äußerst sensibles Thema mit erheblichen Auswirkungen auf die Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel, schreibt Lee auf der Plattform X. Die südkoreanische Regierung habe sich deshalb mit der ukrainischen Seite auf eine vertrauliche Behandlung verständigt. 

+++ 17:36 Kampfjets aus Deutschland erreichen Lettland +++

Das lettische Verteidigungsministerium meldet die Ankunftg von Eurofighter-Kampfjets aus Deutschland. Diese sollen die Luftverteidigung des Landes stärken, das selbst über keine Kampfflugzeuge verfügt. "Sie werden dort Aufgaben wahrnehmen und die Aktivitäten der Nato-Luft- und Raketenabwehr (Nato Integrated Air and Missile Defence) unterstützen", heißt es vom Verteidigungsministerium. In Lettland finden Anfang Oktober Parlamentswahlen statt.

+++ 17:01 USA wollen der Nato künftig begrenztere Fähigkeiten zur Verfügung stellen +++

Die USA werden der Nato künftig "entscheidende, aber begrenztere Fähigkeiten" zur Verfügung stellen. Das sagt der Oberbefehlshaber des Bündnisses, US-General Alexus Grynkewich. Zugleich habe die US-Regierung ihre "eiserne" Verpflichtung zu Artikel 5 des Nato-Vertrags bekräftigt. Bei der Überprüfung der US-Truppenstationierung in Europa gebe es kein vorab festgelegtes Ergebnis, erklärt der General weiter. Angesichts der Bedrohungen für das Bündnis "sind wir heutzutage alle Länder der Ostflanke".

+++ 16:32 Dänemark: Russischer Nato-Einmarsch unwahrscheinlich - aber zunehmende Angriffsgefahr +++

Der dänische Geheimdienst sieht eine zunehmende Gefahr eines russischen Angriffs auf einen östlichen Nato-Staat - dennoch sei ein Einmarsch in einen Mitgliedstaat in den kommenden Monaten "höchst unwahrscheinlich". "Es gibt ein geringes, aber wachsendes Risiko, dass Russland einen begrenzten militärischen Angriff gegen ein oder gegen mehrere Nato-Länder an der Grenze zu Russland ausführen wird", sagt der Leiter des Auslands- und Militärnachrichtendienstes FE, Thomas Ahrenkiel. Es sei jedoch "höchst unwahrscheinlich", dass Russland Interesse habe, in einen Mitgliedstaat des transatlantischen Verteidigungsbündnisses einzumarschieren, sagt Ahrenkiel. "Aber wir können es nicht ausschließen", fügt er hinzu. Ahrenkiel äußerte sich bei der Präsentation einer aktualisierten Einschätzung des dänischen Geheimdienstes zu von Russland ausgehenden Gefahren.

+++ 15:48 Russische Region ruft den Ausnahmezustand aus +++

Wegen ukrainischer Drohnenangriffe auf die Infrastruktur für den Getreideexport ruft der Gouverneur der südrussischen Agrarregion Krasnodar den Ausnahmezustand aus. Die massiven Attacken auf die Anlagen hätten den Hafenbetrieb lahmgelegt und die Schifffahrt im Schwarzen Meer gestört, teilt Gouverneur Weniamin Kondratjew laut der Nachrichtenagentur Interfax mit. Durch den Ausnahmezustand können betroffene Betriebe finanzielle Entschädigungen erhalten. Den Angaben zufolge können die Landwirte einen Großteil ihrer Ernte nicht verkaufen, was zu einem Überangebot auf dem russischen Getreidemarkt führt.

+++ 15:10 Ukrainischer Kommandeur macht düstere Prognose für das Jet-Shahed-Problem +++

Die Ukraine arbeitet fieberhaft an der Entwicklung von Abfangdrohnen für die schnellen, jetgetrieben Geran/Shahed-Drohnen der Russen. Der Kommandeur der 429. selbstständigen Brigade für unbemannte Systeme "Achilles" sagt laut der Nachrichtenagentur Unian im Sender "Fabrika Nowostei": "90 Prozent der jetgetriebenen Shahed-Drohnen wird die Ukraine in naher Zukunft nicht abschießen können. Der Winter wird zu einer äußerst schwierigen, ja kritisch schweren Prüfung für unseren Staat werden, aber wir haben keine andere Möglichkeit, als ihn zu überstehen." Um Abfangquoten von 90 Prozent zu erreichen - so wie es bei den langsameren Shahed-Drohnen der Fall war - werde mehr Zeit benötigt.

+++ 14:34 Vom Meer aus: Russland könnte Drohnenangriffe auf europäische Staaten vorbereiten +++

Einem Bericht der spanischen Zeitung "El Mundo" zufolge bereitet Russland Drohnenangriffe auf europäische Länder vor. US-Geheimdienste hätten Informationen über die Pläne des Kremls für eine Eskalation gesammelt und diese mit mehreren Regierungen geteilt. "Sie werden Drohnen einsetzen, die vom Meer aus gestartet und im Container eines Schiffes versteckt werden; das ist überhaupt nicht schwierig", wird eine Quelle aus dem Umfeld des litauischen Verteidigungsministeriums zitiert. Die dortigen Behörden sollen davon ausgehen, dass Spanien, Frankreich oder Italien mit Gerbera-Drohnen angegriffen werden könnten. In den vergangenen Wochen hatte es mehrfach Hinweise auf eine weitere Eskalation Russlands gegeben, beispielsweise durch den Besuch von CIA-Chef John Ratcliffe in Moskau, wo er Medienberichten zufolge vor einem Angriff auf Nato-Verbündete warnte. Gestern sagte Außenminister Marco Rubio, eine mögliche Ausweitung des russischen Kriegs gegen die Ukraine auf weitere Länder bereite den USA Sorgen.

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Eine russische Gerbera-Drohne. (Foto: IMAGO/ZUMA Press)

+++ 14:07 Mögliches Treffen von Trump und Putin: Russland hat noch keine Entscheidung gefällt +++

Über ein mögliches Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump im Dezember gibt es dem Kreml zufolge noch keine Entscheidung. Es sei verfrüht, über eine Tagesordnung zu sprechen, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. US-Außenminister Marco Rubio hatte erklärt, die USA hätten Putin zum G20-Gipfel im Dezember in Miami im US-Bundesstaat Florida eingeladen, bei dem ein Treffen mit Trump möglich sei. Russland schätze die Einladung und werde über eine Antwort befinden, sagt Peskow. Er bekräftigt zudem die russische Position, wonach Moskau eine Friedenslösung und keinen vorübergehenden Waffenstillstand anstrebe. Trump versucht seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Januar vergangenen Jahres, im Ukraine-Krieg zu vermitteln.

+++ 13:35 Kreml: EU-Transfer von Zinsen aus russischem Vermögen ist Diebstahl +++

Der Kreml bezeichnet die Entscheidung der Europäischen Union, Erträge aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten an die Ukraine zu übertragen, als illegal und als Diebstahl. Die EU-Kommission hatte im August mitgeteilt, der Ukraine 1,4 Milliarden Euro (1,6 Milliarden Dollar) aus den Zinserträgen von Guthaben der russischen Zentralbank zur Verfügung zu stellen. Diese Anlagen waren im Zuge des Ukraine-Kriegs von der EU eingefroren worden.

+++ 13:05 Selenskyj ätzt bei Frage zu Moskau-Reise: "Auf einer Rakete" +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagiert auf Russlands vergifteten Vorschlag eines Treffens mit Kremlchef Wladimir Putin in Moskau mit Sarkasmus und einem Fluch. Auf die wiederholte Frage eines Reporters des russischen Staatsfernsehens, wann er denn nach Moskau komme, antwortet der frühere Komiker und Schauspieler hörbar genervt: "Auf einer Rakete, verdammt!". Ukrainische und russische Medien teilten den Clip von Selenskyjs Besuch in New York vielfach in den sozialen Netzwerken. Vor allem das kaum hörbare russische Schimpfwort "bljad" - freundlich mit "verdammt" übersetzt - sorgte für Aufsehen in den Medien beider Länder. In Russland wird das Wort zensiert.

+++ 12:35 Bundesregierung: "keine Normalität im Umgang mit Russland" +++

Die Bundesregierung nimmt die Einladung der USA an den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum G20-Gipfel im Dezember in Miami "zur Kenntnis". "Wir nehmen auch zur Kenntnis, dass Präsident Putin bisher nicht über die Einladung entschieden hat", sagt Regierungssprecher Stefan Kornelius der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. "Für die Bundesregierung gibt es angesichts des Kriegs in der Ukraine keine Normalität im Umgang mit Russland", erklärt er. Die Vorbereitungen zum Gipfel seien im Gange, "auch zu dieser Frage". Die Bundesregierung stimme sich dazu eng mit den Partnern ab. US-Außenminister Marco Rubio hatte gesagt, die USA hofften, dass Putin die Einladung annehmen werde. Man denke, dass dies eine gute Gelegenheit sei, damit Putin nicht nur mit US-Präsident Donald Trump, sondern auch mit anderen Staats- und Regierungschefs ins Gespräch kommen könnte.

+++ 11:59 Munz: Kreml denkt erstmals seit Jahren über G20-Gipfel nach +++

Dass der deutsche Außenminister Moskau Eskalation vorwirft, wird von der Führung nicht weiter gewürdigt oder kommentiert, wie ntv-Russlandkorrespondent Rainer Munz vor Ort beobachtet. Hingegen gibt es tendenziell wohlwollende Reaktion auf die G20-Einladung an Wladimir Putin. 

+++ 11:43 Feuer in Starlink-Station war mutmaßlich Sabotage +++

Das Feuer in einer polnischen Starlink-Station am Mittwoch war den dortigen Behörden zufolge die Folge eines Sabotageaktes. Der Brand sei am Generator der Sende- und Empfangseinheit für Satellitenkommunikation ausgebrochen, sagt der polnische Vize-Ministerpräsident Krzysztof Gawkowski. Der Anschlag habe zum Ziel gehabt, die Internetverbindung verschiedener Institutionen, inklusive des ukrainischen Militärs, zu unterbrechen. Die Starlink-Anlage sei funktionsfähig.

+++ 10:59 Russischer Raketenhagel trifft Klinik für Schwangere in Kiew +++

Mindestens 14 Raketen feuert die russische Armee auf die ukrainische Hauptstadt in der Nacht ab. Wohnhäuser, Logistik und Energieanlagen sind Ziele - und offenbar eine Entbindungsklinik. Mindestens zwei Menschen werden bei den Angriffen getötet.

+++ 10:35 OpenAI nimmt Ukraine in KI-Cyberabwehr-Programm auf +++

Künstliche Intelligenz des ChatGPT-Entwicklers OpenAI soll der ukrainischen Regierung helfen, Cyberattacken aus Russland abzuwehren. Das Ministerium für digitale Transformation wurde in das "Daybreak"-Programm von OpenAI aufgenommen, in dem mit Hilfe von KI-Software Sicherheitslücken gefunden und geschlossen werden sollen. Dabei gehe es um den Schutz der zivilen Infrastruktur, teilt die US-Firma mit. Unter anderem Versorgungsunternehmen und Krankenhäuser in der Ukraine sind schon seit Jahren Cyberangriffen ausgesetzt, die russischen Hackern zugeordnet werden. Allein im vergangenen Jahr habe die ukrainische Cybersicherheits-Behörde insgesamt fast 6000 Zwischenfälle registriert, heißt es in der Mitteilung.

+++ 09:53 Ukraine: Sechs Tote bei russischem Angriff auf Bauernhof +++

Bei einem russischen Angriff auf einen Landwirtschaftsbetrieb in einem Dorf in der nordukrainischen Region Charkiw werden sechs Menschen getötet. Zudem werden acht Landarbeiter verletzt, wie der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mitteilt.

+++ 09:15 Baltenstaaten verhängen eigene Sanktionen gegen russische Milliardäre +++

Nach der umstrittenen Aufhebung von EU-Sanktionen gegen die russischen Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman erlassen die baltischen Staaten nationale Strafmaßnahmen gegen die beiden Milliardäre. "Estland hielt es nicht für richtig, diese beiden prominenten russischen Geschäftsleute von der EU-Sanktionsliste zu streichen und unterstützte die Entscheidung nicht", teilt Estlands Außenminister Margus Tsahkna mit. Russland zeige keinerlei Bereitschaft, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden und Usmanov und Fridman unterstützten weiterhin Russlands Aggression. Daher habe Estland nationale Sanktionen gegen sie verhängt, heißt es in einer Mitteilung aus Tallinn ohne nähere Angaben zu konkreten Maßnahmen. Zuvor hatte bereits das benachbarte Lettland nationale Finanzbeschränkungen und Einreiseverbote gegen die beiden Oligarchen verhängt. Auch Litauen hat ähnliche Schritte eingeleitet.

+++ 08:43 Präsidentschaftskandidat Mélenchon macht Ukraine schwere Vorwürfe +++

Der Vorsitzende der französischen extremen Linken, Jean-Luc Mélenchon, bekräftigt seine Ablehnung der russischen Invasion - auch wenn er Kiew vorwirft, den Krieg durch Drohnenangriffe zu eskalieren. Frankreich werden im April 2027 einen neuen Präsidenten wählen, da sich die Amtszeit von Emmanuel Macron dem Ende seiner zwei Amtszeiten nähert und er nicht erneut kandidieren darf. Mélenchon ist wegen seiner vermeintlich positiven Haltung gegenüber Russland in die Kritik geraten.

+++ 07:54 Russland: Haben ukrainische Verteidigungsanlagen getroffen +++

Russische Streitkräfte hätten in nächtlichen Angriffen ukrainische Verteidigungsanlagen, Logistik- und Telekommunikationszentren sowie vom Militär genutzte Schiffe getroffen, teilt das russische Verteidigungsministerium mit.

+++ 07:21 Ukrainische Wirtschaft durch Energie-Störungen stark beeinträchtigt +++

Ein Abkommen mit Russland zur Einstellung der Angriffe auf die Energieinfrastruktur würde der angeschlagenen ukrainischen Wirtschaft einen erheblichen Schub verleihen. Gleiches gelte für die Wiederaufnahme der Getreideexporte über das Schwarze Meer, teilt die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) mit. In einem Bericht über die Aussichten für die Volkswirtschaften, in die sie in Teilen Europas, Asiens und Afrikas investiert, senkt die Entwicklungsbank allerdings ihre Wachstumsprognosen für die Ukraine. Dies spiegele die Schäden wider, die durch die fortgesetzten russischen Angriffe auf das ukrainische Energiesystem verursacht würden. Die Ukraine hat ihrerseits russische Ölraffinerien angegriffen, was zu Treibstoffknappheit führte. Die EBWE schätzt, dass die ukrainische Wirtschaft in den ersten sechs Monaten dieses Jahres stagnierte, nachdem sie im Vorjahr um 1,8 Prozent gewachsen war. Für das Gesamtjahr erwartet sie ein Wachstum von 1,5 Prozent, nachdem sie im Juni noch eine Expansion von 2,2 Prozent prognostiziert hatte. Für das nächste Jahr rechnet sie nun mit einem Anstieg des Wachstums auf 2,2 Prozent, was unter den im Juni erwarteten 4 Prozent liegt.

+++ 06:50 US-Abgeordnete für Verlängerung der Schutzmaßnahmen ukrainischer Flüchtlinge +++

US-Senatoren der Demokraten und Republikaner bringen einen Gesetzentwurf zur Verlängerung des vorübergehenden Schutzstatus (TPS) für ukrainische Flüchtlinge ein – wenige Wochen vor dem geplanten Auslaufen der Maßnahmen. Darunter die US-Senatoren Richard Blumenthal, Lisa Murkowski, Chris Coons und Bill Cassidy. „Ukrainer, die hier Sicherheit suchen, fliehen vor unvorstellbarem Grauen in ihrer Heimat – blutige Raketen- und Drohnenangriffe, rücksichtsloses Entführen von Kindern, ein kalter Winter ohne Heizung“, sagt Blumenthal in einer Pressemitteilung. „Sie zu zwingen, unter solch grausamen Bedingungen zurückzukehren, wäre der Gipfel der Unmenschlichkeit.“ TPS, ein rechtlicher Einwanderungsstatus, der ausländischen Staatsangehörigen gewährt wird, die nicht sicher in ihre Heimatländer zurückkehren können, wurde den Ukrainern ursprünglich im April 2022 nach dem großangelegten Einmarsch Russlands gewährt. Der Status läuft derzeit am 19. Oktober aus. 

+++ 06:14 Ukraine überstellt nordkoreanische Kriegsgefangene an Südkorea +++

Die Ukraine übergibt nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj zwei nordkoreanische Kriegsgefangene an Südkorea. "Diese Männer sind nicht leicht lebend zu fassen", sagt Selenskyj in einer Rede vor der UN-Vollversammlung. Einer von ihnen habe versucht, sich das Leben zu nehmen, als er gefangengenommen worden sei. Die beiden Soldaten waren im vergangenen Jahr in der russischen Region Kursk gefasst worden. Das südkoreanische Außenministerium teilt mit, man könne den Vorgang zum Schutz der Männer und ihrer Familien nicht bestätigen. Nordkorea unterstützt Russland im Krieg gegen die Ukraine Schätzungen zufolge mit rund 14.000 bis 15.000 Soldaten.

+++ 05:38 Rotes Kreuz hat seit 2024 keinen Kontakt mehr zu Kriegsgefangenen in Russland +++

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat nach eigenen Angaben seit mehreren Jahren keinen Kontakt mehr zu Kriegsgefangenen in Russland. Zwischen dem Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 und August 2026 seien insgesamt mehr als 9800 Kriegsgefangene beider Seiten besucht worden, aber "hauptsächlich in der Ukraine", erklärt ein Sprecher der Organisation. Der letzte Besuch in Russland sei im Jahr 2024 gewesen. Bis heute habe das IKRK im Ukraine-Krieg keinen vollständigen Zugang zu allen Kriegsgefangenen, sagte der Sprecher. Die Organisation bemühe sich darum, erneut Zugang zu den Hafteinrichtungen in Russland zu erhalten, "um Menschen, denen die Freiheit entzogen wurde (einschließlich der Kriegsgefangenen), gemäß unserem Mandat besuchen zu können".

+++ 04:44 Anwältin: In Russland inhaftierte Regisseurin Berkowitsch auf 42 Kilo abgemagert +++

Die in Russland inhaftierte Theaterregisseurin und Kriegsgegnerin Jewgenija Berkowitsch ist nach Angaben ihrer Anwältin im Gefängnis auf 42 Kilogramm abgemagert. "Sie ist wieder in eine Strafzelle gesteckt worden", sagt Ksenia Karpinskaja. Ihren Angaben zufolge ist es das dritte Mal, dass die 41-Jährige in Isolationshaft muss. Berkowitsch und die Dramaturgin Swetlana Petrijtschuk waren im Mai 2023 in Moskau festgenommen worden. Ihnen wurde vorgeworfen, 2021 im einem ausschließlich mit Frauen besetzten Stück "Terrorismus gerechtfertigt" zu haben. In dem preisgekrönten Werk "Finist, der tapfere Falke" geht es um russische Frauen, die im Netz rekrutiert werden, um Islamisten in Syrien zu heiraten.

+++ 03:45 Selenskyj: Russen greifen Kiew an, während die Menschen schliefen +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kommentiert die nächtlichen Raktenangriffe auf Kiew: "Während die Menschen schliefen, erleuchteten die Blitze von Explosionen den Himmel", schreibt er auf der Plattform X. "Einmal mehr waren die Hauptziele der Angriffe Kiew und zivile Infrastruktur, Wohnhäuser, eine Entbindungsklinik sowie Energie- und Logistikinfrastruktur", schreibt Selenskyj nach einem Treffen in den USA mit Abgeordneten. Er erneuert dabei seine Forderung nach harten Sanktionen gegen Russland und Moskaus Unterstützer. Zudem brauche die Ukraine mehr Abfangraketen, um die ballistischen Raketenangriffe abwehren zu können.

+++ 02:51 Slowakei verurteilt Russlands Angriffe auf Zivilisten scharf +++

Der slowakische Präsident Peter Pellegrini hat Russland in einer Rede vor den Vereinten Nationen vorgeworfen, absichtlich zivile Ziele in der Ukraine anzugreifen. Die meisten russischen Angriffe der letzten Zeit hätten "nichts mehr mit militärischen Zwecken zu tun", sondern würden nur Leid für die Zivilbevölkerung bringen, sagte er in seiner auf Englisch gehaltenen Rede vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Eine so ungewohnt scharfe Russland-Kritik des slowakischen Staatsoberhaupts steht im Kontrast dazu, dass die derzeitige politische Führung der Slowakei innerhalb der Europäischen Union oft als prorussisch kritisiert wird. 

+++ 01:50 Russland feuert ballistische Raketen auf Kiew +++

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht von Russland erneut mit ballistischen Raketen angegriffen worden. Nach Auslösen des Luftalarms waren in der Stadt mehrere schwere Explosionen zu hören. Militärnahe Telegramkanäle zählen mindestens vierzehn Raketen in den ersten drei Angriffswellen. Bürgermeister Vitali Klitschko erklärt, eine Person sei ums Leben gekommen, zwei weitere seien verletzt worden. Rettungskräfte seien in mehrere Stadtteile gerufen worden. In einem Stadtbezirk sei ein Haus beschädigt worden, möglicherweise seien dort Menschen unter den Trümmern eingeschlossen, schreibt Klitschko auf der Plattform Telegram weiter. Örtliche Medien berichten von mehreren Bränden im Stadtgebiet. Der Angriff nach 1.00 Uhr Ortszeit folgt auf einen Tag, an dem es bereits elfmal Luftalarm gegeben hatte.

+++ 00:45 Russische Angriffe auf Ukraine: 51 Länder "zutiefst besorgt" +++

Vor einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zur Lage in der Ukraine haben sich 51 Länder solidarisch mit Kiew gezeigt und ihre Sorge wegen der jüngsten russischen Angriffe zum Ausdruck gebracht. "Wir sind zutiefst besorgt über die Eskalation Russlands gegen Zivilisten und zivile Infrastruktur in der gesamten Ukraine, die in den vergangenen Monaten zu einer Rekordzahl an Opfern geführt hat", las die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Mittwoch in New York aus einer gemeinsamen Erklärung. "Besonders besorgt sind wir über die Angriffe im Schwarzen Meer", fuhr Kallas fort. Russland versuche, die ukrainischen Getreideexporte "abzuwürgen" und gefährde damit die globale Ernährungssicherheit. 

+++ 23:33 Analyse: So viele russische Angriffe auf Region Kiew wie seit vier Jahren nicht +++

Die Region Kiew ist seit Anfang September so oft von russischen Angriffen getroffen worden wie seit mehr als vier Jahren nicht. Vom 1. bis 18. September wurden 118 Angriffe oder Angriffsserien verzeichnet, wie aus einer Analyse der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Daten der Nichtregierungsorganisation Acled hervorgeht.Ähnlich viele Angriffe auf die Region um die ukrainische Hauptstadt hatte Russland zuletzt im März 2022 ausgeführt. Damals wurden im gesamten Monat 174 Vorfälle registriert. Laut der noch unvollständige Auswertung für diesen September sind die Angriffe in diesem Monat sogar noch massiver als im März 2022. Zudem ist 2026 bereits jetzt das Jahr mit den meisten Angriffen oder Angriffsserien auf die Region seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022. 

+++ 22:22 Selenskyj nennt Putin "Patient Null" +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ruft die Weltgemeinschaft zu einer Eindämmung Russlands auf. In der UN-Generaldebatte in New York beschreibt er nicht nur die Last, die sein Land in mehr als viereinhalb Jahren des Moskauer Angriffskriegs tragen müsse. Russland unter Kremlchef Wladimir Putin bedrohe auch die Republik Moldau, Polen und die baltischen Staaten, warnt Selenskyj. Moskau respektiere die Selbstständigkeit der Staaten im Südkaukasus und in Zentralasien nicht. Syrien und Länder in Afrika hätten leidvolle Erfahrungen mit russischer Brutalität gemacht. Selenskyj belegt Putin mit einem medizinischen Fachbegriff: "Er ist der Patient Null, von dem die Idee des Krieges sich immer weiter verbreitet." Durch ihn werde die Welt für alle anderen gefährlicher. "Deshalb muss der Patient Null gestoppt werden, man muss ihm den Raum nehmen, zu handeln und das Böse zu verbreiten."

+++ 22:07 Nach zehn Jahren Eiszeit: Hochrangige Vertreter aus Polen und Belarus sprechen miteinander +++

Nach zehn Jahren diplomatischer Eiszeit hat es während der UN-Vollversammlung in New York erstmals wieder eine hochrangige Begegnung von Vertretern Polens und Belarus' gegeben. Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski sagt dem polnischen Sender TVP, das Treffen mit seinem Kollegen Maxim Ryschenkow habe auf dem "neutralen Territorium" der Vereinten Nationen stattgefunden. Er deutet eine mögliche Verbesserung in den Beziehungen der Nachbarländer an. Es habe sich um das erste, einleitende Treffen gehandelt, aber es fänden auch Gespräche auf anderer Ebene statt, sagt Sikorski. "Wir haben jetzt, mehr als in der Vergangenheit, eine normalisierte Situation an der Grenze", fügt er an. Zudem seien Gefangene wie der polnisch-belarussische Journalist Andrzej Poczobut freigelassen worden. Die beiden Nachbarstaaten hätten "jetzt mehr Gründe, zu versuchen, ihre Beziehungen zu stabilisieren".

+++ 21:45 Russland greift Kiew den ganzen Tag lang mit Drohnen an - Tote gemeldet +++

Die russische Armee attackiert die ukrainische Hauptstadt Kiew den ganzen Tag über mit Kampfdrohnen. Mindestens zwei Menschen seien getötet worden, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Bis zum Abend wurden 43 Verletzte gezählt. In der Millionenstadt sind immer wieder Einschläge und das Feuer der Flugabwehr zu hören, die auf die jet-getriebenen russischen Drohnen schießen. Zwei Internetprovider melden Probleme nach einem Treffer in einem Datenzentrum. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha wirft Russland vor, speziell die Alarmvorrichtungen zum Schutz der Bevölkerung zu attackieren.

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Rauch über einen Postamt in Kiew. (Foto: IMAGO/NurPhoto)

+++ 21:10 Selenskyj berichtet Erschütterndes über nordkoreanische Soldaten +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtet in der UN-Vollversammlung von der Überstellung zweier nordkoreanischer Soldaten nach Südkorea. "Diese Männer lassen sich nicht so leicht lebend gefangennehmen", sagt Selenskyj. Als einer von ihnen bemerkt habe, dass ihm die Gefangenschaft drohe, habe er versucht, sich das Leben zu nehmen. Er sei schockiert gewesen, dass das Schicksal ihn nicht sterben ließ. "So werden die Menschen im Norden erzogen. Das ist die Realität. Man nimmt ihnen das Recht auf Selbstbestimmung und hämmert ihnen ein, dass sie sterben müssen, komme, was wolle", so Selenskyj.

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