Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 13:55 Finnland liefert Munition für ukrainische F-16 +++

10.10.2026, 00:01 Uhr

Die Ukraine erhält Munition aus Finnland für ihre F-16-Kampfjets, um damit russische Drohnen abzuschießen. Das teilt Präsident Selenskyj nach einem Telefonat mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb auf X mit. Auf "über eine neue Herausforderung" habe er mit Stubb gesprochen, schreibt Selenskyj unter Anspielung auf Trumps Diesel-Deal mit Putin: "zusätzliche Einnahmen für Russland aus dem Export von Mineralölprodukten, die genutzt werden können, um weitere russische Aggressionen zu finanzieren". Und weiter: "Wir bereiten Treffen vor und koordinieren Schritte, die unter den derzeitigen Umständen nützlich sein können."

+++ 13:43 Jäger: Trumps Diesel-Deal nützt nur Putin +++

Donald Trump und seinen Republikanern droht bei den anstehenden Midterm-Wahlen eine schwere Niederlage. Vor allem der teure Diesel drückt die Umfragewerte. Politologe Thomas Jäger blickt auf den anstehenden Urnengang und den jüngst vereinbarten Diesel-Deal. 

+++ 13:29 Laute Explosionen in Kiew +++

Der "Kyiv Independent" meldet laute Explosionen aus der ukrainischen Hauptstadt. Ausgerufen wurde ein "roter" Luftalarm, was bedeutet, dass Raketen auf Kiew abgeschossen wurden. Seit Wochen terrorisiert Russland die Metropole fast rund um die Uhr mit ballistischen Raketen und neuartigen Jet-Drohnen.

+++ 13:16 Trumps Diesel-Deal dürfte Preise in Deutschland kaum beeinflussen +++

Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie erwartet keine größeren Auswirkungen des Diesel-Deals von Trump und Putin auf die Preise an deutschen Tankstellen. "Angesichts der laut den Meldungen vereinbarten Mengen erwarten wir keine signifikanten Auswirkungen auf den Weltmarkt und die Preise", sagt ein Sprecher. Auch Daten des Spritpreisportals Tankerkönig zeigten bis Samstagmittag keine größeren Ausschläge.

+++ 12:56 Bundesregierung reagiert betont kühl auf Trumps Diesel-Deal mit Putin +++

Die Bundesregierung reagiert betont kühl auf die Diesel-Vereinbarung von Trump und Putin. Man habe "die Entscheidung der USA in Bezug auf russische Diesel-Lieferungen zur Kenntnis genommen", sagt Regierungssprecher Stefan Kornelius. "Die Bundesregierung hält an den Sanktionsbeschlüssen gegen Russland fest und arbeitet gemeinsam mit den europäischen Partnern an weiteren Sanktionen", so der Sprecher. "Die Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf bleibt ungebrochen." Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagt, russisches Öl und Rohölprodukte seien seit 2023 durch die EU sanktioniert. Deutschland beziehe seitdem kein Öl oder Öl-Produkte aus Russland. "Unsere Versorgung ist hier diversifiziert, wir sind unabhängig von russischem Öl."

+++ 12:28 Mittlerweile elf Tote in Saporischschja +++

Die Zahl der Todesopfer des russischen Angriffs auf Saporischschja (siehe Eintrag um 08.49 Uhr) ist auf elf gestiegen, berichten ukrainische Medien unter Berufung auf lokale Behörden. Unter den Toten sind drei Kinder. Das Schicksal von weiteren zehn Menschen ist ungewiss. "Heute hat Russland seinen Dank für die Aufhebung der Sanktionen gegen Diesel-Exporte dadurch zum Ausdruck gebracht, dass es fünf Gleitbomben auf Wohnhäuser in Saporischschja abgeworfen hat", schreibt Präsident Selenskyj auf X.

+++ 11:45 Russland klagt FAZ-Journalist wegen "Volksverhetzung" an +++

Nach einem Bericht der russischen Staatsagentur Tass sind die "Ermittlungen" der russischen Behörden gegen den deutschen Journalisten Michael Martens abgeschlossen. Martens soll in Abwesenheit angeklagt werden. Martens, der für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" arbeitet, hatte den ukrainischen Präsidenten Selenskyj bei einer Pressekonferenz in Belgrad gefragt, was Europa tun könne, um der Ukraine zu helfen, "mehr Russen, mehr russische Soldaten" zu töten. Die Zeitung distanzierte sich von der Frage ihres Korrespondenten.

+++ 11:15 ISW: Trump finanziert Russlands Krieg +++

Trumps Entscheidung, Sanktionen gegen den Import von russischem Diesel auszusetzen, werde "Russlands Krieg in der Ukraine in die Länge ziehen", schreibt der US-Thinktank Institute for the Study of War in seiner jüngsten Analyse. Die Bemühungen des Kreml, US-Initiativen zur Beendigung des Kriegs zu blockieren, würden damit ebenfalls unterstützt. Die Gewinne aus den Diesel-Exporten "versetzen Russland in die Lage, seinen Krieg in der Ukraine weiterhin zu finanzieren", so das ISW. "Zudem stellt die US-Entscheidung, Russland eine Ausnahmegenehmigung für Diesel-Exporte zu erteilen, ein einseitiges Zugeständnis der USA in ihrer Verhandlungsposition gegenüber Russland dar - und das, obwohl Russland seinerseits keinerlei Zugeständnisse in den Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges gemacht hat."

+++ 10:51 Selenskyj trifft Republikaner und Demokraten in Kiew +++

Während Trump sich mit Putin auf die Lieferung von russischem Diesel in die USA geeinigt hat, traf sich der ukrainische Präsident mit Senatoren und Abgeordneten beider Parteien aus den USA. Bei dem Treffen drängte er sie, für eine Umsetzung des sogenannten Lindsey-Graham-Gesetzes zu sorgen. Das Gesetz sieht neue Sanktionen gegen Russland vor; Trump hat es im September unterzeichnet, aber nicht umgesetzt.

+++ 10:31 Mehrheit findet Schröders Besuch bei Putin unangemessen +++

Der Besuch von Altkanzler Gerhard Schröder beim russischen Präsidenten Wladimir Putin zu dessen Geburtstag stößt laut einer Yougov-Umfrage auf Unverständnis bei der Mehrheit der Menschen hierzulande. 56 Prozent finden es unangemessen, dass ein früherer Kanzler eine solche Einladung annimmt. Ein Viertel findet das angemessen, ein Fünftel antwortete mit "weiß nicht" oder machte keine Angaben.

+++ 10:02 Nach ukrainischen Angaben hat Russland weitere 1400 Soldaten verloren +++

In den letzten 24 Stunden sind nach Zählung der ukrainischen Armee mehr als 1400 Soldaten gefallen oder schwer verwundet worden. Der Generalstab der ukrainischen Armee schreibt in seinem morgendlichen Bericht, Russland habe 1420 Soldaten verloren. Damit beläuft sich der Verlust der russischen Armee nach dieser Zählung auf mehr als 1,5 Millionen Menschen, genau 1.550.910. Die Angaben lassen sich nicht überprüfen.

+++ 09:31 Mann rennt um sein Leben - dann explodiert die Drohne +++

Eine Drohne schlägt am Donnerstag auf dem Gelände einer privaten Schule mit Kindergarten nahe Kiew ein. Erst am Freitag kursierten die Aufnahmen: Sie zeigen, wie ein Mann dem Feuerball knapp entkommt. Kinder und Lehrkräfte sollen im Schutzraum gewesen sein; Verletzte gab es laut ukrainischen Medien nicht.

+++ 09:12 Russland greift mit 160 Drohnen an +++

Russland hat die Ukraine in der Nacht mit Dutzenden Kampfdrohnen angegriffen, die meisten davon Jet-Drohnen mit Düsenantrieb, die besonders schwer abzufangen sind. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe griffen die Russen mit 160 Kampfdrohnen an, davon 110 mit Düsenantrieb. 117 Drohnen seien abgefangen worden, darunter 82 Jet-Drohnen. "Der Angriff dauert an, mehrere feindliche Drohnen befinden sich im Luftraum", meldet die ukrainische Nachrichtenseite RBC.

+++ 08:52 Sharma: Selenskyj wirft Trump vor, Putin zu belohnen +++

In Kiew sorgt Trumps Ankündigung für Empörung. Selenskyj sieht darin eine Möglichkeit für Putin, seine Kriegskasse zu füllen, und fordert mehr Druck auf Moskau. ntv-Korrespondentin Kavita Sharma berichtet, warum die Ukraine dennoch auf die Vermittlung der USA angewiesen bleibt.

+++ 08:49 Zahl der Toten in Saporischschja steigt +++

Die Zahl der beim russischen Luftangriff auf Saporischschja (siehe Eintrag um 07.16 Uhr) getöteten Menschen steigt auf sieben. Unter den Toten sind drei Kinder, meldet die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform. Die Such- und Rettungsmaßnahmen würden noch andauern, möglicherweise befänden sich weitere Personen unter den Trümmern, heißt es.

+++ 08:40 USA sollen Ukraine mit Stopp von Geheimdienstinformationen gedroht haben +++

Die US-Nachrichtenseite Axios meldet, Trumps Unterhändler Witkoff und Kushner hätten der Ukraine bei Gesprächen in Florida damit gedroht, keine Geheimdienstinformationen mehr mit dem Land zu teilen, wenn es nicht damit aufhöre, russische Raffinerien anzugreifen. Axios beruft sich auf einen Vertreter der Ukraine. Die US-Seite habe das bestritten. Tatsächlich hätten Witkoff und Kushner gesagt, die USA seien ein starker Partner und würden Munition und Geheimdienstinformationen zur Verfügung stellen. Die Ukraine solle daher nichts tun, was amerikanische Verbraucher belaste.

+++ 08:23 Spanien und Griechenland wollen ablaufende Raketen nicht abgeben +++

Spanien und Griechenland verfügen über Bestände an Abfangraketen für Patriot-Luftverteidigungssysteme, deren Nutzungsdauer bald abläuft - dennoch weigern sich beide Länder, diese an die Ukraine zu liefern, berichtet der britische "Telegraph". Demzufolge besitzt Griechenland mindestens 200 Patriot-PAC-2-Raketen, deren 23-jährige Nutzungsdauer sich dem Ende zuneigt. Die Zahl der spanischen Bestände ist nicht bekannt. Unterhändler der EU und der Nato versuchen, die Länder zu überzeugen, die ablaufenden Raketen an die Ukraine abzugeben. "Wir wissen, dass einige Länder über Abfangraketen verfügen, deren Nutzungsdauer bald abläuft; es wäre also sehr gut, wenn diese an die Ukraine abgegeben würden", sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas im vergangenen Monat, nannte die betreffenden Länder aber nicht namentlich. Spanien erklärte sich bereit, lediglich fünf Abfangraketen nach Kiew zu liefern.

+++ 07:56 "Deutschland verschließt die Augen vor der russischen Gefahr" +++

Der polnische Politologe Wojciech Michnik sagt, ihn wundere die deutsche Zurückhaltung, wenn es darum gehe, Russland aus Urheber von Sabotage zu benennen. "Vielleicht ist das Problem politischer Natur", sagt Michnik im Interview mit ntv.de. "Russland war für Deutschland über viele Jahre ein sehr wichtiger Partner. Die 'Zeitenwende' und das gegenwärtige Erwachen in Sicherheitsfragen vollziehen sich schrittweise." Es sei "ein bisschen so, als würde jemand in einem Zimmer eine Giftschlange entdecken und die Augen schließen - in der Hoffnung, dass die Schlange ihm nichts antut, solange er sie nicht sieht".

+++ 07:44 "Trump belohnt Putin für seine Unterstützung des Iran" +++

Die demokratische US-Senatorin Tammy Duckworth wirft Trump vor, Putin für seine Unterstützung des Iran auch noch zu belohnen. Zum Diesel-Abkommen schreibt sie auf X: "Putin hat dem Iran den Standort unserer Kriegsschiffe mitgeteilt. Heute belohnte Trump ihn dafür, indem er Sanktionen aufhob und Russlands Kriegsmaschinerie mit amerikanischen Dollars antreibt."

Unterdessen weist der Journalist David Frum darauf hin, dass die USA auch verstärkt Diesel aus dem Nachbarland Kanada beziehen könnten. Ironisch fügt er hinzu: "Aber die Kanadier sind globale Superschurken, wer will schon Sprit von ihnen kaufen, wenn man stattdessen Putin bereichern kann?"

+++ 07:31 Russische Medien melden Abschuss von Drohnen bei Moskau +++

Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtet von zehn Drohnen, deren Angriff auf Moskau abgewehrt worden sei. "Zehn Drohnen, die auf Moskau zuflogen, wurden vom Luftverteidigungssystem des Verteidigungsministeriums zerstört", zitiert Tass den Moskauer Bürgermeister Sobjanin.

+++ 07:16 Russland tötet bei Luftangriff vier Menschen +++

Bei einem russischen Luftangriff auf ein fünfstöckiges Wohnhaus in der ukrainischen Stadt Saporischschja kommen mindestens vier Menschen ums Leben. Der Angriff erfolgte nach Angaben der regionalen Behörden mit gelenkten Fliegerbomben. Drei Personen erlitten leichte Verletzungen, eine weitere wurde ins Krankenhaus gebracht.

+++ 07:01 Offenbar erfolgreicher Drohnenangriff auf russisches Öl-Terminal +++

In der Nacht ist an einem Ölverladeterminal in der russischen Hafenstadt Rostow ein Großbrand ausgebrochen, meldet der "Kyiv Independent". Berichten zufolge sei ein Drohnenangriff die Ursache. Demnach kursieren auf mehreren Telegram-Kanälen Videos, die hohe Flammen und dichten Rauch zeigen.

Der Regionalgouverneur von Rostow schrieb nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass in der russischen Messenger-Plattform Max: "Seit gestern Abend wurden bereits mehr als 50 Drohnen abgewehrt. Rostow wurde von feindlichen Luftstreitkräften angegriffen. Es brach ein Feuer aus."

+++ 06:42 Chrupalla bestreitet, dass die AfD die Nato infragestellt +++

AfD-Parteichef Tino Chrupalla versichert, seine Partei stelle "die Nato nicht infrage, weder als Partei noch als Bundestagsfraktion". Das könne er zusichern, sagt Chrupalla der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Wer etwas anderes sage, vertrete in keiner Weise die Mehrheitsmeinung in der AfD, so Chrupalla, der gemeinsam mit Alice Weidel auch der Bundestagsfraktion vorsteht. Der Thüringer AfD-Landesvorsitzende Björn Höcke hatte in der Vergangenheit mehrfach die Nato-Mitgliedschaft Deutschlands infrage gestellt und auf Parteitagen entsprechende Anträge eingebracht.

Allerdings heißt es im Wahlprogramm der AfD zur Bundestagswahl 2025: "Bis zum Aufbau eines unabhängigen und handlungsfähigen europäischen Militärbündnisses" bleibe die Mitgliedschaft in der Nato und der OSZE "zentrale Elemente unserer Sicherheitsstrategie".

+++ 06:27 Grünen-Chefin Brantner fordert SPD zu Parteiausschluss Schröders auf +++

Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner drängt die SPD zu einem Parteiausschluss von Altkanzler Schröder. "Gerhard Schröder feiert mit Putin dessen Geburtstag, während in der Ukraine erneut Zivilistinnen und Zivilisten durch russische Angriffe sterben. Das ist politisch unerträglich", sagt Brantner dem "Tagesspiegel": "2022 ist ein Parteiausschluss noch gescheitert. Seitdem hat sich die Lage verschärft: Russland greift mit hybriden Angriffen inzwischen sogar uns in Deutschland an. Schröder hat daraus nichts gelernt. Ein neues Verfahren gehört auf den Tisch."

+++ 05:44 Kreml: Weder Putin noch Trump wollte zuerst auflegen +++

Nach Altkanzler Gerhard Schröder haben laut Kremlangaben auch US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Geburtstag gratuliert. Trump habe Putin während eines Telefonats Erfolg und Wohlbefinden gewünscht und auch nicht vergessen, Grüße von seiner Frau Melania zu übermitteln, sagt Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass. Putin habe Trump dafür gedankt. Das Telefonat - laut Kreml das sechste in diesem Jahr - lief der Darstellung nach positiv: Weder Putin noch Trump hätten als Erster auflegen wollen, berichtet Uschakow. Putin hatte am Mittwoch seinen 74. Geburtstag gefeiert und seinen wegen eines privaten Termins in Moskau weilenden Freund Gerhard Schröder zu der Feier eingeladen. 

+++ 04:48 Behörden: Mehr Menschen treten von Kriegsdienstverweigerung zurück +++

Im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine und der neuen Bedrohungen auch für Deutschland steigt die Zahl der Menschen, die ihre Anträge auf Kriegsdienstverweigerung zurücknehmen. Das teilt eine Sprecherin des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit. In den ersten acht Monaten dieses Jahres sind demnach insgesamt 570 Verzichtserklärungen bei der Kölner Behörde eingegangen - das wären hochgerechnet auf das Gesamtjahr 855 und damit deutlich mehr als die 781 zurückgenommenen Anträge des Vorjahres.  

+++ 03:40 Insider: Westen will Russland neuen Friedensplan vor Winter unterbreiten +++

Die USA, die Ukraine und europäische Partner wollen Russland einem Insider zufolge noch vor dem Winter einen gemeinsamen Vorschlag zur Beendigung des Krieges in der Ukraine vorlegen. Zu diesem Zweck hätten Unterhändler am Freitag in Miami sechs Stunden lang beraten, sagt eine mit den Gesprächen vertraute Person. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sowie Delegationen aus der Ukraine, Europa und der Nato hätten daran teilgenommen. Bei den Gesprächen sei es unter anderem um ein Nachkriegspaket mit Sicherheitsgarantien der USA und Europas für die Ukraine gegangen. Zudem seien ein Wirtschaftsplan für die Ukraine sowie ein Weg zu einem EU-Beitritt Kiews diskutiert worden. Auch über "einige Ideen" zu Gebietsfragen sei bei dem Treffen gesprochen worden, hieß es weiter, ohne dass Details genannt wurden.

+++ 02:39 US-Gesandter Witkoff: "Konstruktive Gespräche" mit Kiew und Europäern zum Ukraine-Krieg +++

Nach dem Eintreffen ukrainischer Unterhändler zu Beratungen über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs hat der US-Sondergesandte Steve Witkoff von "konstruktiven Gesprächen" gesprochen. Bei dem Austausch in Miami im Bundesstaat Florida sei es unter anderem um "kurzfristige Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Winter" in der Ukraine wie die Stärkung der Energieinfrastruktur und Getreideexporte gegangen, erklärt Witkoff im Onlinedienst X. Auch Sicherheitsgarantien und "langfristige Vorkehrungen für die Sicherheit der Ukraine und Europas" waren demnach Thema. Ob die Gespräche wie angekündigt am heutigen Samstag fortgesetzt werden, teilt Witkoff nicht mit.

+++ 01:36 Kreml: Ukraine für Stillstand bei Friedensgesprächen verantwortlich +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump der Ukraine die Schuld für den aktuellen Stillstand bei den trilateralen Friedensverhandlungen zugewiesen. Laut dem außenpolitischen Sprecher des russischen Präsidialamtes, Juri Uschakow, sagte Putin, Kiew habe die Gespräche durch Drohnenangriffe auf Moskau während der russischen Parlamentswahl im vergangenen Monat untergraben: "Mit dem massiven Drohnenangriff auf Moskau, andere Städte und Wahllokale am Hauptwahltag hat das Regime in Kiew die Möglichkeit einer sofortigen Wiederaufnahme des Verhandlungsprozesses faktisch zunichtegemacht." Man werde nun prüfen, wann die Dreiergespräche zwischen den USA, Russland und der Ukraine wieder aufgenommen werden könnten.

+++ 00:30 Großbritannien hält trotz US-Russland-Deals an Ukraine-Hilfe fest +++

Großbritannien hält auch nach der Ankündigung eines Diesel-Geschäfts zwischen den USA und Russland an seiner Unterstützung für die Ukraine und den Sanktionen gegen Moskau fest. "Die Haltung Großbritanniens könnte nicht klarer sein", erklärt ein Regierungssprecher am Freitag. "Wir werden weiterhin eng mit internationalen Partnern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Ukraine die militärische und finanzielle Unterstützung erhält, die sie zur Selbstverteidigung braucht. Wir werden zudem den Druck auf Russland durch das härteste Sanktionsregime aufrechterhalten, das Großbritannien je verhängt hat."

+++ 23:29 Nato-Gefechtsstand und andere Militäranlagen in NRW werden modernisiert +++

In Nordrhein-Westfalen fließt in den nächsten Jahren deutlich mehr Geld in den Neubau und die Modernisierung von Militäranlagen. Die Bauverwaltung des Landes plane von 2026 bis 2029 im Auftrag des Bundes Projekte für rund 1,6 Milliarden Euro - mehr als doppelt so viel wie in den vier Jahren zuvor, sagt NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk bei einem Besuch des Nato-Führungszentrums für die Sicherheit im Luftraum in Uedem. "Von hier aus wird der Luftraum über Europa überwacht - und sogar der Weltraum. Nordrhein-Westfalen trägt dazu bei, dass die notwendige Infrastruktur dafür bereitsteht", sagt der CDU-Minister. Zu den größten Vorhaben in Uedem gehört laut Ministerium der Neubau eines Gefechtsstands für Nato-Luftoperationen mit einem Gesamtbauvolumen von rund 92 Millionen Euro. An der Radarstation Marienbaum sind demnach ein Umbau und eine technische Ertüchtigung für rund 21 Millionen Euro geplant. Im Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW arbeiteten inzwischen 450 Menschen daran, die Projekte des Bundes voranzubringen, erklärt der Minister. Ein nicht unerheblicher Anteil betreffe auch Projekte der Nato. 

+++ 22:15 Selenskyj kritisiert Trumps Diesel-Deal als Kriegsinvestition +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisiert die von den USA angekündigten Diesel-Lieferungen aus Russland. Geschenke an den russischen Präsidenten Wladimir Putin würden den Krieg nicht beenden. Zugeständnisse beim Diesel werde Russland mit mehr Terrorismus "zurückzahlen". Es sei eine Investition in den Krieg, der Regierung in Moskau den Verkauf von Ölprodukten zu gestatten, so Selenskyj. Der Krieg müsse aber beendet und nicht fortgesetzt werden. Wegen Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hatten die USA Sanktionen gegen russische Energieunternehmen verhängt. Nun erlaubt das US-Finanzministerium jedoch den Import von russischem Diesel bis zum 7. April. Die Dieselpreise sind seit Beginn des Krieges der USA und Israels mit dem Iran in diesem Jahr um 70 Prozent gestiegen. 

+++ 21:58 Putins Wirtschaftsbeauftragter: Energie-Kooperation mit USA wird fortgesetzt +++

Auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump über russische Diesellieferungen folgt eine erste Reaktion aus Russland. Die Zusammenarbeit zwischen der Russischen Föderation und den USA in den Bereichen Energie und Wirtschaft werde fortgesetzt und der Welt zugutekommen, erklärt der Wirtschaftsbeauftragte des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, laut dem Telegramkanal des Staatsmediums Tass.

+++ 21:22 Sharma: "Ressourcen der Ukraine sind strapaziert" +++

Putins Angriffe kommen immer öfter und härter. Ein Ukraine-Team ist derzeit in den USA, um bei Präsident Trump für mehr Unterstützung zu werben. Im Fokus steht vor allem das Thema Flugabwehr. ntv-Korrespondentin Kavita Sharma berichtet aus Kiew, was von den Verhandlungen erwartet wird.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.