Politik

Französischer Unfall in Mali 13 Soldaten sterben bei Helikopter-Kollision

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Bei einem der abgestürzten Helikopter soll es sich um so einen Kampfhubschrauber des Typs "Tiger" handeln.

(Foto: REUTERS)

Mit etwa 4500 Soldaten beteiligt sich Frankreich an einer Militäroperation, die sich auch über Mali erstreckt. Nun kommt es bei einem Kampfeinsatz in der Luft zu einem tragischen Unfall, der mehrere Menschen das Leben kostet.

Bei einem Unfall von zwei Militärhubschraubern in Mali sind 13 französische Soldaten ums Leben gekommen. In einer Erklärung des Elysée-Palasts in Paris war von einem "Unfall der beiden Helikopter bei einem Kampfeinsatz gegen Dschihadisten" die Rede. Die beiden Kampfhubschrauber seien am Montagabend kollidiert, hieß es dazu aus Militärkreisen. Präsident Emmanuel Macron sprach den Angehörigen der Soldaten sein Beileid aus und würdigte ihren Mut.

Laut der Nachrichtenagentur AFP ist bei dem Unfall ein Kampfhubschrauber des Typs "Tiger" mit einem Transporthubschrauber des Typs "Cougar" zusammengestoßen. Demnach sind seit Beginn der französischen Intervention in Mali im Jahr 2013 nun insgesamt 38 französische Soldaten in dem westafrikanischen Staat getötet worden.

Frankreich hat im Rahmen der Mission "Barkhane" rund 4500 Soldaten in der Sahelzone stationiert. Die Militäroperation erstreckt sich über die Staaten Mali, Niger, Burkina Faso, Mauretanien und Tschad, die die Ländergruppe "G5 Sahel" bilden. Die Sahelzone erstreckt sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer. In Mali ist auch die Bundeswehr im Einsatz. Sie beteiligt sich dort mit rund 1100 Soldatinnen und Soldaten an der UN-Stabilisierungsmission Minusma und der EU-Ausbildungsmission EUTM.

Macron versicherte laut der Erklärung, der "harte Kampf gegen den Terrorismus" in der Region werde fortgesetzt. Vor allem in Mali und den angrenzenden Ländern Burkina Faso und Niger kommt es immer wieder zu islamistischen Angriffen und Anschlägen. Zuletzt war Anfang November ein französischer Soldat durch einen Sprengsatz getötet worden. Der Mann war mit einem gepanzerten Fahrzeug unterwegs gewesen, als die Sprengfalle explodierte.

Quelle: ntv.de, cri/AFP/dpa