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Opferzahl könnte steigen 13 Zivilisten in Afrin getötet

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Panzer der türkischen Armee in Afrin. Die Beobachtungsstelle geht von einer Bodenoffensive aus.

(Foto: picture alliance / -/XinHua/dpa)

Berichten zufolge sterben im nordsyrischen Afrin 13 Zivilisten bei türkischen Luftangriffen - und die Opferzahl könnte sich noch erhöhen. Eine Beobachtungsstelle vor Ort geht von einer geplanten Bodenoffensive aus.

Bei türkischen Luftangriffen sind in der nordsyrischen Region Afrin 13 Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern des Bombardements der Ortschaft Dschandairis seien auch zwei Kinder, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte nach Angaben von Aktivisten. Die Opferzahl könne sich noch erhöhen, da zahlreiche Menschen schwer verletzt seien und weitere Einwohner vermisst würden. Demnach bereitet die Armee eine Bodenoffensive vor.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle stehen die türkische Armee und verbündete syrische Rebellen bereits am Rand von Dschandairis. Die oppositionsnahe Organisation bezieht ihre Informationen von Ärzten und Aktivisten vor Ort - für Medien sind sie kaum zu überprüfen. Die Türkei versichert, alles zum Schutz der Zivilbevölkerung zu unternehmen, und bezeichnet Berichte über zivile Opfer als Propaganda.

Die Türkei geht seit Januar in Afrin gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG vor, die sie wegen ihrer engen Verbindungen zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans PKK als Bedrohung empfindet. Die Offensive kommt aber wegen des erbitterten Widerstands der YPG nur langsam voran. Laut der Beobachtungsstelle wurden bisher 165 Zivilisten bei dem Militäreinsatz in Afrin getötet.

Quelle: n-tv.de, lri/AFP

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