Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 15:21 Informanten: Tödliche russische Rakete kam wohl aus nordkoreanischer Herstellung +++
Bei dem nächtlichen russischen Angriff in der Nähe der ukrainischen Stadt Krywyj Rih wurde zwei Insidern zufolge wahrscheinlich eine nordkoreanische Rakete eingesetzt. Das wäre das erste Mal seit fast einem Jahr, dass eine solche Waffe in diesem Krieg abgefeuert wurde. Bei dem Angriff ist eine Familie ums Leben gekommen. Russland habe zwar bereits zuvor nordkoreanische Raketen auf ukrainische Ziele abgefeuert, so einer der Informanten. Ihr Einsatz deute darauf hin, dass Moskau über neue Waffenvorräte verfügt.
+++ 14:43 EU verschärft Aufenthaltsregeln für wehrfähige Ukrainer +++
Die EU erschwert ukrainischen Männern die Flucht vor dem Krieg gegen Russland. Wehrfähige Ukrainer profitieren in Deutschland und anderen Mitgliedsländern künftig nicht mehr von vereinfachten Aufnahmeregeln, sagt ein Sprecher nach einem entsprechenden Beschluss des Rates der Mitgliedstaaten. Bisher haben fast 4,4 Millionen Menschen aus der Ukraine haben in der Europäischen Union Schutz gefunden. Die neue Verordnung soll in Kürze im EU-Amtsblatt veröffentlicht werden und einen Tag später in Kraft treten.
+++ 14:35 Von der Leyen verurteilt Raketeneinschlag in Polen, bestätigt neue Kampfjets für Ukraine +++
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verurteilt den Einschlag einer mutmaßlich russischen Rakete in Polen während neuer Luftangriffe auf die Ukraine als inakzeptable Verletzung des EU-Luftraums. Kurz zuvor kündigt sie an, eine weitere Tranche des Rüstungskredits an Kiew ausgezahlt zu haben - 3,47 Milliarden von insgesamt 90 Milliarden Euro. Damit würden Drohnen, Raketen und schwedische Gripen-Kampfflugzeuge finanziert.
+++ 13:55 Macron verurteilt russischen Angriff auf Ukraine +++
Der französische Präsident Emmanuel Macron verurteilt die massiven Angriffe Russlands auf die Ukraine und die Verletzung des polnischen Luftraums auf das Schärfste. "Unsere Unterstützung für die Ukraine und unsere Verbündeten ist unerschütterlich", erklärt er auf X.
+++ 13:27 Ukraine greift russisches Getreideterminal in Taman an +++
Die Ukraine hat einem Insider zufolge ein Getreideterminal im südrussischen Hafen Taman angegriffen. Es sei "erheblicher Schaden" an der Einrichtung entstanden, sagt ein Insider der Agrar-Branche. Der Hafen Taman liegt in der südrussischen Oblast Krasnodar und ist ein wichtiger Umschlagplatz für Getreide, aber auch Kohle, Erdöl und Flüssiggas. Er befindet sich an der Straße von Kertsch, die das Schwarze mit dem Asowschen Meer verbindet. Das Getreideterminal wird von Demetra, einem der größten Agrarunternehmen Russlands, betrieben und hat eine Kapazität von fünf Millionen Tonnen.
+++ 13:04 Ukraine: Haben vier russische Tanker angegriffen +++
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben vier russische Tanker im Schwarzen und im Asowschen Meer angegriffen. Die Tanker seien getroffen worden, teilt der Kommandeur der Drohnen-Einheiten, Robert Browdi, auf Telegram mit. In den vergangenen drei Wochen seien insgesamt 205 Tanker getroffen worden – 130 im Asowschen und 75 im Schwarzen Meer.
+++ 12:33 Fedorow zeigt sich weiter bereit für Verteidigungsministerium +++
Der vor knapp zwei Wochen entlassene ukrainische Ex-Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow bekräftigt seine Bereitschaft zur Rückkehr ins Amt. "Zu 100 Prozent", sagt er dem Portal "Ukrajinska Prawda". Einen "dekorativen Posten" werde er jedoch nicht übernehmen. Den Grund für seine Entlassung kenne er nach eigenen Angaben nicht. Zugleich erhebt Fedorow Vorwürfe gegen Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums. Diese handelten teilweise im Interesse von Rüstungsunternehmen und nähmen Einfluss auf Personalentscheidungen. Belege für seine Vorwürfe nennt er nicht.
+++ 12:01 In Polen niedergegangene Rakete kam wohl aus Russland +++
Bei dem im Osten Polens niedergegangenen Flugobjekt handelt es sich dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk zufolge offenbar um eine russische Rakete. "Alles deutet darauf hin, dass es sich um eine russische ballistische Rakete vom Typ Kh-101 handelte", sagt Tusk. "Aber wir wollen hundertprozentig sicher sein, um welchen Raketentyp es sich handelt und wer sie abgefeuert hat."
+++ 11:32 Russland: Haben 258 ukrainische Drohnen abgefangen +++
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht 258 ukrainische Drohnen abgefangen. Diese Zahl umfasst auch die Gebiete in der Ukraine, die unter Kontrolle der russischen Truppen stehen. Wie viele Drohnen die Ukraine abgefeuert hat und wie viele womöglich ihre Ziele getroffen haben, teilt Russland nicht mit.
+++ 10:44 Neuer deutscher Botschafter zieht direkt Kreml-Wut auf sich +++
Clemens von Goetze ist der neue deutsche Botschafter in Moskau. Als er sich mit einem Video auf Instagram vorstellt, zieht er direkt den Unmut des Kreml auf sich. Eine unliebsame Formulierung stößt in Russland bitter auf. ntv-Russlandkorrespondent Rainer Munz ordnet die diplomatische Verwerfung ein.
+++ 10:12 Krater und Trümmerteile in Polen gefunden +++
Die polnische Polizei entdeckt nach den russischen Angriffen auf die Ukraine in einem Feld nahe dem Dorf Tarnawa-Kolonia einen rund zehn Meter breiten Krater und Trümmerteile eines unbekannten Objekts. Das Militär hatte das Flugobjekt zuvor im polnischen Luftraum auf dem Radar erfasst, jedoch kurz darauf aus den Augen verloren. Der Fundort liegt in unbewohntem Gebiet, etwa zwei Kilometer von den nächsten Gebäuden entfernt.
+++ 09:36 Wildberries meldet weiteren Brand in Logistikzentrum in Sarapul +++
Der russische Online-Händler Wildberries teilt mit, in seinem Logistikzentrum in Sarapul in der russischen Oblast Udmurtien sei nach einem Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen. Die Beschäftigten seien zuvor in Sicherheit gebracht worden. Es gebe bislang keine Berichte über mögliche Opfer. Die Lieferungen würden über andere Einrichtungen umgeleitet. Udmurtien liegt weit im russischen Hinterland.
+++ 09:00 Russische Behörden: Firma in Krasnodar brennt nach Angriff +++
In der südrussischen Oblast Krasnodar ist nach Angaben der dortigen Behörden ein Unternehmen nach einem Drohnenangriff in Brand geraten. Trümmerteile einer ukrainischen Drohne seien auf den Betrieb im Dorf Wolna herabgestürzt. Um welches Unternehmen es sich handelt, lassen die Behörden offen.
+++ 08:29 Selenskyj: Russland hat mit 70 Raketen und 280 Drohnen angegriffen +++
Die russischen Streitkräfte haben die Ukraine mit mehr als 70 Raketen beschossen. Zudem hätten sie mit mehr als 280 Drohnen angegriffen, teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram mit. Sein Land leide weiterhin unter gravierenden Mängeln in seiner Luftverteidigung, erklärt Selenskyj und bittet die internationalen Partner um Hilfe.
+++ 08:01 Polen meldet Flugobjekt in Luftraum +++
Im polnischen Luftraum wird nach Armeeangaben in der Nacht ein unbekanntes Objekt entdeckt, das Richtung Westen geflogen ist. Später sei die mutmaßliche Absturzstelle des Objekts in der Nähe des Dorfes Tarnawa-Kolonia in der Woiwodschaft Lublin gefunden worden, teilt das operative Kommando der polnischen Streitkräfte auf X mit. Zuvor hatte Polen wegen massiver russischer Angriffe auf die Ukraine Kampfflugzeuge aufsteigen lassen.
+++ 07:28 Erneuter Angriff auf russischen Online-Händler Wildberries +++
In Russland wird bei einem ukrainischen Angriff erneut ein Lager des Online-Händlers Wildberries getroffen. Das Lager in der westrussischen Stadt Pensa sei nach dem Drohnenangriff in Brand geraten, teilt Oleg Melnitschenko, der Gouverneur der gleichnamigen Region, auf Telegram mit. Ein Mensch sei verletzt worden, rund 200 Menschen seien aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht worden.
+++ 06:51 Russische Angriffe treffen Wohnhäuser – mindestens acht Tote +++
In der ukrainischen Stadt Krywyj Rih wird nach einem Bericht des "Kyiv Independent" das Wohnhaus einer Großfamilie von einer Rakete getroffen. Allein dort gebe es sechs Tote, darunter zwei Kinder im Alter von 5 und 12 Jahren, sowie acht Verletzte. Aus dem Gebiet Poltawa wird ein weiteres Todesopfer gemeldet, ebenso aus Kiew. In Lwiw gebe es 15 Verletzte, heißt es unter Verweis auf Behördenangaben. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. In zwei großen Wohnblöcken in Lwiw nahe der polnischen Grenze seien nach Raketentreffern Brände ausgebrochen, heißt es in den Berichten.
+++ 06:04 Ukraine meldet einen Toten bei russischem Raketenangriff auf Kiew +++
Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew wird laut offiziellen Angaben mindestens ein Mensch getötet. In der Stadt sind mehrere Explosionen zu hören, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Das benachbarte Polen lässt als Reaktion Kampfjets aufsteigen, um seinen Luftraum zu sichern.
+++ 04:15 Bericht: Russland trifft Wohnhaus in Krywyj Rih - viele Menschen unter Trümmern +++
Lokale ukrainische Medien berichten, dass Russland bei seinem großangelegten Angriff mit ballistischen Raketen und Drohnen ein Wohngebiet in Krywyj Rih getroffen hat, der Geburtsstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Demnach sollen viele Menschen, darunter Kinder, unter den Trümmern des Hauses verschüttet worden sein. Bisher liegen keine weiteren Informationen zu dem Angriff vor.
+++ 02:39 Russland startet großangelegten Raketenangriff auf gesamte Ukraine +++
Russland greift erneut die Ukraine an. In den frühen Morgenstunden wurden mehrere Explosionen aus Kiew gemeldet. Die ukrainische Luftwaffe warnt, dass zudem ballistische Raketen auf Dnipro und Krywyj Rih zusteuern. Das Gebiet Dnipro wurde ebenfalls ins Visier genommen. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte nur Stunden zuvor gewarnt, dass Russland einen weiteren großangelegten Angriff auf die Ukraine vorbereitet.
+++ 23:09 Ukrainische Regierung ernennt stellvertretende Verteidigungsminister +++
Das Ministerkabinett der Ukraine - die ukrainische Regierung - hat Liubov Halan zur stellvertretenden Verteidigungsministerin und Serhii Boiev zum stellvertretenden Verteidigungsminister für europäische Integration ernannt. Der amtierende Verteidigungsminister Jewhen Khmara sagte, zu den Aufgaben von Boiev gehöre die Zusammenarbeit mit der EU, der NATO und anderen Partnern. Der neue Minister sei für die Sicherung internationaler Hilfe und Finanzmittel, die Organisation von Waffenlieferungen sowie die Entwicklung gemeinsamer Projekte und der ukrainischen Verteidigungsindustrie. Halan soll demzufolge die Entwicklung und Bindung von Personal innerhalb der ukrainischen Streitkräfte leiten. Dazu gehört unter anderem die Rekrutierung von Militärangehörigen.
+++ 22:17 Selenskyj stimmt Ukrainer auf "massiven" Luftalarm ein +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt vor einem drohenden Luftangriff. "Die Russen haben vor einigen Tagen einen massiven Angriff vorbereitet - und es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Angriff heute Nacht ausgeführt wird", so Selenskyj am Abend. Die Bevölkerung im ganzen Land solle auf einen möglichen Luftalarm achten.
+++ 21:27 "Notsituation": Ukrainischer F-16-Kampfjet stürzt ab +++
Die ukrainischen Luftstreitkräfte melden bei Telegram den Absturz eines F-16-Kampfjets. Beim "Abfangen feindlicher Luftziele" sei es "zu einer Notsituation" gekommen. Der Pilot habe sich per Schleudersitz gerettet. Er sei zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht worden. Am Absturzort habe es weder zivile Opfer noch Sachschäden gegeben. Die genaue Absturzursache werde derzeit ermittelt.
+++ 20:31 Selenskyj berät mit Tusk über Raketenabwehr +++
Wolodymyr Selenskyj ist in der polnischen Stadt Lublin mit Premierminister Donald Tusk zusammengetroffen. Die Abwehr ballistischer Raketen habe bei den Beratungen oberste Priorität, so Selenskyj bei X. Neben dem historischen Dialog beider Staaten stand auch die Sicherheit ukrainischer Kriegsflüchtlinge in Polen auf der Agenda.
+++ 20:31 "Kriegsgrund": Russische Medien spekulieren über iranische Soldaten in Ukraine +++
Laut russischen Medienberichten erwäge die iranische Führung angeblich, ähnlich wie Nordkorea, Soldaten in die Ukraine zu schicken. Auslöser seien die ukrainischen Angriffe auf russische und iranische Handelsschiffe im Kaspischen Meer. Angesichts dieser Vorfälle droht Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in Richtung Kiew: Solche Aktionen hätten bereits in früheren Zeiten einen "Kriegsgrund" dargestellt.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.