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Ansturm auf spanische Exklave 155 Migranten überwinden EU-Grenzzaun

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Über 150 Migranten schafften es über die schwer bewachte EU-Außengrenze in Nordafrika und wurden von der spanischen Polizei bewacht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der letzte große Ansturm auf die spanische Exklave Ceuta ist rund ein Jahr her - nun haben erneut 250 Menschen versucht, die EU-Außengrenze in Nordafrika zu überwinden. Doch nicht alles schaffen es, auf europäischen Boden zu gelangen.

Bei einem neuen Massenansturm afrikanischer Migranten sind mindestens 155 Menschen von Marokko aus in die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta gelangt. Insgesamt hätten 250 Menschen versucht, über den sechs Meter hohen doppelten Grenzzaun auf spanisches Territorium zu gelangen, was etwa 100 von ihnen aber nicht gelungen sei, sagte ein Sprecher der Regierungsvertretung in Ceuta.

Zwölf Beamte der Polizeieinheit Guardia Civil seien leicht verletzt worden, als sie versuchten, die Migranten abzuwehren. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben des Portals "El Faro de Ceuta" am Morgen im Norden der Exklave nahe der Siedlung Benzú. Die Website berichtet darüber hinaus, dass einige der Migranten Wörter wie "Spanien!" und "Freund!" gerufen haben sollen, während andere die Beamten gebeten haben sollen, sie die Grenze passieren zu lassen.

Immer wieder versuchen in Marokko ausharrende Migranten, den acht Kilometer langen Zaun zu überwinden. Den größten Ansturm der letzten Zeit gab es im Juli 2018, als mehr als 600 Migranten nach Ceuta kamen.

Spanien verfügt in Nordafrika über zwei Exklaven, die beide von Marokko beansprucht werden: Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla. In der Nähe der beiden Gebiete warten Zehntausende Afrikaner auf eine Gelegenheit, in die EU zu gelangen.

Quelle: n-tv.de, dpa/tro

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