Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 18:39 Eurofighter verlegt: Bundeswehr unterstützt Lettland bei Luftraum-Absicherung während Wahl +++

16.09.2026, 00:01 Uhr

Die Bundeswehr wird während der Parlamentswahl in Lettland Anfang Oktober bei der Absicherung des Luftraums des baltischen Staates helfen. Die Regierung in Riga habe "vor dem Hintergrund wiederholter Luftraumverletzungen mit UAV/Drohnen über den baltischen Ländern in den letzten Wochen und Monaten ihre Bündnispartner um Unterstützung beim Luftraumschutz für eine sichere Durchführung der Parlamentswahlen gebeten", teilt das Bundesverteidigungsministerium mit. Die Wahl findet am 3. Oktober statt. "Deutschland steht verlässlich an der Seite seiner an der Ostflanke besonders exponierten Verbündeten und entsendet hierfür von Ende September bis Anfang Oktober ein Kleinkontingent mit Eurofighter-Kampfflugzeugen", so das Ministerium. Die Luftwaffe verlege dafür vier Eurofighter-Kampfflugzeuge aus Neuburg an der Donau für etwa eine Woche auf den Militärflugplatz Lielvarde im Zentrum Lettlands.

+++ 17:55 Putin ruft zu Wahl auf: Abstimmung als Test für Rückhalt im Ukraine-Krieg +++

Der russische Präsident Wladimir Putin ruft die Bevölkerung zur Teilnahme an der Wahl zur Staatsduma auf und bezeichnet diese als Gradmesser für die Unterstützung des Krieges in der Ukraine. Die dreitägige Abstimmung über die 450 Sitze der Parlamentskammer beginnt am kommenden Freitag. In einer Fernsehansprache erklärt Putin, die Stimmabgabe zeige, dass Millionen von Menschen hinter den Soldaten stünden und sich das Land nicht spalten oder einschüchtern lasse. Es ist die erste Parlamentswahl seit dem Beginn der russischen Invasion der Ukraine im Februar 2022.

+++ 17:27 Russische Drohne trifft Zug mit 170 Passagieren in der Südukraine +++

Großer Schreck für die Menschen an Bord eines Zugs in der Südukraine: Auf dem Weg nach Mykolajiw im Süden der Ukraine wird der Zug plötzlich von einer Drohne getroffen. Alle 170 Passagiere bleiben unverletzt, die Lokomotive ist jedoch schwer beschädigt. Russland setzt offenbar verstärkt auf Angriffe auf zivile Infrastruktur. Neben Zügen gerät auch ein Bus ins Visier.

+++ 16:48 Für Deutsche gearbeitet? Russland verurteilt Wissenschaftler zu sieben Jahren Straflager +++

In einem umstrittenen Prozess wegen angeblichen Landesverrats hat ein russisches Gericht den Wissenschaftler Nikolai Sjusew zu sieben Jahren Haft im Straflager verurteilt. Der Soziologe mit kanadischer und russischer Staatsbürgerschaft sei wegen Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen im Ausland vom Obersten Gericht der Republik Komi in Syktywkar verurteilt worden, teilt der Inlandsgeheimdienst FSB mit. Menschenrechtler haben den 70-Jährigen, der sich für die Rechte ethnischer Minderheiten in Russland einsetzt, als politischen Gefangenen und damit als Opfer von Justizwillkür eingestuft. Der FSB nannte mehrere internationale Organisationen, darunter auch deutsche, die in Russland für unerwünscht erklärt worden sind. Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur konnten die vom FSB namentlich genannten deutschen Organisationen zunächst nicht bestätigen, dass der Soziologe auch für sie tätig gewesen sei. Laut FSB soll Sjusew gegen die Sicherheit und territoriale Unversehrtheit der Russischen Föderation gearbeitet haben. Der Professor war 2008 nach Kanada ausgewandert und wurde 2025 bei einem Besuch in seiner Heimat festgenommen.

+++ 16:09 Russischer Regierungsflieger in Köln gelandet +++

Ein russischer Regierungsflieger ist am Flughafen Köln/Bonn gelandet - eigentlich ist der EU-Luftraum für russische Flugzeuge gesperrt seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Der Flug der Iljuschin von Moskau aus dürfte mit den diplomatischen Spannungen zwischen Berlin und Moskau zusammenhängen: Sie dürfte vermutlich Mitarbeitende des russischen Generalkonsulats in Bonn ausgeflogen haben. Die Bundesregierung hatte dessen Schließung bis zum 18. September angeordnet nach dem versuchten Sprengstoffanschlag mit einer Drohne am Flughafen Leipzig/Halle Anfang August.

+++ 15:24 Polen: Aus der Ostsee gefischte Drohne trug Sprengsatz und Zünder +++

Eine russische Drohne, die Polens Armee unweit der Ostseeküste geborgen hat, war mit Sprengstoff bestückt. "Sie enthielt einen Splittersprengkopf samt Zünder", sagte ein Sprecher der ermittelnden Staatsanwaltschaft in Posen (Poznan) der Nachrichtenagentur PAP. Spezialkräften der Armee sei es gelungen, den Sprengkopf von dem Fluggerät zu trennen und noch am Strand zu entschärfen. Die Drohne soll nun auf einem Militärgelände weiter untersucht werden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich um ein unbemanntes Fluggerät des in Russland produzierten Typs Gerbera-2. Die Kampfdrohne war am Montag in der Nähe des Badeortes Rusinowo in Westpommern gefunden worden. Polen prüft jetzt auch einen Zusammenhang mit einem Drohnenvorfall im benachbarten Litauen. 

+++ 14:45 Ukrainisches Militär attackiert russischen Flugplatz auf der Krim +++

Ukrainische Streitkräfte haben in der Nacht ein russisches Su-24-Kampfflugzeug auf dem Flugplatz Saky auf der vorübergehend besetzten Krim angegriffen, teilt der Generalstab des Landes auf Telegram mit. Der Erklärung zufolge haben ukrainische Einheiten bei dem Angriff "eine Reihe wichtiger militärischer Ziele des russischen Aggressors" getroffen. Die Su-24 ist ein in der Sowjetunion entwickeltes taktisches Überschall-Kampfflugzeug, das für Allwetter-Angriffseinsätze in geringer Höhe konzipiert wurde und an seinen variablen Schwenkflügeln sowie dem nebeneinander angeordneten Cockpit zu erkennen ist.

+++ 14:25 Belarus lässt 25 politische Gefangene frei - für Lockerung von US-Sanktionen +++

Belarus will im Gegenzug zur Lockerung von US-Sanktionen 25 politische Gefangene freilassen. "Als Zeichen des guten Willens wird Belarus 25 Menschen freilassen", erklärte der US-Gesandte John Coale in Minsk. Washington werde zugleich die Sanktionen gegen zwei belarussische Unternehmen aufheben. Coale kündigte in einem von Belarus verbreiteten Video aus dem Präsidentenpalast in Minsk weitere derartige Schritte an: "Sobald alle Einzelheiten geklärt und von beiden Seiten gebilligt sind, werden weitere Personen freigelassen und weitere Sanktionen aufgehoben." Bei den beiden Unternehmen, die nun von der US-Sanktionsliste gestrichen werden sollen, handelt es sich nach Angaben aus Minsk um einen Lack- und Farbenhersteller sowie einen Holz- und Möbelproduzenten. Der Westen hatte 2020 nach der Niederschlagung der Protestbewegung gegen den seit 1994 regierenden Präsidenten Alexander Lukaschenko Sanktionen gegen Belarus verhängt. Weitere Sanktionen folgten nach Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine im Jahr 2022 - Lukaschenko ist ein enger Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

+++ 14:00 Bilanz: Ukrainische Drohnen treffen immer mehr russische Soldaten +++

Die ukrainischen Drohnen-Streitkräfte melden für die erste Septemberhälfte mehr als 6000 bestätigte Angriffe auf russische Soldaten. Damit sei die im gleichen Zeitraum im August verzeichnete Zahl deutlich übertroffen worden, teilt Kommandeur Major Robert "Madyar" Browdi mit. Seinen Angaben zufolge seien in den ersten 15 Tagen des Septembers 6280 russische Soldaten getötet oder verwundet worden - gegenüber 4998 Soldaten im entsprechenden Zeitraum im August. Sollte sich das derzeitige Tempo der russischen Truppenverlegungen fortsetzen und sollten die Wetterbedingungen für Drohneneinsätze weiterhin günstig bleiben, könnte die Zahl getroffener russischer Soldaten laut Browdi bis Ende September auf rund 12.500 steigen – im August hatte sie bei gut 11.000 gelegen. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs verzeichneten die russischen Streitkräfte zwischen Anfang 2026 und dem 15. September 301.030 Tote oder Verwundete.  

+++ 13:27 Ukrainische Partisanen machen russisches Elektronikwerk unbrauchbar +++

Die ukrainische Partisanengruppe Atesh erklärt, sie habe die Stromversorgung des Elektronikwerks VZPP-Sborka im russischen Woronesch lahmgelegt. Das Werk habe als Zulieferer Bauteile für russische Raketen und Flugabwehrsysteme hergestellt, heißt es in einer Erklärung. Atesh schreibt, dass es mehrere Wochen dauerte, bis die volle Stromversorgung des Werks wiederhergestellt war. Das habe zu Lieferengpässen bei Schlüsselkomponenten geführt und die Produktion von Raketen und Luftabwehrsystemen verzögert. Die Sabotageaktion erfolgt im Rahmen umfassenderer ukrainischer Bemühungen, die russischen Luftabwehrkapazitäten und die sie stützende Infrastruktur zu stören. In zwei kurzen Videoschnipseln ist zu sehen, wie ein Verteilerkasten in Brand gesteckt wird. Ob es sich dabei tatsächlich um das genannte Werk handelt, ist nicht ersichtlich. Auch der Zeitpunkt der Aktion ist unklar.  

+++ 12:52 Litauen zu abgeschossener Drohne: Wurde wohl abgelenkt +++

Bei der von Nato-Kampfjets über Litauen abgeschossenen Drohne soll es sich nach Regierungsangaben um einen fehlgeleiteten russischen Flugkörper gehandelt haben. "Nach derzeitigem Kenntnisstand war es eine Drohne vom Typ Gerbera", sagt Staatspräsident Gitanas Nauseda nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Vilnius. Sie sollte wahrscheinlich die Ukraine angreifen, sei aber durch ukrainische elektronische Kampfführung von ihrem Kurs abgelenkt worden und in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingedrungen. Es habe sich vermutlich nicht um einen gezielten Angriff auf Litauen gehandelt, so Nauseda. In Litauen wurde in der Nacht zu Dienstag ein unbemanntes Flugobjekt von italienischen Eurofightern über einem ländlichen Gebiet nahe dem Dorf Pratkunai vom Himmel geholt. Die Drohne war nach litauischen Angaben mit einem Sprengsatz bestückt und flog nach ersten Erkenntnissen wahrscheinlich vom Gebiet des benachbarten Belarus nach Litauen ein. Verletzte oder Schäden gab es nicht.  

+++ 12:21 Ukraine-Erfolg "widerlegt häufige russische Behauptung" +++

Aus der Ukraine heißt es, man habe bei Lyman im Donbass einen Erfolg gegen die russische Invasion erreicht. Das bestätigen sogar russische Blogger, wie ntv-Korrespondent Rainer Munz aus Moskau berichtet. Die Entwicklung widerlege so eine in Russland häufig wiederholte Behauptung.

+++ 11:47 Ukraine tötet russischen General, kurz nachdem er als "Held Russlands" ausgezeichnet wurde +++

Ein russischer Generalmajor ist laut ukrainischen und russischen Angaben bei einem ukrainischen Drohnenangriff ums Leben gekommen - wenige Wochen, nachdem er Russlands höchsten Ehrentitel erhalten hatte. Generalmajor Anton Grunis wurde am 12. September auf russisch besetztem Gebiet in der ukrainischen Region Donezk getötet, berichtet der Kommanduer der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi. Auch russische Medien und ein Telegram-Kanal, der mit Absolventen der russischen Suworow-Militärschulen in Verbindung steht, haben über den Tod von Grunis berichtet. Grunis befehligte die 4. Separate Motorisierte Schützenbrigade Russlands, die in der Umgebung von Kostiantyniwka kämpft. Er hatte gar die vollständige Besetzung der Stadt durch russische Soldaten gemeldet. Das ist bisher jedoch nicht der Fall. Ende August verlieh der russische Verteidigungsminister Andrei Beloussow Grunis die "Goldsterne-Medaille", die mit dem Titel "Held Russlands" einhergeht. Grunis hatte zudem an der Besetzung der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland im Jahr 2014 mitgewirkt.  

+++ 11:15 Russische Drohnen treffen erneut ukrainischen Zug - Evakuierung glückt +++

Nach ukrainischen Angaben griffen russische Streitkräfte einen Zivilzug an, der von Kiew nach Mykolajiw unterwegs war. "Der Feind greift weiterhin Personenzüge an. Dank einer frühzeitigen Warnung durch das Überwachungsteam von Ukrzaliznytsia konnten die Lokführer, das Zugpersonal sowie die Fahrgäste evakuiert werden", teilt das Unternehmen mit. Ukrzaliznytsia fügt hinzu, dass keine Verletzten gemeldet wurden. In Zusammenarbeit mit der regionalen Militärverwaltung von Mykolajiw werden Bustransfers für die Fahrgäste organisiert. Videos in sozialen Medien zeigen einen Zug, aus dessen Triebwagen dicken Rauchsäulen aufsteigen.  

+++ 10:39 Selenskyj erklärt in Interview Bereitschaft zu Neuwahl - und nennt Bedingungen +++

Die Verfassung der Ukraine, das Wahlrecht und die Sicherheitslage lassen es nicht zu, dass in der Ukraine während eines Krieges Wahlen abgehalten werden. Das ist bekannt. Im Interview mit CBS News erklärt Selenskyj jedoch: "Ich bin bereit, sie (die Wahlen - Anm. d. Red.) schon morgen abzuhalten, aber wenn der Krieg weitergeht, ist dies weder gemäß der Verfassung noch gemäß dem Wahlrecht möglich - und vor allem wegen der Sicherheitslage. Wie sollen die Menschen wählen, wenn Kinder nicht zur Schule gehen können? Wie können Wahlen stattfinden, wenn sich 9 Millionen Menschen im Ausland befinden? Normalerweise geben etwa eine halbe Million Menschen ihre Stimme aus dem Ausland ab. Und was machen wir mit den Menschen, die in den vorübergehend besetzten Gebieten leben? Werden sie wählen? Wie werden sie wählen, und wer wird den Wahlvorgang dort überwachen? Dort sind russische Soldaten", so der Präsident. "In Kriegszeiten hat der Frieden oberste Priorität. Politik steht nicht einmal an zweiter Stelle. Selbst für Politiker steht sie an zehnter Stelle. Und für die Menschen steht sie an hundertster Stelle. Die Menschen haben andere Prioritäten: Wie überleben sie, wie kommen sie über die Runden, wie bringen sie ihre Kinder zur Schule … Was soll man gegen all das tun?", fügt er hinzu.  

+++ 10:03 Eigener Artikel 4 -Von der Leyen will Alarmmechanismus nur für die EU +++

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will einen von der Nato unabhängigen Alarmmechanismus für Sicherheitskrisen unterhalb der Schwelle eines bewaffneten Angriffs schaffen. "Wir brauchen einen Mechanismus analog zum Artikel 4 des Nato-Vertrags", sagt die deutsche Spitzenpolitikerin in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union. Zudem kündigt von der Leyen ein Konzept für einen Europäischen Sicherheitsrat an.

+++ 09:42 Selenskyj berichtet von russischen Angriffsversuchen auf sein Flugzeug +++

Russland habe zweimal versucht, das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit Drohnen anzugreifen, während er sich in Moldawien aufhielt. Das erzählt Selenskyj in einem Interview mit CBS News. "Mein Präsidentenflugzeug befand sich in Moldawien, und deshalb haben sie Moldawien angegriffen. Als wir nach Hause zurückkehrten und erneut Chișinău überflogen, haben sie dasselbe getan", so der Präsident. Das Büro des ukrainischen Präsidenten erklärt laut Suspilne, dass sich das Flugzeug von Selenskyj nicht zur gleichen Zeit wie die russische Drohne in der Luft befunden habe. Als das Präsidentenflugzeug planmäßig von Moldawien nach Oslo abfliegen sollte, beobachtete die ukrainische Seite die Bewegungen russischer Drohnen und wartete, bis diese vom Radar verschwanden. Das Flugzeug von Selenskyj blieb während dieser Zeit am Boden. Der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre hatte zuvor behauptet, das Präsidentenflugzeug sei angeblich "nur knapp einem Zusammenstoß" mit der Drohne entgangen. Diese Darstellung wiesen die moldauischen Behörden jedoch zurück.  

+++ 09:09 Russische Drohne trifft Bus und tötet fünf Menschen +++

Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Bus in der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk sind nach Angaben der örtlichen Behörden fünf Menschen getötet worden. Mindestens sieben weitere Personen seien verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region mit. Zudem attackierte Russland in der Nacht die Energieinfrastruktur in der zentralukrainischen Region Poltawa, wie der dortige Gouverneur auf Telegram mitteilt. Eine russische Drohne habe auch eine Industrieanlage getroffen. 

+++ 08:31 US-Kongresskammer stimmt über Sanktionspaket gegen Russland ab +++

Das US-Repräsentantenhaus wird an diesem Mittwoch eine abschließende Abstimmung über einen Gesetzentwurf abhalten, der die Sanktionen gegen Russland erheblich verschärfen soll. Der republikanische Kongressabgeordnete Michael McCaul erklärt, er werde die Debatte über den Gesetzentwurf unmittelbar vor der entscheidenden Abstimmung im Plenum des Repräsentantenhauses persönlich leiten. Das Sanktionspaket wurde noch maßgeblich vom mittlerweile verstorbenen US-Senator Lindsey Graham auf den Weg gebracht. Der demokratische Mitverfasser der Initiative, Richard Blumenthal wendet sich derweil an die ukrainische Gemeinde in den USA und sagt, der Gesetzentwurf werde Wladimir Putins Kriegsmaschinerie "zerstören". Wir werden nicht ruhen, bis die Ukraine als freie Nation sicher ist", sagte Blumenthal. "Der einzige Weg, Tyrannen zu stoppen, besteht darin, sie zurückzudrängen und ihnen ins Gesicht zu schlagen", betont er. Damit sollen sowohl zahlreiche russische Amtsträger sanktioniert werden, als auch Banken. Zudem sind Investitionsverbote vorgesehen und Strafzöllen für Drittstaaten, die mit Russland Handel treiben. 

+++ 07:44 Drei der sechs größten russischen Raffinerien drosseln oder stoppen ihre Produktion +++

Drei der sechs größten Diesel produzierenden Raffinerien Russlands hat im September nach ukrainischen Drohnenangriffen die Produktion gedrosselt oder vollständig eingestellt, berichtet Reuters. Auf diese sechs Anlagen - die Raffinerie Kirishi im Gebiet Leningrad, NORSI in Nischni Nowgorod, Taneco in Tatarstan, die Raffinerie Omsk in Sibirien, die Raffinerie Perm im Gebiet Perm sowie die Raffinerie Wolgograd - entfällt die Hälfte der gesamten Dieselproduktion Russlands. Alle wurden Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. Kirishi hat den Betrieb vollständig eingestellt, während NORSI und die Raffinerie in Wolgograd nur noch mit etwa einem Viertel ihrer Kapazität arbeiten, wie Quellen gegenüber Reuters angeben. Im Gebiet Leningrad, wo die Raffinerie in Kirishi den Betrieb eingestellt hat, haben die regionalen Behörden Tankbeschränkungen an Tankstellen eingeführt. Gouverneur Alexander Drozdenko erklärte am Dienstag, die Maßnahmen seien "vorübergehend" und würden bis zum 1. Oktober in Kraft bleiben. "Die Lage bleibt schwierig", so Drozdenko. 

+++ 07:08 Kiew: Mehr als 1500 russischen Soldaten getötet oder verletzt +++

Wie der ukrainische Generalstab berichtet, werden binnen 24 Stunden 1530 russische Soldaten in der Ukraine verletzt oder getötet. Das geht aus dem täglichen Bericht hervor. Damit steigt ihre Gesamtzahl nach Angaben Kiews seit Beginn der russischen Vollinvasion im Februar 2022 auf 1,51 Millionen. Zudem habe die ukrainische Armee 27 weitere Artilleriesysteme und knapp 800 Drohnen zerstört, heißt es. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen, werden beim Militärgerät allerdings als zu hoch eingeschätzt. Die Schätzungen zu den russischen Opfern schwanken zwar, bewegen sich bei den Toten aber zwischen 250.000 und 500.000. Medien wie Mediazona und BBC Russia ist es gelungen, den Tod von mehr als 242.000 russischen Soldaten (Stand Ende August 2026) nur anhand öffentlich zugänglicher Daten zu belegen. Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich darüber liegen. Die Zahl der Verwundeten übersteigt in Kriegen in der Regel die der Toten zudem klar.  

+++ 06:35 EU baut litauischen Hafen zu Nato-Knotenpunkt um +++

Die Europäische Union plant, einen Hafen in Litauen zu einem strategischen NATO-Knotenpunkt zu machen. Dies berichtet TVP World unter Berufung auf eine Erklärung der Europäischen Investitionsbank (EIB). Die internationale Finanzinstitution teilt mit, dass das 201-Millionen-Euro-Projekt die Modernisierung eines Terminals im Hafen von Klaipėda umfasst, um NATO-Schiffe aufnehmen zu können. Das Projekt sieht außerdem den Ausbau der Infrastruktur vor, um Schiffe mit Landstrom, grünem Wasserstoff und Offshore-Windenergie zu versorgen. Der Veröffentlichung zufolge wird das Projekt dazu beitragen, die militärische Mobilität zu verbessern und gleichzeitig die Rolle der Region im Bereich der sauberen Energie zu stärken. Das Projekt soll bis Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein. 

+++ 06:01 Attentat in den USA geplant - USA klagen russischen Staatsbürger an +++

Das US-Justizministerium klagt mehrere russische Staatsangehörige, die angeblich Verbindungen zu russischen Geheimdiensten haben, wegen Terrorismusfinanzierung und der Planung von Auftragsmorden in verschiedenen Ländern an. Wie zunächst ABC News berichtet, informiert US-Generalstaatsanwalt Todd Blanche Reporter über den Fall. Er erklärt, Ermittler des Southern District of New York hätten den Fall aufgedeckt. Laut Blanche hatten die Beteiligten unter anderem die Ermordung eines russischen Dissidenten geplant, der sich im Raum Washington aufhielt. Zudem soll der russische Geheimdienst Terroranschläge in Litauen, Polen und Tschechien geplant haben. Wie der Leiter der Recherche-Plattform The Insider, Christo Grosew, auf X schreibt, soll es sich bei dem für das Attentat in den USA angeheuerten Mann um einen Venezolaner handeln. 

+++ 04:45 Nach Hunderten Treffern braucht Ukraine neue Lokomotiven +++

Die Ukraine bittet ihre Verbündeten nach russischen Angriffen auf die Bahninfrastruktur um Lokomotiven in osteuropäischer Breitspur. Seit Kriegsbeginn seien mehr als 500 Lokomotiven beschädigt oder zerstört worden, teilt Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X mit. Mehr als die Hälfte davon sei allein in diesem Jahr getroffen worden. Die Ukraine benötige dringend Lokomotiven der Spurweite von 1520 Millimetern. EU- und Nato-Staaten mit dieser Spurweite sind Finnland, Estland, Lettland und Litauen. Die meisten anderen Staaten der Welt verwenden die sogenannte Normalspur von 1435 Millimetern.

+++ 03:23 Milliardenloch im Haushalt: Selenskyj kündigt unpopuläre Maßnahmen an +++

Der ukrainische Präsident Selenskyj kündigt mehrere potenziell "unpopuläre" Gesetzentwürfe zum Stopfen des Milliardendefizits im Haushalt an. In seiner abendlichen Videoansprache spricht er von sieben nicht näher benannten Gesetzesvorhaben, die zur "Finanzierung des staatlichen Haushaltsdefizits nötig" seien. "Einige Sachen mögen schwierig sein, unerfreulich und unpopulär", sagt er. "Aber ohne diese Dinge ist es derzeit unmöglich, den gesamten Bedarf unserer Verteidigung und die Widerstandskraft der Ukraine zu gewährleisten." Das Defizit ergibt sich vor allem durch ein Minus von umgerechnet 23 Milliarden Euro im Verteidigungsbereich.

+++ 02:08 UN denken über unterirdische Bunker für Ukraine-Hilfsgüter nach +++

Die Vereinten Nationen (UN) erwägen wegen anhaltender russischer Luftangriffe, ihre Hilfsgüter in der Ukraine in unterirdische Bunker zu verlegen. In diesem Jahr hätten russische Angriffe zehn Lagerhäuser der Organisation getroffen und Hilfsgüter im Wert von Millionen Dollar zerstört, sagt der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe in der Ukraine, Matthias Schmale. Unter den getroffenen Einrichtungen befindet sich auch ein Hauptlager der Weltgesundheitsorganisation mit medizinischen Gütern. Die UN prüfen zudem den Kauf von gepanzerten Fahrzeugen und Drohnen-Abwehrsystemen. Die zusätzlichen Kosten sind im Hilfsbudget von 2,3 Milliarden Dollar für 2026 nicht vorgesehen.

+++ 01:15 Ukraine meldet erfolgreichen Test neuer Drohnenabwehr-Waffe +++

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Selenskyj erfolgreich eine neue, selbst entwickelte Waffe zur Abwehr von Drohnen getestet. Bei einem Einsatz in der Nacht sei ein Treffer erzielt und eine Drohne vom Typ "Shahed" zerstört worden, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Einige technische Details müssen jedoch noch verfeinert werden", erklärt er weiter. "Wir brauchen noch etwas mehr Zeit." Die Arbeit an weiteren Entwicklungen werde fortgesetzt. Selenskyj zufolge wurden in der Nacht 93 Prozent aller russischen Drohnen abgefangen. "Das ist beachtlich. Aber natürlich wird mehr gebraucht", sagte er. 

+++ 00:04 Litauen: Abgeschossene Drohne hatte Sprengsatz +++

Die Drohne, die Nato-Kampfjets vergangene Nacht über Litauen abgeschossen haben, war mit Sprengstoff bestückt. Das teilte Verteidigungsminister Robertas Kaunas mit. Die Sprengladung sei von Spezialkräften entschärft worden, schreibt Kaunas auf Facebook. Die Drohne werde weiterhin untersucht und analysiert. Italienische Eurofighter hatten die Drohne über einem ländlichen Gebiet nahe dem Dorf Pratkunai vom Himmel geholt. Verletzte oder Schäden gab es nicht. Zuvor hatten die Behörden hatten die Bevölkerung mehrerer Regionen des baltischen EU- und Nato-Landes über eine mögliche Bedrohung aus der Luft alarmiert.

+++ 23:28 Deutschlands geplanter Tomahawk-Kauf noch in Abklärung +++

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius zieht nach einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Pete Hegseth in Washington eine positive Bilanz. Die Gespräche seien gut verlaufen, sagt Pistorius vor Journalisten. Beim geplanten Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern durch Deutschland müssten jedoch noch Einzelheiten geklärt werden. Deutschland und die USA stimmten in der Bewertung der Sicherheitslage in Europa überein.

+++ 22:10 Drohnenfund in Niedersachsen führt zu Großeinsatz: Ermittler prüfen Hintergrund +++

Ein Drohnenfund beschäftigt das Landeskriminalamt in Niedersachsen. Die Teile einer vermutlich abgestürzten Drohne wurden auf unbewohntem Gelände östlich des Steinhuder Meeres in der Region Hannover gefunden. Das LKA erhielt davon nach eigenen Angaben am Montag Kenntnis. Zahlreiche Polizeikräfte waren an diesem Dienstag im Einsatz, um das weitläufige Gelände unter anderem nach weiteren Teilen des Fluggeräts abzusuchen, wie das LKA mitteilt. Es handele sich um einen sogenannten "gefahrenabwehrrechtlichen Vorgang". Die Behörde geht davon aus, dass keine Gefährdung für die Bevölkerung bestand. Die Untersuchungen zum Hintergrund dauern an. Östlich des Steinhuder Meeres liegt auch der Bundeswehr-Fliegerhorst Wunstorf, allerdings wurden die Drohnenteile nicht dort gefunden. Mehrere Medien berichten, dass der Fundort etwa 800 Meter von dem Fliegerhorst entfernt sei. Ob ein Zusammenhang besteht, ist unklar. 

+++ 21:36 Pistorius und Hegseth wollen Rüstungsindustrien enger verzahnen +++

Deutschland und die USA wollen ihre Zusammenarbeit bei Rüstungsprojekten deutlich ausbauen. Dazu unterzeichnen Verteidigungsminister Boris Pistorius und sein US-Amtskollege Pete Hegseth in Washington eine Absichtserklärung über verstärkte Kooperationen. "Deutschland und die Vereinigten Staaten sind sich einig, dass die aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen eine robuste und zum gegenseitigen Nutzen eng verzahnte Verteidigungsindustriebasis auf beiden Seiten des Atlantiks erfordern", teilt das deutsche Verteidigungsministerium mit. Die Absichtserklärung setze einen politischen Rahmen für künftige Projekte, so das Ministerium. Beide Länder verfügten über leistungsstarke Verteidigungsindustrien, die sich bei der Herstellung hochmoderner Waffensysteme, Komponenten und komplexer Munition künftig noch stärker ergänzen könnten und sollten, heißt es weiter. Der hohe Bedarf an Rüstungsgütern erfordere erhöhte Produktionskapazitäten, kurze Lieferzeiten und eine verlässliche Versorgung auf beiden Seiten des Atlantiks. 

+++ 21:24 Neuer Abfangjäger testet vielversprechend gegen russische Jetdrohnen +++

Die Ukraine arbeitet an weiteren Möglichkeiten zur Abwehr von Russlands schnellen Shahed-Drohnen mit Jetantrieb. Präsident Selenskyj berichtet von einem "erfolgreichen" Test einer weiteren Abfang-Drohne. In sozialen Medien erklärt er: "Eine Shahed wurde erfolgreich getroffen, aber einige Aspekte der Steuerung des Abfangjägers müssen noch verfeinert werden. Die Arbeit geht weiter – es wird noch etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen." Einem Bericht des "Kyiv Independent" zufolge erreichen die russischen Jetdrohnen Geschwindigkeiten von bis zu 600 Kilometern pro Stunde, wodurch sie schwerer abzufangen sind als frühere Shahed-Varianten.  

+++ 20:49 Bei Angriff auf Slowjansk sterben zwei Menschen +++

Bei einem russischen Angriff auf die ostukrainische Stadt Slowjansk sind ein Mann und eine Frau getötet worden. Eine weitere Frau sei verletzt worden, teilt der Chef der Militärverwaltung der Stadt, Wadym Ljach, bei Facebook mit. Es seien drei Wohnhäuser beschädigt worden. Den verwendeten Waffentyp nennt Ljach nicht. Slowjansk befindet sich im Gebiet Donezk und liegt etwa 15 Kilometer von der russisch-ukrainischen Frontlinie entfernt. 

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