Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 19:19 Ukraine nimmt Russlands Nachschub wieder stärker ins Visier +++

09.10.2026, 00:01 Uhr

Im Ukraine-Krieg halten die schweren Kämpfe an – zugleich meldet die Ukraine Rekorde bei Angriffen auf russische Luftabwehr und weitere Ziele tief hinter der Front. Welche Ziele dabei im Fokus stehen, zeigt ntv-Reporterin Lena Materna.

+++ 18:42 Moskau soll Lockerung von US-Sanktionen gefordert haben +++

Bei Gesprächen über einen möglichen Waffenstillstand für den Energiesektor im Ukraine-Krieg soll Russland mehrere Forderungen gestellt haben. Moskau habe eine Lockerung von US-Sanktionen gefordert, berichtet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf mehrere mit den Gesprächen vertraute ukrainische und US-amerikanische Offizielle. Auch ein Waffenstillstand im Schwarzen Meer soll dabei genannt worden sein. Moskau hatte eine begrenzte Waffenruhe jedoch erst letzten Monat erneut offiziell abgelehnt. Präsident Wladimir Putin habe immer gesagt, "dass Russland sich einsetzt für einen dauerhaften Frieden, nicht für eine Waffenruhe, die im Grunde nichts bringt", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Staatsmedien zufolge. 

+++ 18:03 Drohnenalarm stört Flugverkehr in Moskau +++

Erneut sorgt Drohnenalarm für Einschränkungen an russischen Flughäfen. Angesichts von Drohnenangriffen hätten alle vier Flughäfen im Großraum Moskau am Nachmittag vorübergehende Flugbeschränkungen verhängt, schreibt die "Moscow Times" und beruft sich auf die Luftfahrbehörde Rosawjatsija. Unter Verweis auf das Portal Flightradar24 heißt es zudem, es sei zu zahlreichen Verspätungen und teilweise auch zu Flugausfällen gekommen. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin schreibt bei Telegram, dass 15 Drohnen abgewehrt worden seien.

+++ 17:11 Vier Ukrainer unter Spionageverdacht in Wien festgenommen +++

In Wien sind in dieser Woche vier ukrainische Staatsbürger unter dem Verdacht der Spionage festgenommen worden. Das bestätigt das österreichische Innenministerium Zwei der Verdächtigen seien am Montag festgenommen worden, zwei weitere am Donnerstag, sagt Innenminister Gerhard Karner. "Drei dieser ukrainischen Staatsbürger sind nach wie vor in Haft. Eine Person wurde mittlerweile wieder auf freien Fuß gesetzt", erklärt der Minister. Die Festnahmen erfolgten dem Ministerium zufolge im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wien. Das Innenministerium lehnt weitere Details mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen ab.

+++ 16:53 Setzt Moskau wieder auf "General Armageddon"? +++

Wird der russische General Sergei Surowikin im Ukraine-Krieg wieder eine Rolle spielen? Der britische Militärexperte Hamish de Bretton-Gordon schreibt in einem Beitrag für den britischen "Telegraph", Moskau wolle ihn einsetzen, um Kiew und speziell die Brücken über den Dnipro ins Visier zu nehmen. Eine Quelle nennt der Ex-Militär und Kommentator jedoch nicht. Anfang der Woche zitierte die Zeitung "The Sun" den russischen Militärkommentator Viktor Baranez mit den Worten, "solche Generäle liegen nicht auf dem Sofa herum". In Moskau werde darüber nachgedacht, wie er eingebunden werden könne, heißt es weiter. Surowikin, der wegen seines martialischen Vorgehens im Syrien-Krieg den Spitznamen "General Armageddon" erworben hatte, war von Oktober 2022 bis Anfang 2023 Oberbefehlshaber der russischen Truppen in der Ukraine. In dieser Zeit befahl er den Abzug von Moskaus Einheiten aus der Stadt Cherson. Nach dem gescheiterten Aufstand der Söldnertruppe Wagner verschwand Surowikin aus der Öffentlichkeit. Er soll unter Hausarrest gestanden haben. Laut Medienberichten gab es geheimdienstliche Untersuchungen, ob er in die Meuterei verwickelt gewesen sein könnte. Später tauchte Surowikin unter anderem in Algerien wieder auf. Mehr dazu hier.

+++ 16:32 Mangott: "USA spielen schlechte Rolle als Vermittler" +++

US-Außenminister Rubio stellt im Ukraine-Krieg praktisch einen Stillstand bei den Kämpfen fest. Russland-Experte Gerhard Mangott pflichtet ihm bei, konstatiert aber auch: Die USA seien schlechte Vermittler. Das macht er an einer Reihe von Nachlässigkeiten fest.

+++ 16:07 Baltenstaaten fordern EU-Transitverbot für russisches Getreide +++

Estland, Lettland und Litauen fordern die EU in einem gemeinsamen Brief dazu auf, den Transit von russischem Getreide durch die Europäische Union zu verbieten. "Russland bombardiert ukrainische Häfen und verhindert, dass ukrainisches Getreide auf den Weltmarkt gelangt, will aber gleichzeitig vom Transport seines eigenen Getreides durch die Europäische Union profitieren. Unsere Infrastruktur darf Russland nicht dabei helfen, seinen Krieg zu finanzieren", heißt es in dem Brief an EU-Ratspräsident António Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Auch müsse die EU verhindern, dass aus besetzten Gebieten der Ukraine gestohlenes Getreide durch die EU exportiert werde. Estland hatte in der Vorwoche ein Transitverbot für russisches Getreide verhängt. Auch Lettland und Litauen versuchen, durch verschiedene Maßnahmen wie höhere Tarife und strengere Kontrollen die Getreidelieferungen zu unterbinden. 

+++ 15:34 Ukrainische Delegation trifft in Miami ein +++

Eine ukrainische Delegation trifft zu Verhandlungen mit Vertretern der USA über den russischen Angriffskrieg in Miami ein, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters sagt. Zudem sind demnach auch europäische Vertreter anwesend. 

+++ 15:18 Ukrainischer Botschafter über Schröder: "Tiefer kann man kaum sinken" +++

Altkanzler Gerhard Schröder löst mit seinem Besuch bei Kreml-Chef Wladimir Putin einen Sturm der Entrüstung aus. Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, erinnert im "Tagesspiegel" daran, dass Schröder den "Kriegsverbrecher" Putin ausgerechnet an dem Tag "herzlich umarmt" habe, "an dem fünf Kinder in Pryluky durch eine russische Rakete in ihrem eigenen Zuhause getötet wurden". Diese Kinder würden nie wieder Geburtstag feiern können, wie auch die 35 Zivilisten in Kramatorsk, die am Donnerstag durch einen russischen Angriff getötet worden seien. Schröder reise zur Geburtstagsparty des Mannes, der für all das verantwortlich sei. "Tiefer kann man kaum sinken", sagt Makeiev. Ähnlich äußert sich die CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann. "Scham ist kaum noch ein Ausdruck", kommentiert sie das Treffen. "Schampus, Kaviar und Bomben" - während Schröder mit Putin gefeiert habe, seien in der Ukraine Kinder durch russische Angriffe gestorben. 

+++ 14:57 Russlands Angriffe fügen ukrainischem Stromnetz "erhebliche Schäden" zu +++

Die jüngsten russischen Angriffe auf die Ukraine haben nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Selenskyj landesweit "erhebliche Schäden" am Stromnetz verursacht. Reparaturarbeiten liefen "Tag und Nacht", erklärt Selenskyj. Betroffen sei auch die Stromversorgung von Verkehrsunternehmen. Selenskyj beklagt Verzögerungen bei Plänen zum Schutz und zum Weiterbetrieb wichtiger Infrastruktur. Dabei kritisiert er unter anderem die Stadtverwaltung von Kiew unter Bürgermeister Klitschko. Kiew seien "konkrete Aufgaben" gestellt worden, "da die städtischen Behörden es fast vollständig versäumt haben, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen", erklärt Selenskyj. Bürgermeister Klitschko hatte am Donnerstag gesagt, die jüngsten Angriffe hätten die Hauptstadt schon vor dem Winter in einen Überlebenskampf gezwungen. "Egal, wie gut wir uns vorbereiten - wenn die Luftabwehr nicht funktioniert, könnten wir in einem schlimmen Szenario landen." Laut dem privaten Energieversorger DTEK kommt es in Kiew und der umliegenden Region derzeit zu Notabschaltungen. 

+++ 14:23 Ukraine: Haben Raketenwerke getroffen +++

Das ukrainische Militär landet nach eigenen Angaben Treffer gegen drei russische Einrichtungen zur Raketenproduktion in der vergangenen Nacht und bestätigt damit Medienberichte über entsprechende Angriffe. Getroffen worden seien eine Fabrik für Raketenbauteile in der Region Twer sowie ein Zentrum zur Demontage von Interkontinentalraketen in der Region Nischni Nowgorod. Der ukrainische Generalstab erklärt auf Telegram, das Zentrum sei attackiert worden, um Russlands Möglichkeiten zur Gewinnung von Sprengstoff und Raketentreibstoff zu schwächen. Dem Gouverneur der Region Nischni Nowgorod zufolge wurde bei der Abwehr des Angriffs ein Soldat getötet. In der Region Twer führte ein Drohnenangriff am Morgen zu einem Brand in einem Werk in Redkino, der jedoch gelöscht werden konnte. 

+++ 13:49 Schröders Geburtstags-Besuch bei Putin: scharfe Kritik aus der SPD +++

Nach dem Treffen von Altkanzler Gerhard Schröder mit Kremlchef Wladimir Putin an dessen Geburtstag kommt auch aus seiner eigenen Partei scharfe Kritik. Dieser Besuch sei "völlig inakzeptabel", sagt SPD-Chef und Vizekanzler Lars Klingbeil der "Süddeutschen Zeitung". "Russland führt einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine und hat unermessliches Leid über die Menschen dort gebracht." Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Siemtje Möller äußerte sich entsetzt: "Es macht mich fassungslos, dass Altbundeskanzler Gerhard Schröder fröhlich mit Kriegsverbrecher Wladimir Putin die Sektkorken knallen lässt, während Russland die Ukraine zeitgleich und unerbittlich mit Angriffen überzieht", sagt sie den Funke Medien. Mit seiner Reise zeige Schröder, wie weit er sich von den fundamentalen Prinzipien der Sozialdemokratie entfernt habe.

+++ 13:20 Selenskyj meldet Angriffe auf russische Ölraffinerien +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj meldet Angriffe auf eine russische Ölraffinerie in Omsk sowie auf eine Ölraffinerie in Uchta, 1900 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. "Wir reagieren weiterhin auf Russlands Angriffe auf die Ukraine, und zwar mit hoher Präzision", schreibt er auf X.

+++ 12:45 Chef des russischen Militärblogs Rybar in Montenegro festgenommen +++

Der Gründer des meistgelesenen russischen Militärblogs Rybar, Michail Swintschuk, ist in Montenegro festgenommen worden. Das teilt Ministerpräsident Milojko Spajic auf X mit, ohne allerdings den Namen zu nennen. Der Premier verweist auf Warnungen vor einer Destabilisierung des Landes sowie hybrider Kriegsführung. Rybar bestätigt die Festnahme von Swintschuk auf Telegram. Er und die anderen Festgenommenen seien legal in dem Balkanland an der Adria gewesen. Ihnen wird die Verbreitung russischen Einflusses vorgeworfen, wie die Zeitung "Pobjeda" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet. Das Außenministerium in Moskau teilt mit, es versuche die Umstände über die russische Botschaft in Podgorica zu klären. Das meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass. "Potenziell ist die Jagd auf alle (und ich betone - alle) Russen eröffnet", kommentiert Ex-Präsident Dmitri Medwedew. Nach Medienberichten wurden Swintschuk, seine Frau und drei weitere russische Staatsbürger in dem Ort Risan in der Bucht von Kotor festgenommen. Er war angeblich zu Dreharbeiten dort. Als Verfechter des russischen Angriffskriegs steht Swintschuk auf mehreren westlichen Sanktionslisten. Mehr dazu hier.

+++ 12:07 "Geradezu unmoralisch": Merz kritisiert Schröders Besuch bei Putin in Moskau scharf +++

Kanzler Friedrich Merz hat den Besuch von Altkanzler Gerhard Schröder bei Russlands Staatschef Wladimir Putin scharf kritisiert. Der Bundeskanzler sei "zutiefst empört" über das Treffen, sagt Vize-Regierungssprecher Steffen Meyer in Berlin. "Putin allein" sei für den Krieg in der Ukraine verantwortlich und seine Befehle sorgten täglich für "unermessliches Leid, für zivile Opfer, für Familien, die auseinandergerissen werden, für Tote und Verwundete". Der Bundeskanzler empfinde es vor diesem Hintergrund "als geradezu unmoralisch", dass Schröder gemeinsam mit Putin feiere. Den Angaben der jeweiligen Ministerien zufolge waren im Vorfeld des Besuchs weder das Auswärtige Amt oder die deutsche Botschaft vor Ort noch das Bundesinnenministerium über den Besuch informiert.

+++ 11:28 Zahl der Verletzten nach russischem Angriff auf Saporischschja steigt auf neun +++

Bei einem russischen Angriff auf Saporischschja sind neun Menschen verletzt worden. Das melden ukrainische Medien unter Berufung auf Behördenangaben. Zuvor war von fünf Verletzten die Rede gewesen. Ein Mann wurde demnach getötet (siehe Eintrag um 07:31 Uhr).

2026-10-09T063734Z_969376126_RC2GZNAQ08NV_RTRMADP_3_UKRAINE-CRISIS-ATTACK-ZAPORIZHZHIA
Der mit einer Decke bedeckte Leichnam eines Anwohners liegt vor einem Wohnhaus, das bei einem russischen Luftangriff beschädigt wurde. (Foto: REUTERS)

+++ 10:53 Ukraine meldet Notabschaltungen der Stromversorgung +++

Die Ukraine hat in mehreren Regionen Notabschaltungen der Stromversorgung veranlasst. Hintergrund sind die jüngsten russischen Angriffe, wie Ukrainska Pravda mit Verweis auf den staatlichen Stromnetzbetreiber Ukrenergo schreibt. Demnach arbeiten Techniker daran, eine stabile Stromversorgung wiederherzustellen. 

+++ 10:24 Drohnen treffen erneut Rechenzentrum von Yandex in Russland +++

Beim russischen Technologiekonzern Yandex hat ein Drohnenangriff mehrere Module eines Rechenzentrums in der Region Kaluga vollständig außer Betrieb gesetzt. Es könne zu Beeinträchtigungen bei einigen Dienstleistungen des Unternehmens kommen, teilt Yandex mit. Am Donnerstag hatten ukrainische Drohnen erstmals ein wichtiges Rechenzentrum der Firma getroffen. Yandex bietet unter anderem mit YandexGPT eines der führenden russischen Modelle für Künstliche Intelligenz an. Auch eine Suchmaschine gleichen Namens sowie Fahrdienst- und weitere Technologiedienste gehören zum Portfolio des Unternehmens.

+++ 09:42 Abgeschossene Shahed-Drohne kracht in Wohngebiet in Kiew zu Boden +++

Russland greift die Ukraine mit unverminderter Härte an. Ein Video zeigt, wie eine abgeschossene Shahed-Drohne neben einer belebten Straße in Kiew zu Boden stürzt. Laut einem ukrainischen Medienbericht gibt es fünf Verletzte. Präsident Selenskyj wirft den USA derweil vor, seinem Land nicht helfen zu wollen.

+++ 09:09 Ukrainische Luftwaffe: Russland greift mit mehr als 130 Drohnen an +++

Das russische Militär hat die Ukraine in der Nacht mit 136 Drohnen angegriffen. Wie Ukrainska Pravda unter Berufung auf die ukrainische Luftwaffe berichtet, wurden 114 davon abgeschossen oder gestört. Der Angriff dauert demnach noch an.

+++ 08:39 Deutsches Heer soll Marschflugkörper bekommen +++

Heeresinspekteur Christian Freuding will seine Truppe mit kostengünstigen Marschflugkörpern für den Masseneinsatz ausstatten. Die Entscheidung für die Beschaffung sogenannter Low Cost Cruise Missiles sei getroffen, sagt der Generalleutnant beim Parlamentarischen Abend des Förderkreises des Heeres in Berlin. "Wir werden damit Ziele in einer Tiefe von etwa 1500 Kilometern massiert bekämpfen, gegnerische Flugabwehrsysteme übersättigen können", sagt er laut Redemanuskript. Vor allem im Verbund mit klassischen Marschflugkörpern könne sich das ergänzen.

624036058
Generalleutnant Christian Freuding kommt aus einem unterirdischen Drohnengefechtsstand bei der Gefechtsübung "Freedom Shield 2026" in Litauen. (Foto: picture alliance/dpa)

+++ 08:03 Pest-Verdacht in Russland: Wadephul fordert Transparenz von Moskau +++

Nach dem Tod einer Mitarbeiterin eines Pest-Forschungsinstituts im sibirischen Irkutsk verlangt Bundesaußenminister Johann Wadephul von Russland Aufklärung. Er fordere "vollständige Transparenz darüber, woran in russischen Laboren geforscht wird", sagt Wadephul der "Bild"-Zeitung. "Die Welt hat Fragen, darauf schuldet Russland Antworten", führt der Minister aus. Auch Reisebeschränkungen schloss er demnach nicht aus. "Wir können und werden kein Risiko eingehen", sagt Wadephul. "Gegebenenfalls muss die EU konsequente Reisebeschränkungen zum Schutz unserer Bevölkerung ergreifen."

+++ 07:31 Mehrere Tote bei gegenseitigen Angriffen in Russland und der Ukraine +++

Bei gegenseitigen Angriffen hat es in Russland und der Ukraine mehrere Tote und Verletzte gegeben. Ein ukrainischer Angriff auf die russische Grenzregion Belgorod fordert zwei Todesopfer und vier Verletzte, wie die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf lokale Behörden meldet. Bei einem Drohnenangriff in der Region Kaluga seien zudem neun Menschen verletzt worden. Auf ukrainischer Seite wurde bei russischen Angriffen auf die Stadt Saporischschja mindestens ein Mensch getötet. Zudem gab es nach Angaben örtlicher Behörden mehrere Verletzte, darunter ein Kind.

+++ 07:06 Ukraine soll russische Fabrik in Region Twer angegriffen haben +++

Das ukrainische Militär hat laut einem Medienbericht in der Nacht eine russische Fabrik in der Region Twer ins Visier genommen, die Treibstoffkomponenten für Marschflugkörper herstellt. Das schreibt der "Kyiv Independent" unter Berufung auf russische Telegram-Kanäle. Das ukrainische Militär habe sich bislang nicht geäußert.

+++ 06:24 Atomabschreckung wird wichtiger: Frankreich stimmt sich mit Partnern ab +++

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zwei Einrichtungen bei Bordeaux besuchen, die eng mit der nuklearen Abschreckung verbunden sind. Die ArianeGroup stellt dort unter anderem die atomwaffenfähigen Interkontinentalraketen M51 her. Im Forschungszentrum Laser Megajoule können die physikalischen Bedingungen von Atomwaffenexplosionen simuliert werden. Die nukleare Abschreckung Frankreichs hatte von Beginn an eine "europäische Dimension", die Macron jedoch stärker betonte als seine Vorgänger. Schon 2020 regte er einen "strategischen Dialog" mit anderen europäischen Ländern an. Dieser stieß anfänglich auf wenig Interesse, was sich angesichts der geopolitischen Lage aber änderte. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte gleich zu Beginn seiner Amtszeit, dass er diesen Dialog führen wolle. Im März kündigte Macron eine engere Zusammenarbeit mit Deutschland und sieben weiteren europäischen Ländern an und sprach von einer "vorgelagerten Abschreckung". Dazu zählte er etwa gemeinsame Militärübungen und Besuche strategischer Orte.

+++ 04:49 Wadephul: "Putins Grausamkeit kennt keine Grenzen" +++

Nach den jüngsten massiven Angriffen auf die Ukraine mit zahlreichen zivilen Opfern erwägt Außenminister Johann Wadephul weiteren Sanktionen gegen Russland. "Putins Grausamkeit kennt keine Grenzen", sagt Wadephul. Putin setze "seinen Raketenterror auf die Ukrainerinnen und Ukrainer, darunter viele Kinder, mit immer größerer Härte fort." Putin werde dennoch scheitern, "am Widerstand der Ukraine - und an unserer fortgesetzten Unterstützung für deren Verteidigung". 

+++ 03:20 Ukraine-Team berät mit Trump-Unterhändlern in den USA +++

Ein ukrainisches Verhandlungsteam soll am heutigen Freitag und Samstag in den USA mit den Unterhändlern von US-Präsident Donald Trump zusammentreffen. Die Delegation werde mit Jared Kushner und Steve Witkoff sprechen, sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor Journalisten. Auch ein europäisches Team solle dazustoßen.

+++ 01:44 Selenskyj: 78 Tote bei russischen Angriffen in zwei Tagen +++

Bei Angriffen in der gesamten Ukraine sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in den vergangenen zwei Tagen 78 Menschen getötet und 215 weitere verletzt worden. In einer Rede in der Stadt Pryluky fordert der ukrainische Präsident erneut einen erweiterten Zugang zum US-Satellitendienst Starlink. Dies könne der Ukraine helfen, russische Abschussrampen für ballistische Raketen anzugreifen, erklärt Selenskyj.

+++ 00:08 Selenskyj: Verhandlungen mit Russland nicht in der Sackgasse +++

Für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sind bei den Bemühungen um Verhandlungen mit Russland noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. "Wir befinden uns nicht in einer diplomatischen Sackgasse", sagt der Staatschef bei einer Pressekonferenz mit dem britischen Außenminister Ed Miliband in Pryluky. Die russische Wirtschaft müsse blockiert, Moskau mundtot gemacht und die Waffenproduktion durch Sanktionen stillgelegt werden, so Selenskyj.

+++ 22:27 Nach Pest-Verdacht in Sibirien: Behörden beenden laut Berichten Quarantäne in Irkutsk +++

In der russischen Region Irkutsk ist Medienberichten zufolge die Quarantäne nach einem Pest-Verdachtsfall aufgehoben worden. Dort war Anfang Oktober eine Labormitarbeiterin des Instituts für Pestbekämpfung für Ostsibirien und den Fernen Osten verstorben, wie russische Staatsmedien melden. Danach kam die Vermutung auf, dass ein Laborunfall den Tod der 28-Jährigen verursacht haben könnte. Russische Staatsmedien und lokale Behörden behaupteten jedoch, es habe sich um eine "Lungenentzündung unbekannter Ursache" gehandelt. Unter Berufung auf eine mit den Sicherheitsbehörden vertraute Quelle berichtete das unabhängige sibirische Nachrichtenportal "Lyudi Baikala" vor einigen Tagen, dass Beamte des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB Krankenwagen eskortiert hätten, mit denen Kontaktpersonen der Labormitarbeiterin zu medizinischen Untersuchungen gebracht wurden.

+++ 22:02 Putin lobt "positive Entwicklung" der Beziehungen zum Iran seit Kriegsbeginn +++

Der russische Staatschef Wladimir Putin würdigt die "positive Entwicklung" der Beziehungen zwischen Russland und dem Iran seit Beginn der russischen Offensive in der Ukraine im Februar 2022, wie russische Nachrichtenagenturen melden. Die Ukraine und ihre westlichen Verbündeten werfen dem Iran vor, Russland die Technologie für Drohnen und Kurzstreckenraketen geliefert zu haben. Putin und Peseschkian sind am Abend in Turkmenistan zur Teilnahme an einem Gipfel der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) eingetroffen. 

+++ 21:35 EuGH: Russische Flugzeuge unterliegen nach Verkauf nicht automatisch Flugverbot +++

Ursprünglich russischen Eigentümern gehörende Flugzeuge können nach einem Verkauf nicht einfach weiterhin mit einem Flugverbot belegt werden. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg ordnete in einer heute verkündeten Entscheidung an, dass sich das Gericht der Europäischen Union mit der Klage einer kirgisischen Airline befassen muss. Das Gericht hatte ohne weitergehende Analyse das Flugverbot fortgelten lassen und eine Nichtigkeitsklage nicht zugelassen. Die Nichtzulassung war laut EuGH nicht rechtens. Den zwei Flugzeugen waren Starts und Landungen in der EU sowie das Überfliegen von Gebieten der Europäischen Union im Zusammenhang mit Sanktionen wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verboten worden. Die kirgisische Fluggesellschaft Global 8 Airlines kaufte die beiden Flugzeuge von einer russischen Gesellschaft und erfuhr erst danach, dass ein Flugverbot für die Maschinen galt.

+++ 21:27 Altkanzler Schröder feierte mit Putin Geburtstag +++

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder hat nach Angaben des Kreml an der Geburtstagsfeier des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau teilgenommen. Putin habe am Mittwochmorgen aus den Medien von der Anwesenheit Schröders in der russischen Hauptstadt erfahren, teilt der Kreml bei Telegram mit. "Der Präsident lud seinen alten Freund zu sich nach Hause ein", heißt es weiter. Schröder sei bei Putin gewesen, als der Kremlchef gestern seinen 74. Geburtstag feierte. Schröder war nach seiner Benennung in den Aufsichtsrat der russischen Handelskette Hyperglobus nach Moskau gereist. Der SPD-Politiker war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler. Der 82-Jährige ist mit Kremlchef Wladimir Putin eng befreundet und steht unter anderem wegen dieser engen Verbindung und seines Engagements für russische Energieunternehmen seit Jahren in der Kritik. Auch seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat sich Schröder wiederholt mit Putin getroffen.

+++ 21:04 ntv-Reporterin Sharma über tödlichen Busangriff: Menschen in Donezk leben in ständiger Gefahr +++

Mehr als 30 Menschen sind bei dem brutalen Angriff mit Gleitbomben auf mehrere Busse in Donezk gestorben. Viele weitere Menschen schweben nach der Attacke im Ort Kramatorsk in Lebensgefahr. ntv-Reporterin Kavita Sharma berichtet aus Kiew über den russischen Angriff.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.