Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 20:05 Putin: Russland bereitet sich nicht auf "irgendeine Art von Kampf mit Europa" vor +++
Russlands Präsident Wladimir Putin beteuert, dass sich sein Land "nicht auf irgendeine Art von Kampf mit Europa" vorbereite. "Viele in Europa sagen, dass sie eine Aggression vonseiten der Russischen Föderation erwarten und dass sie sich deshalb selbst auf Kämpfe, auf einen Krieg mit Russland, vorbereiten müssen", sagt Putin vor Journalisten in St. Petersburg. Er wolle jedoch nochmals unterstreichen, dass Russland keine Vorbereitungen für eine solche Aggression treffe.
+++ 19:45 Bericht: Ukrainische Stahlindustrie steht vor dem Kollaps +++
Laut einem Bericht der Zeitung "Kyiv Independent" befindet sich die ukrainische Stahlindustrie angesichts verstärkter russischer Angriffe in einer existenzbedrohenden Krise. Die größte ukrainische Stahlfirma, ArcelorMittal Kryvyi Rih, habe heute erklärt, sie könne die Stahlproduktion angesichts einer Welle russischer Angriffe auf Fabriken nicht wieder aufnehmen. Seit dem Sommer führt Moskau eine breit angelegte Kampagne von Angriffen auf die ukrainische Wirtschaft, um wichtige Industriezentren lahmzulegen. Die Metallurgiebranche, die im vergangenen Jahr sieben Prozent des ukrainischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmachte und Zehntausende Menschen beschäftigt, ist dem Bericht zufolge seit August von mindestens neun separaten Raketenangriffen betroffen gewesen. Die jüngsten Angriffe hätten die Stahlhersteller vermutlich fast 100 Millionen Dollar gekostet, sagte Oleksandr Kalenkov, Präsident von Ukrmetallurgprom, einer ukrainischen Stahlvereinigung, der Zeitung. Dies sei das schlechteste Jahr für den Sektor seit 2022, als russische Streitkräfte die Werke Azovstal und Illich in Mariupol besetzten und zerstörten und damit 40 Prozent der ukrainischen Stahlproduktion auslöschten. Der angeschlagene Sektor benötige mehr internationale Unterstützung, um seinen völligen Zusammenbruch zu verhindern, heißt es. Bei den Angriffen führt Russland laut "Kyiv Independent" gezielte Schläge aus, die kritische Anlagen wie Hochöfen beschädigen und es den ukrainischen Stahlherstellern unmöglich machen, Roheisen - einen Schlüsselrohstoff für die Stahlproduktion - zu erzeugen. Metinvest, Interpipe und ArcelorMittal Kryvyi Rih - die drei größten Stahlunternehmen der Ukraine - haben die Stahlproduktion eingestellt.
+++ 19:00 Menschen kurz vor dem Tod? Europarat warnt vor humanitärer Krise in russisch besetzter Stadt +++
Der Menschenrechtskommissar des Europarats, Michael O'Flaherty, äußert sich besorgt über die Lage in der russisch-kontrollierten ukrainischen Stadt Oleschky. "Zivilisten, darunter Kinder, sind ohne ausreichende Nahrung, Medikamente, medizinische Versorgung, fließendes Wasser oder Strom eingeschlossen", sagt O'Flaherty. Es gebe Berichte darüber, dass für diese Menschen ein hohes Sterberisiko bestehe. "Nach dem humanitären Völkerrecht hat Russland als Besatzungsmacht die Pflicht, Nahrungsmittel und medizinische Mittel bereitzustellen und humanitäre Hilfe zu ermöglichen", so der Menschenrechtskommissar. "Ich fordere einen sofortigen lokalen Waffenstillstand, ungehinderten humanitären Zugang und die sichere Evakuierung der Zivilbevölkerung. Das Elend und das Leiden der Menschen an den Frontlinien des Krieges und in den besetzten Gebieten verlangen internationale Aufmerksamkeit und Maßnahmen." Der Kreml hatte zuletzt kritische Engpässe bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten in Oleschky eingeräumt. Das russische Militär arbeite an einer Lösung, teilte die Regierung in Moskau mit. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha warf den russischen Truppen dagegen vor, humanitäre Hilfe zu blockieren und nicht auf Evakuierungsanfragen zu reagieren. In der Stadt im Gebiet Cherson "sterben 6000 Einwohner, darunter 200 Kinder, an Hunger und Kälte", sagte er in einem Video auf Facebook.
+++ 18:30 Zuvor bereits sechs Tote: Russland greift erneut Geschäftszentrum in Kiew an +++
Eine russische Drohne hat offenbar während der Hauptgeschäftszeit ein Geschäftszentrum in der ukrainischen Hauptstadt Kiew getroffen. Der Ukraine-Korrespondent der "Financial Times", Christopher Miller, schreibt auf X, dass er mit schockierten Augenzeugen vor dem getroffenen Gebäude stehe, während Feuerwehrleute versuchten, die Flammen zu löschen, die das Dach erfasst hätten. Zuvor waren bereits durch Einschläge russischer Drohnen unter anderem in einem Bürogebäude mindestens sechs Menschen in Kiew getötet worden. Moskau hat zuletzt vermehrt Rechenzentren und Telekommunikationseinrichtungen in der Hauptstadt der Ukraine angegriffen. Mehrere Internetanbieter informierten über kurzzeitige Probleme. Seit Wochen attackiert das russische Militär auch tagsüber Ziele in Kiew mit Drohnen und Raketen.
+++ 18:00 Großteil russischer Getreide-Terminals wäre offenbar schnell einsatzbereit +++
Russland kann einer Analyse der Nachrichtenagentur Reuters zufolge bei einer Waffenruhe mit der Ukraine schnell bis zu 80 Prozent der Kapazität seiner Getreideterminals wieder in Betrieb nehmen. Drei Terminals mit rund 20 Prozent der Kapazität im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer sind jedoch schwer beschädigt. Ihre Reparatur könnte Monate dauern. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bemüht sich um eine Wiederaufnahme des durch gegenseitige Angriffe zum Erliegen gekommenen Handels. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge sind auch Indien und Ägypten beteiligt. Russland ist der weltgrößte Weizenexporteur. Die Unterbrechung der Lieferungen treibt die weltweiten Getreidepreise in die Höhe.
+++ 17:30 Deutschland und Ungarn wollen militärisch stärker zusammenarbeiten +++
Verteidigungsminister Boris Pistorius will die Zusammenarbeit mit der neuen ungarischen Regierung auch militärisch ausbauen. Er nennt bei einem Treffen mit seinem neuen ungarischen Amtskollegen Romulusz Ruszin-Szendi in Budapest militärische Logistik, rüstungsindustrielle Kooperationen und Ausbildung als Felder einer vertieften Zusammenarbeit. "Berlin und Budapest wachsen politisch wieder enger zusammen", sagt der SPD-Politiker. Und: "Es ist ein Neustart der Beziehungen unserer Länder, und das wiederum ist eine exzellente Nachricht für unsere Länder, für die Völker, aber auch für das gesamte Nato-Bündnis und die Europäische Union." Unter der als russlandfreundlich geltenden früheren Regierung von Viktor Orban war Ungarn in der EU und der Nato ein teils sperriger Partner. Nun wurde ein Kurswechsel vollzogen.
+++ 16:45 "Schlechte Nachrichten für Russland" - Milliarden fließen aus dem Ukraine-Waffenfonds der EU +++
Die Mitgliedstaaten der EU haben sich nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas über die Verwendung von 6,6 Milliarden Euro aus dem Ukraine-Waffenfonds Europäische Friedensfazilität (EFF) verständigt. Eine Milliarde Euro soll in die gemeinsame Beschaffung weiterer Ausrüstung für die Ukraine fließen, erklärt Kallas. 900 Millionen Euro sind demnach für die EU-Ausbildungsmission (Eumam) ukrainischer Soldaten bestimmt, die übrigen 4,7 Milliarden Euro gehen an die Mitgliedstaaten zurück. Die EFF wurde eingerichtet, um EU-Staaten teilweise für Waffen zu entschädigen, die diese an die Ukraine geliefert haben. Ungarn hatte unter der Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban jahrelang die Auszahlung des Geldes blockiert. Nach dem Regierungswechsel in Budapest im Frühjahr hob sein Nachfolger Peter Magyar diese Blockade auf. Seitdem verhandelten die 27 EU-Länder darüber, was mit dem Geld geschehen soll. Kallas hatte im Juni empfohlen, einen Teil des Geldes für die Finanzierung neuer Waffen für die Ukraine zu verwenden und legte einen entsprechenden Vorschlag vor. Am Freitag erklärte sie, einige Länder hätten bereits zugesagt, ihren Teil des Geldes an die Ukraine weiterzuleiten. Die Einigung bedeute "gute Nachrichten für die Ukraine und schlechte Nachrichten für Russland", schreibt Kallas.
+++ 16:15 Russland: Dreiertreffen mit USA und Ukraine könnte bald stattfinden +++
Ein Dreiertreffen zwischen den USA, Russland und der Ukraine könnte russischen Angaben zufolge bald stattfinden. Es gebe dazu jedoch noch keine Einzelheiten, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte erklärt, dass ein solches Treffen auf technischer Ebene in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden könnte. Peskow teilt zudem mit, dass der russische Sonderbeauftragte Kirill Dmitrijew Gespräche in den USA geführt habe. Dabei sei es vorwiegend um wirtschaftliche Themen gegangen. Dmitrijew traf sich am 24. September mit den US-Vertretern Steve Witkoff und Jared Kushner, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters sagt.
+++ 15:30 Grüner Bundestagsabgeordneter nennt AfD-Kollegen "Moskau-Minion" - Ordnungsruf +++
Für eine verbale Breitseite gegen Markus Frohnmaier von der AfD hat der Grünen-Abgeordnete Robin Wagener im Bundestag einen Ordnungsruf kassiert. Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (ebenfalls Grüne) sagte, Wagener habe den AfD-Abgeordneten am Donnerstag in der Debatte zu einem AfD-Antrag mit dem Titel "Keine EU-Mitgliedschaft und keine militärischen Beistandsgarantien für die Ukraine" als "Moskau-Minion der AfD" bezeichnet und ihm vorgeworfen, er habe "wieder pflichtbewusst das Memo aus dem Kreml" vorgetragen. Die Bezeichnung "Moskau-Minion" sei "eindeutig herabsetzend", begründete Nouripour den Ordnungsruf. Die Minions sind kleine gelbe, pillenförmige Fantasiewesen aus einem US-Animationsfilm. Sie dienen dort dem Bösewicht Gru. Der englische Begriff "Minion" bezeichnet einen "Handlanger", "Diener" oder "Untertan". Frohnmaier unterhält seit Jahren Kontakte nach Moskau und nahm im Juni in Sankt Petersburg an einem Forum unter Schirmherrschaft von Präsident Wladimir Putin teil. Er weist Vorwürfe einer Kremlnähe zurück. Frohnmaier versteht seine Russlandkontakte nach eigener Darstellung als Diplomatie, während Kritiker ihm vorwerfen, russische Interessen zu vertreten.
+++ 15:00 Leichen in Bürogebäude: Sechs Tote bei russischem Drohnenangriff auf Kiew +++
Durch Einschläge russischer Drohnen unter anderem in einem Bürogebäude in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach Behördenangaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Rund zwei Dutzend seien verletzt worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf der Plattform Telegram mit. Drei der Leichen wurden demnach auf einem Parkplatz vor dem Bürohaus gefunden. Ein Brand sei gelöscht worden. Später bestätigte der IT-Dienstleister Datagroup Schäden an einem Gebäude des Unternehmens. Mitarbeiter seien nicht verletzt worden. Die Dienste liefen über eine Reserveinfrastruktur weiter, Kundendaten seien gesichert. Bereits an den Vortagen wurden Datenzentren mit Drohnen angegriffen. Mehrere Internetanbieter informierten über kurzzeitige Probleme. Seit Wochen attackiert das russische Militär auch tagsüber Ziele in Kiew mit Drohnen und Raketen.
+++ 14:30 Selenskyj warnt: Haushaltsloch gefährdet Finanzierung von Drohnen - Forderung an EU +++
Das ukrainische Haushaltsloch von umgerechnet über 23 Milliarden Euro gefährdet laut Präsident Wolodymyr Selenskyj die Finanzierung von kriegswichtigen Drohnenkäufen. "Wenn wir sie nicht im Oktober und November bestellen und bezahlen, dann werden wir ernsthafte Probleme im Januar und Februar haben", sagt der Staatschef zu Journalisten in Kiew.
Etwas mehr als ein Drittel der Finanzierungslücke betreffe Drohnenkäufe für die ersten drei Monate 2027. Selenskyj rief dabei die Europäische Kommission auf, die nächsten Zahlungen aus einem im April bereitgestellten Kredit über 90 Milliarden Euro schneller zu überweisen. Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 mit massiver westlicher Unterstützung gegen eine großangelegte russische Invasion. Mit weitreichenden Drohnen attackiert das ukrainische Militär immer wieder vor allem Anlagen der russischen Ölindustrie, um Russland die Finanzierung des Krieges zu erschweren.
+++ 13:55 Selenskyj: Gespräche zu Ende der Blockade im Schwarzen Meer laufen +++
Die Gespräche zur Wiederherstellung des Schiffsverkehrs im Schwarzen Meer sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in vollem Gange. Beteiligt seien auch Indien, die Türkei und Ägypten, sagt Selenskyj vor Journalisten. Er habe dazu separate Gespräche mit den Staats- und Regierungsspitzen dieser Staaten sowie weiterer Länder des Nahen Ostens geführt. Zudem gebe es Vorschläge anderer Nationen zur Beendigung der Blockade.
+++ 13:25 USA schlagen Dreiertreffen mit Russland vor +++
Die USA haben der Ukraine zufolge ein Dreiertreffen mit Russland in den Vereinigten Arabischen Emiraten vorgeschlagen. Dabei sollen die Parteien über Wege zur Beendigung des viereinhalbjährigen Konflikts beraten, sagt Selenskyj vor Journalisten. Die US-Seite habe ein Treffen auf technischer Ebene in diesem Dreierformat angeregt. Die Ukraine warte nun auf einen Terminvorschlag aus Washington, während die USA die Emirate als möglichen Veranstaltungsort ins Spiel gebracht hätten.
+++ 12:53 Britische Firmen dürfen ukrainische Gefechtsdaten für KI-Drohnen nutzen +++
Britische Unternehmen dürfen zukünftig Daten von ukrainischen Schlachtfeldern für die Entwicklung neuer KI-Modelle für Drohnenschwärme nutzen. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen Premierminister Andy Burnham und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ermöglicht den Zugriff auf eine Datenbank mit Bildern und Videos von unbemannten Flugsystemen, teilt die britische Regierung mit. Die Datenbank enthält demnach mehr als sechs Millionen erfasste Objekte wie Panzer, Artillerie und Luftabwehrsysteme. Drohnenschwärme agieren mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) autonom, wobei laut Regierungsangaben stets Menschen in die Einsätze eingebunden sind. Bis zu zwölf britische Firmen können sich um den Zugang bewerben.
+++ 12:24 Selenskyj: Trump gibt Ukraine Erlaubnis für Herstellung von Patriot-Abfangraketen +++
Die USA gewähren der Ukraine nach Angaben von Staatschef Wolodymyr Selenskyj die Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen in der Ukraine. US-Präsident Donald Trump habe ihm bei ihrem Treffen am Dienstag in New York gesagt, dass seine Entscheidung feststehe und die Ukraine die Lizenzen erhalten werde, sagt Selenskyj in einer Sprachnachricht an Journalisten. Trump hatte Anfang Juli angekündigt, die USA würden der Ukraine "das Recht geben, Patriots herzustellen". Später äußerte er sich jedoch deutlich zurückhaltender. Das Patriot-System spielt eine zentrale Rolle beim Schutz ukrainischer Städte und Infrastruktur insbesondere vor ballistischen Raketen aus Russland. Der Ukraine mangelt es sowohl an Patriot-Systemen als auch an Abfangraketen.
+++ 11:55 Dutzende Drohnen lassen Russlands Industrie brennen +++
Ukrainische Drohnen treffen Ziele in mehreren russischen Regionen. Ein Mensch kommt ums Leben, mehrere werden verletzt. Unter anderem hat es Rüstungsindustrie, Logistik und Öl-Produktion getroffen, heißt es in Berichten.
+++ 11:10 Russland meldet Angriff auf Drohnenlager nahe Kiew +++
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau mehrere Ziele in der Ukraine angegriffen. Die Armee habe in der Nacht ukrainische Rüstungsbetriebe, Logistikzentren und Schiffe mit Drohnen attackiert, teilt das Ministerium mit. Getroffen worden seien unter anderem ein Montage- und Lagerplatz für Drohnen in der Region Kiew, Logistikzentren in der Region Odessa sowie die Hafeninfrastruktur in Reni. Einem Reporter der Nachrichtenagentur Reuters zufolge war nahe dem Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew eine Explosion zu hören. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ist zudem ein Frachtschiff mit Militärgütern auf dem Weg nach Odessa getroffen worden.
+++ 10:30 Wie Russlands Führung auf Xis US-Besuch blickt +++
Xi Jinping, ein wichtiger Partner für Russland, ist zu Besuch in den USA und wird dort vom US-Präsidenten hofiert. In Russland wird das als ein Ende der US-amerikanischen Vorherrschaft und das Anerkennen einen "neuen Gleichgewichts" interpretiert, wie ntv-Korrespondent Rainer Munz erklärt.
+++ 09:48 USA stellen 27 Millionen Dollar für Rückkehr ukrainischer Kinder bereit +++
Die USA stellen 27 Millionen Dollar für die Rückkehr und Wiedereingliederung ukrainischer Kinder bereit, die nach Russland oder in russisch besetzte Gebiete verschleppt wurden. Wie der "Kyiv Independent" unter Berufung auf US-Außenamtsvertreter berichtet, seien 12 Millionen Dollar für ein Programm zur Identifizierung, Rückführung und Wiedereingliederung vorgesehen, weitere 15 Millionen Dollar sollen im Laufe des Jahres an eine Durchführungsorganisation fließen. Nach ukrainischen Angaben wurden seit Beginn der russischen Invasion offiziell 20.610 Fälle verschleppter Kindern erfasst.
+++ 09:07 Kiew warnt vor russischem Angriffsplan auf Energieinfrastruktur +++
Russland hat nach Angaben der ukrainischen Regierung einen detaillierten Plan für Angriffe auf die ukrainische Energie- und Versorgungsinfrastruktur im kommenden Winter ausgearbeitet. "Ukrinform", die nationale Nachrichtenagentur der Ukraine, berichtet unter Berufung auf den ukrainischen Energieminister Denys Schmyhal, dass der Plan Ziele in der Strom- und Wärmeversorgung sowie der Wasser- und Abwasserinfrastruktur umfasse. Die ukrainischen Behörden bereiteten sich anhand der Erkenntnisse ihrer Geheimdienste auf mögliche Angriffe vor. Schmyhal sagt, der Winter werde voraussichtlich schwierig, solle aber nicht härter werden als der vergangene.
+++ 08:30 Ein Toter und zahlreiche Verletzte bei Drohnenangriffen in Russland +++
Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf mehrere russische Regionen sind Behördenangaben zufolge mindestens ein Mensch getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. In der Region Uljanowsk wurden nach Angaben von Gouverneur Alexei Russkich acht Menschen verletzt, darunter ein Kind. In Belgorod kam beim Einschlag einer Drohne in einen Lastwagen ein Zivilist ums Leben, ein weiterer wurde verletzt, wie die dortige Einsatzzentrale mitteilt. Über der Region Woronesch zerstörte die Luftabwehr Gouverneur Alexander Gussew zufolge 88 Drohnen, vier Menschen wurden verletzt.
+++ 07:44 Sanktionen halbieren offenbar Russlands Schattenflotte +++
Beschlagnahmungen und Sanktionen haben die Zahl der Schiffe in Russlands Schattenflotte auf weniger als die Hälfte reduziert. Das geht aus einem Bericht des finnischen Thinktanks "Center for Research on Energy and Clean Air" (CREA) hervor. Seit Januar 2025 hätten demnach 107 Schiffseigentümer ihre Tanker unter russischer Flagge registrieren lassen. Die Schattenflotte besteht aus alten und teils unzureichend versicherten Tankern, mit denen Russland sein Öl trotz internationaler Sanktionen transportiert.
+++ 07:03 Ukraine greift Ölraffinerie und Elektronikfabrik in Russland an +++
Ukrainische Streitkräfte haben nach Angaben von Überwachungskanälen in der Nacht eine russische Ölraffinerie in Perm rund 1500 Kilometer von der ukrainisch-russischen Grenze entfernt sowie eine Fabrik für elektronische Bauteile angegriffen. Der "Kyiv Independent" berichtete unter Berufung auf den Telegram-Kanal Exilenova Plus, die Raffinerie sei dabei in Brand geraten. Zudem sei das Elektronikwerk Iskra in Uljanowsk getroffen worden. In Woronesch kam es demnach ebenfalls zu Explosionen, wobei eine Fabrik für synthetischen Kautschuk beschädigt worden sein soll. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.
+++ 06:22 Trauer nach tödlicher Messerattacke in Polen - Ukrainische Botschaft warnt vor "Gewalt" +++
Nach dem tödlichen Messerangriff in einem Kloster im Südosten Polens stehen die Menschen in dem Land unter Schock. Am Abend wurden Gedenkmessen abgehalten, an denen nach Angaben von AFP-Reportern in der betroffenen Stadt Jaroslaw mehr als hundert Menschen teilnahmen. Polens Staatschef Donald Tusk fordert die "volle Härte des polnischen Gesetzes". Jaroslaws Bürgermeister Marcin Nazarewicz verweist indes auf die möglichen Folgen des Angriffs. Die ukrainische Botschaft in Warschau warnt vor "Gewalt".
+++ 05:41 Eurofighter in Lettland zum Schutz des Luftraums während Wahl +++
In Lettland sind vier Eurofighter der Bundeswehr zur Absicherung des Luftraums während der Parlamentswahl in dem baltischen EU- und Nato-Land Anfang Oktober eingetroffen. Die Kampfjets des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 aus Neuburg an der Donau landeten auf dem Militärflugplatz Lielvarde. Sie werden für gut eine Woche in Lettland stationiert sein und Aufgaben zur Unterstützung der integrierten Luft- und Raketenabwehr der Nato übernehmen, wie das Verteidigungsministerium in Riga mitteilt.Lettland wählt am 3. Oktober eine neue Volksvertretung.
+++ 04:30 Kritik und Skepsis in Europa nach US-Einladung an Putin zu G20-Gipfel +++
Die US-Einladung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum G20-Gipfel im Dezember stößt in Europa auf erhebliche Skepsis. Die Bundesregierung betont, es dürfe im Umgang mit Russland keine Normalität geben. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk warnte, die Einladung könnte Putin dazu ermutigen, den Angriffskrieg gegen die Ukraine unvermindert fortzusetzen. Polen gehört zwar nicht offiziell zur Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer, ist aber zu dem Gipfel in Miami als Gast eingeladen.
+++ 03:07 Macron hält neue russische Mobilmachung für Ukraine-Krieg für "glaubwürdig" +++
Der französische Präsident Emmanuel Macron hält eine neue russische Mobilmachung für den Krieg in der Ukraine für "glaubwürdig". "Das heute glaubwürdige Szenario, das häufig geteilt wird, ist eines mit rund 300.000 Mann", sagt Macron den französischen Sendern TF1 und France 2. Moskau sende ein Signal: "Wir sind bereit, noch größere Opfer zu bringen, um den gesamten Donbass einzunehmen", fügt Frankreichs Staatschef hinzu.Russland hatte zuletzt 2022 eine "Teilmobilmachung" von Reservisten angeordnet, nachdem die russische Armee in der Ukraine militärische Rückschläge erlitten hatte.
+++ 01:59 Gericht in Kroatien genehmigt Auslieferung von ukrainischem Nord-Stream-Verdächtigen +++
Ein Gericht in Kroatien hat die Auslieferung eines Ukrainers genehmigt, dem in Deutschland eine Beteiligung an den Anschlägen auf die Nord-Stream-Gasleitungen in der Ostsee vorgeworfen wird. Wie der Anwalt von Wolodymyr Z., Ljubo Pavasovic Viskovic, mitteilt, erging der Gerichtsbeschluss bereits am 18. September. Der Anwalt kündigt an, Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts der Adriastadt Pula einzulegen. Z. soll nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft vor vier Jahren zusammen mit anderen Tauchern die Sprengsätze an den Gasleitungen angebracht haben. Er wird von der Bundesanwaltschaft des gemeinschaftlichen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, der verfassungsfeindlichen Sabotage sowie der Zerstörung von Bauwerken dringend verdächtigt.
+++ 00:49 Finnland bittet Musk um Starlink-Freischaltung für Ukraine-Angriffe in Russland +++
Der finnische Präsident Alexander Stubb hat den US-Unternehmer Elon Musk gebeten, das Satelliten-Internet Starlink für die Ukraine zu erweitern. Damit solle es der Ukraine ermöglicht werden, russische Raketenabschussrampen auf russischem Gebiet anzugreifen. "Deshalb (...) bitte ich Elon Musk, den Ukrainern die Möglichkeit zu geben, Starlink in Gebieten zu nutzen, in denen sich ballistische Raketenabschussrampen befinden", sagt Stubb am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Dies gelte für die besetzten Gebiete der Ukraine sowie für Russland und würde Leben retten.
+++ 23:40 Rutte sieht Nato "bereit" für Abwehr hybrider Angriffe Russlands +++
Die Nato ist nach Einschätzung ihres Generalsekretärs Mark Rutte "bereit" für die Abwehr russischer Cyberangriffe und andere Arten der hybriden Kriegsführung. "Wir haben all' diese Reaktionsmöglichkeiten parat,(...) wenn es um hybride Bedrohungen geht", sagt Rutte bei einer Veranstaltung in New York. Er rief die Staaten zu "mehr Unterstützung" für die von Russland angegriffene Ukraine auf, wenn sie "bei jedem hybriden Vorfall (...) wirklich ein Signal geben wollen".
+++ 22:23 Frankreich: Keine Warnung der CIA vor russischen Angriffen aus dem Mittelmeerraum +++
Der französische Staatschef Emmanuel Macron warnt in einem Fernsehinterview vor möglichen russischen Angriffen auf französischem Boden. Russland verstärke seine feindseligen Akte gegen europäische Länder, um den Kontinent einzuschüchtern und die Entschlossenheit bei der Unterstützung der Ukraine zu brechen. Frankreich könnte mit ähnlichen Angriffen konfrontiert werden wie beim vereitelten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig im August, für den Deutschland Russland verantwortlich macht. Einen Bericht der spanischen Zeitung "El Mundo", wonach der US-Geheimdienst CIA europäische Regierungen vor möglichen Drohnenangriffen aus dem Mittelmeerraum gewarnt habe, weist Macron zurück. Die CIA habe die französischen Dienste nicht informiert.
+++ 21:39 AfD-Abgeordneter Frohnmaier bezeichnet Putins Unterhändler Kirill Dmitrijew als seinen Freund +++
Kirill Dmitrijew wurde in der Ukraine geboren, ist aber als Putin-Vertrauter voll auf Kreml-Linie und unterstützt den Krieg gegen sein Geburtsland in seiner Funktion als Unterhändler. Osteuropa-Experte Alexander Friedman nannte Dmitrijew im Gespräch mit ntv.de einst "prinzipienlos und unmoralisch". Er beschrieb ihn als einen Technokraten: jemanden, der genau wisse, welche Vorgaben die russische Führung setzt, und der sich strikt daran halte. Dmitrijew habe keine eigene politische Agenda. Er bekomme eine Aufgabe - und betrachte es als seine Mission, diese Aufgabe zu erfüllen. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier bezeichnet Dmitrijew auf X dennoch als seinen Freund. Der Putin-Vertraute hatte einem Beitrag Frohnmaiers über die Gasversorgung zugestimmt. Die beiden haben sich in der Vergangenheit bereits persönlich getroffen.
+++ 21:08 Mehr Informationsaustausch: Nato reagiert auf russische Sabotage +++
Als Reaktion auf eine Welle von Sabotageakten verstärkt die Nato den Austausch von Geheimdienstinformationen. Das Bündnis müsse angesichts der Bedrohung durch Moskau "besonnen und zuversichtlich" bleiben, sagt der Nato-Oberbefehlshaber in Europa, US-General Alexus Grynkewich, der Nachrichtenagentur Reuters. Grynkewich bezeichnet jüngste Vorfälle wie einen versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle als besorgniserregend. Der dänische Militärgeheimdienst hat gewarnt, dass Russland seine hybride Kriegsführung gegen den Westen in den kommenden Monaten wahrscheinlich intensivieren werde. Die Regierung in Moskau weist eine Verwicklung in Sabotageakte in Nato-Ländern nach offiziellen Angaben zurück.
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