Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 23:54 Nachrichtendienst: Russland bereitet Sabotage in Dänemark vor +++

02.09.2026, 00:01 Uhr

Russland soll Sabotageaktionen in Dänemark planen. Dortige Behörden hätten die Vorbereitungen aufgedeckt, meldet die Zeitung "Berlingske". Geplante Ziele seien insbesondere Unternehmen in der Verteidigungsindustrie, die eine Verbindung zur militärischen Hilfe in der Ukraine hätten, sagt der Chef für Spionageabwehr beim dänischen Inlandsnachrichten- und Sicherheitsdienst PET, Emil Græsholm, der Zeitung. "Das Hauptziel ist, konkrete Lieferungen für die ukrainische Verteidigung zu stoppe", so Græsholm weiter. "Gleichzeitig soll uns Angst gemacht werden, damit wir die Ukrainer nicht mehr unterstützen und unsere eigene Verteidigungsfähigkeit nicht ausbauen."

+++ 23:15 Merz verspricht Selenskyj weitere Unterstützung +++

Bundeskanzler Friedrich Merz hat der Ukraine anhaltende zivile und militärische Unterstützung zugesichert. In einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj habe Merz diesen darüber informiert, dass Deutschland Russland für den hybriden Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig verantwortlich mache, teilt ein Regierungssprecher mit. Selenskyj habe sich für die deutsche Hilfe, auch bei der Luftverteidigung, bedankt.

+++ 22:15 Selenskyj ernennt neuen Kommandeur der Landstreitkräfte +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wechselt den Kommandeur der Landstreitkräfte aus. Neuer Befehlshaber wird Oberst Swjatoslaw Sajiz, der zuvor bei den Luftlandetruppen diente, wie aus einem Dekret auf der Website des Präsidenten hervorgeht. Die Personalentscheidung ist Teil von Veränderungen in der Militärführung unter dem neu ernannten Oberbefehlshaber. 

+++ 21:44 Ukraine erhält bei EU-Treffen Zusagen für Luftverteidigung +++

Die Ukraine hat bei einem EU-Außenministertreffen in Irland neue Zusagen zur Unterstützung ihrer Flugabwehr erhalten. "Wir haben uns gefreut, heute Ankündigungen von Mitgliedstaaten zu hören, Luftverteidigung bereitzustellen", sagt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nach dem Ende der Beratungen in der Grafschaft Wicklow. Dies sei etwas, worum man seit langem gebeten haben. Wer die neuen Zusagen machte und was sie konkret umfassen, will Kallas nicht verraten. Die Mitgliedstaaten, die entsprechende Ankündigungen gemacht hätten, würden diese auch selbst öffentlich bekanntgeben, sagt sie. "Aber für die Ukraine war es wichtig zu hören, dass es bei der Luftverteidigung tatsächlich Bewegung gibt."

+++ 21:15 Nach Tankstellen‑Angriffen werden Ukrainer kreativ +++

Die Ukraine bombardiert gezielt russische Ölraffinerien. Daher gehen die Behörden davon aus, dass Russland nun ebenso gezielt Tankstellen mit Drohnen angreift. Etliche davon sind komplett zerstört und können nicht mehr aufgebaut werden. Die anderen Zapfsäulen schützen die Ukrainer mit kreativen Maßnahmen.

+++ 20:42 Ukraine führt neues zweistufiges Luftalarm-System ein +++

Die Ukraine überarbeitet ihr Luftalarm-System und führt ein zweistufiges Warnsystem ein. Je nach Art der Bedrohung werde künftig eine Warnung der Stufe gelb oder rot ausgegeben, teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Onlinediensten mit. "In der Regel wird die Stufe gelb einen Drohnenangriff anzeigen, während die Stufe rot auf eine Raketenbedrohung hinweisen wird", erläutert er. Den überarbeiteten Luftalarm-Regeln zufolge werden die Ausgangssperren in Kiew verkürzt. Zudem wird während einer Bedrohung der Stufe gelb eine U-Bahn-Linie, die den Fluss Dnipro überquert, vollständig in Betrieb bleiben. Die Maßnahmen seien eine Reaktion auf "Russlands sich wandelnde Taktiken" und "den Einsatz von Drohnen, um das zivile Leben in unseren Städten zu zermürben und die normale wirtschaftliche Tätigkeit in unserem ganzen Land zu stören", erklärt Selenskyj weiter.

+++ 20:11 Sprengstoffdrohne: Rom prüft Infos zu Verdächtigem +++

Italien will Informationen prüfen, nach denen ein möglicher Beteiligter an dem Anschlag auf dem Flughafen Leipzig/Halle mit einem von Italien ausgestellten Touristenvisum in die EU eingereist sein soll. Der italienische Außenminister Antonio Tajani sagt am Rande eines EU-Treffens in Irland, es werde nun alle notwendigen Untersuchungen geben. Grundsätzlich gelte, dass es ein Verfahren für die Erteilung von Visa gebe und dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssten. Wenn die betreffenden Personen diese Voraussetzungen erfüllten und zu ihnen keine Warnmeldung vorliege, werde das Visum erteilt.  

+++ 19:44 Belgien: Nutzung eingefrorener russischer Gelder zu riskant +++

Belgien lehnt die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte zugunsten der Ukraine weiterhin ab. Außenminister Maxime Prevot sagt nach einem informellen Treffen mit seinen EU-Amtskollegen in Irland, die Haltung seines Landes sei unverändert. Die Niederlande, Polen, Spanien und Schweden dringen auf eine erneute Diskussion des Themas. "Die Debatte wurde auf Initiative von vier europäischen Ländern wieder zur Sprache gebracht", erklärt Prevot. Der Vorstoß sei bei den Kollegen jedoch auf wenig Begeisterung gestoßen. Eine Verwendung der Gelder, die einer Beschlagnahmung gleichkomme, berge sehr große Risiken.

+++ 19:19 Drohne vor Küste Finnlands entdeckt +++

Behörden in Finnland untersuchen derzeit den Fund einer unbekannten Drohne vor der Küste der Stadt Porvoo. Im Raum steht demnach eine mögliche Territorialverletzung. Porvoo liegt im Süden Finnlands, etwa 50 Kilometer nordöstlich von Helsinki.Laut Verteidigungsminister Antti Häkkänen untersuchen die Polizei und der Grenzschutz den Vorfall. Gefunden wurde die Drohne am Dienstag von einem Passanten. Das Verteidigungsministerium geht nach derzeitigem Stand von einer Drohne für Vermessungszwecke aus, eine Gefahr für Umstehende bestand demnach nicht. Grenzschutz, Polizei und Streitkräfte überprüften die Drohne laut dem Sender Yle zunächst auf Sprengstoff, fanden jedoch keinen. 

+++ 18:50 Russischer Helikopter rast krachend in Straßengraben +++

In der russischen Region Dolinsky muss ein russischer Militärhelikopter des Typs Mil Mi-8 mitten auf einer öffentlichen Straße notlanden - und endet im Straßengraben. Laut russischen Kriegsbloggern zwang ein akuter Treibstoffmangel die Maschine zu Boden.

+++ 18:35 EU-Staaten prüfen Anfrage der Ukraine zu neuer Luftabwehr +++

Die EU-Staaten prüfen einen Antrag Kiews auf Geld für zusätzliche Flugabwehr. Das sagt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel bei einem Pressetermin mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Sie könne die neue Zahlungsanforderung bestätigen. "Sie hat einen Wert von mehreren Milliarden Euro und würde die Luftverteidigung der Ukraine abdecken, einschließlich der hochmodernen PAC-3-Patriot-Luftverteidigungssysteme." Gleichzeitig arbeite Europa mit der Ukraine an dem europaweiten Raketenabwehrprojekt Freya, sagt von der Leyen. Aus dem Unterstützungskredit in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine seien seit Juni bereits 8,5 Milliarden Euro für Drohnen und Raketen für die Ukraine bereitgestellt worden.

+++ 18:08 Thiele: "Für Putin läuft das im Grunde alles nach Plan" +++

Ralph Thiele wertet den mutmaßlich russischen Anschlagsversuch in Leipzig als Test für Deutschland und die Nato. Der Militärexperte erwartet weitere hybride Angriffe und fordert besseren Schutz, mehr Krisenfestigkeit und eine wirksame Drohnenabwehr.

+++ 17:38 Kiew informiert Internationale Luftfahrtorganisation: Der russische Luftraum ist nicht mehr sicher +++

Die ukrainische Regierung hat die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) darüber informiert, dass "der russische Luftraum nicht sicher ist". Das gibt der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha im Onlinedienst X bekannt und verweist auf die "Zunahme militärischer Aktivitäten" über Russland. Sybiha fordert dazu auf, den russischen Luftraum zu meiden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selensky sprach bereits am Dienstag eine ähnliche Warnung an Fluggesellschaften, Versicherungsunternehmen und Passagiere aus, die den russischen Luftraum nutzen. "In Russlands Luftraum werden sich Drohnen in einem Ausmaß befinden, das berücksichtigt werden muss", erklärte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft in Onlinediensten. "Die sicheren Tage im russischen Luftraum sind vorbei", fügte er hinzu. 

+++ 17:05 Bundesregierung: Zu viele Urlaubsvisa für Russen in der EU +++

Die Bundesregierung drängt europäische Partner zu konsequenteren Beschränkungen für Tourismusreisen russischer Staatsbürger in die EU. "Die Anzahl der erteilten Visa, C-Visa für russische Staatsangehörige zum Urlaub in der Europäischen Union, die ist zu hoch", sagt ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Der Sprecher erinnert an eine Festlegung in der Europäischen Union aus dem Jahr 2022, gemeinsam dafür zu sorgen, dass die Anzahl dieser C-Visa, die für den gesamten Schengen-Raum erteilt werden, abgesenkt werde. Diese werde "von verschiedenen Ländern unterschiedlich streng ausgeführt". Zudem gehe es darum sicherzustellen, dass nur Personen einreisen, von denen keine Gefahr ausgeht. 

+++ 16:35 Selenskyj: Ukraine und Deutschland vor Abschluss von Drohnen-Abkommen +++

Die Ukraine steht kurz vor dem Abschluss einer Vereinbarung mit Deutschland über die gemeinsame Entwicklung von Drohnen. Das teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Telefonat mit Bundeskanzler Friedrich Merz mit. Das Abkommen, das von der Ukraine vor einigen Monaten vorgeschlagen worden war, soll die gemeinsame Entwicklung verschiedener Drohnentypen, Raketen und der dazugehörigen Software umfassen. "Unsere Teams schließen derzeit die Arbeiten am Text des Drohnen-Abkommens ab. Dies wird sowohl Deutschland als auch der Ukraine zusätzliche Verteidigungskapazitäten bringen", erklärt Selenskyj über den Kurznachrichtendienst Telegram. 

+++ 16:15 Zwei Tote nach russischem Raketenangriff auf Dnipro +++

Bei einem russischen Raketenangriff sind in der südostukrainischen Großstadt Dnipro mindestens zwei Menschen getötet worden. Weitere fünf seien verletzt worden, teilt die Staatsanwaltschaft des Gebiets Dnipropetrowsk mit. Ziel sind nach Angaben des Gebietsgouverneurs Olexander Hanscha Lebensmittellager gewesen. Es sei zu einem Brand gekommen. Auch die Hauptstadt Kiew wurde nach Behördenangaben erneut von russischen Drohnen angegriffen. Die Zahl der Verletzten stieg von sieben auf mindestens neun, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Mehrere Gebäude, darunter fünf Wohnhäuser, ein Kindergarten und Lager seien beschädigt worden.

+++ 15:46 Polens Regierungschef: Brand in Drohnen-Fabrik war Sabotage +++

Der Brand in einem Werk zur Herstellung von Kampfdrohnen in Polen ist nach Regierungsangaben auf Sabotage zurückzuführen. Es gebe keine Zweifel, dass es sich um gezielte Brandstiftung gehandelt habe, sagt Regierungschef Donald Tusk vor einer Kabinettssitzung in Warschau. Auch bei einem weiteren Brand in einer Fabrik für Komponenten für die Flugindustrie in Lublin könne man Brandstiftung nicht ausschließen, sagt Tusk. Hier fehlten bislang die eindeutigen Beweise. Am Montag war in der Fabrik WB Electronics in Skarzysko-Kamienna etwa 150 Kilometer südlich von Warschau ein Feuer ausgebrochen.

+++ 15:26 Kallas kündigt Sanktionsliste für 1600 weitere Personen oder Unternehmen an +++

Russland muss nach dem Anschlagsversuch mit einer Sprengstoffdrohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle mit einem umfassenden neuen Sanktionspaket der Europäischen Union rechnen. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagt bei Beratungen der Außenminister in Irland, es liefen bereits Vorbereitungen, um 1600 weitere Personen und Unternehmen mit Verbindungen zum militärisch-industriellen Komplex Russlands mit Strafmaßnahmen zu belegen. Möglicherweise würden weitere hinzukommen. 

+++ 15:01 Moskau bestellt Geschäftsträger deutscher Botschaft ein +++

Das russische Außenministerium hat den Geschäftsträger der Deutschen Botschaft in Moskau einbestellt, um gegen Berlins Sanktionen nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Halle/Leipzig zu protestieren. Die Einbestellung sei wegen der antirussischen Handlungen und der Äußerungen der deutschen Führung erfolgt, teilt das Ministerium mit. Auf einem Video ist zu sehen, wie der Diplomat mit dem Leiter der politischen Abteilung der Botschaft vorfuhr und das Gebäude betrat. Der neue Botschafter Clemens von Goetze ist demnach nicht in der Stadt. 

+++ 14:39 Medien: Zwei Tatverdächtige im Fall Leipzig +++

Im Fall des gescheiterten Drohnen-Anschlags auf den Leipziger Flughafen haben die Ermittler nach einem Medienbericht zwei Tatverdächtige identifiziert. Wie die "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR berichten, handelt es sich dabei um einen gebürtigen Russen mit lettischem Pass und einen aktenkundigen Mann aus Belarus mit russischem Pass. Laut "Bild"-Zeitung suchen die Ermittler nach mindestens vier Beteiligten, von denen die Behörden DNA-Spuren oder deren Mobiltelefone in Funkzellen nachweisen konnten.

+++ 14:20 Selenskyj: Habe mit Merz über Anschlag von Leipzig gesprochen +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Bundeskanzler Friedrich Merz nach dem Anschlag von Leipzig die Hilfe der Ukraine angeboten. "Dies ist eine weitere russische Eskalation, und es ist wichtig, dass Deutschland darauf reagiert hat. Friedrich hat mich über die ergriffenen Maßnahmen informiert. Meinerseits habe ich ihm versichert, dass die Ukraine bereit ist zu helfen - mit Fachwissen, Erfahrung oder in anderen Bereichen, in denen Deutschland es benötigen könnte", schreibt Selenskyj auf der Plattform X und dankt dem Kanzler für zusätzlich Waffenhilfe aus Berlin. 

+++ 13:50 Russisches Werk für Raketentriebwerke soll in Brand stehen +++

In einem Rüstungswerk nahe der russischen Stadt Perm soll ein Feuer ausgebrochen sein. Die ukrainische Armee schreibt in sozialen Medien, es handele sich um das Proton-PM-Werk. Dieses stelle unter anderem Raketentriebwerke her. Auch proukrainische Telegramkanäle und Open-Source-Analysten in sozialen Medien berichten über den Brand des Betriebs im Uralvorland. 

+++ 13:28 Video zeigt schwierige Abwehr von russischen Jet-Drohnen +++

Russlands Jet-"Shaheds" fliegen schneller und höher als ihre Vorgänger. Die weiterentwickelten Drohnen stellen die Ukraine vor große Probleme. Oberst Reisner erklärt, warum das so ist. Ein Video dokumentiert einen Abschuss.

+++ 13:08 Russische Drohnenattacken lösen Brände in Kiew aus – mindestens sieben Verletzte +++

Russlands Drohnen greifen Kiew am Vormittag an - mehrere schlagen ein. Die ukrainische Hauptstadt meldet mindestens sieben Verletzte. Laut Bürgermeister Vitali Klitschko trifft eine Drohne ein sechsstöckiges Wohnhaus und löst einen Brand aus. Der "Kyiv Independent" berichtet über einen weiteren Brand in einer Bildungseinrichtung, außerdem sei eine medizinische Einrichtung beschädigt worden. Auch ein Lagerhaus soll getroffen worden sein.

+++ 12:52 Hunderttausende Haushalte in Region Odessa nach Angriff ohne Strom +++

Nach einem russischen Angriff sind in der ukrainischen Region Odessa vorübergehend mehr als 350.000 Haushalte ohne Strom gewesen. Dies teilt der Energieversorger DTEK mit. Die Stromausfälle seien die Folge massiver Raketen- und Drohnenangriffe in der vergangenen Nacht auf wichtige Energieanlagen der Region, schreibt DTEK auf Telegram. Sobald es die Sicherheitslage zuließ, sei mit den Reparaturen begonnen worden. Inzwischen würden 177.000 Haushalte wieder mit Strom versorgt.

+++ 12:38 Finnland sichert Deutschland volle Solidarität zu +++

Finnlands Präsident Alexander Stubb stellt sich nach dem gescheiterten Angriff mit einer Sprengstoffdrohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle hinter Deutschland. "Wir kennen das russische Drehbuch", erklärt Stubb. Russland versuche, die Verbündeten einzuschüchtern und ihre Entschlossenheit sowie die Unterstützung für die Ukraine zu untergraben. "Es wird keinen Erfolg haben." Die von Deutschland angekündigten Maßnahmen zeigten laut Stubb: Jeder Angriff auf einen Verbündeten werde eine "klare Antwort" zur Folge haben. Finnland werde die Ukraine weiterhin entschlossen unterstützen. Die Bundesregierung macht Russland für den Anschlag verantwortlich, Moskau weist das zurück.

+++ 11:56 Kiesewetter zu Umgang mit Russland: "Wir müssen unsere Bevölkerung offen informieren" +++

In den Augen von CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter herrscht in Deutschland noch immer eine "gewisse Romantisierung" im Umgang mit Russland. Der jetzt deutlich benannte Vorfall in Leipzig sei bei Weitem nicht der erste gewesen. Das Verhalten gegenüber Moskau hält er für geradezu "einfältig".

+++ 11:25 Sicherheitsexperte warnt vor Schwemme sogenannter Wegwerfagenten +++

Der Sicherheitsexperte Konstantinos Tsetsos von der Universität der Bundeswehr München warnt vor einer Schwemme sogenannter Wegwerfagenten, die von russischen Geheimdiensten angeworben werden. "Aus meiner Sicht gibt es in Europa mehrere Tausend aktive und zukünftig willige Wegwerfagenten", sagt er gegenüber dem "Stern" und RTL. Wegwerfagenten sind Amateurspione, oft Kleinkriminelle, die sich im Internet für kleines Geld anwerben lassen. Laut Tsetsos setze Russland sie vor allem für drei Ziele ein: um Personen oder Orte auszuspähen, für Sabotageakte wie Brandstiftungen und für Desinformation, die die deutsche Politik und die Bundesregierung diskreditieren soll. Zu diesem Thema zeigt RTL um 20:15 die Investigativ-Doku "Putins Wegwerfagenten - Die billigen Vollstrecker". 

+++ 10:57 Estland und Ungarn: Russland ist Bedrohung für ganz Europa +++

Der gescheiterte Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Leipziger Flughafen zeigt nach Ansicht der estnischen Regierung, dass Russland eine Bedrohung für ganz Europa darstellt. "Dies bestätigt einmal mehr, dass Russland bereit ist, Attacken mit möglichen Opfern auf europäischem Boden und weit jenseits seiner Grenzen durchzuführen", teilt Außenminister Margus Tshakna in Tallinn mit. Der Vorfall sei Teil eines umfassenderen Musters russischer Provokationen, die darauf abzielen, den Westen einzuschüchtern und ihn dazu zu zwingen, die Unterstützung für die Ukraine zurückzuziehen. Ähnlich äußert sich die ungarische Regierung. Die jüngsten Vorfälle in Deutschland würden "ein zunehmend gefährliches und rücksichtsloses Verhaltensmuster demonstrieren", welches eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit des ganzen Kontinents darstelle, schreibt Außenministerin Anita Orban auf der Plattform X.  "Ungarn ist mit Deutschland umfassend solidarisch. Es ist bereit, seine Partnerländer bei der Reaktion auf hybride Bedrohungen zu unterstützen", fügt sie hinzu. Unter hybriden Bedrohungen versteht man eine Kombination aus militärischen, wirtschaftlichen, geheimdienstlichen und propagandistischen Mitteln. 

+++ 10:30 Wadephul: Russland muss mit "Konsequenzen leben" +++

Bundesaußenminister Johann Wadephul weist die Kritik des russischen Präsidenten Wladimir Putin an deutschen Sanktionen nach dem versuchten Sprengstoffanschlag am Leipziger Flughafen zurück. "Russland hat eskaliert (...) und Russland muss jetzt mit diesen Konsequenzen leben", sagt der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinen europäischen Amtskollegen in Irland. Die EU-Außenminister beraten über weitere Sanktionen gegen Russland. Wadephul will dazu umfangreiche Vorschläge machen. Er gehe davon aus, dass die EU "eine große Zahl von Personen" zusätzlich auf die Sanktionsliste setzen könne. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sowie mehrere EU-Staaten bestellten russische Gesandte und Botschafter ein. 

+++ 10:10 Sachsens Innenmister sieht in Drohnen-Vorfall "Staatsterrorismus" +++

Sachsens Innenminister Armin Schuster ordnet den gescheiterten Angriff mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle als "Staatsterrorismus" ein. "Die deutschen Sicherheitsbehörden haben angesichts der Häufigkeit und Intensität von Angriffen wie am Leipziger Flughafen eine neue Gefährdungslage zu bewältigen, weil diese Anschläge eine gänzlich neue terroristische Bedrohung darstellen, die man klar als Staatsterrorismus benennen und bekämpfen muss", sagt der CDU-Politiker der Funke Mediengruppe. 

+++ 09:55 Medwedew droht Deutschland mit direkten Angriffen +++

Der Vizechef des russischen nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, droht Deutschland wegen der Sanktionen nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Halle/Leipzig mit Bestrafung. "Sie verdienen einen direkten Schlag gegen alle deutschen Produktionsstätten für Militärtechnik", schreibt der für seine scharfen Äußerungen bekannte Kremlpolitiker bei Telegram. Gemeint seien Rüstungsbetriebe, die für die Ukraine arbeiten - und "durchaus auch einige andere Orte in Berlin". Medwedew wirft den deutschen Behörden vor, den Angriff auf dem Flughafen erfunden zu haben. Zudem beschimpft Medwedew die "derzeitige deutsche Führung" als "neonazistisch" und "extrem russophob".  Mehr dazu hier.

+++ 09:38 Kallas bestellt Russlands EU-Gesandten ein +++

EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bestellt wegen des versuchten Sprengstoffanschlags am Leipziger Flughafen den russischen EU-Gesandten in Brüssel ein. Der Vorfall weise "alle Merkmale von staatlich gefördertem Terrorismus" auf, sagt Kallas vor einem Treffen der EU-Außenministerinnen und -Außenminister in Irland. Deutschlands Innenminister Alexander Dobrindt sagte am Dienstag, in Leipzig seien Tatmittel verwendet worden, die aus anderen hybriden Operationen Russlands bekannt seien - wie die Drohnenkonfiguration, diverse Bauteile, Sprengstoff und Zündtechnik. 

+++ 09:29 Frankreich bestellt russischen Diplomaten wegen Leipzig-Angriffs ein +++

Frankreich beordert wegen des versuchten Drohnenangriffs auf den Flughafen Leipzig/Halle einen Vertreter der russischen Botschaft in Paris ins Außenministerium. Er habe den russischen Geschäftsträger einbestellt, um zu protestieren, sagt der französische Außenminister Jean-Noël Barrot bei einem Treffen der EU-Außenminister in Irland. Die Bundesregierung macht Russland für den Vorfall Anfang August verantwortlich und hat als Reaktion unter anderem die Schließung eines Konsulats sowie eines russischen Kulturzentrums in Berlin angeordnet.  

+++ 09:16 Ukraine wirft Russland "heimtückische" Angriffe auf Feuerwehrleute vor +++

Der ukrainische Katastrophenschutz wirft dem russischen Militär "heimtückische" Angriffe auf Rettungskräfte in der Region Kiew vor. Gestern Abend habe Russland drei Lagerhallen im Bezirk Butcha angegriffen, daraufhin seien Brände ausgebrochen, schreibt der Staatliche Dienst für Notfallsituationen. Während der Löscharbeiten habe das russische Militär zwei weitere Angriffe auf die Lagerhallen durchgeführt. Den Angaben zufolge wurde niemand verletzt und die Brände sind gelöscht. Das russische Verteidigungsministerium schreibt auf Telegram, am Abend ein Logistikzentrum der Alfa Development Group in der Region Kiew mit Drohnen attackiert zu haben. In dessen Lagerhallen würden ausländische Güter mit doppeltem Verwendungszweck gelagert und verteilt, darunter Komponenten für Drohnen.  

+++ 08:55 Putin: Ukraine hat 100 russische Schiffe beschädigt +++

Der russische Präsident Wladimir Putin räumt Schäden an etwa 100 Schiffen des Landes durch ukrainische Drohnenangriffen ein. Zugleich betont der Kremlchef, dass die Ukraine nicht in der Lage sei, Russland mit ihren Attacken kritische Schäden zuzufügen. "Ich denke, dass sie uns einen realen Schaden verursacht haben", sagt Putin am Dienstag in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek vor Journalisten. "Es sind Menschen gestorben, Seeleute, darunter auch ausländische", sagt er. Der Gesamtschaden der Attacken liege nach vorläufigen Berechnungen bisher bei einem Prozent des russischen Bruttoinlandsprodukts, sagt Putin. "Das ist kein kritischer Schaden für uns. Und sie können uns auch keinen kritischen Schaden zufügen", behauptet der Präsident. Die Ukraine hatte insbesondere im Schwarzen und dem benachbarten Asowschen Meer Öltanker und Getreidefrachter attackiert. 

+++ 08:16 SPD-Generalsekretär rechnet mit weiteren Attacken auf Deutschland +++

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf erwartet nicht, dass die von der Bundesregierung angekündigten Maßnahmen Russland von weiteren Angriffen auf Deutschland abschrecken. "Ganz im Gegenteil. Wir müssen uns darauf einstellen, dass auch weitere solche Attacken zu erwarten sind", so Klüssendorf im ntv-Frühstart. Die hybride Kriegsführung Russlands in Europa und Deutschland werde weitergehen. Deutschland müsse zeigen, dass es in der Lage ist, sich zu verteidigen, erklärt Klüssendorf. Dazu gehörten die Schließung des russischen Konsulats und des Russischen Hauses sowie Einschränkungen für die russische Schattenflotte. "Das sind, glaube ich, jetzt die richtigen Maßnahmen." Zugleich müsse die Bundesregierung verhindern, dass die Lage weiter eskaliere. 

+++ 07:53 Moskau "wird mit spiegelähnlichen Maßnahmen reagieren" +++

Die russische Führung empört sich über den deutschen Vorwurf, hinter dem Drohnenangriff auf den Leipziger Flughafen zu stecken. Die Gegenreaktionen sind schon jetzt vorhersehbar. ntv-Reporter Rainer Munz zählt auf, was jetzt zu erwarten ist. 

+++ 07:29 Deutsche Reaktion auf Drohnenangriff laut Mitbegründerin russischer Menschenrechtsgruppe unzureichend +++

Die in Berlin lebende Mitbegründerin der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial, Irina Scherbakowa, hält die Antwort der Bundesregierung auf den Drohnenangriff am Flughafen Leipzig/Halle für unzureichend. Sie erklärt: "Ich glaube nicht, dass es in Moskau Beunruhigung erzeugt, wenn der russische Botschafter herbeizitiert und das Generalkonsulat in Bonn geschlossen wird. Und das Russische Haus gehört schon seit langem geschlossen." Bei den Einreiseverschärfungen sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht die russischen Dissidenten treffen und die Bürokratie wachsen lassen, fügt Scherbakowa hinzu. Sie hofft auf weitere Maßnahmen. "Gegen diesen hybriden Krieg benötigt man ernsthafte Maßnahmen wie die Verstärkung der Sicherheitsbehörden und einen besseren Schutz der Infrastruktur. Dazu braucht die Regierung Spezialisten, Professionalität und Geld. Und sie braucht die Unterstützung der Bevölkerung." Die Bundesregierung macht Russland für den misslungenen Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Airport in Leipzig/Halle verantwortlich.  

+++ 07:03 Acht Menschen bei Angriffen auf Odessa verletzt +++

Russland hat nach ukrainischen Angaben erneut die Schwarzmeer-Hafenstadt Odessa attackiert. Dabei seien mindestens acht Menschen verletzt worden, teilt der Leiter der Militärverwaltung der Stadt, Serhij Lyssak, auf Telegram mit. Zudem seien Infrastruktur und Wohngebäude beschädigt worden. So sei ein 24-stöckiges Hochhaus getroffen worden. Das russische Verteidigungsministerium schreibt bei Telegram, in Odessa und Umgebung seien in der Nacht vier Anlagen der Energieinfrastruktur für den Betrieb ukrainischer Häfen beschädigt worden. Genannt werden unter anderem Lagerhallen mit militärtechnischer Ausrüstung und sechs Treibstofftanks für das Militär im Hafen von Odessa. In den vergangenen Monaten hat Russland die Zahl und Intensität seiner Drohnenangriffe auf die Region Odessa deutlich erhöht. Das Gebiet ist einer der wichtigsten Knotenpunkte für den ukrainischen Außen- und Binnenhandel. 

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Dieses Wohnhaus in Odessa wurde laut ukrainischen Angaben von einer Drohne getroffen (Foto: REUTERS)

+++ 06:37 Putin bezeichnet Gerüchte über weitere Mobilisierung als "völligen Unsinn" +++

Kreml-Chef Wladimir Putin weist Spekulationen, Russland sei gezwungen eine weitere Mobilisierung anzuordnen, als "völliger Unsinn" zurück. Das sei ein "Informationsangriff auf Russland", sagt Putin am Dienstag nach einem Gipfeltreffen in Kirgistan vor Reportern. Zudem erklärt Putin, Russland mache Fortschritte auf dem Schlachtfeld. "Ich habe keinen Zweifel daran, dass der Feind zusammenbrechen wird", sagt er. Nach Einschätzung der Ukraine plant Russland die Mobilisierung von 300.000 weiteren Soldaten nach den Parlamentswahlen im September. Zudem könnte Russland demnach 2027 Hunderttausende weitere Soldaten einziehen, um den Rest der ostukrainischen Region Donezk zu erobern. 

+++ 05:57 Russland: Dreiertreffen von Putin, Trump und Xi bei Apec-Gipfel möglich +++

Der russische Präsident Wladimir Putin, sein US-Kollege Donald Trump und das chinesische Staatsoberhaupt Xi Jinping kommen der Regierung in Moskau zufolge beim nächsten Apec-Gipfel möglicherweise zu einem Dreiertreffen zusammen. "Darüber wurde gesprochen, ja", sagt der außenpolitische Berater des Kremls, Juri Uschakow, im russischen Staatsfernsehen. Alle drei Staatschefs werden zu dem Treffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft am 18. und 19. November im chinesischen Shenzhen erwartet. Eine Stellungnahme des Weißen Hauses liegt zunächst nicht vor. 

+++ 05:20 Putin wirft Ukraine "Staatsterrorismus" vor +++

Nach der Warnung des ukrainischen Präsidenten Selenskyj, den russischen Luftraum zu nutzen, beklagt sich Russlands Machthaber Putin über "Staatsterrorismus". "In Russlands Luftraum werden sich Drohnen in einem Ausmaß befinden, das berücksichtigt werden muss", hatte Selenskyj gesagt. "Wenn dies laut ausgesprochen wurde, dann ist das schlichtweg eine Erklärung des Staatsterrorismus", kommentiert das Putin in einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. "Sie fordern uns auf, die Verhandlungen wieder aufzunehmen", so der Kremlchef weiter. "Aber mit Terroristen verhandelt man nicht."

+++ 05:01 Macron für verschärfte EU-Sanktionen gegen Russland +++

Nach dem Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig Anfang August spricht sich der französische Präsident Emmanuel Macron für ein verschärftes Vorgehen gegen Moskau aus. Frankreich "unterstützt die Verabschiedung neuer europäischer Sanktionen gegen Russland", so Macron auf X. Er sei "voll und ganz solidarisch mit Deutschland". Macron spricht von einer Zunahme "dieser hybriden Angriffe" in Europa. "Sie können nicht unbeantwortet bleiben", betont er.

+++ 04:35 Sachsens Innenminister wirft Russland "Staatsterrorismus" vor +++

Sachsens Innenminister Armin Schuster spricht mit Blick auf den Anschlagsversuch auf den Leipziger Flughafen von "Staatsterrorismus" und warnt vor einer "neuen terroristischen Bedrohung" gewarnt. "Die deutschen Sicherheitsbehörden haben angesichts der Häufigkeit und Intensität von Angriffen wie am Leipziger Flughafen eine neue Gefährdungslage zu bewältigen, weil diese Anschläge eine gänzlich neue terroristische Bedrohung darstellen, die man klar als Staatsterrorismus benennen und bekämpfen muss", sagt der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es sei deshalb "immens wichtig, dass wir in Sachsen, aber auch bundesweit den eingeschlagenen Weg fortsetzen und Polizei und Nachrichtendienste mit den richtigen Befugnissen und angemessenen technischen Mitteln ausstatten", erklärt Schuster weiter.

+++ 03:40 Schweden bestellt russischen Botschafter ein +++

Die schwedische Regierung bekundet wegen des versuchten Anschlags auf dem Leipziger Flughaften ihre Solidarität mit Deutschland und kündigt diplomatische Konsequenzen an. "Wir werden den russischen Botschafter in Stockholm einbestellen, um den scharfen Protest Schwedens gegen das Verhalten Russlands zum Ausdruck zu bringen", sagte der schwedische Regierungschef Ulf Kristersson bei einer Pressekonferenz. "Schweden steht an der Seite Deutschlands, und Schweden steht an der Seite der Ukraine", fügte er hinzu.

+++ 03:09 Gabriel: Maßnahmen werden Putin nicht beeindrucken +++

Der ehemalige Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hält die Sanktionen Deutschlands gegen Russland in Reaktion auf den versuchten Anschlag am Leipziger Flughafen für angemessen. Das sei zumindest eine Antwort, die man geben könne, ohne dass man selber eskaliere, sagt der SPD-Politiker in der ARD-Talksendung "Maischberger": "Wir haben ja kein Interesse, mit Russland in einen Überbietungswettbewerb zu kommen." Allerdings werde das Russlands Präsidenten Wladimir Putin nicht beeindrucken. "Es wird ihn hoffentlich beeindrucken, wenn wir in der Nato und in Europa zusammenhalten." Die Einigkeit könne die Nato zum Beispiel dadurch zeigen, "dass man Drohnen-Überflüge über ein Land der Nato nicht einfach hinnimmt, sondern sie runterholt oder auch ein Jagdflugzeug nicht einfach vorbeifliegen lässt, das Nato-Gebiet überfliegt", so Gabriel.

+++ 02:37 Deutsche Marine testet erfolgreich weitreichendes Raketensystem +++

Die deutsche Marine hat im Nordatlantik einen zuvor geheim gehaltenen Test des israelischen Raketensystems Lora erfolgreich abgeschlossen. Die Erprobung zeige, dass sich das Waffensystem von deutschen Schiffen aus einsetzen lasse "und die mögliche Reichweite übersteigt alles, was wir bisher kannten", sagt Marineinspekteur Jan Christian Kaack. Jetzt sollen Pläne für eine Beschaffung der Waffen mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern vorangebracht werden. Der Kauf des Systems wäre Teil der Rüstungsprogramme, die nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine aufgelegt wurden und die dazu dienen sollen, Russland abzuschrecken. Mehr dazu hier.

+++ 02:08 Wadephul: Nichtreaktion auf Drohnen-Vorfall wäre Einladung an Russland +++

Eine ausbleibende Reaktion auf den Drohnen-Vorfall am Leipziger Flughafen hätte Außenminister Johann Wadephul zufolge von der Regierung in Moskau als Einladung zu weiteren Schritten gegen Deutschland verstanden werden können. Dieses Risiko sei deutlich größer gewesen als die Gefahr einer weiteren russischen Eskalation, sagt der CDU-Politiker im ZDF. "Russland wird dann einzugrenzen sein und wird dann auf einen vernünftigen Weg zu bringen sein, wenn es weiß, dass es eine klare Reaktion gibt, auch von Ländern wie Deutschland."

+++ 01:20 Putin behauptet: Russische Truppen rücken in Donezk vor +++

Im Krieg gegen die Ukraine kommen die russischen Truppen laut Darstellung von Kremlchef Putin immer schneller voran. Russische Einheiten seien im Donezker Gebiet bis auf wenige Kilometer an die Städte Slowjansk, Kramatorsk und Druschkiwka herangerückt, behauptet er in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek vor Vertretern staatlicher Medien. Die Stadt Swjatohirsk sei erneut unter russischer Kontrolle; und in Dobropillja gebe es bereits Straßenkämpfe. Putins Angaben zu angeblichen Erfolgen an der Front widersprechen den Einschätzungen ukrainischer und westlicher Beobachter, die zuletzt übereinstimmend eine Verlangsamung des russischen Vormarsches feststellten. 

+++ 00:18 Ukraine begrüßt deutsche Vergeltungsmaßnahmen gegen Russland +++

Die Ukraine hat die deutschen Maßnahmen gegen Russland nach dem misslungenen Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle positiv bewertet. "Ich begrüße die entschlossene Reaktion Deutschlands auf den russischen Angriff in Leipzig", schreibt der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, auf der Plattform X. Kiew stehe in engem Austausch mit Berlin bei der Sicherung kritischer Infrastruktur vor Drohnen, einem koordinierten Vorgehen gegen die russische "Schattenflotte" und weiteren Sanktionen gegen Russland.

+++ 23:30 Putin wirft Deutschland Beweisfälschung vor und nennt Sanktionen "schweren Fehler" +++

Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnet die deutschen Strafmaßnahmen gegen sein Land nach dem Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig als "schweren Fehler". Er wirft Deutschland vor, Beweise fingiert zu haben, um Moskau dafür verantwortlich zu machen. Mit den Vorwürfen gegen Russland versuche die Bundesregierung, von innenpolitischen Problemen und den sinkenden Umfragewerten von Bundeskanzler Friedrich Merz abzulenken, sagt Putin auf einer Pressekonferenz in Bischkek in Kirgistan. Mehr dazu hier.

+++ 22:43 Russischer Botschafter nennt Drohnen-Vorwürfe "absurd" +++

Russlands Botschafter Sergej Netschajew weist die Anschuldigungen Deutschlands nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Halle/Leipzig als "absurd" zurück. Berlin habe seine Vorwürfe nicht belegt, sie widersprächen auch dem gesunden Menschenverstand, so Netschajew laut einer Mitteilung der Botschaft. Er war zuvor ins Auswärtige Amt einbestellt worden. Die von deutscher Seite angekündigten Maßnahmen stellten "eine beispiellose Eskalation in den russisch-deutschen Beziehungen" dar und würden nicht ohne Folgen bleiben, so Netschajew weiter. Allein die Bundesregierung trage dafür die Verantwortung. 

+++ 22:11 Maßnahmen gegen Moskau: Deutschland ruft Nato-Rat an +++

Deutschland wird den Nato-Rat am morgigen Mittwoch mit dem gescheiterten Drohnen-Angriff auf den Leipziger Flughafen befassen. In dem Gremium, dem die Nato-Botschafter der Mitgliedstaaten angehören, werde es eine Aussprache über die wachsende hybride Bedrohung durch Russland geben, erfährt dpa aus Regierungskreisen. Artikel 4 des Nato-Vertrags will die Bundesregierung aber nicht ziehen. Der sieht Beratungen der Verbündeten vor, wenn sich ein Nato-Staat für von außen gefährdet erklärt.

+++ 21:47 Leipziger Anschlagsversuch: AfD-Spitzenkandidat Siegmund fordert Diplomatie statt Sanktionen +++

Der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, hat nach dem Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig Anfang August Diplomatie statt neuer Sanktionen gegen Russland gefordert. "Diplomatie. Miteinander reden", sagt Siegmund dem Portal "The Pioneer" am Rande einer Wahlkampfveranstaltung auf die Frage, welche Maßnahmen die Bundesregierung nun gegen Russland ergreifen solle. Es müsse gefragt werden, was der bisherige Kurs des Westens gegenüber Moskau in den vergangenen Jahren gebracht habe. Siegmund äußerte Zweifel am bisherigen Umgang der Bundesregierung mit Russland. Man schicke Geld und Waffen in die Ukraine, habe Gesprächskanäle abgebrochen und Sanktionen verhängt. "Was hat das gebracht?" Der Punkt, an dem miteinander gesprochen werden müsse, sei "eigentlich überfällig".

+++ 21:19 "Himmel voller Drohnen": Selenskyj erklärt russischen Luftraum für geschlossen +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat alle Fluggesellschaften vor Flügen über Russland gewarnt. "Der russische Luftraum wird vollkommen unsicher", sagt Selenskyj in einer Videobotschaft. Die Ukraine drohe dabei jedoch nicht der zivilen Luftfahrt oder einzelnen Flugzeugen. "Es wird einfach so viele Drohnen im russischen Luftraum geben, dass man dies berücksichtigen muss", erklärt der ukrainische Staatschef. Der russische Luftraum werde "faktisch" geschlossen. Erst vergangene Woche hatte er den Einsatz von bis zu 1000 weitreichenden Drohnen täglich angedroht.

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