Politik

Feuer in Lager auf Lesbos 18 mutmaßliche Brandstifter festgenommen

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60 Prozent des Lagers sind durch die Flammen zerstört worden.

(Foto: REUTERS)

Die griechische Polizei hat drei Dutzend Männer gestellt, die für den Brand in dem Flüchtlingslager auf Lesbos verantwortlich sein sollen. Die Flammen haben mehr als die Hälfte des Lagers zerstört.

Nach dem Brand in einem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos hat die Polizei 18 Flüchtlinge und Migranten festgenommen. Die Männer aus Afghanistan, Kamerun, Senegal und Syrien stünden im Verdacht, für die Brandstiftung und die Krawalle inner- und außerhalb des sogenannten Hotspots der Insel verantwortlich zu sein, berichtete die Athener Zeitung "Kathimerini". Mindestens neun von ihnen sollen dem Haftrichter vorgeführt werden.

Im überfüllten Auffanglager "Moria" war es am Montagabend zu Krawallen und Brandstiftung gekommen. Die mehr als 3000 Bewohner des Lagers flohen vor den Flammen und verteilten sich auf der Insel. Mehr als 60 Prozent der Einrichtung sollen durch das Feuer zerstört worden sein, verletzt wurde niemand.

Dennoch ist die Lage prekär - Tausende Flüchtlinge und Migranten haben keine Unterkunft mehr. Gleichzeitig sollen sie jedoch auch nicht zum griechischen Festland gebracht werden, weil geplant ist, sie als illegal Eingereiste im Rahmen des EU-Flüchtlingspakts zurück in die Türkei zu schicken.

Quelle: ntv.de, lsc/dpa