Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 19:50 Kiew nennt Streichung von russischen Oligarchen von EU-Sanktionsliste "beschämend" +++

22.09.2026, 00:01 Uhr

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha verurteilt die Streichung von zwei russischen Oligarchen von der Sanktionsliste der EU. Die Entscheidung, die Sanktionen gegen Alischer Usmanow und Michail Fridman aufzuheben, sei "beschämend und unentschuldbar", erklärt Sybiha in Onlinediensten. Er fordert die EU-Mitgliedstaaten auf, stattdessen "nationale Sanktionen" gegen die beiden russischen Milliardäre zu verhängen. Sybiha erklärt weiter, Moskau freue sich, "erreicht zu haben, was es wollte: ein Gefühl der Straflosigkeit, die Demütigung der EU und Spaltung unter den Europäern".

+++ 19:04 Rubio: Ukraine trifft Schiffe mit Öl für US-Konzerne +++

US-Außenminister Marco Rubio wirft der Ukraine vor, bei Angriffen auf Russlands Ölindustrie auch Schiffe und Ölladungen in Verbindung mit den USA getroffen zu haben. In den vergangenen Monaten habe es mehrere Fälle gegeben, sagt Rubio dem US-Fernsender Fox News. "Vielleicht nicht absichtlich, aber trotzdem von der Ukraine getroffen. Und das muss angesprochen werden. Wir können das nicht zulassen", sagt er. Details nennt der US-Außenminister nicht. Hintergrund dürfte sein, dass über den russischen Hafen Noworossijsk am Schwarzen Meer nicht nur Öl aus Russland, sondern auch aus Kasachstan exportiert wird. Das kasachische Öl erreicht den Hafen über die Kaspi-Pipeline CPC, an der der US-Ölkonzern Chevron beteiligt ist. 

+++ 18:38 Nach Drohnenfund bei Bundeswehr-Standort Wunstorf offenbar Sprengstoff entdeckt +++

Nach dem versuchten Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen rückt eine in der vergangenen Woche in Niedersachsen gefundene Drohne in der Nähe des Bundeswehr-Fliegerhorsts Wunstorf in den Fokus der Ermittler. Die Bundesanwaltschaft prüft bereits einen möglichen Zusammenhang zum Leipziger Vorfall. Jetzt zeigen Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR, dass Beamte Tage später nur wenige Meter von der Fundstelle entfernt auf verdächtiges Material stießen. Sie gehen derzeit davon aus, dass es sich um Sprengstoff handelt, wie der Rechercheverbund unter Berufung auf Sicherheitskreisen berichtet. In Wunstorf ist die A400M-Transportflotte der Bundeswehr stationiert. Der Standort gilt als zentrale Drehscheibe für die weltweite Versorgung der Streitkräfte mit Material und Truppen.

+++ 17:51 Trump stellt baldiges Kriegsende in Aussicht +++

US-Präsident Donald Trump stellt vor der UN-Vollversammlung abermals ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs in Aussicht. Die USA arbeiteten eng mit der Führung Russlands und der Ukraine zusammen, sagt er in New York. Man werde den Konflikt lösen – und zwar schneller als die Leute dächten, behauptet Trump. Zugleich deutet er an, dass er den Druck auf Russland verstärken könnte. Er verweist auf das jüngst verabschiedete US-Gesetz, das ihm Vollmachten gibt, neue Sanktionen gegen Russland zu verhängen. "Und wenn es nötig wird, werde ich sie verwenden müssen", sagt Trump vor den Vereinten Nationen.

+++ 17:21 EU streicht zwei russische Oligarchen von Sanktionsliste +++

Die EU-Botschafter einigen sich Diplomaten zufolge darauf, die russischen Milliardäre Alischer Usmanow und Michail Fridman von der Sanktionsliste zu streichen. Im Gegenzug werden die Maßnahmen gegen die verbleibenden 3000 Personen und Einrichtungen um drei Jahre verlängert. Lettland hat demnach als letztes Land seinen Widerstand gegen den Kompromiss aufgegeben. Frankreich hatte aus Gründen der nationalen Sicherheit auf die Streichung des russisch-usbekischen Metall-Magnaten Usmanow gedrungen. Luxemburg forderte dies für Fridman, der das Land auf 16 Milliarden Dollar verklagt hat.

+++ 16:46 Bedrohung durch Russland - Ischinger erwartet gefährlichen Herbst +++

Die Vertrauenskrise der Bundesregierung und die Schwäche Europas vergrößern nach Einschätzung des früheren Spitzendiplomaten Wolfgang Ischinger die Bedrohung durch Russland. Europas Sicherheit sei in einer Weise bedroht, "wie wir das seit den Zeiten des Kalten Kriegs nicht mehr kennen", sagt er dem "Handelsblatt". "Ich glaube, uns steht seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine vor viereinhalb Jahren der bisher gefährlichste Herbst bevor." Ischinger verweist auf die Debatten über Kanzler Merz und den bevorstehenden Abschied des französischen Präsidenten Macron. Das könne der Kreml als Schwächephase verstehen und sie für "militärische Drohungen und Nadelstiche" nutzen.

+++ 15:49 Kurz vor Fristende: EU streitet weiter über Aufhebung von Sanktionen gegen russische Oligarchen +++

Wenige Stunden vor Ablauf der Frist für die Verlängerung der Sanktionen gegen Russland ringen die EU-Länder weiter um ein Ergebnis. Im Streit um die Streichung zweier russischer Oligarchen von der Sanktionsliste zeichnet sich EU-Diplomaten zufolge noch keine Einigung ab. Während die Gespräche zwischen den EU-Botschaftern in Brüssel am Nachmittag fortgesetzt werden sollen, fordert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine "rechtzeitige und bedingungslose Verlängerung der individuellen Sanktionen". Streitpunkt in den Verhandlungen ist die Aufhebung der Sanktionen gegen die Milliardäre Alischer Usmanow und Michail Fridman.

+++ 15:06 Russland lehnt begrenzte Waffenruhe ab +++

Moskau lehnt den erneuten Vorschlag des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ab, eine begrenzte Waffenruhe zu vereinbaren. Präsident Wladimir Putin habe immer gesagt, "dass Russland sich einsetzt für einen dauerhaften Frieden, nicht für eine Waffenruhe, die im Grunde nichts bringt", sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Staatsmedien zufolge. Die Äußerungen Selenskyjs wertet der Kreml demnach als Zeichen dafür, dass es der Ukraine wirtschaftlich und an der Front immer schlechter gehe. Zudem wirft Peskow Selenskyj vor, sich mal für ein Ende des Kriegs auszusprechen und mal neue Angriffe anzukündigen.

+++ 14:27 Kreml offen für Gespräche mit der AfD +++ 

Nach den Wahlerfolgen der AfD zeigt sich Russland offen für Gespräche mit der Partei. Die Äußerungen der Alternative für Deutschland zu einer Wiederaufnahme der Beziehungen mit Russland "imponieren uns", sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Agentur Interfax zufolge. Als politische Kraft zeige die Partei eine beständig wachsende Popularität. "Natürlich erscheinen uns solche Äußerungen vorteilhafter als jene von Merz, der sich im Grunde nur durch konfrontative Äußerungen gegenüber der Russischen Föderation hervorgetan hat", sagt Peskow. Merz steht in Moskau als "Russland-Hasser" und "Kriegstreiber" in der Kritik. Dagegen unterhält die AfD, die in manchen Bundesländern vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft ist, seit längerem Kontakte zu Moskau. 

+++ 13:50 Kiew erhält Hunderte Millionen von der Weltbank +++ 

Die Ukraine erhält von der Weltbank unter Garantien der kanadischen Regierung 841 Millionen Dollar. Die Mittel sollen zur Erstattung von Staatsausgaben für Rentenzahlungen verwendet werden, teilt der ukrainische Ministerpräsident Sergij Koretskyj auf Telegram mit.

+++ 13:35 Neue US-Truppen auf dem Weg nach Litauen +++ 

Ein neues Kontingent von US-Truppen ist nach Angaben des litauischen Präsidenten Gitanas Nauseda "bereits auf dem Weg" in das baltische Nato-Land. Die US-Militärpräsenz in Litauen sei ein unverzichtbarer Teil der Abschreckung und kollektiven Verteidigung, schreibt Nauseda auf X. Er dankt US-Präsident Donald Trump und der US-Regierung für den Schritt, der wichtig für Litauen und die Sicherheit der Region sei. Die USA ziehen derzeit Tausende Soldaten aus Europa ab. Litauen hatte im Juni mitgeteilt, dass die USA ihre künftige Truppenstationierung in dem Land überprüfen. 

+++ 13:09 Russland: Ukrainischer Angriff beschädigt Messstation nahe AKW Saporischschja +++ 

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff wird nach Angaben der von Russland eingesetzten Verwaltung eine Strahlungsmessstation nahe dem russisch kontrollierten Atomkraftwerk Saporischschja beschädigt. Die Anlage befinde sich etwa 13 Kilometer von dem Kraftwerk im Südosten der Ukraine entfernt, teilt die Leitung auf Telegram mit. Es seien jedoch ausreichend Kapazitäten vorhanden, um die Strahlungswerte weiterhin zu überwachen. Eine ukrainische Stellungnahme liegt noch nicht vor.

+++ 12:40 Russische Raketen zerstören Öl- und Gasanlage in Poltawa +++ 

Bei einem russischen Raketenangriff im zentralukrainischen Gebiet Poltawa ist eine Öl- und Gasanlage schwer beschädigt worden. Mindestens fünf ballistische Raketen haben in der Nacht die technischen Anlagen getroffen, wie der ukrainische Energiekonzern Naftogaz mitteilt. Diese seien zum Zeitpunkt des Angriffs bereits stillgelegt gewesen.Dem Unternehmen zufolge machen die jüngsten Schäden eine Instandsetzung und den Betrieb des Standorts praktisch unmöglich. Der nicht namentlich genannte Komplex sei seit 2022 mehrfach angegriffen worden.

+++ 12:11 Macron spricht mit Trump über Energiewaffenruhe - und verspricht Selenskyj Hilfe +++

In seinem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump beriet sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auch zu einer Energiewaffenruhe im Ukraine-Krieg. Man wolle die "Kräfte bündeln, um ein Moratorium für Angriffe auf die Energieinfrastruktur und auf zivile Infrastrukturen in der Ukraine zu erreichen", schreibt der französische Staatschef auf X. "Die Zivilbevölkerung muss geschützt werden, und wir müssen so schnell wie möglich ernsthafte Verhandlungen über die Friedensbedingungen zwischen Russland und der Ukraine aufnehmen." Später traf Macron in New York auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, dem er wegen der russischen Angriffe Unterstützung verspricht: "Wir verstärken ihre Luftabwehr durch die Unterzeichnung eines Vertrags zur Lieferung von Radarsystemen sowie die Bereitstellung von Abfangraketen."

+++ 11:52 Lawrow will Rubio in New York treffen +++ 

Der russische Außenminister Sergej Lawrow plant ein Treffen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio am Rande der UN-Generaldebatte in New York. Das Gespräch sei für morgen angesetzt, sagt ein Sprecher des Außenministeriums in Moskau der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Einzelheiten nennt er nicht. Eine Bestätigung von US-amerikanischer Seite steht noch aus. Die russisch-amerikanischen Beziehungen sind weiter gespannt, auch wenn US-Präsident Donald Trump sich seines guten Drahts zu Kremlchef Wladimir Putin rühmt.

+++ 11:23 Der "Hexerei" verdächtigt? Achmat Kadyrows Frau soll nach Folter gestorben sein +++ 

Die erste Ehefrau Achmat Kadyrows, des ältesten Sohnes des tschetschenischen Machthabers Ramsan Kadyrow, soll nach Folter gestorben sein. Dies berichtet das unabhängige russischsprachige Portal Verstka, das sich auf die tschetschenische Oppositionsbewegung NIYSO bezieht. Demnach war Petimat Machmatowa mit mehreren Verwandten zuvor entführt worden. Angeblich wurde ihre Familie der "Hexerei" verdächtigt und ihrer Geschäfte beraubt. Mitte Juli heiratete Achmat Kadyrow, der stellvertretender Ministerpräsident und Sportminister des Landes ist, ein zweites Mal. Laut der Nowaja Gaseta Ewropa wird er inzwischen als Nachfolger seines schwer erkrankten Vaters gehandelt.  

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Achmat Kadyrow - hier ohne Frau, aber mit Kremlchef Putin auf der Brust - im Jahr 2024. (Foto: IMAGO/ITAR-TASS)

+++ 10:52 EU ringt erneut um Russland-Sanktionen +++

In Brüssel kommen die Botschafter der 27 Mitgliedstaaten wieder zusammen, um die Pattsituation bei der Verlängerung der EU-Sanktionen gegen Russland zu lösen. Die Frist für eine schriftliche Bestätigung eines Kompromissvorschlags ist inzwischen bis zum Nachmittag verlängert, wie aus Diplomatenkreisen verlautet. Streitpunkt ist die Aufhebung der Sanktionen gegen zwei russische Oligarchen, die von Frankreich, der Slowakei und Luxemburg gefordert wird. Die Streichung des russisch-usbekischen Milliardärs Alischer Usmanow und des russischen Milliardärs Michail Fridman von der Sanktionsliste ist Teil eines Kompromisses, der die übrigen Russlandsanktionen gegen rund 3000 Menschen und Organisationen um 36 Monate verlängern würde - statt wie bisher üblich um sechs Monate. Die Frist für die Verlängerung der Sanktionen läuft um Mitternacht aus.

+++ 10:23 Setzt Trump Selenskyj wieder unter Druck? +++

Während eines Treffens mit Wolodymyr Selenskyj am Rande der UN-Generalversammlung könnte US-Präsident Donald Trump den ukrainischen Staatschef wegen der Angriffe auf russische Ölraffinerien unter Druck setzen. Dies schreibt zumindest der "Guardian", der sich dabei auch auf die ukrainischen Angriffe auf den russischen Energiesektor am Wochenende bezieht. Am Montag erklärte Trump, die ganze Welt leide unter einer Energieknappheit, die durch den Krieg in der Ukraine noch verschärft werde. "Russland hat aufgrund des Krieges mit der Ukraine leider die Kontrolle über seine Dieselindustrie verloren. Zahlreiche Dieselraffinerien wurden zerstört und sind zumindest vorübergehend außer Betrieb. Dieser absurde und endlose Krieg mit der Ukraine muss endlich ein Ende haben." Bereits während seiner Irland-Reise in der vergangenen Woche wandte sich Trump direkt an Selenskyj und sagte, dieser müsse "eine Sache tun: Er muss aufhören, Dieselkraftstoff in Russland zu zerstören". Selenskyj solle Ziele angreifen, "aber nicht den Dieselkraftstoff, denn dadurch verursacht er eine Verknappung". Tatsächlich sind die weltweiten Dieselpreise auch wegen Trumps Angriffe auf den Iran stark gestiegen.

+++ 09:55 Zoff um Putin-nahen Milliardär - Wer ist Alischer Usmanow? +++

Es wird erwartet, dass Donald Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei einem persönlichen Treffen in dieser Woche im Rahmen der Hochrangigen Woche der Vereinten Nationen auf einen Energiewaffenstillstand drängen wird, da die weltweiten Dieselpreise aufgrund des Krieges im Iran sowie des russischen Krieges in der Ukraine in die Höhe geschossen sind.

Die Ukraine hat am Wochenende ihre Angriffe auf den russischen Energiesektor verstärkt und den bislang größten gemeldeten Angriff auf die Region Moskau gestartet, bei dem eine große Moskauer Ölraffinerie getroffen wurde und drei Menschen ums Leben kamen.

Am Montag erklärte Trump, die ganze Welt leide unter einer Energieknappheit, die seiner Meinung nach durch den Krieg in der Ukraine noch verschärft werde.

„Russland hat leider aufgrund seines Krieges mit der Ukraine die Kontrolle über seine Dieselindustrie verloren“, schrieb Trump am Montagmorgen in einem Beitrag auf Truths Social. „Eine große Anzahl ihrer Dieselraffinerien wurde gesprengt und ist zumindest vorübergehend außer Betrieb.“

In der Nacht zu Mittwoch laufen die EU-Sanktionen gegen Russland aus. Doch die Verlängerung gerät ins Stocken, unter anderem wegen des Kreml-nahen Milliardärs Alischer Usmanow. ntv-Reporter Rainer Munz berichtet, warum die Personalie so brisant ist.

+++ 09:25 Kujbyschew-Ölraffinerie in Samara steht offenbar in Flammen +++

Die Kujbyschew-Ölraffinerie in der russischen Stadt Samara wird ukrainischen Medien zufolge in der Nacht bei einem ukrainischen Drohnenangriff getroffen. Die Rohöldestillationsanlage liegt an der Wolga im Südwesten Russlands, etwa 765 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Laut "Kyiv Independent" verarbeitet die Raffinerie jährlich rund 3,7 Millionen Tonnen Öl und liefert Kraftstoffprodukte, die vom russischen Militär-Industrie-Komplex und den Streitkräften genutzt werden. Augenzeugenvideos von Anwohnern, die von den ukrainischen Beobachtungskanälen Exilenova+ und Supernova+ gesammelt wurden, zeigen offenbar den Moment des Einschlags der Drohnen. Auch der oppositionelle russische Nachrichtensender Astra schreibt, dass die Ölraffinerie Kujbyschew getroffen wurde. Russischen Behörden zufolge haben ukrainische Drohnen in Samara an der Wolga zivile Ziele getroffen. Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew teilt bei Telegram mit, die Luftabwehr habe in der Nacht Dutzende Drohnen abgeschossen. Dennoch seien Privathäuser und Autos beschädigt worden.

+++ 08:56 Selenskyj trifft CIA-Chef Ratcliffe in Irland +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj traf sich am Flughafen Shannon in Irland mit dem Chef der US-Geheimdienstbehörde CIA, John Ratcliffe. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das Treffen fand demnach am Montag statt, die beiden hätten sich informell unterhalten, während ihre Flugzeuge betankt wurden. Beide Quellen, die aus Gründen der Vertraulichkeit anonym bleiben wollten, lehnten es ab, Einzelheiten des Gesprächs preiszugeben. Das Treffen fand weniger als einen Monat nach der Reise des CIA-Chefs nach Moskau statt, wo er sich mit hochrangigen russischen Geheimdienstvertretern getroffen hatte. Weder Ratcliffe noch die CIA haben öffentlich bekannt gegeben, worüber in Moskau gesprochen wurde.

+++ 08:25 Moskau soll Produktion der Geran-Drohnen massiv vorantreiben +++

Moskau treibt offenbar den Ausbau seiner Produktionskapazitäten voran, um Zehntausende der tödlichen Drohnen herzustellen, die es bei Angriffen auf ukrainische Städte einsetzt. Dies berichtet "Politico" und beruft sich auf Pläne eines russischen Staatsunternehmens. Der Ausbau des Werks Alabuga-Volokno des staatlichen Unternehmens Rosatom in der russischen Region Tatarstan würde es Russland ermöglichen, bis zum Jahr 2029 jährlich zusätzlich 500 Tonnen militärtaugliche Kohlefaser für die Luft- und Raumfahrt herzustellen. Die Produktionssteigerung würde dem Bericht zufolge zu jährlich 28.000 zusätzlichen bewaffneten Drohnen führen – ein Anstieg um 78 Prozent.

+++ 08:10 Mehrere Menschen in Dnipro getötet +++

Bei einem nächtlichen russischen Angriff auf die südostukrainische Stadt Dnipro sind nach Angaben von Gouverneur Oleksandr Handscha drei Menschen getötet worden. Das russische Verteidigungsministerium teilt unterdessen mit, die eigenen Streitkräfte hätten einen massiven Schlag gegen Ziele in der Ukraine ausgeführt. Dabei seien Industrie- und Militäranlagen, der Energie- und Treibstoffsektor sowie die Hafeninfrastruktur und Militärschiffe getroffen worden.

+++ 07:42 Lettland: Russland-Sanktionen sollten verschärft, nicht abgeschwächt werden +++

Lettland sperrt sich gegen die unter dem Druck einzelner EU-Staaten geplante Aufhebung von Sanktionen gegen die beiden russischen Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman. "Die Haltung der lettischen Regierung ist unverändert geblieben. Die EU-Sanktionen gegen Russland sollten verschärft und nicht abgeschwächt werden. Lettland kann daher dem vorgelegten Vorschlag nicht zustimmen", schreibt Außenministerin Baiba Braze auf X. Auch Regierungschef Andris Kulbergs betont: "Die Verlängerung der Sanktionen um 36 Monate wäre der richtige Schritt. Der Preis dafür darf jedoch nicht die einfache Streichung beider Personen von der Sanktionsliste sein. Lettland kann ein SOLCHES Angebot nicht annehmen." Kulbergs kündigt an, gemeinsam mit Braze mit Brüssel und Paris an einer Lösung zu arbeiten, die den Interessen Lettlands entsprechen würde. Auch beruft er eine Dringlichkeitssitzung der Regierung in Riga ein. In Brüssel sollen heute Morgen erneut die Botschafter der Mitgliedstaaten zu Beratungen zusammenkommen. Sanktionen müssen in der EU einstimmig von den Mitgliedsstaaten beschlossen werden.

+++ 07:11 Moskauer Ölraffinerie geht in Flammen auf - Reparatur dauert Wochen +++

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff am Sonntag stellt eine Ölraffinerie in Moskau die Rohölverarbeitung eint. Wie die Agentur Reuters schreibt, wurden wichtige Produktionsanlagen beschädigt. So gerieten beide Hauptanlagen zur Rohölverarbeitung der Raffinerie gerieten nach dem Angriff in Brand, die Reparaturarbeiten könnten mehrere Wochen dauern. Ukrainischen Medienberichten zufolge traf der Angriff die Raffinerie von Gazprom Neft im Moskauer Stadtteil Kapotnya im Südosten der Stadt, etwa 15 Kilometer vom Kreml entfernt. Russischen Behörden zufolge handelte es sich am Sonntag um den größten feindlichen Drohnenangriff auf Moskau, an allen Frontlinien seien 1600 Drohnen abgefangen worden. "Der beispiellose Angriff war eindeutig darauf ausgelegt, die Wahlen zu stören", schreib Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin auf Telegram.

+++ 06:40 Ukraine zeigt erstmals Geran-5-Abschuss mit neuem System +++

Russland setzt mit der Geran-5 eine deutlich schnellere Weiterentwicklung der Shahed-Drohnen ein. Das ukrainische Militär hat große Schwierigkeiten, diese abzuwehren. Ein eigens neu entwickeltes System soll nun helfen. Videos zeigen erstmals den Abschuss einer Geran-Drohne durch dieses System. 

+++ 06:12 Belarussische Opposition warnt Trump vor Deals mit Lukaschenko +++

Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja warnt angesichts eines möglichen Düngemittelabkommens zwischen den USA und Belarus vor jeglichen Handelsvereinbarungen mit Minsk. "Jedes Geschäft mit dem Regime ist mit großen Risiken verbunden", sagt Tichanowskaja, wobei sie sich auf die Regierung von Präsident Alexander Lukaschenko bezieht. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mitgeteilt, Washington arbeite an einem "umfassenden" Abkommen mit Belarus über den Kauf von Kalisalz. Es sei jetzt "nicht der richtige Zeitpunkt für Handelsgeschäfte mit dem Regime", führt die im Exil lebende belarussische Oppositionspolitikerin aus. Dies sei so lange der Fall, wie "sämtliche Einnahmen aus dem Kali-Geschäft in die Unterdrückung und die Unterstützung der russischen Kriegsmaschinerie fließen". Sie betont jedoch ihre Überzeugung, dass die USA "wissen, wer Lukaschenko ist", und dass Trump wisse, was er tue.

+++ 05:41 Selenskyj trifft Trump in New York +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will sich heute mit US-Präsident Donald Trump in New York treffen. Die Begegnung soll am Nachmittag am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung stattfinden. Selenskyj hatte am Sonntag mit Trump telefoniert und anschließend erklärt, es gebe eine "diplomatische Dynamik" in den Bemühungen um eine Beendigung des Ukraine-Kriegs.

+++ 04:46 Kreml räumt Versorgungsengpässe in Oleschky ein - Kiew wirft Moskau Aushungern vor +++

Der Kreml räumt kritische Engpässe bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten in der russisch-kontrollierten ukrainischen Stadt Oleschky ein. Das russische Militär arbeite an einer Lösung, teilt die Regierung in Moskau mit. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha wirft den russischen Truppen dagegen vor, humanitäre Hilfe zu blockieren und nicht auf Evakuierungsanfragen zu reagieren. In der Stadt im Gebiet Cherson "sterben 6000 Einwohner, darunter 200 Kinder, an Hunger und Kälte", sagt er in einem Video auf Facebook. Die ukrainische Delegation wolle das Thema bei der UN-Vollversammlung in New York auf höchster Ebene ansprechen, um internationalen Druck auf Russland für einen humanitären Zugang auszuüben. 

+++ 03:55 Macron: Gespräch mit Trump über Lage in der Ukraine "konstruktiv" +++

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach eigenen Worten ein "konstruktives" Gespräche mit US-Präsident Donald Trump über die Lage in der Ukraine geführt. "Ein weiteres Thema, über das wir sprachen, war die Lage im Roten Meer", sagt Macron nach dem Treffen mit Trump in New York. "Wir hatten eine sehr gute Unterredung. Sie war sehr konstruktiv." Macron und Trump sind für die Generaldebatte der UN-Vollversammlung nach New York gereist. Das Gespräch der beiden Staatschefs dauerte etwa eine halbe Stunde. Macron will in der US-Ostküstenmetropole zudem den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen. Mit Trump sei es darum gegangen, "wie wichtig es ist, unseren ukrainischen Freunden noch schneller und stärker mit Abfangjägern zu helfen". Dem französischen Präsidenten zufolge war Trump "sehr aufgeschlossen".

+++ 02:13 Kallas dringt auf Aufrechterhalten von EU-Sanktionen gegen Russland +++

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas fordert die EU-Mitgliedstaaten zu einem Aufrechterhalten ihrer Sanktionen gegen Russland auf. "Wir brauchen diese Stabilität, dass die Sanktionen für längere Zeit bestehen bleiben", sagt Kallas. EU-Diplomaten hatten zuvor mitgeteilt, dass die EU es vorerst nicht geschafft habe, eine grundsätzliche Einigung auf die Aufhebung ihrer Sanktionen gegen zwei russische Oligarchen zu bestätigen.

+++ 00:26 Ukraine: Frau und Kleinkind bei russischen Angriffen getötet +++

Bei russischen Angriffen sind in der Ukraine eine Frau und ein Kleinkind getötet worden. Die Frau kam nach Angaben regionaler Behörden bei einer Attacke auf einen Bus im Gebiet Saporischschja im Südosten des Landes ums Leben. Drei weitere Menschen seien dabei verletzt worden. Details zu dem Angriff werden nicht genannt. Im südukrainischen Gebiet Mykolajiw kam nach Behördenangaben ein dreijähriges Kind ums Leben. Der Junge war demnach gerade auf der Straße, als es einen Luftangriff gab. 

+++ 23:19 Zoff um Oligarchen: Vorerst kein Deal zu Russland-Sanktionen +++

Die unter dem Druck einzelner EU-Staaten geplante Aufhebung von Sanktionen gegen die beiden russischen Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman kann nicht wie geplant beschlossen werden. Wie ein EU-Diplomat mitteilt, kam die erforderliche Einstimmigkeit in dem schriftlichen Entscheidungsverfahren nicht zustande. Nun sollen an diesem Dienstagmorgen erneut die Botschafter der Mitgliedstaaten zu Beratungen zusammenkommen. 

+++ 22:18 BBC identifiziert 258.989 gefallene russische Soldaten +++

Journalisten der BBC und des unabhängigen russischen Medienportals Mediazona haben 258.989 russische Soldaten identifiziert, die im Angriffskrieg gegen die Ukraine getötet wurden. Für ihre Recherche nutzten sie öffentlich zugängliche Quellen. Beide Medien weisen darauf hin, dass die Liste nicht vollständig ist, da nicht jeder russische Todesfall öffentlich bekannt wird. Forscher vermuten, dass die recherchierte Zahl zwischen 45 und 65 Prozent der tatsächlichen russischen Verluste ausmacht.

+++ 21:45 UN-Expertin wirft Russland systematisches Vorgehen gegen Kritiker im Exil vor +++

Eine UN-Expertin wirft Russland ein systematisches Vorgehen gegen Kritiker im Ausland vor. Seit seinem Angriff auf die Ukraine gehöre Russland zu den aktivsten Akteuren bei der grenzüberschreitenden Unterdrückung, erklärt die Sonderberichterstatterin für Russland bei den Vereinten Nationen, Marijana Kazarowa, vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf bei der Vorstellung ihres Berichts. Das Land exportiere seine "Herrschaft der Angst" über die Landesgrenzen hinweg. Kazarowas Bericht stützt sich auf fast 400 dokumentierte Fälle, darunter Ermordungen, Angriffe und Vergiftungen. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass diese grenzüberschreitende Unterdrückung "eine systematische und institutionalisierte Strategie des Staates darstellt". Diese Strategie sei "untrennbar mit der Festigung des autoritären Regimes auf seinem Staatsgebiet und dem Angriffskrieg gegen die Ukraine verbunden".

+++ 21:07 UNO: Zivilbevölkerung in der Ukraine steht harter Winter bevor +++

Der ukrainischen Zivilbevölkerung steht einer UN-Kommission zufolge erneut ein harter Winter bevor, der die Lebensbedingungen der Menschen noch einmal drastisch verschlechtern könnte. Im vergangenen Winter "litten Millionen Zivilisten unter lang anhaltenden Stromausfällen sowie Engpässen oder einem tagelangen Ausfall der Heizung", erklärt die UN-Untersuchungskommission für die Ukraine. Der kommende Winter "könnte noch schwerer zu bewältigen sein".

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