Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 20:10 USA sind besorgt, dass Russland den Krieg auf weitere Länder ausweiten könnte +++
Den USA bereitet nach Angaben von Außenminister Marco Rubio eine mögliche Ausweitung des russischen Kriegs gegen die Ukraine auf weitere Länder Sorgen. Als möglichen Auslöser für so ein Szenario zählt er am Rande der UN-Generaldebatte in New York unter anderem hybride Angriffe oder Sabotageattacke auf. "Diese Dinge geben Anlass zur Sorge. Wir sprechen das in zahlreichen Treffen mit verschiedenen Ländern an", betont Rubio.
+++ 19:42 Russland will nicht aufhören, die Ukraine anzugreifen +++
Russland will seine Angriffe auf die Ukraine vorerst nicht einstellen. "Wir werden in unserer speziellen Militäroperation keine Pause einlegen", sagt der russische Außenminister Sergej Lawrow bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York. Er nutzt dabei den Begriff, mit dem Russland seinen Angriffskrieg umschreibt. US-Präsident Donald Trump hatte Russland und die Ukraine kürzlich aufgerufen, wenigstens die gegenseitigen Angriffe auf Energieanlagen zu beenden. Auf diese Forderung geht Lawrow jedoch nicht ein. Stattdessen wirft er den Europäern vor, sie würden eine Unterbrechung der Kämpfe nutzen wollen, um "das Kiewer Regime mit Waffen vollzupumpen".
+++ 19:07 Hoher Ölpreis in Rubel entlastet russischen Staatshaushalt +++
Der in Rubel berechnete Preis für russisches Öl liegt in diesem Monat bislang rund 40 Prozent über den Annahmen des Staatshaushalts. Dies entlastet die Staatsfinanzen, wie Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters zeigen. Der für die Steuerberechnung maßgebliche Ölpreis betrug in den ersten drei September-Wochen durchschnittlich 7640 Rubel (90,37 Dollar) pro Barrel und lag damit rund ein Drittel höher als im August. Die Regierung in Moskau geht in ihrer Haushaltsplanung von einem Preis von 59 Dollar je Barrel und einem Wechselkurs von 92,2 Rubel zum Dollar aus, was 5440 Rubel entspricht.
+++ 18:28 Große Drohnen-Formation der Ukraine lauert zum Angriff +++
Eine russische Überwachungsdrohne filmt offenbar, wie ukrainische Kampfdrohnen in ganzen Schwärmen an der Frontlinie bereit zum Losschlagen lauern. In der Region macht die ukrainische Armee zuletzt entscheidende Gewinne. Die aufgereihten Drohnen liefern einen imposanten Anblick:
+++ 17:54 Selenskyj: Russland hat in diesem Jahr 0,015 Prozent des ukrainischen Staatsgebietes erobert +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt in einem Interview mit dem "Wall Street Journal", Russland habe in diesem Jahr 890 Quadratkilometer Territorium besetzt. Gleichzeitig hätten Kiews Truppen 800 Quadratkilometer befreit. "Ich spreche hier von verschiedenen Fronten", so Selenskyj. Die Ukraine ist rund 600.000 Quadratkilometer groß, wovon circa ein Fünftel unter russischer Kontrolle steht. 90 Quadratkilometer entsprechen 0,015 Prozent des gesamten ukrainischen Staatsgebietes.
+++ 17:41 USA wollen, dass Putin zum G20-Gipfel nach Miami kommt +++
Die USA haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Angaben von Außenminister Marco Rubio zum G20-Gipfel im Dezember in Miami eingeladen. Die USA hofften, dass er diese Einladung annehmen werde, sagt Rubio in New York vor Reportern.
+++ 17:05 Russland und Ukraine sollen nach Darstellung der USA Interesse an Energie-Feuerpause haben +++
Russland und die Ukraine haben nach Darstellung von US-Außenminister Marco Rubio Interesse an einer begrenzten Feuerpause zum Schutz von Energie- und Getreideanlagen gezeigt. Die USA seien bereit, dabei eine konstruktive Rolle zu spielen, fügt er hinzu. Welche Folgen Rubios Worte haben, ist unklar. Vor rund einer Woche war US-Präsident Donald Trump bereits einen Schritt weiter gegangen und hatte erklärt, die Ukraine und Russland hätten sich darauf geeinigt, keine Energieanlagen des jeweils anderen Landes mehr zu beschießen. Der Beschuss ging dennoch weiter.
+++ 16:26 Ukraine-UAV spürt versteckten russischen T-72-Panzer auf +++
Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben einen russischen T-72-Panzer nahe Donezk zerstört. Das Kriegsgerät ist im Gebüsch kaum zu erkennen, doch ukrainische Kräfte spüren sie trotzdem auf. Zuletzt setzt Russland kaum noch auf Panzervorstöße.
+++ 15:46 OpenAI hilft Ukraine bei Cyberabwehr +++
Der KI-Entwickler OpenAI unterstützt die Ukraine bei der Cyberabwehr. Ukrainische Spezialisten erhielten künftig Zugang zum Softwarepaket Daybreak, kündigt das US-Startup am Rande der UN-Vollversammlung in New York an. "Wir möchten ihnen leistungsfähigere Werkzeuge an die Hand geben, damit sie Schwachstellen aufspüren und beheben sowie die kritischen Netzwerke schützen können, auf die sich die Menschen verlassen." Daybreak hilft dabei, Sicherheitslücken in IT-Systemen aufzuspüren und zu schließen. Das Programmpaket ist nicht frei erhältlich.
+++ 15:01 Polen: Russischer Militärhubschrauber kurzzeitig in den Luftraum eingedrungen +++
Ein russischer Militärhubschrauber vom Typ Mi-8 ist nach Angaben des polnischen Einsatzführungskommandos kurzzeitig von der russischen Exklave Kaliningrad aus in den Luftraum des Nato-Mitglieds Polen eingedrungen. Wie das Kommando auf der Plattform X mitteilt, hielt sich der Hubschrauber 42 Sekunden im polnischen Luftraum auf und flog dabei bis zu 300 Meter weit über die Grenze. Kampfflugzeuge seien aufgestiegen, Bodentruppen blieben in Bereitschaft. "Die Art des Vorfalls deutet darauf hin, dass Russland einmal mehr die Bereitschaft unserer Luftverteidigung testet", erklärt die Militärführung. Eine Stellungnahme der russischen Botschaft in Warschau auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters liegt zunächst nicht vor.
+++ 14:30 Schwiegermutter des entlassenen ukrainischen Generalstaatsanwalts investierte in Haus in Dubai +++
Alina Shkrobanets, die Schwiegermutter des ehemaligen ukrainischen Generalstaatsanwalts Ruslan Krawtschenko, investierte offenbar im Jahr 2023 rund 670.000 US-Dollar in den Bau einer Villa in Dubai. Dies geht aus einem Bericht hervor, der vom Investigativprojekt "Schemes" von Radio Liberty veröffentlicht wurde. Bei der Immobilie handelt es sich demnach um ein Reihenhaus mit einer Fläche von über 143 Quadratmetern in "Damac Lagoons", einer exklusiven, bewachten Wohnanlage in Dubai. Krawtschenko war damals Leiter der Regionalverwaltung von Kiew. Das ukrainische Parlament stimmte vor einer Woche für Krawtschenkos Entlassung. Die ukrainischen Antikorruptionsbehörden Nabu und Sapo haben nach eigenen Angaben eine kriminelle Organisation aufgedeckt, die Betrugs-Callcenter betreibt. Die Gruppe soll von einem Beamten der Generalstaatsanwaltschaft gesteuert worden sein. Krawtschenko weist eine Verwicklung in den mutmaßlichen Betrug zurück.
+++ 13:53 Nach Reformen: EU stellt der Ukraine drei Milliarden Euro bereit +++
Die EU-Botschafter bestätigen bei einem Treffen in Brüssel, dass Kiew zehn verschiedene Reformen erfolgreich abgeschlossen habe. Wie "Kyiv Independent" berichtet, ist damit der Weg für die Gewährung von drei Milliarden Euro an Finanzhilfen geebnet. Die Einigung erfolgte wenige Stunden nach einem Treffen zwischen der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und Präsident Wolodymyr Selenskyj. Von der Leyen erinnerte daran, dass die Ukraine in diesem Jahr durch die Umsetzung von Reformen 37 Milliarden Euro freischalten könne. Das Gespräch soll Medien zufolge in einer angespannten Atmosphäre stattgefunden haben. Der Reformdruck in der Ukraine bleibt laut "Kyiv Independt" hoch, da Selenskyj für 2026 ein Haushaltsloch in Höhe von 27 Milliarden Dollar ausgemacht hat.
+++ 13:15 Angriffe mit Düsendrohnen: Mindestens zwei Tote in Kiew +++
Bei russischen Angriffen mit Düsendrohnen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind mindestens zwei Menschen getötet und 22 weitere verletzt worden. Getroffen wurden unter anderem die Eisenbahninfrastruktur, Lagerhäuser und Tankstellen, wie die örtlichen Behörden mitteilen. Die Angriffe erfolgten wenige Stunden nach einem Treffen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit US-Präsident Donald Trump, bei dem es um Friedensbemühungen ging. Russland hat seine Taktik geändert und greift Kiew seit einigen Wochen verstärkt mit schnelleren und höher fliegenden Drohnen an, die schwerer abzufangen sind.
+++ 12:44 EU-Sanktionen gegen Usmanow aufgehoben: Aserbaidschan begnadigt inhaftierten Franzosen +++
Der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew begnadigt einen wegen Spionage inhaftierten französischen Staatsbürger. Dies geschieht einen Tag nach der Aufhebung von EU-Sanktionen gegen den russischen Milliardär Alischer Usmanow, die Diplomaten zufolge auf Druck aus Baku zurückzuführen ist. Der Franzose Martin Ryan verbüßte eine zehnjährige Haftstrafe nach einer Verurteilung im März. Drei europäische Diplomaten sagen der Nachrichtenagentur Reuters, Paris habe intern angedeutet, dass Baku Usmanow als Druckmittel im Fall von zwei in Aserbaidschan festgehaltenen französischen Staatsbürgern nutze. Baku weist diese Darstellung zurück.
+++ 12:20 Kreml sieht keine Grundlage für Friedensgespräche +++
Der Kreml bleibt bei seiner Position: Für Friedensgespräche mit der Ukraine gibt es seiner Ansicht nach weiterhin keine Grundlage. Es lägen zudem keine konkreten Details über Pläne für ein Spitzentreffen zum Ukraine-Konflikt vor, teilt das Präsidialamt in Moskau mit. Die Haltung zu einer möglichen Begegnung zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj sei unverändert. Selenskyj müsse für künftige Gespräche nach Moskau reisen und im Vorfeld bestimmte Entscheidungen treffen, heißt es aus Moskau weiter. Selenskyj hatte erst am Vortag erklärt, dass er zu einem trilateralen Treffen mit Putin und US-Präsident Donald Trump bereit sei. Er hoffe, dass die USA einen Weg finden würden, Moskau zu Verhandlungen jeglicher Art zu bewegen (siehe Eintrag um 22:23).
+++ 11:50 "Kein Altmetall" Pistorius weist Kritik an Rüstung zurück +++
Verteidigungsminister Boris Pistorius wehrt sich gegen Kritik an den Rüstungsprogrammen für die Bundeswehr. Der Vorwurf, es werde zu viel Geld in veraltete Technologie gesteckt, führe "schlicht und ergreifend in die falsche Richtung", sagt der SPD-Politiker nach einer Sitzung des Verteidigungsausschusses in Berlin. Er verweist als Beispiel auf den neuen Kampfpanzer Leopard 2 A8. "Der ist alles, aber kein Altmetall. Das ist ein Hightech-Gerät", sagte Pistorius. Neue Technologien spielten eine große Rolle. So gebe es erstmals auch ein eigenes Förderprogramm für zivile Hochschulen und Institute, die in diesen Bereichen forschen wollen.
+++ 11:30 Ukraine meldet "bestimmte Erfolge" in der Region Charkiw +++
Die Ukraine meldet einen militärischen Erfolg in der ostukrainischen Region Charkiw. Es gebe "bestimmte Erfolge im Rahmen der Reduzierung des russischen Brückenkopfes" am Fluss Oskil, sagt ein Sprecher des ukrainischen Militärs in der Region, Viktor Trehubow, dem Portal "Ukrinform". Nähere Details nennt er nicht. Zuvor hatte der Militärblog "DeepStateMap" die Befreiung von Sapadne nördlich der Stadt Kupjansk gemeldet. Das Dorf liegt nahe des Flusses Oskil, der russische Vorstöße in der Region bremst. Die Russen hatten im Lauf der letzten viereinhalb Jahre mehrmals versucht, den Fluss zu überqueren. Im Jahr 2022 gelang ihnen dies, während der ukrainischen Gegenoffensive wurden sie im selben Jahr jedoch wieder zurückgedrängt. Im Januar vergangenen Jahres überquerten russische Soldaten den Oskil dann erneut und errichteten einen Brückenkopf am westlichen Flussufer.
+++ 10:58 Trump spricht mit Selenskyj - Kreml macht "klare Ansage" +++
Den von Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj vorgeschlagenen teilweisen Waffenstillstand weist der Kreml klar zurück. Ganz im Gegenteil: Man wolle in den nächsten Tagen wieder verstärkt die Ukraine angreifen, wie ntv-Russlandkorrespondent Rainer Munz zusammenfasst.
+++ 10:25 Russen töten ukrainischen Kapitän und zerstören Medikamentenlager +++
Bei einem russischen Angriff auf ein Frachtschiff im südukrainischen Odessa wird der Kapitän nach Behördenangaben getötet. "Der Feind" habe das unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrende Schiff attackiert, erklärt Gouverneur der Region Odessa, Oleh Kiper bei Telegram. Bei dem getöteten Kapitän handele es sich um einen ukrainischen Staatsbürger. Der Angriff habe sich auch gegen zivile Infrastruktur gerichtet, so Kiper weiter. Dadurch seien Brände in Lagern für Medikamente und Nahrungsmittel ausgelöst worden.
+++ 10:00 Ukraine: 2026 schon 350.000 russische Drohnen zerstört +++
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben seit Jahresbeginn mehr als 350.000 russische Drohnen zerstört. Damit soll die russische Aufklärung im ukrainischen Hinterland erschwert werden.
+++ 09:33 Kommt die große Mobilmachung? Russland schult Beamte +++
Russische Behörden schulen Berichten zufolge regionale Regierungsbeamte für mögliche Mobilisierungsszenarien. So führt die Republik Udmurtien ein zweitägiges Schulungsprogramm zum Thema "Organisation der Mobilisierungsvorbereitungen in staatlichen und kommunalen Behörden" für 20 Staats- und Kommunalbedienstete durch. Dabei geht es um die Umstellung der russischen Wirtschaft auf Kriegsbedingungen, die Organisation der Mobilisierungsplanung, die militärische Registrierung von Bürgern in der Reserve, den Schutz von Verschlusssachen sowie die Überwachung der Mobilisierungsvorbereitungen. Das Programm findet vor dem Hintergrund zunehmender Anzeichen statt, dass der Kreml in Kürze mehr Russen mobilisieren könnte. Laut dem Institute for the Study of War deutet es darauf hin, "dass die russischen Behörden regionale Beamte und Regierungsangestellte auf die mit einer Mobilmachung verbundenen administrativen und wirtschaftlichen Herausforderungen vorbereiten". Und weiter heißt es: "Die steigende Zahl russischer Opfer und die sinkende Zahl der Freiwilligen werden den russischen Präsidenten Wladimir Putin wahrscheinlich dazu zwingen, in naher Zukunft eine Form der Mobilmachung anzuordnen, um das derzeitige Tempo der russischen Offensivoperationen in der Ukraine aufrechtzuerhalten."
+++ 09:01 Bundesregierung hält Einsatz autonomer Waffen grundsätzlich für möglich +++
Wie autark agieren Waffensystem künftig? Die Bundesregierung hält offenbar Waffeneinsätze ohne menschliches Zutun grundsätzlich für möglich. Das Bundesverteidigungsministerium bestätigte dem Recherchenetzwerk Correctiv nach dessen Angaben auf Anfrage, dass Waffensysteme unter bestimmten Umständen selbstständig agieren könnten. Die Entscheidung "über die Anwendung militärischer Gewalt" verbleibe aber "beim Menschen", erklärte eine Sprecherin demnach gegenüber Correctiv. Es hänge jedoch vom "Einzelfall" ab, inwieweit von KI gestützte "teilautonome Funktionen eines Waffensystems" in bewaffneten Konflikten zur Anwendung gelangen können. Als möglichen Anwendungsfall nannte das Ministerium etwa ein Schiff, dessen Abwehrsystem nach menschlicher Freigabe anfliegende Raketen, Drohnen oder Angriffsboote selbstständig bekämpft. Auch international dringt Deutschland nach Correctiv-Recherchen auf mehr Spielraum für autonome Waffen. I
+++ 08:34 Malediven als Drehscheibe für russische Schattentransporte +++
Jedes Jahr fliegen Hunderttausende Touristen auf die Malediven - doch der Tropenstaat ist offenbar mehr als ein Urlaubsziel: Der Flughafen des Landes ist zum Umschlagplatz für sanktionierte Waren nach Russland geworden, berichtet das "Wall Street Journal". Das Inselparadies dient demnach Russland als geheimer Knotenpunkt für die Umgehung von Sanktionen, heißt es. Der Flughafen in der Hauptstadt Malé habe sich zu einem Umschlagplatz für sanktionierte Güter entwickelt. Am Velana International Airport würden sanktionierte Waren im Wert von mehreren 100 Millionen Dollar umgeschlagen. Dabei soll es sich vor allem um Dual-Use-Güter handeln, also Waren, die sowohl für den zivilen als auch für den militärischen Bereich genutzt werden können: Flugzeugteile, Mikrochips, optische Instrumente, aber auch Nieten und Bolzen sowie andere sanktionierte Waren türmen sich in den Frachträumen des Flughafens auf.
+++ 08:06 Polen setzt Flugbetrieb an zwei Flughäfen vorübergehend aus +++
Polen setzt den Flugbetrieb an den Flughäfen Lublin und Rzeszow im Südosten des Landes wegen russischer Angriffe auf die Ukraine vorübergehend aus. Nach dem Einsatz von Kampfflugzeugen sei die Sperrung wieder aufgehoben worden, teilt die polnische Flugsicherungsbehörde PANSA auf X mit. Das russische Verteidigungsministerium erklärt zudem, bei nächtlichen Drohnenangriffen seien ukrainische Verteidigungs- und Energieanlagen, Logistikzentren sowie Militärschiffe getroffen worden.
+++ 07:37 Rubio: Es wird keinen "erdrutschartigen militärischen Sieg" einer Seite geben +++
US-Außenminister Marco Rubio geht nicht von einem klaren Gewinner im Ukraine-Krieg aus. "Dieser Krieg muss irgendwann ein Ende finden, und dieser Krieg in der Ukraine wird durch eine Verhandlungslösung enden", so Rubio in einem Interview mit WABC, das auf der Website des US-Außenministeriums zu lesen ist. "Er wird nicht durch einen erdrutschartigen militärischen Sieg der einen oder der anderen Seite enden. Er wird durch eine Verhandlungslösung enden." Der Krieg sei für keine der beiden Seiten gut. "Er ist offensichtlich nicht gut für die Ukraine, und für Russland ist er schrecklich. Ich meine, sie schneiden in diesem Krieg nicht gut ab. Das tun sie einfach nicht."
+++ 07:05 Mordkomplott vereitelt? FSB-Agentin in Kiew offenbar festgenommen +++
Der ukrainische Geheimdienst SBU nimmt offenbar in Kiew eine Frau fest, die im Auftrag des russischen Geheimdienstes FSB einen Anschlag plante. Laut "Ukrainska Prawda" war das Ziel Ahmad Akhmedov, ein ehemaliger Soldat der ukrainischen Streitkräfte, Präsident eines Kickboxverbands und ein Mitglied der russischen Opposition. Nach Angaben des SBU sollte die Frau den Aktivisten aus einem Hinterhalt in der Nähe eines Fitnessstudios in Kiew, wo dieser als Kickboxtrainer arbeitet, mit einer Kampfpistole erschießen. Die Ermittler erklärten, Russland habe gehofft, den russischen Oppositionellen auf diese Weise zu töten, da er seit 2022 für die Ukraine kämpfte, zunächst im Gebiet Kiew und anschließend an der Ostfront. Für den Anschlag soll das FSB eine arbeitslose Bewohnerin des von Russland besetzten Melitopol angeheuert haben. Den Ermittlern zufolge sei die Frau zur Zusammenarbeit überredet worden, indem man ihr versprochen habe, ein gegen sie wegen illegalen Drogenbesitzes angestrengtes Strafverfahren einzustellen. Nach ihrer Rekrutierung soll sie eine Spezialausbildung bei einer örtlichen FSB-Einheit absolviert haben, wo ihr Methoden der Tarnung, der Orientierung im Gelände und des Umgangs mit Schusswaffen vermittelt wurden.
+++ 06:34 Kamikaze-Drohnen sollen bald an die Bundeswehr geliefert werden +++
Der Drohnenhersteller Stark Defence steht bei einer Bundeswehr-Großbestellung von Kampfdrohnen in den Startlöchern. "Wir planen, bald mit der ersten Auslieferung an die Bundeswehr zu beginnen", sagt der Senior Vice President des Berliner Unternehmens, Josef Kranawetvogl, bei der Essener Rüstungsmesse Euro Defence Expo. Es gehe um eine Charge im Wert von 275 Millionen Euro, die Stückzahl nannte er nicht. Es geht um "Loitering Munition", auf deutsch "herumlungernde Munition". Solche Fluggeräte werden auch Kamikaze-Drohnen genannt. Die an die Bundeswehr verkaufte Drohne von Stark kann Herstellerangaben zufolge bis zu 75 Minuten in der Luft sein und bis zu 130 Kilometer weit fliegen - spätestens dann soll sie sich auf den Feind stürzen und explodieren. Ist bis dahin kein feindliches Objekt erkannt, soll die Drohne abstürzen und explodieren, wo niemand ist. Das Drohnen-Modell Virtus ist bis zu 33 Kilo schwer, mit kleinen Propellern an den vier Flügeln hebt es ab und fliegt weg. Insgesamt bekam Stark Defence einen Rahmenvertrag über 2,9 Milliarden Euro, für eine Milliarde davon hat der Bundestag bereits grünes Licht gegeben. Die Konkurrenten Helsing und Rheinmetall bekamen ebenfalls milliardenschwere Verträge.
+++ 06:02 Selenskyjs gibt Trump einen Rat für Xi +++
Während seines Treffens mit US-Präsident Trump hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vorgeschlagen, den chinesischen Präsidenten Xi Jinping in die Beendigung des Krieges Russlands gegen die Ukraine einzubeziehen. Dies sagt Selenskyj auf einer Pressekonferenz am Rande der UN-Generalversammlung, unmittelbar bevor Xi zu einem Staatsbesuch in den USA eintraf. "Ich habe dem Präsidenten Trump ganz offen gesagt, dass es unserer Meinung nach etwas ändern könnte, wenn er auch Präsident Xi einbezieht. Xi hat Einfluss auf Putin. Davon bin ich überzeugt", erklärt Selenskyj. Dem Besuchsprogramm zufolge trifft Trump heute auf dem Militärstützpunkt Andrews mit Xi Jinping zusammen. Die Gespräche der beiden Staatschefs finden am Donnerstag im Weißen Haus statt.
+++ 05:33 Angriff auf Region Cherson: Vier Mönche verletzt, einer tot +++
Nach einem russischen Angriff in der Region Cherson sind vier verletzte Mönche evakuiert worden. Bei dem Einsatz barg die Polizei trotz der Gefahr weiterer russischer Angriffe auch die Leiche eines getöteten Mönchs. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf die Polizei der Region. "Die Evakuierungsmaßnahmen der Polizei in der Region Cherson dauern rund um die Uhr an. Vor Kurzem evakuierte die Polizei vier Mönche im Alter von 31 bis 53 Jahren aus der Noworaiska-Gemeinschaft, die bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Männerkloster verletzt worden waren, sowie die Leiche eines 72-jährigen Geistlichen, der getötet wurde", heißt es in der Erklärung.
+++ 04:19 Selenskyj warnt vor neuem russischem Großangriff +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt vor einem neuen russischen Großangriff auf sein Land. "Es gibt jetzt Geheimdienstinformationen, dass Russland einen neuen massiven Angriff auf die Ukraine vorbereitet", schreibt Selenskyj auf Telegram. Die Ukraine sei in ständigem Austausch mit ihren Verbündeten, um neue Flugabwehrsysteme zu sichern.
+++ 02:55 USA: Außenminister Rubio trifft russischen Amtskollegen Lawrow +++
US-Außenminister Marco Rubio trifft heute in New York seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow. Dies teilt das US-Außenministerium mit.
+++ 01:47 Estland: Frankreich muss Streichung von Milliardär Usmanow aus Sanktionsliste erklären +++
Estland hat von Frankreich eine Erklärung für dessen Einsatz zur Aufhebung der EU-Sanktionen gegen den russisch-usbekischen Milliardär Alischer Usmanow gefordert. Die EU-Botschafter hatten sich am Dienstag im Rahmen eines Kompromisses darauf geeinigt, Usmanow und den russischen Milliardär Michail Fridman von der Sanktionsliste zu streichen. Im Gegenzug werden die Strafmaßnahmen gegen rund 3000 weitere Personen und Einrichtungen um drei Jahre verlängert, anstatt der üblichen sechs Monate. "Ein Land hat sehr nachdrücklich gefordert, dass diese beiden Personen von der Liste gestrichen werden müssen, da wir sonst das Sanktionsregime verlieren", sagt der estnische Außenminister Margus Tsahkna am Rande der UN-Vollversammlung. Er verlangt mehr Transparenz von der Regierung in Paris. Die Streichung sende ein sehr schlechtes Signal zu einem sehr falschen Zeitpunkt.
+++ 00:48 Russen beschießen Einkaufszentrum in Saporischschja +++
Die russische Armee hat am Abend ein Einkaufszentrum in Saporischschja angegriffen und dabei einen Brand ausgelöst. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf einen Telegram- Beitrag von Ivan Fedorov, dem Co-Vorsitzenden des Saporischschja-Regionalverteidigungsrates. Angaben zu Opferzahlen werden derzeit ermittelt.
+++ 23:28 Ukraine: Keine Zusagen für neue Patriot-Lieferungen +++
Bei dem knapp einstündigen Gespräch mit US-Präsident Donald Trump hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auch zusätzliche US-Lieferungen von Patriot-Flugabwehrraketen angesprochen. "Eigentlich gibt es keine Antwort, wissen Sie, wenn man mit Spitzenpolitikern über heikle Themen spricht. Sie können entweder 'Ja' oder 'Nein' sagen. Das Gute daran ist, dass niemand 'Nein' gesagt hat", gibt der ukrainische Präsident den Gesprächsinhalt wieder. Zwar sei Washington bereit zu helfen, aber habe dennoch keine konkrete Antwort gegeben.
+++ 22:23 Selenskyj: Bin bereit für gemeinsames Treffen mit Putin und Trump +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, er habe mit US-Präsident Donald Trump über einen Waffenstillstand im Energiesektor sowie über Wege zur Beendigung des Krieges mit Russland gesprochen. Es sei jedoch nicht darüber gesprochen worden, dass die Ukraine ihre Angriffe auf russische Raffinerien einseitig einstelle. Selenskyj bekräftigt, er sei bereit zu einem trilateralen Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Trump. Er hoffe, dass die USA einen Weg finden würden, Moskau zu Verhandlungen jeglicher Art zu bewegen.
+++ 21:44 Selenskyj: Hatte positives und produktives Treffen mit Trump +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht nach dem Treffen mit US-Präsident Donald Trump von einer "positiven und produktiven" Zusammenkunft. "Sowohl die USA als auch die Ukraine wollen diesen sinnlosen russischen Krieg vor dem Winter beendet sehen.", schreibt Selenskyj auf X. "Ich bin dankbar, dass unsere Teams derweil weiterhin daran arbeiten, die Produktion von Patriot-Abfangraketen in der Ukraine zu starten."
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