Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:15 Drei Menschen sterben bei Drohnenangriff - ein Junge, ein Mädchen und ihr Vater +++
Die ostukrainische Stadt Tschuhujiw meldet drei Tote nach einem russischen Drohnenangriff. Bei den Toten handele es sich um einen Jungen zwischen zehn und zwölf Jahren, eine 19-Jährige, sowie ihr 1981 geborener Vater, schreibt Bürgermeisterin Halyna Minaeva auf Telegram. Zudem sei eine im Jahr 1984 geborene Frau schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Die Drohne sei am Abend mitten in der Stadt eingeschlagen. Nach Angaben der Militärverwaltung der Region Charkiw traf die Drohne ein Privathaus. Es brach ein Brand aus. Das Haus, ein Nebengebäude und eine Garage seien zerstört, heißt es.
+++ 20:43 Putin spricht von komfortabler Zusammenarbeit +++
Kremlchef Putin erklärt, dass die US-Unterhändler Witkoff und Kushner inzwischen das Vertrauen der russischen Seite hätten. "Für uns ist die Zusammenarbeit mit ihnen komfortabel", sagt der Präsident bei dem Gespräch in Moskau. Witkoff wiederum zeigt sich dankbar, "dass Sie uns heute hier empfangen". Die Treffen mit Putin gehörten für ihn zu den erinnerungswürdigsten überhaupt.
+++ 20:23 Wohngebiet in Saporischschja attackiert: Mindestens neun Verletzte +++
Die Stadt Saporischschja wird laut ukrainischen Angaben am Nachmittag vom russischen Militär attackiert. Russland habe ein Wohngebiet mit Drohnen angegriffen, sagt der Gouverneur von Saporischschja, Iwan Fedorow. Mindestens neun Menschen seien verletzt worden. Der Stadtverwaltung zufolge sind 29 Wohngebäude beschädigt.
+++ 19:48 Bei Angriffen in Westukraine sieben Menschen verletzt +++
In der westukrainischen Region Chmelnyzkyj sind am Nachmittag mindestens sieben Menschen bei russischen Drohnenangriffen verletzt worden. Darunter sei ein Kind, sagt Gouverneur Serhiy Tyurin. Der Zustand eines Verletzten sei ernst. Dem Gouverneur zufolge wurde ein dreistöckiges Wohnhaus bei dem Angriff beschädigt.
+++ 19:29 Putin beginnt Gespräche mit US-Unterhändlern +++
In Moskau beginnen die kurzfristig anberaumten neuen Gespräche zum Ukraine-Krieg zwischen Kremlchef Wladimir Putin und den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner. Putin empfängt die beiden Gesandten von US-Präsident Donald Trump im Kreml, wie Staatsmedien melden. "Die Situation ist natürlich nicht einfach", sagt Putin den US-Gesandten in einem vom russischen Fernsehen übertragenen Video. Auch übermittelt er Trump die besten Wünsche. Der Kreml will im Anschluss an die Gespräche die Öffentlichkeit informieren. Am Sonntag werden Witkoff und Kushner zu Gesprächen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew erwartet. Mehr dazu hier.
+++ 18:55 Tass: US-Delegation im Kreml eingetroffen +++
Die US-Delegation mit den Unterhändlern Witkoff und Kushner sei im Kreml eingetroffen, meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass auf Telegram. Nach Angaben aus Moskau ist ein Treffen der US-Vermittler mit dem russischen Präsidenten Putin vorgesehen.
+++ 18:38 Zwei Menschen bei Angriffen nahe Kiew getötet +++
In der Region Kiew bestätigen die Behörden zwei Todesopfer durch russische Angriffe. Zwei Menschen im Bezirk Butscha seien ums Leben gekommen, schreibt der Leiter der Militärverwaltung, Timur Tkachenko, auf Telegram. "Hinter jeder solcher Nachricht steht ein Menschenleben, eine Familie, Angehörige, die heute unermessliches Leid erfahren", fährt Tkachenko fort. "Es gibt keine Worte, die diesen Schmerz lindern können." Laut Tkachenko wurden in der Region Kiew insgesamt 28 Objekte wie Wohnhäuser, Lagerhallen, eine Bahnstrecke und das Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebs beschädigt.
+++ 17:56 USA: Nato-Staaten dürfen hybride Kriegsführung nicht dulden +++
Nato-Staaten dürfen nach Ansicht der USA gezielte hybride Angriffe nicht tolerieren. Der versuchte Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle im vergangenen Monat sei besorgniserregender als verirrte russische Drohnen, sagt der US-Botschafter bei der Nato, Matthew Whitaker, am Rande einer Konferenz in Italien. Die Nato-Mitglieder müssten wachsam sein und ein deutliches Zeichen setzen, sobald die Urheber solcher Taten identifiziert seien. Auch kritische Infrastruktur wie Energieanlagen könne ins Visier geraten. Die Reaktion auf diese Herausforderungen sei in erster Linie eine nationale Aufgabe, die USA stünden den betroffenen Ländern dabei jedoch zur Seite. Deutschland macht Russland für den Vorfall in Leipzig verantwortlich.
+++ 17:28 Russland greift Schiffe im Süden der Ukraine an +++
Russische Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau zwei Massengutfrachter und ein Containerschiff im Hafen von Tschornomorsk sowie einen weiteren Frachter nahe Odessa angegriffen. Die Schiffe würden für den Transport von Militärgütern für die ukrainischen Streitkräfte genutzt, meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Ministerium.
+++ 16:52 Selenskyj sagt vorläufigen Stopp von Angriffen auf Moskau zu +++
Die Ukraine erklärt sich nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj dazu bereit, für drei Tage von Angriffen auf Moskau abzusehen, in der Erwartung, dass Russland die ukrainische Hauptstadt nicht angreift. Anlass ist der Besuch der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, der an diesem Samstag in Moskau begonnen hat und am Sonntag in Kiew fortgesetzt werden soll. Er habe soeben mit den Gesandten des US-Präsidenten gesprochen, schreibt Selenskyj in sozialen Medien: "Sie haben bereits begonnen, mit der russischen Seite zu arbeiten. Ab dem Zeitpunkt dieses Gesprächs sind wir bereit, einen Waffenstillstand bei Luftangriffen auf die an den Verhandlungen beteiligten Städte einzuhalten. Von jetzt an bis zum Ende des Samstags sowie am Sonntag und Montag ist die Ukraine bereit, auf Angriffe auf Moskau zu verzichten, und wir erwarten, dass die Russen dasselbe bezüglich Kiew tun." Zuvor hatte Kremlchef Wladimir Putin wegen des Besuchs der US-Unterhändler einen dreitägigen Stopp der Luftangriffe auf Kiew angeordnet. Die Angriffspause gelte ab Tagesbeginn des Sonntags, erklärte der Kreml.
+++ 16:16 Merz: Leipzig-Anschlag Russland zuzuordnen ist "gerichtsfest" +++
Der Flughafen Leipzig ist bei dem Anschlag auf eine ukrainische Frachtmaschine Anfang August nach Angaben von Kanzler Friedrich Merz nur knapp einer Katastrophe entgangen. "Wir haben diesen Vorfall klar zugeordnet. Wir haben uns damit vier Wochen Zeit genommen. Nicht weniger, auch nicht mehr", sagt der CDU-Vorsitzende auf einer CDU-Parteiveranstaltung in Langenhagen bei Hannover in Anspielung darauf, dass Deutschland Russland für den Angriff verantwortlich gemacht und Sanktionen beschlossen hat. "Die Zuordnung ist sehr klar, unbestreitbar, auch gerichtsfest." Man habe mit "einer sehr klaren Warnung an Russland" die richtigen Konsequenzen gezogen. "Jeder, der uns angreift, muss wissen: Wir sind fest entschlossen, unseren Rechtsstaat, unsere Demokratie, unsere offene Gesellschaft, auch die Integrität unseres Territoriums zu verteidigen." Mehr dazu hier.
+++ 15:37 Besatzer in Luhansk melden fünf Tote durch ukrainische Angriffe +++
Bei ukrainischen Angriffen in den vergangenen 24 Stunden sind in der größtenteils von Russland kontrollierten ukrainischen Region Luhansk nach Angaben der dortigen Behörden fünf Menschen getötet worden. Fünf weitere Menschen seien verletzt worden, sagt Leonid Pasetschnik, der von Russland eingesetzte Gouverneur, in dem besetzten Gebiet. Unabhängig kontrollieren lassen sich solche Berichte über das Kampfgeschehen nicht.
+++ 15:09 Tass: Russland meldet mehrere Treffer auf ukrainische Industrieanlagen +++
Russische Truppen haben Angriffe auf metallurgische Werke in der Region Dnipropetrowsk, die den militärisch-industriellen Komplex der Ukraine beliefern, sowie gegen Logistikzentren und elektrische Umspannwerke in den Regionen Mykolajiw und Odessa durchgeführt. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Russlands, Tass, unter Berufung auf Angaben des russischen Verteidigungsministeriums. Demnach wurden die Angriffe unter anderem mit bodengestützten Präzisionswaffen durchgeführt.
+++ 14:24 Putin ordnet dreitägige Angriffspause für Kiew an +++
Der russische Staatschef Wladimir Putin ordnet wegen des Besuchs von US-Unterhändlern einen dreitägigen Stopp der Luftangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew an. Das teilt Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau mit, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldet. Die Angriffspause gelte mit Tagesbeginn des Sonntags für drei Tage. Peskow bestätigt, dass Putin am heutigen Samstag den US-Sondergesandten Steve Witkoff und den Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, empfangen werde. Die Ukraine hatte zugesagt, wegen dieses Besuchs den russischen Luftraum für drei Tage nicht zu gefährden. Am Sonntag werden die zwei US-Unterhändler erstmals zu Gesprächen in Kiew erwartet. Mehr dazu hier.
+++ 13:43 Russischer Angriff legt Stahlwerk in ukrainischer Region Dnipro lahm +++
In der ostukrainischen Region Dnipro sind bei einem russischen Raketenangriff auf ein Stahlwerk fünf Menschen ums Leben gekommen. Produktionsanlagen und Infrastruktur seien beschädigt worden, der gesamte Betrieb sei deshalb eingestellt worden, teilt der Stahlproduzent Metinvest weiter mit. "Dies ist ein erneuter Angriff auf eine zivile Stahlproduktionsanlage von Metinvest und ein weiterer Beweis für Russlands systematische Angriffe auf die ukrainische Industrie", erklärt das Unternehmen. Das Stahlwerk Kamet produziere Roheisen und Stahl ausschließlich für zivile Zwecke.
+++ 13:09 ISW entlarvt Falschaussagen zu Gebietsgewinnen und Stellungen des russischen Militärs +++
Das russische Verteidigungsministerium, die Nordtruppe der russischen Streitkräfte sowie Kreml nahestehende Militärblogger behaupten fälschlicherweise und ohne jegliche Grundlage, russische Truppen hätten nordöstlich der Stadt Charkiw 2.000 ukrainische Soldaten eingekesselt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Die Falschangabe sei Teil der systematischen kognitiven Kriegsführung Russlands, die darauf abzielt, die russischen Streitkräfte als vorrückend und die ukrainische Verteidigung als zusammenbrechend darzustellen, so die ISW-Analysten. Dies ginge auch einher mit übertriebenen Behauptungen über die russischen Leistungen auf dem Schlachtfeld, die die Militärführung und auch Präsident Wladimir Putin kontinuierlich aufstellten.
+++ 12:32 Konvoi mit Witkoff und Kushner verlässt Flughafen Richtung Moskau +++
Ein Konvoi mit den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner verlässt den Flughafen und fährt Richtung Moskauer Innenstadt. Auch Kirill Dmitrijew, der Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, ist in dem Autokorso unterwegs. Mehr dazu hier.
+++ 12:01 Insider: Putins Berater Dmitrijew wird US-Gesandte treffen +++
Die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner werden bei ihrer Ankunft am Samstag in Moskau einem Insider zufolge mit dem russischen Präsidentenberater Kirill Dmitrijew zusammentreffen. Dies erfährt die Nachrichtenagentur Reuters von zwei mit dem Besuch vertrauten Personen. Dmitrijew hatte im Juni gegenüber Reuters erklärt, er sei während einer Unterbrechung der Besuche mit den US-Unterhändlern in Kontakt geblieben. Er nahm zudem an allen früheren Treffen der US-Gesandten mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin teil und war in diesem Jahr an den Verhandlungen über Ausnahmen von den US-Sanktionen für russisches Öl beteiligt.
+++ 11:37 Selenskyj: Russland greift vor Besuch von US-Gesandten Flughäfen an +++
Russland hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge vor dem Besuch zweier US-Sondergesandter die Flughäfen von Kiew und der nahegelegenen Stadt Boryspil (siehe Eintrag 09:27) angegriffen. Der ukrainische Luftraum ist seit Beginn der großangelegten Invasion Russlands im Februar 2022 gesperrt. Selenskyj zufolge wurde jedoch die Möglichkeit erörtert, dass die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner für ihren am Sonntag erwarteten Besuch in Kiew ein Flugzeug benutzen könnten. "Offensichtlich sind diese russischen Angriffe auf die Flughäfen eine Reaktion auf die Gespräche und Vorbereitungen für einen möglichen Einsatz eines US-Flugzeugs in der Ukraine mit Landung auf dem Flughafen Kiew oder dem Flughafen Boryspil", erklärt Selenskyj auf Telegram. "Russisch-iranische Drohnen als Antwort auf die amerikanische Diplomatie."
+++ 11:04 Interfax: US-Gesandte Witkoff und Kushner wohl in Moskau gelandet +++
Einem Medienbericht zufolge sind die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau eingetroffen. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Interfax meldet unter Berufung auf Luftfahrtkreise, ein Flugzeug sei gelandet, das die beiden mutmaßlich transportiert habe. US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag erklärt, Witkoff und sein Schwiegersohn Kushner würden ins Ausland reisen, um zu versuchen, ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine zu erzielen.
+++ 10:34 IAEA: Waffenruhe für Reparatur von Stromleitungen an AKW Saporischschja +++
Am russisch besetzten AKW Saporischschja im Südosten der Ukraine ist eine Waffenruhe in Kraft getreten. Das teilt die der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Die Waffenruhe diene dazu, Stromleitungen zu reparieren und die Stromversorgung des Atomkraftwerkes wiederherzustellen, so die IAEA, die die Lage vor Ort beobachtet. Das Atomkraftwerk ist mit seinen sechs Reaktoren das größte in Europa und steht seit März 2022 unter russischer Kontrolle. Seit Längerem sind alle Reaktoren abgeschaltet. Das AKW befindet sich damit im sogenannten Kaltabschaltzustand, in dem es aber eine ständige Stromversorgung zur Kühlung der Brennelemente benötigt. Fällt die externe Stromversorgung durch Kampfhandlungen aus, wird das AKW nur durch Notstromaggregate versorgt. Seit dem 20. August ist dies erneut der Fall. Die Dieselreserven des Kraftwerks gingen zur Neige, teilt die IAEA mit. Es drohe innerhalb weniger Tage ein vollständiger Stromausfall, falls die externe Stromversorgung nicht wiederhergestellt oder mehr Dieselkraftstoff zum Standort transportiert werde.
+++ 09:58 Ukraine: Russland greift binnen einer Nacht mit 167 russische Drohnen und 23 Raketen an +++
In der Nacht hat die ukrainische Luftabwehr nach eigenen Angaben 128 russische Drohnen abgeschossen. Das teilt die ukrainische Luftwaffe in den sozialen Medien mit. Demnach hat Russland mindestens 167 Drohnen und 23 Raketen auf verschiedene Regionen der Ukraine abgefeuert. Eigentlich hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dem Kreml eine Feuerpause für die Dauer des Wochenendes vorgeschlagen. Denn die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner werden in den Hauptstädten der Kriegsparteien für Gespräche über einen möglichen Frieden erwartet.
+++ 09:27 Ukraine: Zwei Verletzte nach russischem Angriff auf Boryspil +++
Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Boryspil, rund 30 Kilometer südöstlich von der ukrainischen Hauptstadt Kiew entfernt, wurde ein neunstöckiges Hochhaus getroffen und zwei Menschen verletzt. Das teilt der Verwaltung der Region Kiew, Tymur Tkachenko, auf Telegram mit.
+++ 09:09 Russland: USA sollten Realitäten vor Ort berücksichtigen +++
Russland ruft die USA vor einem möglichen Besuch ihrer Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau und Kiew auf, bei Gesprächen über ein Ende des Konfliktes die Realitäten auf dem Schlachtfeld zu berücksichtigen. Die Lage verändere sich zuungunsten der Ukraine, sagt der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. "Die Schlüsselfrage ist, inwieweit die US-Regierung angesichts der Realitäten vor Ort bereit ist, in die Suche nach einer echten Lösung für die aktuelle Krise zu investieren." Am Wochenende reisen Witkoff und Kushner Medienberichten zufolge nach Russland und - erstmals seit Kriegsbeginn - auch in die Ukraine.
+++ 08:28 Ukrainischer Außenminister verurteilt russischen Angriff auf SBU-Zentrale in Kiew als "massive Eskalation" +++
"Der russische Angriff auf das Hauptquartier des ukrainischen Sicherheitsdienstes ist eine Eskalation, die entschlossene Reaktionen erfordert", schreibt der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha auf X. Am Freitagnachmittag wurde das zentrale SBU-Hauptquartier im historischen Zentrum von Kiew bei einem russischen Luftangriff getroffen. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj zielte die russische Drohne direkt auf das Büro des amtierenden SBU-Chefs Oleksandr Poklad, der jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht in seinem Büro aufhielt. "Moskau hat diesen Angriff inmitten erneuter Friedensbemühungen gestartet - und damit seine tatsächliche Ablehnung der Diplomatie offenbart", schreibt Sybiha auf X. Er fordert die Partner der Ukraine auf, den Angriff zu verurteilen und den Druck auf Russland zu verstärken.
+++ 07:49 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++
Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.495.050 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1260. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem drei Panzer, 65 Artilleriesysteme und 1898 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 12.328 Panzer, 49.227 Artilleriesysteme, 1604 Flugabwehrsysteme und 441 Flugzeuge, 355 Hubschrauber, 499.809 Drohnen, 35 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen – wobei das auch nur Mindestwerte sind.
+++ 07:04 ISW: Ukrainer gewinnen Stellungen in Dnipropetrowsk, Donezk und Charkiw zurück +++
Die ukrainischen Streitkräfte sind an verschiedenen Stellungen an der Front vorgerückt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Während die russischen Streitkräfte versuchen neue Gebiete in der Ukraine, ohne Fortschritte zu erzielen, konnte das ukrainische Militär an Vorrücken der russischen Armee an einigen Stellen blockieren, Infiltrierungsmissionen verhindern, oder sogar Gebiete zurückgewinnen. Das gilt unter anderem für die Stellungen im Osten von Novopavlivka in der Region Dnipropetrowsk. Zudem sind die ukrainischen Streitkräfte laut ISW-Analysten im Osten von Slowjansk in der Region Donezk sowie Norden der Region Charkiw vorgerückt. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.
+++ 06:23 Ukraine meldet heftigen russischen Angriff auf Dnipropetrowsk +++
In der Nacht haben russische Streitkräfte die Stadt Kamjanske in der Region Dnipropetrowsk im Osten der Ukraine angegriffen. Das teilt Oleksandr Ganzha, Leiter der Militärverwaltung der Region Dnipropetrowsk, auf Telegram mit. Bei den Angriffen wurde demnach ein Industriegebiet in der Stadt am Ufer des Kamjansker Stausees am Mittellauf des Dnipro von den Russen beschossen. Dabei sollen vier Menschen getötet und fünf Menschen verletzt worden sein. "Drei Verletzte befinden sich im Krankenhaus. Darunter ist eine 30-jährige Frau, die auf der Intensivstation behandelt wird", so Ganzha.
+++ 05:41 Nach Selenskyjs Warnung: Air Tanzania setzt Flüge Richtung Moskau aus +++
Air Tanzania setzt Flüge von Daressalam nach Moskau vorübergehend bis Montag aus. Die Fluglinie zieht damit als erste Fluggesellschaft Konsequenzen aus der in dieser Woche ausgesprochenen Warnung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor Gefahren im russischen Luftraum. Der Entscheidung sei eine routinemäßige Risikobewertung der Flugroute vorausgegangen, teilt Air Tanzania auf Facebook mit.
+++ 03:32 Selenskyj: US-Gesandte kommen Sonntag nach Kiew +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj bestätigt, dass er die US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner empfangen will. Besprochen sei, dass beide zunächst Moskau besuchen und am Sonntag erstmals überhaupt nach Kiew reisen, sagt Selenskyj in einer Videobotschaft. Die russische Seite hält sich bedeckt. Auf die Frage, wann Witkoff und Kushner in Moskau erwartet würden, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge: "Ich werde nichts ankündigen. Wenn diese Kontakte stattfinden, werden wir darüber informieren."
+++ 00:53 Bericht: Ukraine hat Feuerpause an der Front begonnen +++
Für die ukrainischen Streitkräfte an der Front gilt offenbar seit Mitternacht eine Feuerpause. Das berichtet die "Ukrajinska Prawda" unter Berufung auf Quellen im Militär. Die Pause soll demnach bis zum Dienstag andauern und steht im Zusammenhang mit dem Besuch der US-Gesandten Witkoff und Kushner in Kiew und Moskau. Für welche Einheiten die Order gilt, ist unklar, eine offizielle Bestätigung gibt es nicht. In Kiew ist derweil die Luftabwehr im Einsatz, Drohnen sind auch in dieser Nacht auf dem Weg in Richtung der Hauptstadt.
+++ 23:19 Trump: Putin plant keinen Angriff auf Nato-Gebiet +++
Nach dem mutmaßlich russischen Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle sieht US-Präsident Donald Trump weiter keine Gefahr eines russischen Angriffs auf die Nato. "Wir sprechen miteinander, ich kenne ihn sehr gut. Putin plant keinen Angriff auf das Nato-Gebiet", sagte Trump auf die Frage, ob der Fund einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle einen solchen Angriff darstelle.
+++ 22:08 Trump: Witkoff und Kushner machen Vorschlag zur Beendigung des Krieges +++
US-Präsident Donald Trump bestätigt Reportern in Washington, dass Steve Witkoff und Jared Kushner nach Russland und in die Ukraine reisen werden. Sie würden einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges unterbreiten. Kremlsprecher Dmitri Peskow hat der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge auf die Frage, wann Witkoff und Kushner in Moskau sind, geantwortet: "Ich werde nichts ankündigen. Wenn diese Kontakte stattfinden, werden wir darüber informieren." Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor angekündigt, dass die US-Unterhändler erst nach Russland und am Sonntag nach Kiew reisen werden.
+++ 21:17 Goethe-Institute zu: Bundesregierung sieht "keinen weiteren Reaktionsbedarf" +++
Die Bundesregierung sieht keine Notwendigkeit, auf die angekündigte Schließung der russischen Standorte des Goethe-Instituts wiederum mit eigenen Maßnahmen zu reagieren. Dazu gebe es "keinen weiteren Reaktionsbedarf", sagt heute ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Darüber, wie nun mit den Mitarbeitern der Institute weiter verfahren werde, wolle er "jetzt nicht spekulieren". Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte angekündigt, die Goethe-Institute in Moskau, St. Petersburg und Nowosibirsk zu schließen. Lawrow sagt, dass dies eine Reaktion auf die angekündigte Schließung des Russischen Hauses in Berlin sei.
+++ 20:11 Schusswechsel zwischen Geheimdiensten: Selenskyj kündigt Entlassungen an +++
Nach einem Schusswechsel zwischen Mitgliedern zweier ukrainischer Geheimdienste in Kiew hat Präsident Wolodymyr Selenskyj personelle Konsequenzen angekündigt: Mehrere Abteilungsleiter beim Inlandsgeheimdienst SBU und dem Militärgeheimdienst GUR werden entlassen, erklärt Selenskyj und betont, die beiden Geheimdienste müssten "Rechenschaft ablegen." Zwei mutmaßlich an der Schießerei beteiligte Mitarbeiter der beiden Dienste sind heute unter gerichtlichen Auflagen freigelassen worden.
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