Politik

Ukraine droht mit RacheSelenskyj: Russland beschießt Kiewer Flughäfen vor US-Besuch

05.09.2026, 12:55 Uhr
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Seit 2022 ruht der zivile Luftverkehr in der Ukraine. Nur selten gibt es Ausnahmen - so wie nun für Witkoff und Kushner. (Foto: picture alliance / abaca)

Nach einem Stopp in Moskau sollen die US-Unterhändler Witkoff und Kushner am Sonntag nach Kiew kommen - entgegen der üblichen Praxis für Besucher per Flugzeug. Russland spielt vor einer möglichen neuen Friedensinitiative mit den Muskeln und nimmt die Flughäfen der ukrainischen Hauptstadt ins Visier.

Kurz vor dem erwarteten Besuch von US-Unterhändlern in Kiew haben die russischen Streitkräfte nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Flughäfen der Hauptstadt beschossen. Die Flughäfen Schuljany und Boryspil seien demonstrativ zum ersten Mal seit einiger Zeit angegriffen worden, schrieb er in den sozialen Netzwerken.

Selenskyj unterstellte, dass Moskau damit Unsicherheit vor der Anreise der Amerikaner verbreiten wolle. "Die russischen Treffer auf die Airports sind eine Reaktion auf die Diskussionen und die Vorbereitungen darauf, dass die US-Seite mit dem Flugzeug in die Ukraine kommen und am Kiewer Flughafen oder in Boryspil landen könnte", schrieb er. Die Ukraine werde ihre Drohnenangriffe zur Lähmung des russischen Flugverkehrs kommende Woche entsprechend ausrichten, drohte er.

In der Ukraine ruht seit Beginn der russischen Großinvasion 2022 der zivile Flugverkehr. Für einen sicheren Flug Witkoffs nach Kiew wären ukrainische Erlaubnisse, aber auch russische Sicherheitsgarantien erforderlich. Schuljany ist der alte Flughafen der ukrainischen Hauptstadt und liegt im Stadtgebiet. Als er zu klein wurde, wurde in der Kreisstadt Boryspil etwa 20 Kilometer östlich von Kiew ein neuer internationaler Airport gebaut.

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, werden am Sonntag zu ihrem ersten Besuch in Kiew erwartet. Vorher sollen sie in Moskau mit Kremlchef Wladimir Putin sprechen, russischen Medienberichten zufolge sind sie dort bereits eingetroffen. Berichte über eine russische Drohnenattacke auf Schuljany hatte es schon am Freitag gegeben. Zu Schäden oder Verletzten wurde nichts bekannt.

Quelle: ntv.de, jog/dpa

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