Politik

Unterhändler landen in MoskauUS-Gesandte Witkoff und Kushner fahren im Konvoi zu Putin

05.09.2026, 13:20 Uhr
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Der unübersehbare Konvoi hat das Interesse der Moskauer Anwohner erregt. (Foto: REUTERS)

Nächster Stopp: Wladimir Putin. Die US-Unterhändler für die russisch-ukrainischen Friedensverhandlungen sind in Moskau gelandet. In wenigen Stunden dürfte Klarheit herrschen, ob Jared Kushner und Steve Witkoff neuen Schwung in die festgefahrenen Verhandlungen bringen konnten.

Die US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff sind zu Gesprächen über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs in der russischen Hauptstadt Moskau eingetroffen. Ihr Flugzeug landete am Mittag auf dem Flughafen Wnukowo, wie die russischen Nachrichtenagenturen Ria Nowosti und Tass melden. Ein Konvoi habe den Flughafen verlassen und sei Richtung Moskauer Innenstadt gefahren.

Einem Augenzeugen zufolge ist auch Kirill Dmitrijew, der Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, in dem Autokorso unterwegs. Dmitrijew nahm an allen früheren Treffen der US-Gesandten mit dem russischen Präsidenten teil und war in diesem Jahr an den Verhandlungen über Ausnahmen von den US-Sanktionen für russisches Öl beteiligt.

Witkoff und Kushner sollen US-Präsident Donald Trump zufolge einen neuen diplomatischen Vorstoß zur Beendigung des russischen Angriffs auf die Ukraine unternehmen. Wir haben "zwei großartige Verhandler", sagte Trump am Freitag über seinen Golfpartner Witkoff und seinen Schwiegersohn Kushner. "Wir haben sie hingeschickt, um zu sehen, ob wir etwas erreichen können".

Ob der Plan Gebietsabtretungen der Ukraine an Russland vorsieht, sagte der US-Präsident nicht, sondern lediglich: "Wir haben eine Idee für den Frieden."

Im Anschluss an das Gespräch in Moskau werden die US-Unterhändler in Kiew erwartet. Sie treffen am Sonntag in der ukrainischen Hauptstadt auf Präsident Wolodymyr Selenskyj. "Wir bereiten uns auf den Besuch vor", schrieb der ukrainische Präsident auf X. "Genau wie bei früheren diplomatischen Besuchen der amerikanischen Seite werden wir dafür sorgen, dass der russische Luftraum normal funktioniert, damit die Verhandlungsführer sicher ankommen können. Wir passen auf sie auf." 

Kurz vor dem erwarteten Besuch sollen die russischen Streitkräfte nach Angaben von Selenskyj die Flughäfen der ukrainischen Hauptstadt demonstrativ beschossen haben. Selenskyj unterstellte, dass Moskau damit Unsicherheit vor der Anreise der Amerikaner verbreiten wolle. 

Wie der Friedensvorschlag des US-Teams aussieht, ist bisher unklar. "Wir werden den Besuch und die Gespräche mit der US-Seite so konstruktiv und substanziell wie möglich gestalten", schrieb Selenskyj weiter. "Wir müssen nach konkreten Möglichkeiten suchen, wie dieser Krieg zu einem Ende gebracht werden kann. Wir werden sehen, welche Vorschläge Steve und Jared vorlegen und welche Antworten sie in Moskau darauf erhalten."

Russland hat die Ukraine im Februar 2022 angegriffen und führt seitdem eine großangelegte Offensive in dem Land.

Quelle: ntv.de, chr/rts/AFP

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