Politik

Für Reise von US-DelegationPutin kündigt dreitägige Pause von Angriffen auf Kiew an

05.09.2026, 15:11 Uhr
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Putin empfängt Kushner und Witkoff in Moskau. (Foto: picture alliance / TASS)

Die russischen Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt werden nach Kreml-Angaben ab Mitternacht für drei Tage eingestellt. Die beschränkte Feuerpause hängt mit der Reise der beiden US-Unterhändler Witkoff und Kushner zusammen, die nach Kiew reisen werden.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat angeordnet, die Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew für drei Tage einzustellen. Putin habe den "Befehl erteilt, Kiew ab heute Mitternacht für drei Tage nicht anzugreifen", zitierte die Nachrichtenagentur Tass Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Diese Entscheidung hänge mit der "Vorbereitung und Aufnahme von Kontakten" mit der in Kiew erwarteten US-Delegation zusammen.

Zuvor hatten die russischen Nachrichtenagenturen Ria Nowosti und Tass gemeldet, die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner seien am Samstagmittag in Moskau eingetroffen. Dort sollen sie Kreml-Chef Putin treffen, später würden sie zu Gesprächen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew erwartet.

US-Präsident Donald Trump hatte einen neuen diplomatischen Vorstoß zur Beendigung des Kriegs angekündigt. Der US-Präsident nannte Witkoff und seinen Schwiegersohn Kushner am Freitag "zwei großartige Verhandler". Er fügte hinzu: "Wir haben sie hingeschickt, um zu sehen, ob wir etwas erreichen können". Witkoff und Kushner haben einen US-Plan zur Beendigung des Kriegs für ihre Gespräche in Moskau dabei.

Die Regierungen in Moskau und Kiew zeigten sich skeptisch hinsichtlich der Erfolgsaussichten. Die Voraussetzungen für ein Kriegsende seien bislang nicht gegeben, sagte Kremlsprecher Peskow am Freitag. Auch der Stabschef des ukrainischen Präsidenten, Kyrylo Budanow, rechne nicht mit einem Ende der Kämpfe vor Frühjahr 2027. Russland werde versuchen, die Ukraine mit weiteren strategischen Bombenangriffen über den Winter gefügig zu machen, sagte er der "New York Times".

Vor dem Hintergrund des Iran-Krieges waren die Bemühungen des US-Präsidenten um eine Verhandlungslösung im Ukraine-Konflikt zuletzt ins Stocken geraten. Russland führt seit Februar 2022 eine großangelegte Offensive in der Ukraine. Die ukrainische Armee reagiert unter anderem mit Luftangriffen auf Ziele in Russland.

Quelle: ntv.de, lme/AFP/dpa

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