Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:17 Anwohner filmt, wie draußen russische Geschosse einschlagen +++

08.09.2026, 00:01 Uhr

Schon wieder greift Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew mit unvermittelter Härte an. Ein Anwohner filmt durch sein Balkon-Fenster, wie binnen Sekunden zwei russische Geschosse an scheinbar derselben Stelle einschlagen. Den Bewohnern Kiews bietet sich am Morgen ein Bild des Schreckens.

+++ 20:47 Ukrainische Zugbegleiterin stirbt bei russischer Attacke +++

Bei einem russischen Angriff auf einen Passagierzug wurde der ukrainischen Eisenbahn zufolge eine Mitarbeiterin getötet. Die Zugbegleiterin eines Regionalzugs zwischen Dnipro und Saporischschja sei zu dem Fahrzeug zurückgekehrt, nachdem die Evakuierung angeordnet worden war, teilt das Unternehmen mit. Wie Bahnchef Olexander Perzowskyj mitteilt, hat das russische Militär auch einen Zug im nordukrainischen Grenzgebiet Sumy angegriffen. Mehrere Insassen wurden durch Drohnentrümmer verletzt. "Die schreckliche Jagd" auf Personenzüge geht weiter, schreibt Pertsowskyj in den sozialen Medien. Laut dem ukrainischen Katastrophenschutz sind die Lokomotive und ein Personenwagen in Brand geraten. Der Zug musste evakuiert werden. Die "Ukrainska Pravda" berichtet von mindestens 10 Verletzten.  

+++ 20:15 Russischer Angriff beschädigt Padelclub von Tennisstar Switolina in Kiew schwer +++

Der Padelclub von Elina Switolina in Kiew ist durch die Folgen eines russischen Angriffs schwer beschädigt worden. Die Tennis-Weltranglistenneunte veröffentlicht auf Instagram Fotos eines Brands und einer weitgehend eingestürzten Decke, deren Teile auf den Plätzen liegen. "Mit dieser Nachricht möchte ich unsere internationalen Partner und Freunde erreichen, die uns, die ukrainischen Athleten, auf internationaler Bühne unterstützen und anfeuern, und um Unterstützung und konkrete Aktionen bitten, die helfen können, den Aggressor zu stoppen", schreibt Switolina. Sie hatte den Padelclub in der ukrainischen Hauptstadt vor gut vier Monaten gemeinsam mit dem früheren Tennisprofi Sergej Stachowski eröffnet. Man habe die Folgen eines russischen Angriffs auf ein nahe gelegenes Lebensmittelwerk durch eine Druckwelle gespürt, heißt es via Instagram vom Club. Man arbeite bereits an der Wiederherstellung der Halle. 

+++ 19:31 Ukrainische Drohne jagt russisches Munitionslager in die Luft +++

Ukrainische Spezialeinheiten haben nach eigenen Angaben ein Munitionslager in der Region Luhansk. zerstört. Das Depot befand sich auf dem Gelände eines ehemaligen Geflügelhofes. Die Operation wurde der Einheit zufolge mit Mittelstreckendrohnen durchgeführt. 

+++ 18:57 Festnahme: Russe spähte offenbar Militärstützpunkte in Rumänien aus +++

Rumäniens Polizei hat einen Russen festgenommen, der Militäreinrichtungen Rumäniens und der Nato-Verbündeten ausspioniert haben soll. Der 40-Jährige habe an mehreren Militärstützpunkten im Großraum Bukarest, am Schwarzen Meer und in Siebenbürgen Militärtechnik sowie Truppenbewegungen fotografiert, teilt die Sondereinheit der Staatsanwaltschaft für organisiertes Verbrechen in Bukarest mit. Dadurch habe er die nationale Sicherheit gefährdet. Zudem soll der Mann mit einer nicht näher benannten Person über einen verschlüsselten Kommunikationsweg Kontakt gehabt haben, um hybride Sabotageakte zu planen. Die Staatsanwaltschaft beantragt nun vor Gericht 30 Tage in Untersuchungshaft für den Tatverdächtigen. An den Ermittlungen waren Rumäniens Inlandsgeheimdienst SRI beteiligt, sowie der Geheimdienst der Armee. 

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Der 40-Jährige steht im Verdacht, die nationale Sicherheit gefährdet zu haben. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 18:20 Kiew: Russische Drohne trifft Journalisten während einer Live-Sendung  +++

Bei einem russischen Drohnenangriff wurde das Gebäude des Fernsehsenders "My - Ukrajina" ("Wir sind die Ukraine") in Kiew beschädigt. "Einfach am helllichten Tag, als die Journalisten auf Sendung waren", schreibt Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Netzwerken. Fünf Menschen seien verletzt worden. Selenskyj wirft Russland vor, den Fernsehsender gezielt angegriffen zu haben. "Darauf muss es eine Reaktion von Europa und der Welt geben", verlangt der Staatschef. Der TV-Kanal produziert gemeinsam mit mehreren anderen Sendern ein Nachrichtenprogramm. Der Generalproduzent des Senders, Jurij Suhak, spricht ebenfalls von einem direkten Angriff. "Dieses Mal war es gezielt in den Nachrichtenraum", sagte er. Das Gebäude wurde teilweise zerstört. Bereits Mitte August seien bei einem Angriff Fenster des Gebäudes durch die Druckwelle einer Explosion beschädigt worden.

+++ 17:40 Putin telefoniert mit Trump: "Keine aggressiven Pläne" gegen Europa +++

Nach der Reise von US-Vermittlern nach Kiew und Moskau zu Gesprächen über ein Ende des Ukraine-Krieges telefoniert US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Wladimir Putin. Der russische Staatschef habe Trump zugesichert, keine "aggressiven Pläne" in Bezug auf Europa zu haben, sagt Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow Journalisten. Putin habe Trump zudem eine "objektive und ausführliche Analyse der Vorgänge auf dem Schlachtfeld" gegeben und dabei ausgeführt, was die USA "real für ein baldiges Ende der Kampfhandlungen tun können". Trump betonte seinerseits gegenüber Putin, dass ein Ende des Konflikts eine Tür für die “umfassende Wiederherstellung der Beziehungen” zwischen den Vereinigten Staaten und Russland öffnen würde. Es wurden auch weitere Austausche von Gefangenen besprochen.  

+++ 17:10 Pistorius sagt umfangreiche Waffenlieferungen zu - auch Patriots dabei  +++

Deutschland will nach den Worten von Verteidigungsminister Boris Pistorius die Ukraine bei der Luftabwehr künftig noch stärker unterstützen. Berlin werde neben der "dringend benötigten" Lieferung von Abwehrraketen des US-Systems Patriot auch Luft-Luft-Raketen vom Typ AIM-9 weiter bereitstellen, sagt Pistorius bei einem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe (UDCG). Zudem werde die Ukraine mithilfe des Milliardendarlehens der EU mehrere tausend zusätzliche Lenkflugkörper vom Typ Iris-T in Deutschland bestellen, fügt er hinzu. Das Produktionsvolumen der Raketen könne durch die Einrichtung einer weiteren Produktionslinie gesteigert werden. Pistorius zufolge ist die Lieferung der AIM-9-Raketen aus Bundeswehrbeständen bereits im Gange. Sie sollen die ukrainische Luftverteidigung stärken, "bevor der Winter kommt". Deutschland werde zudem die Lieferung von Drohnen und weitreichender Artilleriemunition fortsetzen. 

+++ 16:40 Ukraine verzeichnet höchste Zahl an Streubombenopfern weltweit +++

In der Ukraine ist die Zahl der Streubombenopfer 2025 rasant gestiegen. Mindestens 927 Menschen sind nach Angaben der Streubombenkoalition in der Ukraine verletzt oder getötet worden, zum vierten Mal in Folge mehr als in jedem anderen Land der Welt. Russische Streitkräfte setzen die international geächteten Waffen laut dem Streubomben-Bericht dort ein. Nach Recherchen der Autoren gibt es Hinweise, dass in Russland neue Streumunition produziert wird. Zudem habe auch Nordkorea Streumunition an Russland geliefert, die in der Ukraine eingesetzt worden sei. Die Ukraine habe die Waffen auch in Russland eingesetzt, heißt es in dem Bericht. 

+++ 16:10 Brüssel stimmt Verwendung von EU-Kredit für Kauf von Patriot-Raketen zu +++

Die EU stimmt zu, dass die Ukraine einen Teil des 90-Milliarden-Darlehens aus Brüssel für den Kauf von in den USA hergestellten Luftabwehrraketen vom Typ Patriot verwenden darf. "Ich begrüße die Einigung der Mitgliedstaaten über die Ausnahmeregelung für die Ukraine, entscheidende Produkte für Patriot-Luftverteidigungssysteme zu erwerben", erklärt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Der Schritt erlaube Kiew, die nächste Kredit-Tranche in Höhe von 3,2 Milliarden Euro zu nutzen, "um seinen Luftraum besser vor den wahllosen Angriffen Russlands zu schützen". Das EU-Darlehen für die Ukraine sieht vor, dass das Geld in erster Linie für in Europa gebaute Waffen ausgegeben werden soll. Kiew zufolge ist das Patriot-System jedoch die effektivste Möglichkeit, ballistische Raketen aus Russland vom Himmel zu holen. 

+++ 15:25 Russland soll zwei Top-Kampfflugzeuge bei Kollision verloren haben +++

Laut einem der russischen Luftwaffe nahestehenden Kanal sind über der an die Ukraine grenzenden Region Kursk zwei Kampfflugzeuge vom Typ SUu-35S zusammengestoßen. Die Ursachen würden derzeit ermittelt, heißt es von "Fighterbomber" auf Telegram. Er veröffentlicht zudem ein Bild der mutmaßlichen Absturzstelle. Der Kanal hatte in der Vergangenheit wiederholt Ereignisse innerhalb der russischen Luftstreitkräfte als Erstes veröffentlicht. Auch der Luft- und Raumfahrtoffizier Alexei Zemzow berichtet auf Telegram von einer Kollision. Ihm zufolge kam ein Pilot ums Leben, ein weiterer soll gerettet worden sein. Zudem schrieb Zemzow: "Die Ukrainer werden dafür geradestehen", was gegen einen Unfall spricht. Da es jedoch keine offizielle Bestätigung für den Vorfall gibt, ist nicht klar, ob es ihn tatsächlich gegeben hat oder was die Ursache gewesen sein könnte.

+++ 15:00 Schutz vor russischen Angriffen: Erster unterirdischer Kindergarten in der Ukraine eröffnet +++

In der östlichen Region Charkiw ist der erste unterirdische Kindergarten der Ukraine eröffnet worden. Die Einrichtung "Mobil" in der Gemeinde Pisochyn biete Platz für 260 Kinder, berichtet die Zeitung "Ukrainska Pravda" unter Berufung auf das ukrainische Bildungsministerium. Demnach verfügt der unterirdische Bereich über acht Zimmer und soll es den Kindern ermöglichen auch bei russischen Luftangriffen sicher zu sein. Ein mit dem Kindergarten verbundener Schutzraum verfüge über eine autonome Stromversorgung, die durch zwei unabhängige Stromquellen und Notstromaggregate gewährleistet werde, heißt es. Die Schutzanlage ist dem Bericht zufolge über sichere Verbindungsgänge mit den Kindergartengebäuden verbunden, sodass Kinder und Mitarbeiter den Schutzraum bei einem Luftalarm erreichen können, ohne ins Freie gehen zu müssen. "In diesem Jahr hat der Staat erstmals separate Mittel für die Ausstattung von Schutzräumen in vorschulischen Bildungseinrichtungen bereitgestellt", sagte die stellvertretende Bildungsministerin, Anastasiia Konovalova.

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Unterirdische Schulen gibt es in der Ukraine wegen der regelmäßigen russischen Luftangriffe schon länger. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 14:30 Klingbeil: Verteidigung ohne neue Schulden ist wie Mondflug ohne Rakete +++

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil verteidigt die hohen Schulden zur Modernisierung der Bundeswehr und stellt sie als alternativlos dar. "Ohne neue Schulden sich zu verteidigen, das ist wie ohne Rakete zum Mond fliegen", sagt der SPD-Chef im Bundestag zum Start der Haushaltswoche. Die jahrzehntelange Vernachlässigung der Bundeswehr müsse behoben werden. Wer Frieden wolle, dürfe nicht schwach sein. Deutschland müsse sich verteidigen können. "Das kostet Geld." Sogenannte hybride Angriffe häuften sich. Der versuchte Drohnenanschlag am Leipziger Flughafen, für den die Bundesregierung Russland verantwortlich macht, sei ein Einschnitt gewesen.

+++ 13:57 Minister: Putins ballistische Raketen sagen mehr aus als seine Reden +++

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha verurteilt die neuerlichen Luftangriffe auf sein Land. Russland habe "unmittelbar nach der Abreise der US-Gesandten "einen weiteren massiven und schrecklichen Angriff auf Kiew gestartet", schreibt Sybiha bei X. "Seine ballistischen Raketen sagen mehr aus als seine Reden über Diplomatie", fügt er mit Blick auf den russischen Staatschef Wladimir Putin hinzu.

+++ 13:31 Selenskyj: Es gibt "anständige Ideen" bei US-Friedensvorschlägen +++

US-Unterhändler haben dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge mehrere "anständige Ideen" zur Beendigung des Krieges vorgelegt. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner hatten am Wochenende sowohl Russland als auch die Ukraine besucht. Selenskyj teilt nun in einem WhatsApp-Gruppenchat mit, ein nächstes trilaterales Treffen könne in der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder der Schweiz stattfinden, wobei unter anderem Getreidelieferungen und die Energieinfrastruktur besprochen werden sollten. 

+++ 12:55 Ungarn weist zehn russische Diplomaten aus +++

Ungarn verweist zehn russische Diplomaten des Landes und markiert damit eine Abkehr von der pro-russischen Politik des früheren Ministerpräsidenten Viktor Orban. Ihnen würden Aktivitäten vorgeworfen, die mit ihrem diplomatischen Status unvereinbar seien, teilt das Außenministerium in Budapest mit. "Wir verteidigen unsere Souveränität", erklärt dazu Ministerpräsident Peter Magyar bei Facebook. Russland kündigt unterdessen eine schmerzhafte Vergeltung an, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldet. 

+++ 12:26 Bericht: Ukrainische Drohnen treffen Rosneft-Raffinerie in Saratow +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Saratow an der Wolga trifft das Militär offenbar eine Raffinerie des staatlichen Ölkonzerns Rosneft. Das berichtet das Medium "Kyiv Independent" und beruft sich dabei auf Aufnahmen, die Anwohner in sozialen Medien teilen. Demnach berichten die Augenzeugen von Explosionen und einem Brand in der Raffinerie. Zuvor hatte der regionale Gouverneur Roman Busargin mitgeteilt, dass bei dem Angriff zivile Infrastruktur getroffen und mehrere Menschen verletzt worden seien.

+++ 11:47 Selenskyj hofft auf Treffen mit Trump noch im September +++

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hofft auf ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump noch in diesem Monat. Er wolle mit Trump über ein Paket zur Stärkung der ukrainischen Luftabwehr sprechen, sagt Selenskyj zu Journalisten. Er gehe davon aus, dass das Treffen nach dem 20. September stattfinden werde. Damit konkretisiert Selenskyj seine vorherigen Äußerungen über mögliche Gespräche im Herbst. 

+++ 11:12 Russland will Prämien von straffälligen Soldaten zurückfordern +++

Zeitsoldaten sollen nach dem Willen des russischen Verteidigungsministeriums bei Straffälligkeit einen Teil ihrer Antrittsprämien zurückzahlen. Hintergrund ist die Zunahme von Fällen häuslicher Gewalt unter denjenigen, die an Russlands Krieg gegen die Ukraine teilnehmen. Wie aus dem Gesetzentwurf hervorgeht, will das Verteidigungsministerium im Falle einer Straftat einen Teil der Einmalzahlungen zurückfordern, "um die Motivation des Militärpersonals zur Einhaltung der Gesetze zu erhöhen". Russland lockt Freiwillige für den Krieg gegen die Ukraine mit Einmalzahlungen von umgerechnet mindestens 4640 Dollar (3995 Euro), die je nach Region auch deutlich höher ausfallen können. 

+++ 10:35 Munz: "Kreml spricht von kleinem Schritt in Richtung Frieden" +++

Die US‑Sondergesandten Witkoff und Kushner reisen für Gespräche nach Moskau. Der Kreml bewerte das Treffen als einen "kleinen Schritt in Richtung Frieden" - dabei würde es keine inhaltlichen Fortschritte geben, berichtet ntv-Reporter Rainer Munz. Stattdessen sei der Donbass immer noch erklärtes Ziel der Russen.

+++ 09:58 Russland meldet drei Tote bei ukrainischen Angriffen +++

Russischen Angaben zufolge sterben bei ukrainischen Angriffen drei Menschen. Zwei Menschen seien bei Angriffen auf der 2014 von Russland besetzten Halbinsel Krim getötet worden, wie der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow mitteilt. Ein Mensch sei dort verletzt worden. Zudem sei ein Mensch bei einem ukrainischen Angriff auf die russische Stadt Starodub in der Grenzregion Brjansk ums Leben gekommen, teilen die örtlichen Behörden mit. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.

+++ 09:19 Russische Drohne trifft Personenzug in ukrainischer Region Sumy +++

In der ukrainischen Region Sumy greift das russische Militär einen Personenzug mit einer Drohne an. Wie die staatliche Katastrophenschutzbehörde der Ukraine mitteilt, gelang es den rund 90 Insassen, den Zug rechtzeitig zu verlassen, bevor die Drohne einschlug. Rettungskräfte löschten den Brand. Der Zug sei auf der Strecke zwischen der Stadt Sumy und der ukrainischen Hauptstadt Kiew unterwegs gewesen.

+++ 08:42 Selenskyj beschreibt "komplexe" russische Attacke auf die Ukraine +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beschreibt das Ausmaß des jüngsten russischen Angriffs auf die Hauptstadt Kiew sowie weitere Regionen des Landes. "Es handelte sich um eine komplexe Attacke, den die Russen offenbar so geplant hatten, dass er möglichst viele Menschenleben forderte - mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern, Schiffsabwehrraketen und strahlgetriebenen 'Shaheds'", schreibt Selenskyj auf X. In der Hauptstadt seien erhebliche Schäden an Wohngebäuden und anderer ziviler Infrastruktur entstanden. In der Region Kiew sei zudem kritische Infrastruktur getroffen worden. Überdies zählt Selenskyj Angriffe auf Odessa, Charkiw, Sumy, Saporischschja und Dnipro auf. 

+++ 08:01 Großbritannien sagt Ukraine Luftabwehrpaket für den Winter zu +++

Großbritannien unterstützt die Ukraine mit einem zusätzlichen Paket zur Luftverteidigung im kommenden Winter im Volumen von 100 Millionen Pfund (rund 117 Millionen Euro). Es werde unter anderem Patriot-Luftabwehrraketen umfassen, teilt die Regierung in London mit. Damit solle die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine gegen russische Angriffe gestärkt werden. Weil es der Ukraine an Abwehrsystemen gegen ballistische Raketen fehlt, hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zuvor wiederholt dazu aufgerufen, seinem Land Patriot-Raketen zu liefern. 

+++ 07:25 Ukraine-Kontaktgruppe berät über weitere Unterstützung Kiews +++

Die Unterstützer der Ukraine halten am Nachmittag eine virtuelle Sitzung ab. An den Beratungen nehmen unter anderen Verteidigungsminister Boris Pistorius, sein britischer Kollege Wes Streeting, der neue ukrainische Verteidigungsminister Jewhenij Chmara sowie Nato-Generalsekretär Mark Rutte und der US-Verteidigungsstaatssekretär Elbridge Colby teil. Es handelt sich um die 36. Sitzung der Ukraine Defence Contact Group. Erstmals war sie im April 2022 zusammengekommen.

+++ 06:47 Mindestens zwei Menschen sterben bei russischem Angriff auf Kiew +++

Bei dem jüngsten russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew werden nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet. Die Zahl der Verletzten steigt unterdessen auf zehn. Einsatzkräfte sind dabei, mehrere Brände in den Stadtteilen Holosiivskyi und Podil zu löschen. Dem Medium "Kyiv Independent" zufolge waren die ersten Explosionen in der Stadt gegen 3.30 Uhr zu hören. 

+++ 06:18 Russland: Mehrere Verletzte bei ukrainischem Angriff auf Saratow +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Saratow an der Wolga wird zivile Infrastruktur getroffen; mehrere Menschen werden verletzt. Das teilt der regionale Gouverneur Roman Busargin auf dem Messenger-Dienst Telegram mit. Alle verfügbaren Rettungskräfte seien im Einsatz, heißt es. Die Region Saratow liegt rund 500 Kilometer östlich der ukrainischen Grenze. Dort befinden sich eine große Ölraffinerie des staatlichen Ölkonzerns Rosneft sowie weitere industrielle und militärische Anlagen.

+++ 05:43 Russland startet Raketenangriff auf Kiew +++

Nach einer kurzzeitigen Feuerpause während des Besuchs der Unterhändler von US-Präsident Donald Trump in der Ukraine hat Russland seine schweren Luftangriffe auf die Hauptstadt Kiew wieder aufgenommen. Aus Kiew wurden nächtliche Explosionen gemeldet, mehrere Wohnhäuser, eine Schule und Autos seien von herabfallenden Drohnentrümmern getroffen worden, berichten ukrainische Medien unter Berufung auf Behördenangaben. Das Nachrichtenportal "Kyiv Independent" schreibt, laut Bürgermeister Vitali Klitschko seien mehrere Menschen unter den Trümmern eines schwer beschädigten Wohnblocks verschüttet worden. Auch in anderen Regionen des Landes wurde Luftalarm ausgelöst. Nach Angaben der Behörden wurden sowohl in Kiew als auch in Boryspil östlich von Kiew sowie in der rund 70 Kilometer südwestlich gelegenen Stadt Fastiw Gebäude getroffen. Zudem beobachtete ein AFP-Journalist Rauchwolken und einen Feuerschein. Bei der Angriffswelle kamen demnach auch ballistische Raketen zum Einsatz, die für die Ukraine besonders schwer abzuwehren sind. 

+++ 04:45 Angelina Jolie auf Überraschungsbesuch in Charkiw +++

Die für ihr humanitäres Engagement bekannte US-Schauspielerin Angelina Jolie hat ukrainischen Angaben zufolge überraschend die Stadt Charkiw besucht - und sich dabei auch ein Boxstudio angeschaut. "Die berühmte Schauspielerin Angelina Jolie besuchte den Boxklub 'Spadkoyemez' in Charkiw", erklärt der ukrainische Boxverband im Onlinedienst Instagram. Ein dazu veröffentlichter Schnappschuss des Verbandes zeigt Jolie gemeinsam mit ihrem Sohn Knox in einem Boxstudio. Der Sohn des Filmstars habe gemeinsam mit ukrainischen Verteidigern ein Muay-Thai-Training in dem Klub absolviert, fügt der Verband hinzu. Weder die Schauspielerin noch die ukrainische Regierung äußerten sich zunächst dazu. 

+++ 03:55 EU-Außenbeauftragte Kallas: Russland ist nicht an Frieden interessiert +++

Trotz des neuen Vorstoßes der US-Vermittler hat die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas wenig Hoffnung auf ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs. "Wir sehen nicht, dass Russland wirklich an Frieden interessiert ist", sagt Kallas bei einem Besuch in Litauen. Moskau habe kein einziges Zugeständnis gemacht. Stattdessen zeige sich das Gegenteil: "Wenn sie die Initiative am Boden verlieren, bombardieren sie Zivilisten aus der Luft", sagt Kallas auf einer Pressekonferenz in Vilnius. Die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner hatten am Wochenende zuerst Moskau und dann erstmals Kiew besucht. Unmittelbare Fortschritte meldeten sie nach der Reise allerdings nicht. "Ich freue mich, dass die Sondergesandten zum ersten Mal auch Kiew besucht haben. Für die Ukrainer bedeutete dies drei Tage ohne Bombardierungen der Zivilbevölkerung. Ich denke, das ist die positive Seite dieses Besuchs", sagt Kallas. Kremlchef Wladimir Putin hatte für die Dauer des Besuchs der US-Unterhändler eine dreitägige Pause der Angriffe auf Kiew verkündet, die Ukraine verzichtete im Gegenzug in dieser Zeit auf Angriffe gegen Moskau. 

+++ 02:55 Russland setzt Angriffe auf Kiew nach dreitägiger Pause fort +++

Nach dem Ende einer dreitägigen Angriffspause wegen des Besuchs ranghoher US-Vermittler in Kiew hat Russland seine Attacken auf die ukrainische Hauptstadt ukrainischen Angaben zufolge wieder aufgenommen. Die russische Armee habe die Bezirke Boryspil und Fastiw mit Drohnen angegriffen, teilt der ukrainische Katastrophenschutz am späten Abend im Onlinedienst Telegram mit. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass bestätigte zuvor, dass die von Russlands Staatschef Wladimir Putin angeordnete Angriffspause abgelaufen sei. Kiews Militärverwaltung teilt mit, dass wegen der Gefahr eines Drohnenangriffs durch den "Feind" Luftalarm in der Hauptstadt ausgelöst worden sei. Sie forderte die Bewohner auf, Schutzräume aufzusuchen.

+++ 01:36 Präsident Selenskyj hofft auf Friedensverhandlungen noch vor dem Winter +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht nach der jüngsten Reise der US-Vermittler nach Moskau und Kiew ein mögliches Fenster für Friedensverhandlungen noch vor dem Winter. Zwar rechne Kremlchef Wladimir Putin mit einem neuen brutalen Winter, um die Ukraine zu schwächen, doch wolle der russische Staatschef US-Präsident Donald Trump nicht vor den Zwischenwahlen Anfang November verärgern, sagt Selenskyj im Interview mit dem US-Nachrichtenportal Axios. "Mein Gefühl sagt mir, dass Putin Trump braucht, er will ihn nicht verärgern." Er gehe dennoch davon aus, dass Moskau den Winter nutzen wolle, um die Ukraine weiter unter Druck zu setzen. "Russland denkt wirklich, dass ihnen dieser Winter helfen könnte, uns niederzuringen", sagt Selenskyj. Damit solle Kiew gezwungen werden, mehr Bereitschaft zu Kompromissen zu zeigen. Er warnte, dass auch die Ukraine wirtschaftlichen Druck auf Russland ausüben könne: "Als sie unsere Stromversorgung angriffen, haben wir ihre Möglichkeiten zum Verkauf von Öl und Gas blockiert." 

+++ 00:27 Ukrainischer Generalstaatsanwalt kündigt Rücktritt an +++

Der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko reicht seinen Rücktritt ein. "Dies ist eine politische Entscheidung, und ich habe sie bewusst getroffen", erklärt er auf Telegram. Er wolle nicht, dass sein Amt als Instrument der politischen Auseinandersetzung genutzt werde. Die ukrainischen Antikorruptionsbehörden Nabu und Sapo haben nach eigenen Angaben eine kriminelle Organisation aufgedeckt, die Betrugs-Callcenter betreibt. Die Gruppe soll von einem Beamten der Generalstaatsanwaltschaft gesteuert worden sein. Krawtschenko weist eine Verwicklung in den mutmaßlichen Betrug zurück. An dieser Darstellung halte er fest, teilt er mit. Zudem bittet er Präsident Wolodymyr Selenskyj und das Parlament, sein Rücktrittsgesuch anzunehmen.

+++ 23:12 SPD-Landeschefin in Baden-Württemberg stellt Waffenhilfe für Kiew in Frage +++

Nach dem klaren AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt will die baden-württembergische SPD-Landesvorsitzende Isabel Cademartori eine Neuausrichtung der deutschen Ukraine-Politik, berichtet der SWR. Die Landtagswahl habe gezeigt, dass viele Menschen die deutsche Außenpolitik kritisch sähen, "was die Unterstützung der Ukraine angeht und den Umgang mit Russland. Da müssen wir auch darüber nachdenken, ob wir das immer als so alternativlos darstellen müssen oder ob auch Impulse einer Friedenslösung gegenübergesetzt werden müssen, auch von den demokratischen Parteien", sagt die Bundestagsabgeordnete dem Sender. Man müsse "klarer machen, dass wir auch daran arbeiten, dass dieser Krieg zu Ende geht und eine Lösung für den Frieden gefunden wird". In der SPD ist die Frage, ob man angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine mit Moskau sprechen sollte, hochumstritten.

+++ 22:10 US-Vermittler Witkoff: "Bedeutende Fortschritte" bei Gesprächen erzielt +++

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff bezeichnet die Gespräche in Moskau und Kiew über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine als erfolgreich und deutet die Möglichkeit neuer trilateraler Friedensgespräche an. "Es wurden bedeutende Fortschritte erzielt", erklärt Witkoff im Onlinedienst X. Es habe auch "Bewegung bei der Planung weiterer trilateraler Gespräche" gegeben, fügt Witkoff hinzu. Die beiden US-Gesandten Witkoff und Jared Kushner waren am Wochenende nach Russland und erstmals auch in die Ukraine gereist, um beiden Seiten neue Vorschläge für eine Beendigung des Konflikts vorzulegen. Sie trafen sich am Samstag in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und tags darauf mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj in Kiew. Nach Angaben der französischen Präsidentschaft informierten die US-Gesandten die europäischen Vertreter in Kiew darüber, dass Russland eine "neue Bereitschaft" zeige, über den Ukraine-Krieg zu verhandeln.

+++ 21:45 Notfall abgewendet: Atomkraftwerk Saporischschja hat wieder Strom +++

Die dringend benötigte Stromzufuhr für das frontnahe ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja ist nach fast drei Wochen wieder hergestellt worden. Während einer begrenzten Feuerpause konnte eine beschädigte Leitung repariert werden, wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien mitteilt. Dies sei ein entscheidender Schritt zur Vermeidung eines Atomunfalls, sagt IAEA-Chef Rafael Grossi. Das von Russland besetzte Atomkraftwerk benötigt eine stabile Stromversorgung, um radioaktives Material zu kühlen. Die letzte verbleibende Stromleitung war am 20. August im Zuge von Kampfhandlungen beschädigt worden. Seitdem hatten Notstromgeneratoren für Energie gesorgt, doch der Diesel für diese Aggregate war in den vergangenen Tagen zur Neige gegangen. Ohne die Reparatur der Stromleitung hätte es zu einem Blackout in der Nuklearanlage kommen können, heißt es von der IAEA.

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IAEA-Experten am Atomkraftwerk Saporischschja im Jahr 2022. Das größte AKW Europas geriet bereits kurz nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs unter russische Kontrolle. Die sechs Reaktoren sind derzeit abgeschaltet und produzieren keine Elektrizität. Vor dem Konflikt verfügte das Kraftwerk noch über zehn externe Stromleitungen, um unter anderem die Kühlsysteme zu versorgen. (Foto: picture alliance/dpa/IAEA)

+++ 21:00 Ukraine attackiert russische Millionenstadt im Ural-Gebirge +++

Langstreckendrohnen der ukrainischen Streitkräfte schlagen in der russischen Stadt Perm ein. Aufnahmen zeigen Einschläge in einem Wohnhaus. Die Stadt im Ural-Gebirge liegt rund 1500 Kilometer entfernt von der ukrainischen Grenze.

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