Weiterer Jet auf Krim zerstört?Russland soll zwei Top-Kampfflugzeuge bei Kollision verloren haben

Die russischen Luftstreitkräfte sollen innerhalb kurzer Zeit drei Kampfjets verloren haben. Für einen davon will die Ukraine verantwortlich sein. Bei den anderen könnte ein Unfall die Ursache sein. Gesichert ist das aber nicht.
Laut einem der russischen Luftwaffe nahestehenden Kanal sind über der an die Ukraine grenzenden Region Kursk zwei Kampfflugzeuge vom Typ SUu-35S zusammengestoßen. Der Ursachen würden derzeit ermittelt, hieß es von "Fighterbomber" auf Telegram. Er veröffentlichte zudem ein Bild der mutmaßlichen Absturzstelle. Der Kanal hatte in der Vergangenheit wiederholt Ereignisse innerhalb der russischen Luftstreitkräfte als Erstes veröffentlicht.
Auch der Luft- und Raumfahrtoffizier Alexei Zemzow berichtete auf Telegram von einer Kollision. Ihm zufolge kam ein Pilot ums Leben, ein weiterer soll gerettet worden sein. Zudem schrieb Zemzow: "Die Ukrainer werden dafür geradestehen", was gegen einen Unfall spricht. Da es jedoch keine offizielle Bestätigung für den Vorfall gibt, ist nicht klar, ob es ihn tatsächlich gegeben hat oder was die Ursache gewesen sein könnte.
Öffentlich gemacht hatte der ukrainische Militärgeheimdienst kürzlich einen Angriff auf einen anderen Flugzeugtypen. Auf der Krim soll in der Nacht zu Montag ein SU-24-Jagdbomber auf einem Flugplatz getroffen worden sein. Videoaufnahmen deuten auf eine Attacke mit einer Kamikaze-Drohne hin.
Die SU-24 ist ein deutlich älteres Modell als die SU-35S. Der Erstflug reicht ins Jahr 1967 zurück, die Indienststellung in den Reihen der russischen Luftstreitkräfte erfolgte 1975. Bei der mehr auf den Luftkampf ausgelegten SU-35S geschah dies im Jahr 2014.
Wie viele einsatzfähige SU-35S es aktuell gibt, ist nicht bekannt. Schätzungen zufolge könnten es mehr als 100 sein. Beim Portal Oryx, das anhand von Videos und Fotos bestätigte Verluste auflistet, waren bislang neun im Ukraine-Krieg zerstörte russische SU-35S gelistet.