Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:25 Wadephul fordert von UN Fortschritte bei Krisenlösung +++

21.09.2026, 00:01 Uhr

Deutschland fordert von den Vereinten Nationen (UN) Fortschritte bei den Bemühungen zur Beendigung von Kriegen wie in der Ukraine sowie im Nahen und Mittleren Osten. "Wenn die Staatengemeinschaft in diesen Tagen in New York zusammenkommt, dann darf es nicht nur um eine reine Bestandsaufnahme all der Krisen, Konflikte und Kriege gehen", verlangt Außenminister Johann Wadephul vor der Abreise zur UN-Generaldebatte in New York. Alle Verantwortlichen sollten bereit sein, "ernsthaft um jeden noch so kleinen Schritt zur Lösung zu ringen". Wadephul reist als Leiter der deutschen Delegation zur UN-Generaldebatte nach New York. Er vertritt dort das zweite Jahr in Folge Bundeskanzler Friedrich Merz, der derzeit innenpolitisch immens unter Druck steht und dessen Anwesenheit in Berlin nach Angaben aus Regierungskreisen nach den Landtagswahlen "erforderlich" ist. 

+++ 04:31 Politologe: Neues russisches Parlament "Staatsduma des Krieges" +++

Der Politologe und Kreml-Kritiker Alexander Morosow sagt, dass Putin sich mit der Wahl in Krisenzeiten als "Anführer einer Kriegsbürokratie" behaupten werde. Morosow erwartet, dass die Repressionen in Russland zunehmen werden - und Putin das Ergebnis auch als Legitimation werten dürfte, um bei der Präsidentenwahl 2030 wieder anzutreten. Dafür müsse der Präsident aber vorher einen Sieg im Krieg gegen die Ukraine vorweisen können, meint der Experte. Das neue Parlament sei eine "Staatsduma des Krieges" sowie "eine blutrünstige Duma", befürchtet Morosow.

+++ 03:19 Ukraine: Geldwäschezentren mit Millionenvolumen ausgehoben +++

Kiew hat in verschiedenen ukrainischen Städten Geldwäschezentren ausgehoben. Das teilt das Büro für wirtschaftliche Sicherheit der Ukraine (EIB) mit. Bei 50 Durchsuchungen in Kiew, Charkiw und Odessa seien 23 Milliarden Hrywnja (umgerechnet knapp 459 Millionen Euro) in Briefumschlägen sichergestellt worden. "Es handelt sich um einen Fall, in dem für die Beteiligten des kriminellen Komplotts ein Tag völlig schiefging", sagt der Chef des Ermittlungsbüros, Oleksandr Tsyvinskyi. Ihm zufolge seien seit 2023 monatlich rund 500 Millionen Hrywnja umgesetzt worden. "Die Steuerhinterziehung könnte sich auf etwa drei Milliarden belaufen." Tsyvinskyi sagt, an der Operation waren auch Kräfte des Zolls und der Cyberpolizei beteiligt.

+++ 00:43 Ukraine: Russischer Großangriff auf Kramatorsk - "Bomben abgeworfen" +++

Der Kreml soll die ukrainische Stadt Kramatorsk angegriffen haben, teilt der staatliche Katastrophenschutz mit. In der Folge soll ein Großbrand ausgebrochen sein, bei dem zwei Menschen verletzt wurden. Auf Videos war unter anderem ein angegriffenes Wohnhochhaus zu sehen. Ein kleines Gebäude, offenbar eine Schule, schien komplett bis auf die Grundmauern abgebrannt zu sein. "Heute griffen russische Truppen die Stadt an und warfen zwei Bomben aus der Luft auf Wohngebäude", erklärt der Katastrophenschutz.

+++ 23:05 Erste Ergebnisse sehen Kremlpartei als Wahlsieger - Opposition nicht zugelassen +++

Die für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine maßgebliche Kremlpartei Geeintes Russland steuert bei der Parlamentswahl laut Medien auf eine Zweidrittelmehrheit der Stimmen zu. Das melden die Agentur Interfax und die kremlkritische Zeitung "Nowaja Gaseta" nach Auszählung von rund einem Viertel der abgegebenen Stimmen. Nach vorläufigen Schätzungen komme die Regierungspartei mit Direktmandaten bisher auf 289 von 450 Sitzen der Staatsduma, berichtet "Nowaja Gaseta". Damit fehlen nur elf Sitze bis zur verfassungsgebenden Mehrheit. Da echte Oppositionelle im Vorfeld systematisch ausgeschlossen oder inhaftiert wurden, wird die Abstimmung international als Scheinwahl eingestuft.

+++ 22:12 Militär: Über 50 Angriffe auf Dnipropetrowsk +++

Das ukrainische Militär meldet mehr als 50 Angriffe auf die Region Dnipropetrowsk. Dabei seien fünf Menschen verletzt worden, sagt die regionale Militärverwaltung. Zum Einsatz seien Drohnen und Artillerie gekommen. Den Angaben zufolge wurden Wohnhäuser, Geschäfte, Apotheken und Autos in den Ortschaften Nikopol, Marhanetska, Pokrovska, Myrivska und Chervonogryhorivska von russischen Angriffen getroffen. Bei den Verletzten handelt es sich um eine Frau und vier Männer. Sie sind zwischen 19 und 64 Jahre alt.

+++ 21:32 Ukraine setzt angeblich erstmals Bodendrohnen erfolgreich ein +++

Die Ukraine will eigenen Angaben zufolge "zum ersten Mal weltweit" Bodenroboter eingesetzt haben, die russische Drohnen "geblendet" haben. Die neuartigen Bodendrohnen seien hinter der Frontlinie nahe Lyman abgeworfen worden. "Kriege werden von der Infanterie gewonnen, aber wir schützen unsere Infanterie, deshalb rücken Roboter zuerst zum Feind vor", teilt das Dritte Armeekorps mit. "Luftabwehr und elektronische Kriegsführung haben feindliche Drohnen 'geblendet', damit der Feind den Plan für den Angriff nicht aufdecken kann."

+++ 20:45 Selenskyj und Trump vereinbaren Treffen - "das kann vieles verändern" +++

Die Präsidenten der Ukraine und der USA, Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump, haben miteinander telefoniert und ein persönliches Treffen vereinbart. Die beiden Staatschefs wollen sich in New York treffen, teilt Selenskyj mit. "Dieses Treffen kann vieles verändern", kündigt er an. "Es herrscht eine diplomatische Dynamik."

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