Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 13:55 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

01.07.2026, 00:01 Uhr

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.447.620 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1470. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem zwei Flugabwehrsysteme, 82 Artilleriesysteme und 1838 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 12.231 Panzer, 47.127 Artilleriesysteme, 1527 Flugabwehrsysteme und 439 Flugzeuge, 354 Hubschrauber, 437.503 Drohnen, 34 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 13:13 Ukraine meldet Treffer auf militärische Infrastruktur der Russen auf der Krim +++

Die ukrainischen Streitkräfte melden ihre Treffer auf Einrichtungen der militärischen Infrastruktur auf der von Russland seit 2014 besetzten Halbinsel Krim. Das teilt der ukrainische Generalstab in den sozialen Medien mit. Unter anderem hat das ukrainische Militär ein Marine-Drohnen-Depot, mehrere Eisenbahnbrücken sowie eine Einheit des Radarkommandos der russischen Schwarzmeerflotte.

+++ 12:45 Rosatom: Ukrainer versenken russisches Schiff im Schwarzen Meer +++

Der russische staatliche Atomkonzern Rosatom meldet den Untergang eines Schiffs im Schwarzen Meer durch einen ukrainischen Drohnenangriff in der Nacht. Die 17 Besatzungsmitglieder seien unversehrt, teilt Rosatom-Chef Alexej Lichatschow mit. Das Schiff habe Güter wie Tiefkühlkost und Baumaterialien transportiert.

+++ 11:54 ISW: Militärblogger widersprechen Kreml-Darstellung zu Gebietsgewinnen +++

Prominente und vom Kreml unterstützte Militärblogger widersprechen deutlich der offiziellen Darstellung des russischen Militärs zur Lage an der Front in der Ukraine. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Unter anderem verweisen die Analysten des ISW auf Posts des Telegram-Kanals "Рыбарь". Michail Sergejewitsch Swintschuk veröffentlichte auf dem einflussreichen russischen Militär-Telegram-Channel tägliche Frontberichte und Karten zum Ukraine-Krieg. Den Analysten zufolge kritisierte der Blogger die russischen Streitkräfte zuletzt mehrfach dafür, dass sie KI einsetzten, um Filmmaterial zu erstellen oder zu manipulieren, welches russische Vorstöße vor allem im Norden der Ukraine vortäuschte.

+++ 11:12 Gegen Russlands ballistische Raketen ist Kiew machtlos +++

Russland überzieht Kiew erneut mit schweren Luftangriffen. Mehrere Menschen sterben, außerdem gibt es nach Angaben des staatlichen Rettungsdienstes viele Verletzte. Der ukrainische Präsident Selenskyj macht einmal mehr auf die Munitionsknappheit für die Patriot-Systeme aufmerksam.

+++ 10:27 Selenskyj: Haben nur eine von 27 russischen Raketen abgeschossen +++

Die Ukraine hat nach den Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei einem russischen Großangriff am Samstag nur eine von 27 ballistischen Raketen abgeschossen. Seinem Land fehlten Abfangraketen für die US-Patriot-Systeme, sagte Selenskyj. Russland habe insgesamt 35 Raketen abgefeuert, darunter 27 ballistische Raketen und 185 Kampfdrohnen. Die Hauptstadt Kiew sei das Hauptziel des Angriffs gewesen. Dabei wurden nach offiziellen Angaben mindestens neun Menschen getötet und 28 Personen verletzt.

+++ 09:38 Huss: "Russland führt diesen Krieg in eine Koalition" +++

Während Russland die Luftangriffe auf die Ukraine mit unvermittelter Härte fortsetzt, droht inzwischen auch der Iran der Ukraine. Politikanalystin Oksana Huss stellt daher fest: "Russland führt diesen Krieg in eine Koalition". Denn in dieser Woche seien von Russland auch Raketen aus Nordkorea eingesetzt worden.

+++ 09:07 Ukrainischer Außenminister Andrij Sybiha: "Eine Höllennacht in Kiew" +++

"Eine Höllennacht in Kiew", schreibt der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X nach den russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt, bei denen mindestens neun Menschen ums Leben kamen. Die russischen Streitkräfte hätten Dutzende Raketen in Richtung Kiew abgefeuert. Der ukrainische Außenminister fordert dafür zusätzliche Luft- und Raketenabwehrsysteme.

+++ 08:02 Medien: Brand in Basilius-Kathedrale in Moskau +++

In der Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz in Moskau ist russischen Medien zufolge ein Feuer ausgebrochen. An der Bekämpfung des Brandes seien mehrere Löschfahrzeuge beteiligt gewesen, berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf die Einsatzkräfte. Demnach wurde der Brand gelöscht. Verletzt wurde niemand. Dem Bericht zufolge ereignete sich der Vorfall in der ersten Etage der Kathedrale im Büro des Direktors. Dort seien "persönliche Gegenstände und Möbel" in Brand geraten. Zur möglichen Ursache des Feuers wurde zunächst nichts bekannt gegeben.

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Die Basilius-Kathedrale mit ihren bunten zwiebelförmigen Kuppeln gilt als eines der Wahrzeichen der russischen Hauptstadt. (Foto: picture alliance / Zoonar)

+++ 07:20 ISW: Ukrainische Streitkräfte gewinnen Gebiete in Charkiw zurück +++

Die ukrainischen Streitkräfte blockieren alle russischen Infiltrationsversuche in Richtung Kupjansk. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Gleichzeitig hat das ukrainische Militär im Südosten Borowa in der Region Charkiw im Osten der Ukraine Gebiete zurückerobert. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 06:17 Ukraine: Mindestens 9 Tote nach russischem Raketenangriff auf Kiew +++

Nach den massiven russischen Luftangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew steigen die Opferzahlen (siehe Einträge  04:37, 02:23 und 00:54): Neun Menschen sollen nach Angaben des Katastrophenschutzes bei den Angriffen getötet worden sein, 27 Menschen wurden verletzt, darunter auch vier Kinder.

+++ 05:24 Moskau erlässt Haftbefehl gegen Tochter von getötetem Kremlkritiker Nemzow +++

Ein russisches Gericht hat gegen die Oppositionelle Schanna Nemzowa in Abwesenheit Haftbefehl erlassen. Nemzowa sei als Mitglied in einer in Russland für unerwünscht erklärten deutschen Organisation zur Fahndung ausgeschrieben, heißt es. Nemzowa ist die Tochter des 2015 in Moskau ermordeten Kremlkritikers Boris Nemzow. Sie hatte in Deutschland die Boris-Nemzow-Stiftung für Freiheit gegründet, die sich unter anderem für die Unterstützung unabhängiger russischer Medien im Exil einsetzt. Das Justizministerium in Moskau setzte sie im April 2024 auf die Liste der ausländischen und internationalen Nichtregierungsorganisationen, deren Tätigkeit auf dem Gebiet der Russischen Föderation unerwünscht ist. Im Fall einer Verurteilung drohen Nemzowa bis zu sechs Jahre Haft.

+++ 04:37 Zahl der Todesopfer in Kiew steigt auf vier +++

Nach den schweren Luftangriffen auf Kiew steigen die Opferzahlen. Inzwischen ist von vier Toten die Rede, unter ihnen ist laut Behördenangaben auch ein 17-jähriger Junge. Es gibt demnach mindestens 13 Verletzte. Laut "Kyiw Independent" begann die erste Angriffswelle mit ballistischen Raketen gegen 01.30 Uhr (Ortszeit). Danach habe es noch drei weitere Explosionsserien gegeben. Getroffen wurden dem Bericht zufolge auch zahlreiche Wohnhäuser, bei einigen gestalte sich die Evakuierung der Bewohner wegen Bränden oder starker Schäden schwierig.

+++ 02:23 Mindestens drei Tote bei Raketenangriff auf Kiew +++

Die massiven Raketenangriffe auf Kiew fordern mehrere Todesopfer. Bürgermeister Vitali Klitschko spricht auf Telegram von mindestens drei Toten, außerdem würden fünf Verletzte in Krankenhäusern versorgt. Russland hatte ballistische Raketen auf die ukrainische Hauptstadt gefeuert. Reportern zufolge waren mehr als zehn Explosionen hintereinander zu hören. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte schon am Mittwoch vor einem drohenden "massiven" russischen Angriff gewarnt. 

+++ 00:54 Russland feuert ballistische Raketen auf Kiew +++

Russland greift die Ukraine mit ballistischen Raketen an. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko ruft die Bevölkerung auf, Schutzräume aufzusuchen. In der Hauptstadt sind Augenzeugen zufolge heftige Explosionen zu hören. Die Luftwaffe hatte gewarnt, dass Russland von Kursk aus ballistischen Raketen abfeuert.

+++ 00:08 Selenskyj: Hatte "gutes Gespräch" mit Vance +++

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat nach eigenen Aussagen ein "gutes Telefongespräch" mit US-Vizepräsident JD Vance geführt. Man habe über das jüngste Treffen von Selenskyj mit Präsident Trump gesprochen. Darin ging es unter anderem um die ukrainische Luftverteidigung und die Lizenz zum Bau von Patriot-Abfangraketen. Außerdem sei es um die Folgen des Krieges für die globalen Märkte gegangen, schreibt Selenskyj auf X. Vance, der bislang nicht als Freund der Ukraine galt, hat sich bislang nicht zu dem Telefonat geäußert.

+++ 22:00 Erneut Demonstration für Ex-Verteidigungsminister Fedorow +++

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind erneut tausende Menschen für die Wiedereinsetzung des entlassenen Verteidigungsministers Mychailo Fedorow auf die Straße gegangen. Die Demonstranten zogen am Freitagabend durch die Innenstadt, riefen Fedorows Namen und skandierten "Holt ihn zurück!", wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

"Wir wollen, dass ein fähiger Manager zurückkehrt", sagte die 38-jährige Iryna Tkatschuk. Sie hielt ein Schild mit der Aufschrift "Ist die alte Dame taub?" in die Höhe - eine bissige Anspielung auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. "Wir hatten schon Proteste, die länger als einen Monat gedauert haben - wir können das also schaffen", sagte sie.

Fedorow war kürzlich im Zuge einer Regierungsumbildung Selenskyjs nach nur sechs Monaten im Amt abgelöst worden. Für viele Ukrainer verkörperte er die Modernisierung einer von Bürokratie und Korruptionsvorwürfen belasteten Armee und stand für die Ausweitung der Drohnenangriffe auf Ziele in Russland. Fedorow hat erklärt, in sein Amt zurückkehren zu wollen.

+++ 21:25 Neuer Chef der Raiffeisen Bank International forciert Russland-Ausstieg +++

Der neue Chef der Raiffeisen Bank International (RBI), Michael Höllerer, will das österreichische Geldhaus auf mehr Wachstum und eine höhere Rendite trimmen. Die Altlasten lägen hinter der Bank, die Kapitalbasis sei stark und die Bilanz gesund, sagt Höllerer in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Ein besonderer Fokus liegt weiterhin auf dem international stark beachteten Rückzug aus Russland. Als größte westliche Bank in dem Land prüft die RBI seit Kriegsbeginn einen Ausstieg. Ein Abbau des Geschäfts bleibe das Basisszenario, so Höllerer. Das Kreditvolumen sei seit Beginn des Krieges um 80 Prozent geschrumpft, die Einlagen um 40 Prozent. Zugleich betont der RBI-Chef, dass die Bank an einem Verkauf der russischen Tochter festhalte, auch wenn es schwierig sei, die nötigen Genehmigungen zu erhalten. "Wir müssen es weiter versuchen, und wir werden uns noch mehr anstrengen". Er habe sein Team angewiesen, die Bemühungen in diesem Bereich zu verdoppeln. Ein Ausstieg bleibe ein zentraler Bestandteil der künftigen Strategie.

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