Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 22:00 Viertgrößte russische Ölraffinerie stellt Betrieb nach ukrainischem Drohnenangriff ein +++
Die Norsi-Ölraffinerie des russischen Konzerns Lukoil in der Region Nischni Nowgorod muss ihren Betrieb nach einem ukrainischen Drohnenangriff offenbar vorübergehend einstellen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf drei Insider. Durch den Angriff seien mehrere Verarbeitungsanlagen beschädigt worden. Der ukrainische Generalstab hatte den Angriff zuvor bestätigt und mitgeteilt, dass auf dem Gelände der Ölraffinerie ein Brand ausgelöst worden sei. Norsi ist die viertgrößte russische Ölraffinerie.
+++ 21:24 Zwei Tote bei russischen Angriffen auf Gebiet Dnipropetrowsk +++
Bei russischen Angriffen auf das südostukrainische Gebiet Dnipropetrowsk sind heute zwei Menschen getötet und eine weitere Person verletzt worden. Das teilt der Militärgouverneur des Gebiets, Olexander Hanscha, mit. Russland habe vier Bezirke von Dnipropetrowsk mit Drohnen, Artillerie und Luftbomben angegriffen. Im Bezirk Nikopol seien zwei Menschen getötet worden: eine 71-jährige Frau und ein 48-jähriger Mann. Ein 59-jähriger Mann sei verletzt worden.
+++ 20:33 Bericht: Moskau erwägt Intensivierung der Raketenangriffe auf Kiew +++
Die russische Regierung bereitet sich laut einem Bericht der Agentur Bloomberg darauf vor, die Intensität der Raketenangriffe auf die Ukraine zu erhöhen. Hintergrund sei, dass die Verhandlungen über ein Friedensabkommen in einer Sackgasse steckten. Demnach könnten die verschärften Raketenangriffe das Zentrum der Hauptstadt Kiew sowie Infrastruktur in anderen ukrainischen Städten treffen, schreibt Bloomberg unter Berufung auf drei dem Kreml nahestehende Personen. Russlands Präsident Wladimir Putin werde den Krieg unter Druck der westlichen Sanktionen und der ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien und Logistiknetzwerke nicht beenden, heißt es.
+++ 20:00 Gegenseitige Angriffe: Getreideexporte Russlands und der Ukraine brechen deutlich ein +++
Sowohl Russland als auch die Ukraine greifen die zivile Infrastruktur des jeweils anderen Landes an und legen damit wichtige Häfen und Schifffahrtsrouten praktisch lahm. Wie der "Economist" berichtet, sind die Auswirkungen auf die Weizenexporte bereits deutlich spürbar. Im August des vergangenen Jahres exportierten Russland und die Ukraine demnach zusammen 6,3 Millionen Tonnen Weizen. In diesem August könnten ihre gemeinsamen Exporte nur noch etwa 2,5 Millionen Tonnen erreichen, heißt es in dem Bericht. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine wird zu einem wachsenden Problem für die Getreideversorgung vor allem in Afrika, im Nahen Osten und weiteren Teilen Asiens. Die beiden bedeutenden Getreideexporteure attackieren mitten in der Erntezeit seit Wochen gegenseitig ihre Ausfuhrhäfen und Schiffsrouten in der Schwarzmeerregion. Damit ist dieser wichtige Handelsweg weitgehend blockiert. Wie Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis von offiziellen Daten und Analystenschätzungen ergaben, sind mehr als 97 Prozent der Exportkapazitäten beider Länder im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer ausgefallen. Damit versiegen zwei wichtige Quellen für preisgünstiges Getreide. Der Ausfall der Schwarzmeer-Route treibt die weltweiten Weizenpreise massiv in die Höhe. Allein in diesem Monat sind sie um rund 6,5 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist Weizen sogar 30 Prozent teurer geworden.
+++ 19:15 Riesige Rauchwolke nach mutmaßlich ukrainischem Raketenangriff auf Donezk +++
In der Region Donezk melden örtlichen Medien einen ukrainischen Angriff mit Marschflugkörpern auf die russisch besetzte gleichnamige Gebietshauptstadt. Den Berichten zufolge gab es vier bis fünf Explosionen. In sozialen Medien kursierten Videoaufnahmen einer riesigen Rauchwolke. Über mögliche Opfer wurde vorerst nichts bekannt.
+++ 18:45 Deutsche Tochter von russischem Pharmakonzern wird abgewickelt - 280 Arbeitsplätze fallen weg +++
Die insolvente deutsche Tochter des russischen Medikamentenherstellers R-Pharm wird abgewickelt, die 280 Mitarbeiter verlieren ihre Arbeitsplätze. Die monatelange Suche nach einem rettenden Investor für das in Illertissen im Allgäu beheimatete Unternehmen ist nach Angaben des Insolvenzverwalters Markus Fröhlich erfolglos geblieben. Die beiden zum Schluss noch verbliebenen Übernahmeinteressenten konnten demnach den Nachweis einer gesicherten Finanzierung nicht erbringen. R-Pharm Germany war seit 2014 Tochter des russischen Konzerns. Das Unternehmen hatte Mitte März Insolvenz beantragt. Hauptgrund waren nach Worten des Anwalts die im Zuge des Ukraine-Kriegs verhängten Sanktionen der EU und die russischen Gegenmaßnahmen.
+++ 18:05 Bericht: Russischer Soldat muss wegen Geiselnahme einer Ukrainerin zehn Jahre in Haft +++
Einem ukrainischen Medienbericht zufolge hat ein Gericht in der Region Charkiw einen russischen Kriegsgefangenen zu zehn Jahren Haft verurteilt. Der Mann soll während einer Offensive der russischen Streitkräfte auf die Stadt Kupjansk im September 2025 eine Einheimische als Geisel genommen und gedroht haben, sie und eine Bekannte von ihr zu töten. Wie die Staatsanwaltschaft von Charkiw laut "Ukrainska Pravda" mitteilte, wurde der 54-Jährige der grausamen Behandlung der Zivilbevölkerung für schuldig befunden. Den Ermittlungen zufolge betrat der russische Soldat damals das Gebäude einer örtlichen Polizeiwache und richtete im vierten Stock eine Schussposition ein. Demnach sah er anschließend zwei Frauen auf der Straße und zwang eine von ihnen mit vorgehaltener Waffe, nach oben zu kommen. Zunächst soll er die Frau nach ihren persönlichen Daten gefragt haben und warum sie sich in der Nähe der Polizeiwache aufhielt. Nach ukrainischen Angaben befahl er dann der Bekannten der Frau, ihm essen zu bringen - andernfalls würde er seine Geisel töten. Während der russische Soldat die eine Frau unter Waffengewalt festhielt, ging die andere nach Hause, um Essen zu holen, hieß es. Anschließend soll der Soldat die Frauen erneut befragt haben, ihre Adressen erfahren und ihnen befohlen haben, ihm eine Woche später weiteres Essen zu bringen. Dem Bericht zufolge drohte er, zu ihnen nach Hause zu kommen und sie zu töten, sollten sie sich weigern. Demnach kehrten die Frauen am vereinbarten Tag mit Essen zur Polizeiwache zurück, doch der Soldat sei zu dem Zeitpunkt bereits von ukrainischen Truppen gefangen genommen worden.
+++ 17:25 Vereitelter Anschlag auf Fabrik für Luftfahrtsysteme: Ukrainer unter den Verdächtigen +++
Zwei der Verdächtigen, die wegen eines geplanten Brandanschlags auf eine Fabrik für Luftfahrtsysteme in der Ostslowakei festgenommen wurden, sind lettische Staatsbürger, der dritte ist ein Ukrainer. Dies teilt die regionale Staatsanwaltschaft in Prešov der Nachrichtenagentur Reuters mit. Einer der Letten wurde in Deutschland festgenommen, während sein Landsmann und der Ukrainer sich in der Slowakei in Gewahrsam befinden. Die slowakische Polizei hat die Anschlagspläne nach eigenen Angaben vereitelt.
+++ 16:55 Pro-russischer Gouverneur: Neun Tote bei ukrainischem Angriff auf Bus in Luhansk +++
Bei einem ukrainischen Angriff auf einen Bus im russisch kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Luhansk sollen nach russischen Angaben neun Menschen getötet worden sein. Der Bus sei auf dem Weg von Lyssytschansk nach Kadiiwka gewesen, erklärt der von Russland eingesetzte Gouverneur Leonid Passetschnik. Weitere Einzelheiten zu den Umständen des Vorfalls nennt er nicht. Die Angaben lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
+++ 16:20 Gefährliche Rettung gefilmt: Kommandeur schildert Fahrt durch Charkiws Todeszone +++
Über eine Aufklärungsdrohne sieht Wladyslaw Polskyj zwei schwer verletzte Soldaten - direkt in einer stark verminten Zone in der umkämpften Stadt Charkiw. Doch der Kommandeur macht sich trotz der Todesgefahr auf dem Weg.
+++ 15:38 Ukraine verstärkt Donezk-Front - Selenskyj besucht mit neuem Oberbefehlshaber die Kampflinie +++
Die Ukraine verstärkt die Front im östlichen Donezk, die unter starkem russischen Druck steht, mit zwei neuen Einheiten unter der Führung bekannter Kommandeure. Dies teilt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform Telegram mit. Die neu geschaffenen Verbände werden von Denys Prokopenko, dem Kommandeur des Asow-Korps, und Andrij Bilezkyj, dem Kommandeur des Dritten Armeekorps, geleitet. Selenskyj besucht gemeinsam mit dem neuen Oberbefehlshaber Mychailo Drapatyj die Front im Südosten der Ukraine. Mit den Kommandeuren vor Ort sei besprochen worden, wie die Verteidigung gestärkt werden könne, teilt Selenskyj auf der Plattform X mit. In dem Sektor verzeichneten die ukrainischen Truppen im Zuge einer mehrstufigen Operation seit Anfang des Jahres Erfolge und befreiten mehrere Dutzend Siedlungen.
+++ 14:54 Frage zu Tötung von Russen: Moskau fahndet international nach deutschem Journalisten +++
Moskau hat nach russischen Agenturberichten einen Journalisten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) international zur Fahndung ausgeschrieben. Ein Gericht in Moskau erließ gegen den Korrespondenten einen Haftbefehl, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. Ihm werde "Anstiftung zu Hass oder Feindseligkeit" vorgeworfen. Zuvor war der Reporter bereits in Russland auf die Fahndungsliste des Innenministeriums gesetzt worden. Bei Interpol, dem internationalen Zusammenschluss von Polizeibehörden, war zunächst kein Eintrag zu dem Balkan-Korrespondenten der "FAZ" zu finden. Ein Eintrag kann zumindest zu längeren Kontrollen bei Grenzübertritten führen. Unklar ist, ob das bislang als russlandfreundlich geltende Serbien - eine Arbeitsregion des Journalisten - das Moskauer Fahndungsgesuch beachten würde. Anlass für die Maßnahme der russischen Behörden ist eine Frage, die der "FAZ"-Journalist dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei dessen Besuch in der serbischen Hauptstadt Belgrad gestellt hatte. Er hatte nach Angaben der russischen Staatsagentur Tass Selenskyj gefragt, was europäische Länder tun könnten, um "dazu beizutragen, dass mehr Russen getötet werden". Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, bezeichnete dies als Aufruf zur Tötung von Russen. Die "FAZ" bedauerte die Formulierung in einer Erklärung.
+++ 14:24 Kreml: CIA-Chef hatte bei Moskau-Besuch Kontakt mit russischen Geheimdiensten +++
Der Chef des US-Geheimdienstes CIA, John Ratcliffe, ist bei seinem Besuch in Moskau nach Kreml-Angaben in Kontakt mit russischen Geheimdiensten gestanden. Ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin habe nicht stattgefunden, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Putin sei allerdings über den Inhalt der Kontakte informiert worden. Angaben zu den behandelten Themen machte er nicht und ließ auch offen, ob dabei über den Krieg in der Ukraine gesprochen wurde. Weitere Kontakte seien derzeit nicht geplant. Das Weiße Haus und die CIA äußern sich zunächst nicht zu Ratcliffes Besuch. Kreml-Sprecher Peskow bezeichnet den Austausch zwischen den Geheimdiensten als "positive Entwicklung". Es sei jedoch "zu früh, um zu sagen, inwieweit sich dies auf den Prozess auswirken wird, unsere Beziehungen aus der Krise herauszuführen", sagt der Kreml-Sprecher mit Blick auf das Verhältnis zwischen Russland und den USA. Ratcliffe war nach Berichten von US-Medien am Dienstag zu einem unangekündigten Besuch nach Moskau gereist. Es war sein erster bekannter Besuch in der russischen Hauptstadt seit seinem Amtsantritt als CIA-Chef im Jahr 2025. Ratcliffe ist einer der ranghöchsten US-Vertreter, die Russland seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 besucht haben.
+++ 13:56 Brüder wegen illegaler Warenausfuhr nach Russland verurteilt +++
Das Landgericht Münster verurteilt zwei Männer aus Oelde zu Haftstrafen, weil sie illegal Waren nach Russland exportierten. Die Brüder haben nach Überzeugung des Landgerichts als Geschäftsführer einer Firma nach Beginn des Ukraine-Kriegs Sanktionen der EU umgangen. Dabei ging es um den Export von Maschinenbauteilen über Briefkastenfirmen in der Türkei und Kirgistan in den Jahren 2023 und 2024. Die Ermittler waren auf 65 Ausfuhren im Wert von knapp 833.000 Euro gestoßen. Die 34 und 39 Jahre alten Brüder wurden zu Haftstrafen von etwa vier Jahren verurteilt. Sie hatten umfassend und sogar über die Anklage hinaus Geständnisse abgelegt, was das Gericht bei den Urteilen zu ihren Gunsten auslegte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
+++ 13:24 Mutter und Tochter bei Drohnenangriff getötet +++
Bei Russlands Angriffen auf die Ukraine sind am vergangenen Tag mindestens vier Menschen getötet und mindestens 95 weitere verletzt worden. Das berichtet das Nachrichten-Portal "Kyiv Independent" und beruft sich auf offizielle Angaben. Unter den Toten sind eine 39-jährige Mutter und ihre vierjährige Tochter. Sie starben bei einem Drohnenangriff auf ein Wohngebiet in der Region Tschernihiw, wie die Regionalverwaltung auf Telegram mitteilt. 14 weitere Menschen seien verletzt durch die insgesamt 28 Drohnenattacken vom Dienstag, mit denen Russland das Gebiet überzogen habe, heißt es.
+++ 12:50 Bombe beschädigt Chersons Heizkraftwerk wohl schwer +++
Ein russischer Angriff mit einer gelenkten Fliegerbombe beschädigt ein Heizkraftwerk in der südukrainischen Stadt Cherson schwer. Dies teilt der Eigentümer, der ukrainische Energiekonzern Naftogaz, mit. Das genaue Ausmaß der Schäden soll untersucht werden, sobald es die Sicherheitslage zulässt. Das Kraftwerk sei die Hauptwärmequelle für die Stadt, schreibt der Konzern auf Telegram. Es sei eine rein zivile Anlage, betont Naftogaz.
+++ 12:12 Weichert zu CIA-Besuch in Russland: Kiew "ist beunruhigt" +++
CIA-Chef John Ratcliffe trifft sich wohl in Moskau mit Vertretern des Kreml. In Kiew löst das Treffen Beunruhigung aus, berichtet ntv-Reporter Jürgen Weichert. Sorge bereite den Ukrainern dabei vor allem, dass so wenig über das Treffen bekannt ist.
+++ 11:50 Selenskyj meldet Angriffe auf 16 Ziele in Russland +++
Die ukrainische Armee hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj binnen 24 Stunden 16 Ziele in Russland attackiert. Darunter befinden sich Ölanlagen, Logistikzentren, Flugplätze, eine Raketeneinheit, ein Rüstungsbetrieb sowie Infrastruktur, die Moskau für Angriffe auf die Ukraine nutzt, wie Selenskyj auf der Plattform X mitteilt. "Der Krieg muss dorthin zurückkehren, woher er gekommen ist", erklärt er. Konkrete Orte nennt er nicht. Derweil bestätigt der ukrainische Generalstab einen Angriff auf die Norsi-Ölraffinerie des russischen Konzerns Lukoil in der Region Nischni Nowgorod in der Nacht. Wie groß der Schaden ist, sei noch unklar, schreibt der Generalstab. Auf dem Gelände sei ein Brand ausgebrochen.
+++ 11:20 Elon Musk erhält ukrainischen Orden +++
US-Milliardär Elon Musk ist vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit dem Orden der Freiheit ausgezeichnet worden. Verliehen wird die Auszeichnung für besondere Verdienste beim Schutz von Menschenleben, der Freiheit und der Entwicklung der Beziehungen zwischen den Völkern der Ukraine und der USA, wie Kiew mitteilt. Es ist der höchste Orden, den ein Ausländer von der Ukraine erhalten kann. Die Ehrung kommt in einer Zeit, in der sich Kiew um eine Freigabe von Musks Satelliten-Internetsystem Starlink bei ukrainischen Drohneneinsätzen auf russischem Staatsgebiet bemüht. Bisher ist die Freigabe auf das ukrainische Territorium einschließlich der von Russland besetzten Gebiete beschränkt.
+++ 11:09 Ukraine von über 160 Drohnen attackiert +++
In der letzten Nacht kann die Ukraine nach Angaben des Militärs 134 von 162 russischen Drohnen abschießen oder mit technologischen Mitteln unschädlich machen. An 18 Orten habe es Einschläge gegeben und an drei weiteren seien Trümmerteile von abgeschossenen Drohnen gefunden worden, schreibt die ukrainische Luftwaffe am Morgen.
+++ 10:42 Gouverneur: Bei Wildberries-Großbrand eine Person verletzt +++
Bei einem nächtlichen Drohnenangriff gerät ein großes Lagerhaus des russischen Online-Händlers Wildberries in der Region Tambow in Brand. Rund 100.000 Quadratmeter der Anlage stehen in Flammen, wie Gouverneur Jewgeni Perwyschow auf Telegram schreibt. Eine Person wurde demnach verletzt. Die Ukraine greift seit Mitte Juli verstärkt Logistikzentren von Wildberries und dessen Konkurrenten Ozon an. Damit will sie der russischen Wirtschaft schaden.
+++ 10:09 Von taktischer Atomwaffe bis Iran-Hilfe: "La Repubblica" spekuliert über CIA-Besuch in Moskau +++
Nach dem Moskau-Besuch von CIA-Direktor John Ratcliffe spekuliert die italienische Zeitung "La Repubblica", was die Hintergründe sind. "Nicht auszuschließen ist jedoch eine Mission ähnlich jener von (Ratcliffes Vorgänger William) Burns (vor fünf Jahren): (Kremlchef Wladimir) Putin könnte unmissverständlich aufgefordert worden sein, nicht zu versuchen, den Konflikt auszuweiten, indem er einen Nato-Mitgliedstaat ins Visier nimmt, oder womöglich die gefürchteten taktischen Atomwaffen gegen Kiew einzusetzen, um eine strategische Situation zu durchbrechen, die für ihn von Tag zu Tag schwieriger wird." Als eine weitere Möglichkeit nennt die Zeitung die Wiederbelebung eines mit den USA abgestimmten Friedensplans aus Kiew, den Moskau zurückgewiesen hatte. "Auf dem Tisch liegt aber auch der Krieg im Iran. (...) Russland ist zusammen mit China der wichtigste Verbündete des Irans bei dessen Unterstützung. Daher ist es möglich, dass Ratcliffe nach Moskau gereist ist, um über ein Ende dieser Unterstützung zu verhandeln - oder Konsequenzen anzudrohen, falls sie nicht eingestellt wird." Ein Treffen von Putin und Ratcliffe gab es dem Kreml zufolge nicht.
+++ 09:40 Ungarn stuft Russland als Bedrohung ein +++
Die neue ungarische Regierung hält Russland für eine "Bedrohung". Das geht aus einem Dokument für die Generalversammlung der Vereinten Nationen hervor, das Ministerpräsident Peter Magyar unterzeichnete und das im ungarischen Amtsblatt erschien. Darin verurteilt Ungarn "die russische militärische Aggression" gegen die Ukraine und unterstützt deren "territoriale Integrität in den international anerkannten Grenzen". Budapest unterstütze alle Bemühungen, die zu Verhandlungen über einen "nachhaltigen Frieden und langfristige Sicherheitsgarantien" für die Ukraine führen würden. "Das Verhalten Russlands bedeutet eine Bedrohung für Ungarn, Europa und die globale Ordnung", heißt es weiter. Damit bricht Budapest mit dem Kreml-freundlichen Kurs der Vorgängerregierung unter dem Rechtspopulisten Viktor Orban. Mehr dazu hier.
+++ 09:24 Größerer Gefangenenaustausch soll bevorstehen +++
Ein weiterer Gefangenenaustausch zwischen der Ukraine und Russland könnte bevorstehen. Beide Seiten würden derzeit daran arbeiten, sich auf Listen für einen "recht umfangreichen" Kriegsgefangenenaustausch zu einigen, sagt die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Vor einer Woche hatten die Kriegsparteien jeweils 103 gefangenen genommene Soldaten übergeben.
+++ 08:59 Russland meldet zwei Tote nach Drohnenangriffen +++
Bei einer neuen Welle von ukrainischen Drohnenangriffen auf Ziele in Russland sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei den Toten handele es sich um einen Mann und ein 14-jähriges Mädchen, erklärt der Gouverneur der Region Lipezk, Igor Artamonow, der Agentur Interfax zufolge. Eine Drohne sei auf ihr Haus gestürzt und habe dieses in Brand gesetzt. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden in der Nacht 426 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Auch Moskau war Ziel der Angriffe. Die Flughäfen in Tambow, Nischni Nowgorod und Jaroslawl meldeten wegen Luftalarms zeitweise ausgesetzte Starts und Landungen.
+++ 08:24 Sicherheitsexperte: "CIA-Direktoren reisen nicht nach Moskau, außer sie wollen um etwas bitten" +++
Die Reise des CIA-Chefs nach Moskau ist dem Sicherheits-Experten Glen Howard zufolge ein Hinweis darauf, dass derzeit viel auf dem Spiel steht. "CIA-Direktoren reisen nicht nach Moskau, es sei denn, sie wollen um etwas bitten", sagt der Leiter des Thinktanks Saratoga Foundation aus Washington, der eigenen Angaben zufolge auf Sicherheitsfragen in Eurasien spezialisiert ist, dem US-Auslandssender Radio Free Europe / Radio Liberty. Sie "reisen nicht den ganzen Weg nach Russland, wenn es nicht wichtig ist", ergänzt er. Zudem verweist Howard auf den Besuch des damaligen CIA-Chefs William J. Burns in Moskau. "Burns reiste im November 2021, noch vor dem russischen Einmarsch, dorthin, um sie davor zu warnen, in die Ukraine einzumarschieren."
+++ 07:52 Moskau-Reise von CIA-Chef verläuft ohne Treffen mit Putin +++
Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärt auf Anfrage russischer Nachrichtenagenturen, dass es kein Treffen von Kremlchef Wladimir Putin und CIA-Chef John Ratcliffe gab. Kontakte des CIA-Chefs mit Putin im Rahmen seiner Russland-Reise seien nicht geplant gewesen, teilt Peskow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass mit. Ratcliffe sei zu Kontakten "zwischen den Geheimdiensten" nach Moskau gekommen, sagte Peskow zuvor gegenüber der "Washington Post".
+++ 07:12 Fritz: Ukraine soll wegen CIA-Direktor Angriffe aussetzen +++
CIA-Direktor John Ratcliffe ist zu Gesprächen nach Moskau gereist. ntv-Korrespondent Gordian Fritz berichtet aus Washington, die Amerikaner haben die Ukraine um eine Aussetzung von Angriffen auf Moskau und St. Petersburg gebeten - weil ein hochrangiger US-Beamter vor Ort gewesen sei.
+++ 07:00 Südkorea: Wegen russischer Militärflugzeuge Kampfjets losgeschickt +++
Russische Militärflugzeuge sind nach Angaben Seouls in die südkoreanische Luftverteidigungszone eingedrungen. Als Reaktion habe die Luftwaffe Kampfjets losgeschickt, teilt das südkoreanische Verteidigungsministerium mit. Südkoreas Luftraum sei nicht verletzt worden. Die Luftverteidigungszone eines Landes ist größer als sein Luftraum und bezeichnet die Zone, in der aus Gründen der militärischen Luftverteidigung durchquerende Flugzeuge überwacht werden. Bereits im Juni waren mehr als zehn chinesische und russische Militärflugzeuge in die südkoreanische Luftverteidigungszone eingedrungen. Südkoreas Beziehungen zu Russland haben sich verschlechtert, seit Südkorea sich den westlichen Sanktionen gegen Russland wegen des Angriffskriegs in der Ukraine angeschlossen hat und Moskau engere Beziehungen zu Pjöngjang aufgebaut hat. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 06:43 Kreml nennt Kontakte zwischen Geheimdiensten als Anlass für Russland-Besuch von CIA-Chef +++
Der Kreml äußert sich zur Reise von CIA-Direktor John Ratcliffe nach Russland am Dienstag. Auf die Frage nach dem Zweck des Besuchs sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow der "Washington Post", es gehe um "Kontakte zwischen den Sicherheitsdiensten". Weitere Einzelheiten nennt er nicht. Ratcliffe wurde nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump im Januar 2025 Chef des Auslandsgeheimdienstes CIA. Der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes, Sergej Naryschkin, hatte ein persönliches Treffen mit Ratcliffe nicht ausgeschlossen. Die Geheimdienstler führten seit 2025 mehrfach Telefongespräche. Laut der "Washington Post" fand der letzte bekannte Besuch eines CIA-Direktors in Moskau im November 2021 statt - und somit wenige Monate vor Beginn des Ukraine-Kriegs. Damals habe William J. Burns, der unter US-Präsident Joe Biden den Auslandsgeheimdienst leitete, Moskau davor gewarnt, die Ukraine anzugreifen. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 06:02 Offenbar Großbrand in russischer Ölraffinerie ausgebrochen +++
Die Ölraffinerie Lukoil-Nizhegorodnefteorgsintez in der russischen Stadt Kstovo stehe nach einem Angriff in Flammen, berichten Anwohner laut den proukrainischen Telegramkanälen Astra und Exilenovaplus. Beim russischen Telegramkanal Moynnov aus der Region Nischni Nowgorod ist ebenfalls von Drohnenangriffen in Kstovo die Rede. Mehrere Angriffswellen von Drohnen seien abgewehrt, heißt es. Die Raffinerie wird dabei bislang nicht erwähnt.
+++ 05:16 Wildberries-Zentrum in Kotowsk brennt lichterloh +++
Nach einem nächtlichen Drohnenangriff steht erneut ein Logistikzentrum des Online-Händlers Wildberries in Flammen. Telegramkanäle wie Astra und Exilenova+ teilen Videos, auf denen ein riesiges Feuer zu sehen ist. Anwohner in der Stadt Kotowsk in der Oblast Tambow berichten laut "Ukrajinska Prawda" von mindestens zehn Explosionen. Das 2025 eröffnete Wildberries-Lager ist demnach eines der wichtigsten Logistikzentren in Zentralrussland.
+++ 02:27 Selenskyj: Setze auch auf China bei Bemühungen um ein Kriegsende +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj setzt nach eigenen Angaben auf eine weitere Zusammenarbeit mit China und auf Pekings "starke diplomatische Rolle" bei der Beendigung des russischen Krieges gegen die Ukraine. "Frieden kann unser gemeinsamer Erfolg sein", schreibt Selenskyj auf X. Er danke dem chinesischen Staatschef Xi Jinping für seine Glückwünsche zum Unabhängigkeitstag der Ukraine.
+++ 23:55 Russischer Angriff triff Wohnhäuser in Tschernihiw - drei Verletzte +++
Ein zehnjähriges Kind und zwei Erwachsene sind am Abend bei einem russischen Angriff auf die Stadt Tschernihiw verletzt worden. Nach Angaben der Militärverwaltung ist ein Wohnhaus abgebrannt. Fünf weitere Häuser seien beschädigt worden. Schon am Nachmittag waren bei einem Drohnenangriff auf die Stadt im Norden der Ukraine Infrastruktur und Lagerhäuser beschädigt worden. Es gab drei Verletzte.
+++ 22:15 USA baten Ukraine offenbar um Angriffspause für Moskau und St. Petersburg +++
Die USA haben die Ukraine Medienberichten zufolge gebeten, Moskau und St. Petersburg während des Russland-Besuchs von CIA-Direktor John Ratcliffe nicht anzugreifen. Der "Kyiv Independent" berichtet, Kiew habe demnach zugestimmt, die Angriffe auf die beiden Städte zwischen dem 24. und 26. August auszusetzen. Ein US-Beamter habe bestätigt, dass Ratcliffe Treffen mit hochrangigen russischen Vertretern plane. Die genauen Inhalte der Gespräche sind bislang unklar.
+++ 21:16 Litauen finanziert Projekte zur Rückkehr verschleppter ukrainischer Kinder +++
Litauen stellt 600.000 Euro für sieben Projekte bereit, die die Rückkehr von aus der Ukraine nach Russland oder in besetzte Gebiete verschleppten Kindern unterstützen sollen. Das teilen die Organisatoren des Projekts "Children First: Protection of Ukraine's Future" mit, wie der "Kyiv Independent" berichtet. Die geförderten ukrainischen Organisationen sollen sich zudem um die Wiedereingliederung der Kinder und die Aufklärung von Verbrechen an ihnen kümmern. Nach Angaben der ukrainischen Datenbank "Kinder des Krieges" wurden seit Beginn der russischen Invasion mindestens 20.000 Kinder aus besetzten Gebieten verschleppt. Ukrainische Beamte schätzen die Zahl auf bis zu 300.000.
+++ 20:28 Selenskyj-Vertraute in Untersuchungshaft +++
Die frühere Vizechefin des ukrainischen Präsidentenbüros, Iryna Mudra, wird wegen des Verdachts auf Geldwäsche für 60 Tage in Untersuchungshaft geschickt. Das Oberste Antikorruptionsgericht setzte nach Angaben der Staatsanwaltschaft zugleich eine Kaution von umgerechnet rund 390.000 Euro fest. Mudra soll den Ermittlern zufolge bei der Legalisierung von Kautionsgeldern in Höhe von rund 2,9 Millionen Euro geholfen haben, unter anderem für den früheren Energieminister Herman Haluschtschenko. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Mudra nach Bekanntwerden der Vorwürfe umgehend entlassen.
+++ 19:46 Elf Verletzte bei russischem Luftangriff auf Kramatorsk +++
Bei einem massiven russischen Luftangriff auf die ukrainische Stadt Kramatorsk in der Region Donezk werden mindestens elf Menschen verletzt. Dies berichtet Oleksandr Honcharenko, Leiter der Militärverwaltung Kramatorsk, auf Facebook. Unter den Verletzten sei auch ein zwei Monate altes Baby. Getroffen wurden demnach mehrere Wohngebäude und Apartmentkomplexe.
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