Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 22:27 Feuer nach Drohnenangriff in Lagerhaus in Charkiw ausgebrochen +++
Eine russische Drohne ist in der Oblast Charkiw auf das Dach eines Lagerhauses gestürzt und hat ein Feuer ausgelöst. Der Angriff ereignete sich in der Gemeinde Besljudiwka wie der staatliche Katastrophenschutzdienst mitteilt. Die Löscharbeiten gestalten sich demnach schwierig, da weitere Angriffe befürchtet werden.
+++ 22:02 Drohnentrümmer stürzen auf Autos in Kiew - ein Verletzter +++
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew haben herabfallende Trümmerteile einer Drohne eine Person verletzt. Das teilt Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. "Im Bezirk Schewtschenkiwskyj, im Stadtzentrum, fielen Trümmer einer Drohne auf einen Parkplatz. Autos wurden beschädigt, aber es kam zu keinem Brand", schreibt er. Nach vorläufigen Angaben, so der Bürgermeister weiter, wurde eine Person verletzt und vor Ort medizinisch versorgt.
+++ 21:19 "Warten noch immer" - Selenskyj fordert erneut Lieferung von Abwehrraketen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert die USA nach der Wiederherstellung der Starlink-Verbindung erneut mit Nachdruck auch zur Lieferung zugesagter Flugabwehrraketen auf. "Es gibt Lieferpakete, auf die wir noch immer warten", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. "Dabei handelt es sich sowohl um Pakete aus den USA als auch von unseren europäischen Partnern. Lieferpakete, für die bereits politische Entscheidungen getroffen wurden." Selenskyj hatte zuletzt mehrfach beklagt, dass zugesagte und bezahlte Raketen von den USA nicht geliefert würden. Die Ukraine braucht nach eigenen Angaben vor allem Flugabwehrraketen für die Patriot-Systeme, um sich vor den russischen Angriffen mit ballistischen Raketen zu schützen.
+++ 20:40 Mehrere Menschen bei Luftangriffen auf Slowjansk verletzt +++
Das russische Militär hat Slowjansk in der Region Donezk mit Sprengbomben angegriffen. Wie Wadym Ljach, Leiter der militärischen Stadtverwaltung mitteilt, wurden bei der Attacke Wohn- und Verwaltungsgebäude, Bildungseinrichtungen und weitere Gebäude beschädigt. Mindestens zwei Menschen seien verletzt worden.
+++ 20:11 Merz: Russland versucht "tagtäglich, Deutschland zu destabilisieren" +++
Deutschland ist laut Bundeskanzler Friedrich Merz ständigen Bedrohungen durch extremistische Parteien und ausländische Feinde ausgesetzt. Im Interview mit der Deutschen Welle hob der Politiker insbesondere eine "massive Bedrohung" durch Russland hervor. Russland versuche, "Deutschland tagtäglich zu destabilisieren", so Merz. "Wie sichern wir unsere Freiheit und unsere Sicherheit in Europa angesichts wachsender Bedrohungen durch Extremisten im Inneren und ausländische Mächte von außen?", wird der Bundeskanzler zitiert.
+++ 19:34 Trümmerteile von ausländischer Drohne in Lettland entdeckt +++
In Lettland sind Trümmer einer ausländischen Drohne entdeckt worden. Das melden die lettischen Nationalen Streitkräfte. Demnach ist das unbemannte Luftfahrzeug wahrscheinlich bereits am 18. Oktober in den lettischen Luftraum eingedrungen und dann abgestürzt. Nach der Meldung eines explosionsartigen Geräuschs hätten die Nationalen Streitkräfte und die Staatspolizei mit der Suche nach einer möglichen Absturzstelle begonnen, heißt es. Bei dem Vorfall kamen laut Mitteilung keine Zivilisten zu Schaden, zudem wurde keine zivile Infrastruktur beschädigt oder weitere Gefahren festgestellt.
+++ 19:02 Rubio erklärt, warum Trump zwischen Ukraine und Russland vermitteln will +++
US-Außenminister Marco Rubio erklärt, warum es dem Präsidenten Donald Trump wichtig ist, zwischen der Ukraine und Russland zu vermitteln. Es gehe dem nordamerikanischen Land darum, das Energieangebot wieder zu erhöhen und die Dieselpreise zu reduzieren, sagt Rubio auf einer Pressekonferenz. "Wir erkennen die Auswirkungen dieses Krieges auf die Weltwirtschaft an", so der Außenminister. "Daher halte ich die Entscheidung des Präsidenten, für einen kurzen Zeitraum zusätzliche Energielieferungen auf den Weltmarkt zuzulassen, für sehr weise. Dies kommt nicht nur uns zugute - obwohl es natürlich auch den Vereinigten Staaten hilft - sondern ist auch angesichts der weltweit hohen Dieselpreise ein wichtiger Faktor."
+++ 18:13 Ukrainische Soldaten schicken verwundetem Kameraden E-Scooter per Drohne +++
Fast 18 Kilometer ist ein verwundeter ukrainischer Soldat auf einem E-Scooter aus dem Kampfgebiet gefahren. Weil eine Rettung am Boden zu gefährlich war, schickten ihm seine Kameraden den Roller per Drohne.
+++ 17:28 Nach tagelanger Drosselung: Selenskyj dankt USA für schnelleres Starlink-Internet +++
Mit seiner tagelangen Kritik an der Drosselung des für die Luftverteidigung der Ukraine wichtigen US-Satelliteninternets hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj offenbar Erfolg. "Starlink und Starshield funktionieren wieder mit der Geschwindigkeit, die vor all diesen Einschränkungen herrschte. Jetzt ist die Geschwindigkeit so, wie wir sie brauchen", sagte er. "Das ist entscheidend für unsere Frontlogistik und für den Schutz der Ukraine vor Raketenangriffen." Er danke den US-Kongressabgeordneten, Senatoren, Medien und dem Außenministerium sowie dem Präsidenten in Washington, sagte Selenskyj. Am Morgen hatte zunächst Verteidigungsminister Jewhenij Chmara mitgeteilt, dass das System wieder laufe.
+++ 16:54 Russland: Stromausfälle nach Angriffen in russisch kontrollierten Gebieten +++
Nach ukrainischen Angriffen ist nach Angaben des russischen Energieministeriums auf der Krim und in russisch kontrollierten Gebieten in der Ost- und Südukraine teilweise der Strom ausgefallen. Die Angriffe trafen demnach die Energieinfrastruktur in Teilen der Regionen Cherson, Saporischschja, Donezk und Luhansk. Wie viele Menschen dort und auf der 2014 von Russland annektierten Halbinsel Krim betroffen sind, teilte das Ministerium nicht mit. Techniker arbeiteten an der Wiederherstellung der Versorgung.
+++ 16:18 Russland: Ukrainische Drohnen haben Industriegebiet in Omsk angegriffen +++
Ein Industriegebiet im russischen Omsk ist nach Angaben des Regionalgouverneurs Witali Chozenko von ukrainischen Drohnen angegriffen worden. Er macht keine Angaben dazu, ob Anlagen getroffen wurden. In der Region Omsk im Südwesten Sibiriens befindet sich eine Ölraffinerie von Gazprom Neft.
+++ 15:46 Russland meldete Tote und Verletzte nach Raketenangriff in Orjol +++
In Russland sind bei einem ukrainischen Raketenangriff im Gebiet Orjol laut Behörden mindestens drei Menschen getötet worden. Die Leichen seien aus den Trümmern eines Werkgebäudes gezogen worden, teilt Gouverneur Andrej Klytschkow mit. Die Behörden hatten zuvor auch acht Verletzte gemeldet. Welches Werk Ziel war, wurde nicht offiziell mitgeteilt. Der ukrainische Generalstab teilt mit, dass ein Rüstungsbetrieb für die Herstellung von elektronischen Bauteilen für Raketen und Flugzeuge getroffen worden sei. Die Angaben der Kriegsparteien sind von unabhängiger Seite nicht unmittelbar überprüfbar.
+++ 15:07 Ukraine meldet Angriff auf russisches Chemiewerk in Toljatti +++
Bei einem Drohnenangriff auf die russische Stadt Toljatti sind mehrere Industrieanlagen beschädigt worden, wie Reuters unter Berufung auf örtliche Behörden meldet. Die Ukraine erklärte ihrerseits, sie habe dort ein bedeutendes petrochemisches Werk getroffen. Der Bürgermeister von Toljatti, Ilja Suchich, teilt mit, ersten Berichten zufolge seien keine Menschen zu Tode gekommen oder verletzt worden. Er machte keine Angaben dazu, welche Anlagen genau getroffen wurden.
+++ 14:40 Kreml: Kiew tötet drei Menschen in Charkiw +++
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf den von Russland besetzten Teil der nordostukrainischen Region Charkiw wurden nach Angaben der von Moskau eingesetzten Behörden mindestens drei Menschen getötet. Eine Frau sei zudem schwer verletzt worden. Bei dem Angriff sei ein Auto in dem Dorf Pisky anvisiert worden.
+++ 13:58 Ukraine: Über 600 Drohnen abgewehrt +++
Russland hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der vergangenen Nacht insgesamt 616 ukrainische Drohnen über mehr als 20 Regionen des Landes abgeschossen. Herabfallende Trümmerteile lösten Brände aus und führten den örtlichen Behörden zufolge zu mehreren Verletzten. Die ukrainische Luftwaffe teilt ihrerseits mit, Russland habe in der Nacht mindestens 126 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert. Davon seien 101 abgeschossen worden. In der Hauptstadt Kiew wurden nach Angaben der Rettungskräfte zwei Menschen verletzt.
+++ 13:25 Selenskyj äußert sich über Verhältnis zu Trump +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt in einem Interview mit dem US-Sender ABC News, dass er sich von den Vereinigten Staaten nicht verraten fühle, aber das Ausbleiben amerikanischer Hilfe bedauere. "Das ist keine Unterstützung", sagt Selenskyj. Er könne sich nicht erklären, warum sich die Beziehungen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin merklich verbessert hätten. Über sein Verhältnis zum US-Präsidenten sagt er: "Unter Freunden wie in der Familie muss man ehrlich sein und darf keine Spielchen spielen. Ich spiele keine Spielchen mit Trump. Das unterscheidet mich von Putin. Ich spiele keine Spielchen mit ihm. Ich bin direkt und ehrlich."
+++ 12:36 Video zeigt, wie nach ukrainischer Attacke gewaltiger Feuerball über russischer Stadt aufsteigt +++
In der russischen Stadt Orjol steigt dichter, schwarzer Rauch auf. Getroffen wird ein Industriebetrieb, der Elektronik für Raketen und Flugabwehr herstellen soll. Für Russlands Rüstung wäre das ein empfindlicher Treffer.
+++ 12:05 Angriffe auf Krim sorgen für Ausfälle bei Strom und Wasser +++
Auf der von Russland besetzten Krim hat es nach einem ukrainischen Angriff den russischen Behörden zufolge Strom- und Wasserausfälle gegeben. Es seien Einschränkungen bei der Strom- und Wasserversorgung verhängt worden, erklärt der von Moskau eingesetzte Chef der Halbinsel, Sergej Aksjonow. Er nennt keine genauen Zahlen zu den betroffenen Haushalten in dem Gebiet, in dem mehr als 2,5 Millionen Menschen leben.
+++ 11:38 Satellitenverbindung von SpaceX laut Kiew wieder stabil +++
Die Satellitenkommunikation von SpaceX in der Ukraine funktioniert nach Angaben aus Kiew wieder bei Geschwindigkeiten von über 400 Kilometern pro Stunde. "Wir messen eine Geschwindigkeit von über 400 km/h; die Verbindung ist stabil", sagt der ukrainische Verteidigungsminister Jewhenij Chmara. Die Ukraine ist für ihre Kommunikation auf dem Schlachtfeld und den Einsatz von Drohnen auf das Satellitennetzwerk Starlink von Elon Musks Raumfahrtkonzern SpaceX angewiesen.
+++ 10:52 Ukrainische Aktivisten zerstören russischen Kommunikationsturm +++
Aktivisten der Partisanengruppe "Atesh" haben einen Kommunikationsturm der russischen Armee zerstört. Die Gruppe informiert auf Telegram darüber, dass die Aktion einen Repeater lahmgelegt habe. "Der Repeater wird von Shaheds und anderen Kampfdrohnen benötigt, um die Verbindung zur Leitstelle aufrechtzuerhalten, Befehle zu übermitteln und den Kurs anzupassen. Der Ausfall des Geräts hat die Reichweite verringert und die Kommunikationsstabilität beeinträchtigt", so "Atesh". Drohnenpiloten seien nun gezwungen, neue Positionen zu suchen und Frequenzen neu zu konfigurieren. "Das führt zu Verzögerungen bei der Durchführung von Kampfeinsätzen."
+++ 10:23 Russland meldet Angriff auf ukrainischen Hafen und Frachtschiff +++
Die russischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben ihre Angriffe auf die ukrainische Hafeninfrastruktur in der Nacht fortgesetzt. Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, Drohnen hätten den Schwarzmeerhafen Tschornomorsk und ein Frachtschiff mit Ziel Odessa angegriffen.
+++ 09:40 Starlink-Abschaltung: US-Abgeordnete stellen Musk Fragen +++
Mehrere US-Abgeordnete fordern von Techmilliardär Elon Musk Antworten in Bezug auf die teilweise Starlink-Abschaltung in der Ukraine. "Als börsennotiertes Unternehmen ist SpaceX rechtlich verpflichtet, Aktionäre und Öffentlichkeit über wesentliche Ereignisse zu informieren, die Ihr Geschäftsmodell beeinträchtigen könnten", schreiben 15 Politiker an Musk. "Die Enthüllung, dass Sie persönlich die militärische Kommunikation eines fremden Landes kontrolliert haben, würde die Offenlegung erhöhter Risiken für die Unternehmensführung, geopolitische Gefährdung und potenzieller negativer Maßnahmen ausländischer Regierungen erfordern." Bis zum 31. Oktober hat Musk Zeit, Position zu beziehen. Die Starshield genannte militärische Starlink-Variante funktioniert derweil immer noch nur eingeschränkt in der Ukraine.
+++ 08:49 Ukrainerin, die für Russland kämpfte, will in die EU auswandern +++
Der ukrainische Sicherheitsdienst SBU hat eine Frau festgenommen, die für Russland gekämpft haben soll. Die Ukrainerin lebte laut SBU-Mitteilung in der Region Donezk, die inzwischen vom Kreml besetzt wird. Bereits im Februar 2022 soll die Frau der russischen Armee beigetreten sein, wo sie bis August 2024 im 91. Selbstständigen Schützenregiment des 1. Armeekorps des Südlichen Militärbezirks Russlands diente - zuletzt als Feldwebel. Anschließend wanderte sie nach Belarus aus. Jetzt, so teilt es der Sicherheitsdienst mit, hatte die Überläuferin vor, in ein nicht näher genanntes EU-Land auszuwandern. Dafür musste sie in der Region Donezk ihren Reisepass verlängern lassen. Bei der Einreise in die Ukraine wurde die Verdächtige festgenommen. "Bei der Durchsuchung wurden ein russischer Pass, Militärausweise der russischen Armee sowie eine Veteranenurkunde des Aggressorlandes und Rubel bei ihr gefunden", so der SBU. Die Ukrainerin wird wegen Hochverrats unter Kriegsrecht angeklagt. Der Frau droht lebenslange Haft.
+++ 08:10 Verletzte nach Drohnenangriff in Kiew +++
Bei einem Drohnenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am frühen Morgen sind zwei Personen in ihrem Wohnhaus verletzt worden. Das meldet die Militärverwaltung der Stadt Kiew auf Telegram. Bis kurz vor vier Uhr herrschte in der Region Luftalarm. "Wir fordern die Stadtbewohner dringend auf, die nächstgelegenen Schutzräume aufzusuchen", teilte die Militärverwaltung in der Nacht mit.
+++ 07:14 Trump: Könnte Frieden mit neuen Mega-Zöllen erzwingen +++
US-Präsident Donald Trump erwägt offenbar, die Ukraine und Russland mit hohen Zöllen zu belegen. "Wenn sie weiterkämpfen, werden wir auf beiden Seiten Zölle in Höhe von 200 Prozent erheben", sagt er auf einer Wahlkampfveranstaltung in Florida. "Überraschenderweise" habe das auch in anderen Konflikten bereits für Frieden gesorgt, sagt Trump, ohne die entsprechenden Länder zu nennen. "Vielleicht sollten wir das Gleiche sofort mit der Ukraine und Russland tun. Daran habe ich vorher noch nie gedacht." Der Präsident der Vereinigten Staaten schränkt jedoch zugleich ein, dass der Plan scheitern könnte, da die USA mit beiden Ländern nicht genug Handel betreiben.
+++ 06:26 US-Kreise: Neue Ukraine-Treffen in Abu Dhabi oder Schweiz möglich +++
Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Delegationen aus den USA, der Ukraine und Russland findet möglicherweise in einigen Wochen in Abu Dhabi oder der Schweiz statt. Dies verlautet aus US-Regierungskreisen. Ziel ist es demnach, letztlich ein Treffen auf Spitzenebene vorzubereiten, sagt ein US-Regierungsvertreter. Bis dahin sei jedoch noch viel Arbeit zu leisten.
+++ 05:41 Trump: Großbritannien offen für Erschließung von Ölfeldern in der Nordsee +++
US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben mit dem britischen Premierminister Andy Burnham über die Erschließung von Öl in der Nordsee gesprochen. "Sie erschließen das Nordseeöl", sagt Trump or Reportern im Weißen Haus. "Ich habe sie zwei Jahre lang dazu gedrängt... Andy bringt es auf die Reihe." Das Büro von Burnham teilt zudem mit, die beiden Politiker seien sich einig gewesen, dass die Genehmigung für das Gasfeld Jackdaw in der Nordsee "erhebliche Vorteile" für Großbritannien bringe. Burnham hat seinem Büro zufolge auch die Ölausbeutung vor den Falklandinseln, die Bedeutung des Starlink-Satellitennetzwerks für die Ukraine und die Unterstützung Großbritanniens für Saudi-Arabien angesprochen.
+++ 04:52 CDU-Außenpolitiker: "Trump steht aktuell auf der Seite Russlands" +++
US-Präsident Donald Trump hat sich im Ukraine-Krieg nach Ansicht des CDU-Außenpolitikers Norbert Röttgen auf die Seite des russischen Staatschefs Wladimir Putin gestellt. Trump wolle "den Konflikt mit einem Deal beenden, für den er zu weitgehenden Konzessionen bereit ist", sagt der Vizevorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Der US-Präsident seit dafür bereit, "Druck auf die Ukraine auszuüben, die er als die schwächere und von ihm abhängigere Seite identifiziert hat. In der Konsequenz handelt er gegen die Interessen der Ukraine und der Europäer und steht damit aktuell auf der Seite Russlands - das muss man leider so sagen", sagt Röttgen.
+++ 03:17 Zins in Russland bleibt hoch: Drohnenangriffe aus Ukraine treiben Inflation +++
Die russische Zentralbank hat den Leitzins erneut unverändert bei 14,0 Prozent belassen - nach einer Serie von Senkungen seit Juni 2025 die zweite Pause in Folge. Notenbankchefin Elwira Nabiullina begründete dies mit anhaltendem Preisdruck: Die Inflationsrate liegt laut Regierungsangaben bei 7,22 Prozent, für 2026 erhöhte die Notenbank ihre Prognose auf 7,1 bis 7,6 Prozent. Als ein Treiber gilt der Kraftstoffmangel infolge ukrainischer Drohnenangriffe auf russische Raffinerien - Benzin hat sich seit Jahresbeginn um 21 Prozent, Diesel um 13,4 Prozent verteuert. Die Wiederherstellung der Produktionskapazitäten werde schrittweise erfolgen und könnte "über einen längeren Zeitraum" die Preise beeinflussen, so Nabiullina. Für 2027 rechnet die Notenbank mit einem durchschnittlichen Leitzins von 12,5 bis 13,5 Prozent.
+++ 01:51 Kriegsdrohungen aus Moskau: Röttgen fordert schnellere Aufrüstung der Bundeswehr +++
Angesichts russischer Kriegsdrohungen auch gegen Deutschland hat der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen mehr Tempo bei der Aufrüstung der Bundeswehr gefordert. Damit Deutschland oder die Nato nicht von Russland angegriffen würden, "investieren wir massiv in unsere Verteidigungsfähigkeit und das Abschreckungspotenzial der Nato", sagt der Vizevorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Das Tempo dabei kann meines Erachtens noch weiter gesteigert werden. Das gilt sowohl für die Anstrengungen des zuständigen Ministeriums als auch für die Industrie, die enorme Gewinne verbucht und gleichzeitig nur schleppend ihre Produktionskapazitäten ausbaut." Zuletzt waren die Drohungen aus dem Kreml gegen Deutschland schärfer geworden. So hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow vom "Beginn eines echten Krieges" gesprochen, nachdem die Bundesregierung Russland für den versuchten Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich gemacht hatte.
+++ 00:49 Russland lässt Supermarkt-Kette Metro Millionen an Kriegsfonds überweisen +++
Die Supermarktkette Metro in Russland, die seit September unter staatlicher Zwangsverwaltung steht, hat eine Milliarde Rubel - umgerechnet rund elf Millionen Euro - an einen russischen Kriegsfonds überwiesen. Das Geld soll dem Fonds "Volksfront - Alles für den Sieg" zugutekommen und zur Ausrüstung russischer Truppen mit Kommunikationstechnik, Aufklärungsgeräten und Drohnenabwehrsystemen verwendet werden. "Als Teil des russischen Wirtschaftssystems halten wir die Beteiligung an strategischen Initiativen des Staates für wichtig", erklärt Metro-Russland-Chef Johannes Tolay.
+++ 23:29 Britischer Premier Burnham dringt bei Trump auf Starlink-Zugang für Ukraine +++
Der britische Premierminister Andy Burnham hat sich bei US-Präsident Donald Trump für einen uneingeschränkten Zugang der Ukraine zum Satellitensystem Starlink eingesetzt. In einem Telefonat am Freitag habe Burnham die Bedeutung eines "vollen Zugangs" zu dem System betont, damit sich die Ukraine weiterhin gegen den russischen Angriffskrieg verteidigen könne, teilt das Büro des Regierungschefs in der Londoner Downing Street mit. Burnham habe zugleich Trumps Bemühungen gewürdigt, den russischen Präsidenten Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zu bringen, heißt es weiter. Zuvor hatte der US-Präsident zugesichert, sich bei Problemen mit dem für militärische Zwecke entwickelten Satellitendienst Starshield mit dessen Anbieter Elon Musk zu wenden. "Falls es ein Problem gibt, werde ich es beheben", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus. Er habe bislang nicht mit Musk gesprochen. Ihm sei mitgeteilt worden, der Zugang sei wiederhergestellt. Sollte dies nicht zutreffen, werde er mit Musk sprechen.
+++ 22:07 Kiew und Moskau bestätigen: Waffenruhe um Oleschky ab Dienstag +++
Russland und die Ukraine bestätigen nach einer entsprechenden US-Ankündigung eine lokal begrenzte Waffenruhe in der seit Monaten abgeriegelten Frontstadt Oleschky ab Dienstag. Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow sagt dem Verteidigungsministerium zufolge, im Rahmen einer humanitären Operation im Bereich von Oleschky würden die russischen Streitkräfte das Feuer in der Richtung Cherson dann einstellen. Auch Kiew stimmt einer Waffenruhe zu. Beide Seiten teilen mit, die Waffenruhe solle am Dienstag ab 2.00 Uhr MEZ gelten. Wie lange sie dauern soll, wird nicht mitgeteilt.
+++ 21:28 Ukraine greift Rüstungsbetrieb in Orjol an +++
Bei einem Raketenangriff auf die russische Stadt Orjol ist nach Berichten russischer und ukrainischer Quellen das Werk "Proton" getroffen worden, das elektronische Komponenten für russische Waffensysteme herstellt – darunter Iskander-M-Raketen und Pantsir-S1-Luftabwehrsysteme. Anwohner berichteten von mindestens vier Explosionen, über der Stadt stieg eine große Rauchwolke auf. Der Telegram-Kanal Exilenova+ berichtet unter Berufung auf Videos, dass mindestens eine Produktionshalle vollständig zerstört wurde und Storm-Shadow-Marschflugkörper eingesetzt worden seien. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.
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