Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 00:44 Nato-Diplomaten: Ukraine-Hilfen über 70 Milliarden Euro in Planung +++
Die Nato-Staaten erwägen eine neue Militärhilfezusage in Höhe von 70 Milliarden Euro für die Ukraine. Laut der Plattform "Politico" soll das Hilfspaket während des Gipfeltreffens des Bündnisses im nächsten Monat in Ankara vorgestellt werden. Der Bericht beruft sich auf vier Nato-Diplomaten. Der von Deutschland im vergangenen Monat eingebrachte Vorschlag sieht demnach einen neuen Mechanismus zur Erhöhung der Transparenz bei der Finanzierung der Ukraine vor. Einige Länder beklagen, dass sie bislang unverhältnismäßig stark für die Unterstützung Kiews verantwortlich seien, während andere zu wenig beitragen.
+++ 23:19 IAEA: Längster Notstromeinsatz am Atomkraftwerk Saporischschja beendet +++
Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) teilt mit, dass die externe Stromversorgung im Kernkraftwerk Saporischschja nach einem der längsten Stromausfälle wiederhergestellt sei. "Die externe Stromversorgung des Kernkraftwerks ZNPP wurde heute Morgen nach einem 15-stündigen Ausfall wiederhergestellt, in dem das Kraftwerk auf Notstromaggregate angewiesen war, um die sechs abgeschalteten Reaktoren zu kühlen", heißt es in einer Erklärung der IAEA auf der Plattform X. Die Agentur weist darauf hin, dass dies der 18. Ausfall der externen Stromversorgung während des Krieges war und zugleich einer der längsten.
+++ 22:07 Kiews Chef-Diplomat: Putin hat Chance verpasst, aus seinem "gescheiterten Krieg" auszusteigen +++
Nach Darstellung des ukrainischen Außenministers Andrij Sybiha hat Russlands Präsident Wladimir Putin die Chance vertan, "aus seinem gescheiterten Krieg auszusteigen", indem er das Angebot von Präsident Wolodymyr Selenskyj zu direkten Friedensgesprächen ausschlug. Für Russland werde sich die Lage nur noch weiter verschlechtern, schreibt Sybiha auf X. "Die Misserfolge werden immer demütigender ausfallen." Es gebe in Russland "bereits keine sicheren Orte mehr, die vor den ukrainischen Angriffen mit weitreichenden Waffen sicher wären - und deren Intensität wird weiter zunehmen". Die russische Wirtschaft werde tiefer in die Rezession abrutschen (...) und "die Inflation wird vor allem die Schwächsten hart treffen", ist sich Sybiha sicher.
+++ 21:10 Selenskyj bedankt sich bei Journalisten für Berichterstattung über "Russlands Verbrechen" +++
Anlässlich des Journalistentags in der Ukraine bedankt sich Präsident Wolodymyr Selenskyj bei ukrainischen Reportern und Journalisten aus dem Ausland. "Alles, was ukrainische Journalisten dokumentieren, ist unsere Wahrheit über diesen Krieg und Beweis für russische Verbrechen", schreibt Selenskyj auf X. Es sei wichtig, "dass diese Arbeit von hoher Qualität ist und dazu beiträgt, dass Russland für all seine Verbrechen und Angriffe auf das Leben zur Rechenschaft gezogen" werde. "Heute danken wir auch all jenen engagierten ausländischen Medienschaffenden, die auf der richtigen Seite der Geschichte stehen und dafür sorgen, dass die Welt nicht vergisst oder schweigt angesichts dessen, was in der Ukraine geschieht", so der Präsident. "Genau diese aktive Unterstützung hilft uns dabei, Hilfe auf politischer Ebene zu sichern." Selenskyj erinnert auch an all jene Journalisten, die seit der russischen Invasion bei ihrer Arbeit ums Leben gekommen sind.
+++ 20:15 Tote und Verletzte bei russischen Drohnenangriffen in der Ukraine - Busfahrer stirbt +++
Russische Streitkräfte haben bei einem Angriff auf einen Kleinbus in der südostukrainischen Region Saporischschja nach ukrainischen Angaben den Fahrer des Fahrzeugs getötet. Eine Drohne habe den Kleinbus in der Siedlung Kuschuhum getroffen, teilte Gouverneur Iwan Fedorow mit. Der Fahrer sei 56 Jahre alt gewesen. Aus den Regionen Cherson, Charkiw und Dnipropetrowsk wurden am Nachmittag jeweils mehrere Verletzte nach russischen Angriffen gemeldet. In der Region Mykolajiw sei ein Mann bei russischen Drohnenangriffen getötet und vier weitere Menschen verletzt worden, hieß es.
+++ 19:10 Ukraine will dauerhaft auf Rüstungsindustrie als Wachstumsfaktor setzen +++
Die Ukraine sieht ihre Rüstungsindustrie als eine dauerhafte Quelle wirtschaftlicher Stärke. "Die Nachfrage, die wir in der Ukraine geschaffen haben, hat einen Wirtschaftszweig hervorgebracht, der nun praktisch boomt. Daher ist er ein sehr wichtiger Teil unserer Zukunft", sagte Finanzminister Serhij Martschenko auf dem Jahrestreffen der Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) in Riga. Entscheidend sei nun, die Industrie zu stärken, ihr Entwicklungskapazitäten zu verschaffen und das militärische Potenzial für einen breiteren Markt zu öffnen. Dazu stehe die Ukraine vor der Entscheidung, die Ausfuhr von Militärgütern zu ermöglichen. Durch den Ausbau und die Nutzung des Potenzials könnten nach Angaben von Martschenko nicht nur weitere Fortschritte bei militärischer Ausrüstung und Waffen erzielt werden. "Ich glaube, diese Entwicklungen können dazu beitragen, ein natürliches ziviles Umfeld nach dem Krieg zu schaffen. Denn ein Teil der Produktion, die wir derzeit für militärische Zwecke verwenden, kann auch für zivile Zwecke genutzt werden", sagte der ukrainische Finanzminister.
+++ 18:10 Wann eigene Soldaten für Russland zum Problem werden könnten +++
Kreml-Chef Wladimir Putin hat derzeit kein Interesse an Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj. Daran ändern auch die innenpolitischen Probleme Russlands nichts. Sicherheitsexperte Frank Umbach macht klar: Eine Demobilisierung hunderttausender russischer Soldaten wäre für Moskau ein echtes Sicherheitsrisiko.
+++ 17:25 Ukraine kontrolliert nach eigenen Angaben Teile der russischen Versorgungswege auf die Krim +++
Nach ukrainischen Angaben haben Drohnenpiloten der Streitkräfte des Landes die Kontrolle über einen Teil der russischen Landverbindung zur besetzten Halbinsel Krim aus der Luft übernommen. Die Zeitung "Kyiv Independent" berichtet über eine Erklärung des Militärs, wonach ukrainische Drohnen russisches Gerät und Logistik entlang der Strecke zwischen Melitopol (im Südenosten der Ukraine, von Russland besetzt) und Tschonhar (an der Grenze zur Krim) ins Visier nehmen können. Dies habe Russlands militärische Versorgung und die Logistik für Treibstofflieferungen auf die Krim erschwert. In den vergangenen Wochen kam es auf der 2014 von Russland annektierten Halbinsel wiederholt zu Treibstoffengpässen, auch weil die Ukraine mehrfach erfolgreiche Angriffe auf die Ölinfrastruktur durchgeführt hat.
+++ 16:40 Am Tag vor der Wahl: Sechs pro-russische Oppositionskandidaten in Armenien festgenommen +++
In Armenien sind einen Tag vor der Parlamentswahl sechs Kandidaten der pro-russischen Oppositionspartei "Starkes Armenien" festgenommen worden. Die staatliche Nachrichtenagentur Armenpress berichtet, die Zentrale Wahlkommission habe den Ermittlern die Einleitung von Strafverfahren gegen die Politiker gestattet. Gründe für die Festnahmen wurden zunächst nicht genannt. Das zuständige staatliche Ermittlungskomitee äußert sich auf Anfrage nicht zu dem Vorgehen. Auch von der Partei "Starkes Armenien" liegt zunächst keine Stellungnahme vor. Angeführt wird die Partei von dem russisch-armenischen Milliardär Samwel Karapetjan. Dieser steht derzeit unter Hausarrest, da ihm vorgeworfen wird, zum Sturz der Regierung aufgerufen zu haben. Karapetjan weist die Anschuldigungen als politisch motiviert zurück. Seine Partei setzt sich für die Beibehaltung der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Russland ein und wirft Ministerpräsident Nikol Paschinjan vor, einen Krieg mit Moskau zu schüren.
+++ 16:10 Bericht: Nato plant Militärhilfen für Ukraine in Höhe von 70 Milliarden Euro mit deutscher Beteiligung +++
Laut einem Bericht des Magazins "Politico" erwägen die Nato-Staaten eine neue Zusage über Militärhilfen für die Ukraine im Wert von 70 Milliarden Euro. Diese solle auf dem für nächsten Monat geplanten Gipfeltreffen des Verteidigungsbündnisses in der Türkei vorgestellt werden, schreibt das Magazin unter Berufung auf vier Nato-Diplomaten. Der Vorschlag sei vergangenen Monat von Deutschland eingebracht worden und sehe einen neuen Mechanismus vor, um die Transparenz bei der Finanzierung der Ukraine-Hilfen zu erhöhen, sagten die Diplomaten dem Bericht zufolge. "Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund von Beschwerden einiger Staaten, die nach eigener Ansicht eine unverhältnismäßig große Last bei der Unterstützung Kiews tragen", heißt es. Entscheidend sei "eine feste Zusage, die Ukraine auch künftig auf nachhaltiger und gerechterer Grundlage maßgeblich zu unterstützen", fügte ein fünfter hochrangiger Nato-Diplomat laut "Politico" hinzu. Die Debatte hat dem Magazin zufolge an Dringlichkeit gewonnen, da viele Experten der Ansicht seien, dass Kiew das Kriegsgeschehen zunehmend zu seinen Gunsten beeinflusst. Unter Präsident Donald Trump haben die USA nahezu alle neuen Militärhilfen für die Ukraine eingestellt. Waffen werden an Kiew nur noch verkauft, wenn die Finanzierung durch andere Verbündete - vor allem aus Europa - erfolgt.
+++ 15:25 Name von Militäreinheit als "Symbol für Verbrechen": Polen sieht Linie durch Kiew überschritten +++
Nach einem diplomatischen Eklat mit Polen wegen der Benennung einer ukrainischen Militäreinheit nach der berüchtigten Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) ist der ukrainische Präsidentenberater Kyrylo Budanow mit Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz zusammengetroffen. Polen und die Ukraine seien Partner bei Verteidigungsfragen, sagte Kosiniak-Kamysz bei dem Treffen in Polen. "Doch wenn es um die Geschichte geht, müssen wir ehrlich zueinander sein, denn nur so können wir eine Zukunft aufbauen." Auslöser des Streits war die Benennung der Einheit mit dem Ehrentitel "Helden der UPA" durch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vergangene Woche. Selenskyj hatte mit dem Schritt in Polen Empörung ausgelöst. Die UPA war im Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der heutigen Ukraine für Massaker an Polen verantwortlich. "Für das polnische Volk ist die UPA vor allem das Symbol für Verbrechen, die an wehrlosen Zivilisten begangen wurden", sagte Polens Verteidigungsminister schon am Freitag. Er habe Budanow mit auf den Weg gegeben, dass Kiew die Entscheidung überdenken solle. "Es gibt Linien, die nicht überschritten werden dürfen."
+++ 14:40 Ukraine zwingt Hunderte zur Evakuierung - auch Gäste von Wirtschaftsforum von Angriffen betroffen +++
Am letzten Tag des internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg haben die ukrainischen Streitkräfte die Millionenstadt erneut unter Beschuss genommen. Gouverneur Alexander Beglow und auch der Zivilschutz informierten die Menschen über einen "großangelegten Angriff durch militärische Drohnen". Die Flugabwehr sei aktiv. "Gemäß den Empfehlungen des Einsatzstabs bitte ich die Einwohner von St. Petersburg, in ihren Wohnungen zu bleiben und nicht auf die Straße zu gehen", schrieb der Gouverneur bei Telegram. "Es kann zu Unterbrechungen des mobilen Internets kommen." Der Zivilschutz setzte auch per SMS einen Drohnenalarm ab. Auf dem für die internationalen Gäste des Forums wichtigen Flughafen Pulkowo gab es am früheren Morgen zeitweilig keine Starts und Landungen wegen der Drohnengefahr. Im Leningrader Gebiet um St. Petersburg (früher Leningrad) meldete Gouverneur Alexander Drosdenko ebenfalls Drohnenalarm. Die Flugabwehr habe 141 Drohnen abgeschossen. Er informierte auch über die Evakuierung von Wohnhäusern nahe einem Militärobjekt, in dem nach einem Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen sei. St. Petersburger Medien meldeten, dass in dem Ort Bolschaja Ischora am Finnischen Meerbusen 600 Menschen ihre Häuser verlassen mussten. Ein Verletzter sei ins Krankenhaus gebracht worden.
+++ 13:58 Ukraine: Haben Öldepot in Region Leningrad getroffen +++
Das ukrainische Militär teilt mit, es habe in der Nacht ein Öldepot und einen Ölterminal in der russischen Region Leningrad getroffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor erklärt, das Militär habe zudem ein weiteres russisches Öldepot in der Region Krasnodar getroffen (siehe Eintrag 11:38). Ein auf X geteiltes Video zeigt außerdem den Einschlag einer ukrainischen Drohne in der Region Leningrad am Morgen. Man habe "hochrangige militärische und logistische Ziele tief im Inneren Russlands angegriffen", schreiben die ukrainischen Streitkräfte. Dazu gehörten den Angaben zufolge auch eine Marinebasis sowie Raketen- und Munitionsarsenale.
+++ 13:25 Russischer Drohnenangriff auf Saporischschja - Zahl der Verletzten steigt +++
Die Zahl der Verletzten nach einem russischen Drohnenangriff in Saporischschja im Südosten der Ukraine ist offenbar auf sieben gestiegen. Das meldet Ukrinform unter Berufung auf den Leiter der Militärverwaltung, Ivan Fedorov. Unter den Verletzten sind demnach zwei Kinder. Bei dem Angriff am Morgen seien zudem Autos zerstört und nahegelegene Gebäude durch die Druckwelle zerstört worden.
+++ 12:52 Grünen-Chefin fordert: Putins Schattenflotte festsetzen +++
Die Bundesvorsitzende der Grünen, Franziska Brantner, hat Kanzler Friedrich Merz aufgefordert, Russlands Schattenflotte auf der Ostsee festzusetzen. "Das Meer, was hier vor euch liegt, das trägt auch das Öl, mit dem Putin immer noch seinen Krieg bezahlt", sagt Brantner auf einem Landesparteitag der Grünen Mecklenburg-Vorpommern in Stralsund. Wenn die Bundesregierung wolle, könne sie die russische Schattenflotte festsetzen, sagt die Grünen-Chefin. Gemeint sind Tanker und andere Frachtschiffe, die Russland benutzt, um Sanktionen infolge der Invasion in die Ukraine zu umgehen, etwa beim Öltransport. Der CDU-Vorsitzende Merz war zur gleichen Zeit wie Brantner im Bundesland. Nach einem Besuch beim Tag der Bundeswehr auf dem Luftwaffenstützpunkt Laage bei Rostock wollte der Kanzler auf einem Landesparteitag der CDU in Linstow im Landkreis Rostock sprechen. Stralsund und Linstow liegen rund 90 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt.
+++ 12:03 Politologe Fischer: "Russland will Trump im Spiel halten" +++
Moskau sei von Donald Trump zwar nicht uneingeschränkt begeistert, sagt Politikwissenschaftler Klemens Fischer. Dennoch habe der Kreml ein Interesse daran, den US-Präsidenten in die Verhandlungen einzubinden - und hoffe auf günstigere Bedingungen als ohne ihn.
+++ 11:38 Selenskyj: Ukrainische Drohnen treffen Ziele in Russland +++
Ukrainische Drohnen haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in der Nacht eine Militärbasis nahe St. Petersburg und ein Öllager in der südrussischen Region Krasnodar getroffen. "Russland muss seinen Krieg beenden und seine Angriffe auf das Leben stoppen", erklärt Selenskyj auf X. Jede Ungerechtigkeit gegenüber der Ukraine werde eine gerechte Antwort erhalten.
+++ 11:07 Gouverneur: Stromausfälle nach russischen Angriffen auf Energieinfrastruktur in Region Sumy +++
Russische Angriffe haben in der Nacht offenbar Energieanlagen in der Region Sumy getroffen. Das meldet Ukrinform mit Verweis auf den Gouverneur Oleh Hryhorov. Infolge der Angriffe kam es demnach zu Stromausfällen in einigen Orten. Eine Drohne habe zudem eine Tankstelle getroffen, eine Mitarbeiterin sei verletzt worden.
+++ 10:20 Feuer in russischer Raffinerie - Behörden dementieren Drohnenangriff +++
In der Antipinski-Raffinerie, der größten nicht staatlichen Ölverarbeitungsanlage Russlands, ist in der Region Tjumen ein Feuer ausgebrochen. Ursache seien Verfahrensverstöße an einer Reinigungsanlage, teilen die örtlichen Behörden über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Berichte über einen ukrainischen Drohnenangriff weisen sie zurück. Die Feuerwehr sei mit den Löscharbeiten beschäftigt, Opfer gebe es nicht.
+++ 09:55 Ukrainischer Generalstab meldet 269 Gefechte an der Front +++
Im Laufe des vergangenen Tages hat es offenbar 269 Zusammenstöße zwischen ukrainischen und russischen Truppen gegeben. Das schreibt die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Generalstab der Streitkräfte der Ukraine. Besonders schwer umkämpft war demnach der Frontabschnitt bei Huliaipole. Russland habe unter anderem 96 Luftangriffe durchgeführt und 10.064 Kamikaze-Drohnen eingesetzt.
+++ 09:15 Russlands Dauerbeschuss macht Kiews Anwohner mürbe +++
Die jüngsten militärischen Erfolge der Ukraine, bei denen immer wieder Angriffe tief in Russland gelingen, bleiben nicht unbeantwortet. Vor allem die Hauptstadt Kiew erlebt eine Reihe schwerer Gegenschläge. ntv-Reporterin Nadja Kriewald spricht dort mit Betroffenen.
+++ 08:51 Moskau: Hunderte ukrainische Drohnen abgefangen - darunter 86 nahe St. Petersburg +++
Russland hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht hunderte ukrainische Drohnen abgefangen, darunter dutzende in der Nähe der Stadt St. Petersburg, die derzeit ein internationales Wirtschaftsforum ausrichtet. "Über der Region Leningrad wurden 86 Drohnen abgeschossen. Die Kampfhandlungen dauern an", erklärt der Gouverneur der Region, Alexander Drosdenko. Die Region Leningrad beherbergt neben der Großstadt Sankt Petersburg auch wichtige Häfen. Das russische Verteidigungsministerium teilt in der Nacht mit, die Luftabwehr habe insgesamt 376 ukrainische Drohnen "über den Regionen Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Leningrad, Nowgorod, Orjol, Pskow, Rostow, Rjasan, Smolensk, Twer und Tula, der Region Moskau, der Republik Krim, der Republik Abchasien" sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer abgeschossen. Der Bürgermeister von Moskau, Sergej Sobjanin, erklärt, neun Drohnen, die in Richtung der Hauptstadt unterwegs waren, seien abgefangen worden.
+++ 08:11 Schwedisches Gericht: Beschlagnahmtes Frachtschiff darf an Ukraine übergeben werden +++
Ein schwedisches Gericht hat entschieden, dass die Beschlagnahmung eines Frachters in der Ostsee rechtmäßig war und das Schiff an die Ukraine übergeben werden kann. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Schwedische Polizisten waren im März an Bord des Frachters "Caffa" gegangen, der auf dem Weg nach St. Petersburg war. Laut Küstenwache steht das Schiff auf einer Sanktionsliste und fuhr unter falscher Flagge Guineas. Die Behörden vermuteten, dass der Frachter gestohlenes Getreide aus der Ukraine geladen hatte.
+++ 07:32 Merz, Starmer, Macron wollen mit Selenskyj in London beraten +++
Berlin, Paris und London wollen gemeinsam mit der Ukraine die Bemühungen um ein Ende des Krieges wieder anschieben. Dazu wollen Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und der britische Premier Keir Starmer am Sonntagabend mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in London beraten, wie ein britischer Regierungssprecher bestätigt. Die sogenannten E3 - Deutschland, Frankreich und Großbritannien - spielen eine Schlüsselrolle bei den europäischen Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs. London und Paris stellten sogar in Aussicht, nach Abschluss eines dauerhaften Waffenstillstands Bodentruppen in die Ukraine zur Friedenssicherung zu entsenden.
+++ 07:02 Bericht: Acht Verletzte bei russischem Angriff in Tschernihiw +++
Bei einem russischen Angriff in der nordukrainischen Stadt Tschernihiw sind am Freitag offenbar acht Menschen verletzt und Dutzende Fahrzeuge beschädigt worden. Das meldet das Portal Ukrainska Pravda unter Berufung auf die Pressestelle des Stadtrats und den Leiter der örtlichen Militärverwaltung. Demnach hat ein Angriff das Gelände eines Unternehmens getroffen. Eine Drohne habe zudem einen Parkplatz getroffen und ein Feuer ausgelöst, 37 Fahrzeuge seien beschädigt worden.
+++ 06:21 Britischer Premier Starmer warnt vor russischem Angriff auf Nato in vier Jahren +++
Russland könnte nach Angaben des britischen Premierministers Keir Starmer bereits in vier Jahren einen Nato-Staat angreifen. "Nach Einschätzung unserer Geheimdienste und anderer Nato-Staaten könnte es bereits 2030 zu einem Angriff Russlands auf die Nato kommen", sagt Starmer am Freitag beim Besuch eines Drohnenherstellers in Südwestengland und fügte hinzu: "Sie verstehen also, welche Dringlichkeit und Bedeutung wir diesem Thema derzeit beimessen." Ähnlich hatten sich in den vergangenen Monaten bereits andere europäische Spitzenpolitiker geäußert. Nato-Generalsekretär Mark Rutte hatte im vergangenen Dezember vor einem russischen Angriff auf Nato-Gebiet binnen fünf Jahren gewarnt. Die Bundeswehr geht nach Aussagen von Generalinspekteur Carsten Breuer davon aus, dass Russland ab 2029 zu einem groß anlegten Angriff auf Nato-Gebiet in der Lage sein könnte.
+++ 05:42 Bericht: Ukrainischer Drohnenangriff trifft russisches Öldepot und Hafen von Mariupol +++
Ukrainische Drohnen haben in der Nacht ein Öldepot in der russischen Region Krasnodar sowie Hafenanlagen im besetzten Mariupol angegriffen. Dies geschah im Rahmen eines umfassenderen ukrainischen Angriffs auf russische und von Russland besetzte Gebiete, wie der "Kyiv Independent" mit Verweis auf russische Telegram-Medienkanäle berichtet. Fotos und Videos, die von Anwohnern in sozialen Medien veröffentlicht wurden, sollen demnach einen Brand zeigen, der von einem Öldepot in der Stadt Ust-Labinsk ausging. Nach den gemeldeten Einschlägen wurden in den frühen Morgenstunden große schwarze Wolken über der Stadt gesichtet. Berichten zufolge wurde auch die Hafeninfrastruktur im besetzten Mariupol in Brand gesetzt.
+++ 05:06 "Lasst sie doch verhandeln": Trump für direkte Gespräche zwischen Kiew und Moskau +++
US-Präsident Donald Trump hat seine Unterstützung für direkte Gespräche zwischen Russland und der Ukraine zur Beendigung des Krieges signalisiert und erklärt, er glaube, dass eine Beilegung kurz bevorstehe. Trump wird von Reportern beim Flug mit der Air Force One gefragt, ob er wolle, dass Moskau und Kiew die Friedensgespräche fortsetzen, bevor sich die Vereinigten Staaten direkter an den Verhandlungen beteiligen. "Nun, mir macht das nichts aus. Ich meine ... lasst sie doch verhandeln", sagt Trump. "Ich bin es schließlich, der sie in diese Position gebracht hat." "Ich denke, das wird sich regeln", fügt Trump hinzu. "Wir sind kurz davor." Auf die Frage, wer die Vereinigten Staaten bei künftigen Verhandlungen vertreten würde, sagt Trump: "Wir werden alle beteiligt sein", und bezog sich dabei auf Mitglieder seiner Regierung, darunter Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio.
+++ 04:15 EU-Wirtschaftskommissar gegen Lockerung von Russland-Sanktionen +++
EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis hat sich gegen eine Lockerung von Sanktionen etwa gegen Russlands Ölexporte ausgesprochen. "Es ist klar, dass es jetzt nicht an der Zeit ist, den Druck auf Russland zu verringern. Wir müssen weiterhin Druck ausüben, weiterhin Sanktionen gegen Russland verhängen", sagt er am Rande des Jahrestreffens der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) in Riga. Dies sei wichtig, auch wenn angesichts der dazu innerhalb EU nötigen Einstimmigkeit "keine einfache Aufgabe" sei. Dennoch gebe es Initiativen von Mitgliedstaaten zu weiteren Handelsbeschränkungen und Visa-Beschränkungen für russische Bürger, sagt Dombrovskis. Die EU hat bislang 20 Sanktionspakete gegen Russland erlassen.
+++ 02:51 Wadephul sagt Ukraine unerschütterliche Unterstützung zu +++
Außenminister Johann Wadephul sagt der Ukraine nach der Absage von Kremlchef Wladimir Putin an ein Verhandlungsangebot seines ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj unverbrüchliche Unterstützung zu. Man nehme die jüngsten Aussagen von Putin zur Kenntnis und ziehe "daraus die einzig richtige und notwendige Konsequenz: Unsere Unterstützung für die Ukraine ist und bleibt unerschütterlich", sagt der CDU-Politiker am Rande seines Besuchs in Mexiko-Stadt vor Journalisten.
+++ 01:45 Putin räumt wirtschaftliche Probleme in Russland ein +++
Russlands Präsident Wladimir Putin hat beim internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg wirtschaftliche Probleme in Russland eingeräumt, zugleich aber westliche Äußerungen dazu zurückgewiesen. "Ja, die wirtschaftliche Dynamik ist derzeit verhalten", sagt Putin. Gleichzeitig zeigt er sich überzeugt, dass Russland weiter gestärkt werde. "Von allen Seiten hören wir Kritik, dass bei uns alles zusammengebrochen sei", sagt Putin in seiner Rede bei dem auch "russisches Davos" genannten Forum. Mit einem Seitenhieb gegen die EU fügt Putin an, Russland sei nun "auf das gleiche Niveau gesunken", auf dem sich die Länder der Eurozone seit Jahren befänden.
+++ 00:39 Ukraine entschuldigt sich bei Athen für Drohnenvorfall +++
Mehrere Tage nach einer griechischen Protestnote hat sich das ukrainische Außenministerium für den Fund einer sprengstoffbeladenen Seedrohne vor der Ferieninsel Lefkada im Ionischen Meer entschuldigt. "Die ukrainische Seite entschuldigt sich für den Vorfall und betont, dass dieser auf Umstände zurückzuführen sei, die durch die anhaltende russische Aggression gegen die Ukraine verursacht wurden", schreibt Außenamtssprecher Heorhij Tychyj auf der Plattform X. Das zeige, dass der andauernde russische Krieg gegen die Ukraine auch eine Bedrohung für benachbarte europäische Staaten und die Welt darstelle. Gleichzeitig bedankte sich Kiew für die seit Kriegsbeginn 2022 von Griechenland gewährte Unterstützung für das osteuropäische Land.
+++ 23:37 Ukrainischer Präsidentenberater nach diplomatischem Eklat zu Gesprächen in Polen +++
Nach einem diplomatischen Eklat mit Polen wegen der Benennung einer ukrainischen Militäreinheit nach der berüchtigten Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) ist polnischen Angaben zufolge der ukrainische Präsidentenberater Kyrylo Budanow zu Gesprächen ins Nachbarland gereist. Budanow habe Polens Vize-Außenminister Marcin Bosacki getroffen, wie ein Ministeriumssprecher mitteilt. Hauptthema war demnach die Benennung der Einheit mit dem Ehrentitel "Helden der UPA" durch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vergangene Woche. Selenskyj hatte mit dem Schritt in Polen Empörung ausgelöst. Die UPA war im Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der heutigen Ukraine für Massaker an Polen verantwortlich. Dem polnischen Ministeriumssprecher zufolge kam das Treffen auf "Initiative" der ukrainischen Seite zustande.
+++ 22:26 Angriff auf türkischen Kutter im Schwarzen Meer - ein Toter +++
Bei einem Angriff auf ein türkisches Fischereischiff im Schwarzen Meer ist nach Angaben der türkischen Behörden ein Mensch getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei dem Angriff am Freitag zudem verletzt worden, teilt die Küstenwache mit. Der Angriff ereignete sich demnach westlich der von Russland besetzten Halbinsel Krim. Die Umstände des Vorfalls sind unklar, auch machen die Behörden keine Angaben dazu, wer möglicherweise dafür verantwortlich ist. Der Angriff richtete sich der Küstenwachen-Erklärung zufolge gegen den unter türkischer Flagge fahrenden Fischkutter "Duru 67" vor der Küste von Sewastopol. Das Schiff sank demnach nach dem Angriff.
+++ 21:40 Nach offenem Brief: Selenskyj reagiert auf Putins Absage +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wertet die Absage des russischen Präsidenten Wladimir Putin an ein Treffen zur Beilegung des Konflikts als Zeichen, dass der Kreml den Krieg nicht beenden will. "Leider entscheidet sich die russische Seite einmal mehr für den Krieg", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Alle hätten die schwache Antwort gehört. "Ich denke, diese Antwort wird viele Menschen weltweit enttäuscht haben", fügt er hinzu. Selenskyj hatte am Vortag einen Brief an Putin veröffentlicht:
+++ 21:02 Kreml bestätigt Treffen von Wladimir Putin und Gerhard Schröder in Moskau +++
Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich nach Kreml-Angaben zu einem Vieraugengespräch mit Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder getroffen. "Ja, sie haben sich getroffen. Es war ein gutes Gespräch", sagt der außenpolitische Berater Putins, Juri Uschakow, der Agentur Interfax. Zum Inhalt und dabei möglichen Perspektiven für Verhandlungen zwischen Russland und der Europäischen Union konnte er keine Angaben machen. Das Treffen fand demnach im Kreml in Moskau statt. Putin hatte Schröder kürzlich als möglichen Vermittler für Gespräche zwischen der EU und Russland genannt. Der 82-Jährige ist mit dem Kremlchef befreundet und war nach seiner Regierungszeit als Lobbyist für russische Energieunternehmen tätig. Der Vorschlag stieß in Deutschland und anderen EU-Staaten auf Ablehnung.
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