Politik

Kampf um CDU-Vorsitz AKK kritisiert "ruinösen Wettbewerb"

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Annegret ​​Kramp-Karrenbauer warnt vor einem zu rückwärtsgewandten Wahlkampf.

(Foto: picture alliance/dpa)

Für CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer geben die Kandidaten für den CDU-Vorsitz kein gutes Bild ab. Die Streitigkeiten zwischen Merz, Laschet und Röttgen schadeten der Partei - schließlich gehe es auch um die potenzielle Kanzlerkandidatur. Hier könnte ein weiterer Kandidat ins Spiel kommen.

Die scheidende CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Bewerbern um ihre Nachfolge vorgeworfen, mit einem zerstörerischen Wettbewerb der Partei geschadet zu haben. "Die Partei hat bei dieser Diskussion gespürt, dass aus diesem fairen Rennen ein ruinöser Wettbewerb geworden ist. Und dieser ruinöse Wettbewerb fällt zuallererst auf die Kandidaten selbst zurück, aber auch auf die CDU", sagte sie der "Augsburger Allgemeinen". "Deshalb habe ich immer davor gewarnt."

Bewerber sind Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, der Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen. Im Ringen um die Verschiebung des anstehenden Parteitags hatte vor allem Merz mit Laschet einen offenen Streit ausgefochten, mit teils persönlichen Angriffen. Kramp-Karrenbauer kritisierte "die gesamte Debatte und die gegenseitigen Vorwürfe, die im Raum standen. Das hat keinem gut getan und das hat vor allem der CDU nicht gut getan." Sie forderte alle drei abermals auf, sich auch bei einer Niederlage in den Dienst der Partei zu stellen. "Das ist die klare Erwartung der Mitglieder. Wir befinden uns im Januar schon im Wahljahr", sagte sie.

Kramp-Karrenbauer warnte zudem vor einem zu rückwärtsgewandten Wahlkampf: "Die CDU hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sehr stark weiterentwickelt. Sie ist heute eine andere Partei als sie das vor zehn oder 20 Jahren war, auch, weil wir heute eine andere Gesellschaft haben." Sie müsse "Antworten geben auf die Fragen aus dem Jahr 2021 und nicht auf die aus den 80er-Jahren".

Weiter sagte Kramp-Karrenbauer: "Für die CDU ist vollkommen klar: Derjenige, der sich jetzt um den Vorsitz bewirbt, ist der potentielle Kanzlerkandidat." Mit Blick auf eine mögliche Kanzlerkandidatur von CSU-Chef Markus Söder, der in vielen Umfragen gute Ergebnisse erzielt, sagte sie: "Es war schon immer so, dass CDU und CSU sich abgestimmt haben, ob der Kandidat der CDU auch der gemeinsame Kandidat der Unionsparteien ist - das muss dann zwischen dem neuen CDU-Vorsitzenden und dem CSU-Chef geklärt werden, und es wird einvernehmlich geklärt werden."

Quelle: ntv.de, chf/dpa