Politik

Atomkonflikt mit Nordkorea AKK verspricht Südkorea Militärhilfe

243041763.jpg

"Die gleichen Werte, die gleichen Interessen": Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer mit ihrem Amtskollegen Suh in Seoul.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Die atomare Aufrüstung in Nordkorea besorgt nicht nur die USA. Auch die EU und Deutschland einigen sich auf Leitlinien, die Südkorea Unterstützung in Militärfragen zusichern. Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer reist nun deshalb nach Seoul.

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat Südkorea Deutschlands Unterstützung im Atomkonflikt mit Nordkorea zugesichert. "Wir blicken gemeinsam auf Herausforderungen hier in Korea selbst, aber auch im gesamtem indopazifischen Raum", sagte Kramp-Karrenbauer bei einem Treffen mit ihrem südkoreanischen Kollegen Suh Wook in Seoul. "Wir sehen die Gefahr der atomaren Aufrüstung, und wir unterstützen Korea darin, alles daranzusetzen, dass dieses Programm beendet und abgewickelt wird."

Gemeinsame Interessen wie der Schutz internationalen Rechts, die Einhaltung von Verträgen und Werte wie Multilateralismus und Demokratie müssten "auch hier in der Region immer wieder neu verteidigt werden", sagte die CDU-Politikerin. "Dies wollen wir gemeinsam mit den Ländern tun, die wie Korea die gleichen Werte und auch gleiche Interessen mit uns teilen. Das ist die Grundlage und das Herzstück unserer indopazifischen Leitlinien." Die Bundesregierung wolle an der Seite Südkoreas ihren Beitrag dazu leisten, "dass auch die Generationen nach uns in einer Welt leben können, die frei ist, die regelbasiert ist, die friedlich ist, die wirtschaftlich erfolgreich ist", fügte die Bundesverteidigungsministerin hinzu.

Kramp-Karrenbauer verwies auf Leitlinien zur deutschen Politik in der Indo-Pazifik-Region, die das Kabinett vergangenes Jahr beschlossen hatte. Hintergrund ist die internationale Einschätzung, dass die Region weiter an Bedeutung gewinnen wird. Eine besondere Rolle soll dabei die sicherheits- und verteidigungspolitische Zusammenarbeit spielen. Im April hatte auch die EU eine Indo-Pazifik-Strategie beschlossen, um dort geschlossen auftreten zu können.

Bundeswehr-Fregatte im Westpazifik erwartet

Nach ihrem Treffen mit Suh stand für Kramp-Karrenbauer ein Besuch der demilitarisierten Zone zwischen Süd- und Nordkorea auf dem Programm. Zudem waren Treffen mit Vertretern deutscher Institutionen in Seoul sowie mit Mitgliedern des Verteidigungsausschusses des südkoreanischen Parlaments geplant.

Am Donnerstag reist Kramp-Karrenbauer dann weiter auf die Insel Guam im Westpazifik - ein Außengebiet der USA. Dort besucht sie den US-Luftwaffenstützpunkt Andersen Air Force Base. Im Sommer soll eine Bundeswehr-Fregatte in die Region verlegt werden.

Quelle: ntv.de, mau/AFP

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.