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Rücktritt als US-Arbeitsminister Acosta stolpert über Epstein-Affäre

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US-Arbeitsminister Acosta ist zurückgetreten.

(Foto: REUTERS)

Im Zuge der Missbrauchsaffäre um den Milliardär Epstein wird Alex Acosta von seiner Vergangenheit eingeholt. Hintergrund ist ein umstrittener Deal während seiner Zeit als Staatsanwalt. Nun tritt er von seinem Amt als US-Arbeitsminister zurück.

Nach den schweren Missbrauchsvorwürfen gegen den Unternehmer Jeffrey Epstein tritt US-Arbeitsminister Alexander Acosta zurück. Er habe Präsident Donald Trump am Morgen über seine Rücktrittspläne informiert, sagte Acosta bei einem gemeinsamen Auftritt mit Trump im Weißen Haus. Trump sagte, Acosta sei ein "sehr guter Arbeitsminister" gewesen.

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Acosta war in den vergangenen Tagen verstärkt unter Druck geraten. Noch am Mittwoch hatte sich der Minister aber gegen Rücktrittsforderungen der Demokraten gewehrt. Hintergrund der massiven Kritik ist ein umstrittener Deal vor mehr als zehn Jahren, der dem Milliardär Epstein ein Verfahren vor einem Bundesgericht ersparte - und dem Acosta als damaliger Staatsanwalt in Florida zustimmte.

Epstein bekannte sich damals schuldig, Klienten mit minderjährigen Prostituierten versorgt zu haben und erhielt eine 18-monatige Haftstrafe. US-Medienberichten zufolge genoss der Milliardär großzügige Hafterleichterungen wie täglichen Freigang. Nach 13 Monaten kam er frei.

Weil Acosta dieses Prozedere damals als Staatsanwalt in Florida billigte, forderten einflussreiche US-Demokraten jüngst seinen Rücktritt als Arbeitsminister. Sie kritisieren, mit dem Deal sei Epstein zu milde davongekommen und einer gerechten Strafe entgangen. Acosta sagte nun, es sei das Richtige, zurückzutreten. "Es wäre egoistisch von mir, in diesem Amt zu bleiben." Das Thema Epstein lenke von den Erfolgen des Arbeitsministeriums ab.

Schwere, alte Vorwürfe gegen Epstein

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Der schwerreiche Geschäftsmann Epstein soll dutzende Minderjährige sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Am Samstag wurde er nach der Landung seines Privatjets an einem Flughafen in New Jersey festgenommen. Der am Montag veröffentlichten Anklageschrift zufolge wirft ihm die New Yorker Staatsanwaltschaft Sexhandel und Verschwörung zum Sexhandel vor. Der Investmentbanker weist alle Anschuldigungen zurück. Bei einer Verurteilung drohen dem 66-Jährigen bis zu 45 Jahre Haft.

Nach dem Rücktritt von Acosta soll das Amt des Arbeitsministers nun zunächst kommissarisch von Acostas bisherigem Stellvertreter Patrick Pizzella geführt werden, wie Trump ankündigte. In der zweieinhalbjährigen Amtszeit des Republikaners hat es bereits zahlreiche Rücktritte und Entlassungen gegeben.

Quelle: n-tv.de, cri/dpa/AFP

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