Politik

Novum in Magdeburg AfD stellt Landtagsvize in Sachsen-Anhalt

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Der Landtag bei seiner konstituierenden Sitzung.

(Foto: dpa)

Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt sorgt vor einigen Wochen für bundesweites Aufhorchen. Aus dem Stand wird die AfD zweitstärkste Kraft. Nun beginnt der parlamentarische Alltag - und dazu gehört auch die Postenvergabe.

Einen Monat nach der Wahl hat der Landtag in Sachsen-Anhalt den AfD-Abgeordneten Daniel Rausch zum Vizepräsidenten gewählt. Von den 87 abgegebenen Stimmen entfielen 46 auf den Neu-Parlamentarier. 34 Abgeordnete votierten gegen Rausch. Sieben enthielten sich. Zuvor hatte der Landtag in Magdeburg bei seiner konstituierenden Sitzung den CDU-Abgeordneten Hardy Peter Güssau zum neuen Parlamentspräsidenten gewählt. Der Linke-Abgeordnete Wulf Gallert verfehlte dagegen im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit. Er erhielt 44 Nein-Stimmen.

Die CDU stellt mit 30 Angeordneten die meisten Parlamentarier. Zweitstärkste Fraktion ist mit 25 Abgeordneten die AfD. Die Linke hat 16, die SPD 11 und die Grünen 5 Mandate erhalten. Damit haben auch mindestens 21 Abgeordnete aus anderen Fraktionen für den AfD-Kandidaten gestimmt. Wegen der Stärke der AfD gilt nur eine Dreierkoalition aus CDU, SPD und Grünen als realistisch. Im Landtag hätte eine Koalition dieser Parteien zusammen 46 Sitze, die Opposition aus AfD und Linkspartei dann 41 Sitze.

Die Wahl am 13. März hatte die CDU unter Ministerpräsident Reiner Haseloff mit 29,8 Prozent der Stimmen gewonnen. Die AfD war mit 24,3 Prozent zweitstärkste Kraft in dem ostdeutschen Land geworden. Die SPD kam auf 10,6 Prozent. Die Linke erhielt 16,3 Prozent. Für die Grünen votierten 5,2 Prozent der Wahlberechtigten, die ihre Stimme abgaben.

Quelle: n-tv.de, jwu

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