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Petry dementiert Vorentscheidung AfD streitet um Spitzenteam zur Wahl

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Bundesvorstand und Landeschefs der AfD sollen Petry und Gauland für das Spitzenteam empfohlen haben.

(Foto: dpa)

Mit einem Team will die AfD in die Bundestagswahl ziehen. Wer zu diesem gehört, entscheidet sich endgültig im April. Sachsen-Anhalts Landeschef Poggenburg verkündet jedoch bereits eine Vorentscheidung - Parteichefin Petry widerspricht.

Die AfD streitet über die personelle Aufstellung für die Bundestagswahl. Parteichefin Frauke Petry widersprach Meldungen, es sei eine Vorentscheidung über die Zusammenstellung des Spitzenteams gefallen. "Ich bin über diese Meldung sehr erstaunt, denn ich habe mich persönlich seit einem Jahr und auch bei dem inoffiziellen Treffen am Sonntag ausdrücklich nicht dazu geäußert, ob ich für eine Spitzenkandidatur oder für ein Spitzenteam zur Verfügung stehe", erklärte Petry.

Nach Medienberichten sagte der AfD-Landeschef von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, neben Petry solle auch der Brandenburger AfD-Chef Alexander Gauland zum Team der Spitzenkandidaten für den Bundestag zählen.

Poggenburg übergehe mit seinen Äußerungen den AfD-Konvent, der am Samstag in Anwesenheit von Gauland beschlossen habe, "dass sich etwaige Teams untereinander finden und für eine interne Mitgliederbefragung vorstellen sollen", erklärte Petry. "Den Willen der Parteibasis so zu missachten, finde ich sehr befremdlich."

In Parteikreisen hieß es, der Konvent - das zweithöchste Gremium nach einem Parteitag - habe am Samstag beschlossen, bis zum 19. März könnten sich Bewerber für das Spitzenteam anmelden. Danach solle in einer internen Befragung der AfD-Mitglieder eine Vorauswahl getroffen werden. Das letzte Wort habe der AfD-Parteitag im April in Köln.

Debatte um sinkende Umfragewerte

Weiter hieß es, am Sonntag sei bei einer Sitzung von Bundesvorstand und Landesvorsitzenden von einer Mehrheit beschlossen worden, Petry und Gauland als Mitglieder des Spitzenteams zu empfehlen. Zudem sollten mindestens vier Personen die Wahlkampfspitze bilden. Die Empfehlung vom Sonntag sieht nach Angaben Poggenburgs auch vor, dass von diesen vier oder mehr Team-Mitgliedern zwei westlichen Landesverbänden angehören sollten. Petry steht der Landtagsfraktion in Sachsen vor, Gauland in Brandenburg.

In der AfD streiten ein völkisch-nationaler Flügel um den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke, zu dem auch Gauland zählt, mit dem national-liberalen Teil der Partei um Petry über die Vorherrschaft. Die Auseinandersetzungen hatten zuletzt unter dem Eindruck sinkender Umfragewerte zugenommen.

Nach Poggenburgs Angaben diskutierte die Parteispitze am Sonntag auch darüber. "Der Hauptgrund ist das Bild der Zerstrittenheit nach außen, das ist das eigentliche Problem", sagte Poggenburg, der auch Vorsitzender der AfD-Fraktion im Magdeburger Landtag ist. Die Argumentation von Parteikollegen, die dafür alleine die umstrittene Dresdner Rede des Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke verantwortlich machten, könne er nicht nachvollziehen. Petry hatte Höckes Rede scharf kritisiert, Gauland hatte sich vor seine Aussagen gestellt. Der Thüringer AfD-Chef hatte darin eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad" gefordert.

Quelle: n-tv.de, mli/rts/dpa

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