Politik

"Frieden - kein Öl" Aktivisten besprühen Öltanker auf der Weser

Greenpeace-Aktivisten haben auf der Weser ein 200 Meter langen Öltanker mit einer Friedensbotschaft besprüht.

Greenpeace-Aktivisten haben auf der Weser einen 200 Meter langen Öltanker mit einer Friedensbotschaft besprüht.

(Foto: Axel Heimken/Greenpeace)

Mit Schlauchbooten fahren Greenpeace-Aktivisten in Bremen an ein mit russischem Öl beladenen Tanker heran und schreiben eine Friedensbotschaft darauf. "Es ist unfassbar, dass Deutschland Putins Krieg mitfinanziert", heißt es von den Umweltschützern.

Mehrere Greenpeace-Aktivisten in Schlauchbooten haben in Bremen ein mit Öl aus Russland beladenes Tankschiff mit Farbe besprüht. Das 200 Meter lange Tankschiff war am Vortag unter deutscher Flagge auf der Weser unterwegs und wurde mit dem Schriftzug "Peace - not Oil" ("Frieden - kein Öl") besprüht, wie die Bremer Polizei mitteilte. Der Öltanker konnte anschließend in den Bremer Industriehafen einlaufen.

"Es ist unfassbar, dass Deutschland Putins Krieg mitfinanziert, weil es jeden Tag Öl aus Russland importiert im Wert von Millionen", sagte Marion Tiemann von Greenpeace. "Die Bundesregierung und Europa müssen Putin den Geldhahn zudrehen und Importe von Öl, Kohle und Gas aus Russland stoppen."

Im Bremer Industriehafen angekommen, warteten weitere Demonstranten in kleineren Booten und sechs Kajaks. Sie zeigten Transparente, die sich gegen den russischen Angriff auf die Ukraine wandten. Die Polizei forderte die Personen nach eigenen Angaben per Lautsprecher mehrfach auf, einen Versammlungsleiter zu bestimmen. Die Demonstrationsteilnehmer seien dieser Aufforderung jedoch nicht nachgekommen, der Protest wurde anschließend von der Polizei aufgelöst. Der sonstige Schiffsverkehr sei durch die Demonstration nicht behindert worden.

Die Wasserschutzpolizei rückte wegen der Aktion mit mehreren Schiffen aus. Kleine Sportboote seien im Hafenbecken eines Industriehafens stets höchst gefährlich und verboten, da jederzeit große Frachter anlegen könnten, hieß es.

Die Polizei stellte nach eigenen Angaben die Personalien mehrerer Demonstrationsteilnehmer fest und fertigte Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten. Der Tanker wurde unter Schutz der Polizei zu seinem Liegeplatz gebracht.

Quelle: ntv.de, ysc/AFP/dpa

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