Politik

Attentat in St. Petersburg Al-Kaida beansprucht Anschlag für sich

RTX33ZI6.jpg

Bei dem Anschlag vor drei Wochen kamen insgesamt 15 Menschen ums Leben.

(Foto: REUTERS)

14 Menschen reißt der 22-jährige Attentäter Akbarschon Dschalilow mit in den Tod, als er sich in der U-Bahn von St. Petersburg in die Luft jagt. Nun bekennt sich eine Al-Kaida-Gruppierung zu dem Anschlag - der Befehl kam demnach von ganz oben.

Zu dem Selbstmordanschlag in der St. Petersburger U-Bahn vor drei Wochen hat sich nach Angaben von Experten eine Gruppe mit mutmaßlichen Verbindungen zum islamistischen Terrornetzwerk Al-Kaida bekannt. Das Imam-Schamil-Bataillon habe den Anschlag mit 15 Todesopfern nach eigenen Angaben auf Anweisung des Al-Kaida-Chefs Aiman al-Sawahiri verübt, teilte das auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierte US-Unternehmen Site mit.

ab1143c5d30387f12447c78b900ab151.jpg

Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri soll die Anweisung für den Anschlag selbst gegeben haben.

(Foto: dpa)

Die Gruppe habe den Anschlag vom 3. April in einer Erklärung für sich beansprucht, die eine mauretanische Nachrichtenagentur veröffentlicht habe, führte Site aus. Die Islamisten erklärten demnach, der Anschlag sei eine Botschaft an Russland und andere Länder, dass der Preis für ihren Kampf gegen Muslime "hoch" sei. "Diese Operation ist nur der Anfang, und was kommen wird, wird es Euch vergessen lassen, so Gott will", hieß es laut Site weiter.

Bei dem Selbstmordattentäter handelte es sich nach Erkenntnissen der russischen Ermittler um den 22-jährigen Akbarschon Dschalilow aus Kirgistan. Er riss 14 Menschen mit in den Tod und verletzte mehr als 20 weitere. Im Zusammenhang mit dem Anschlag wurden mehrere Verdächtige festgenommen, die aus ehemaligen Sowjetrepubliken in Zentralasien stammen. Kurz nach dem Anschlag hatten die Ermittler erklärt, sie prüften Verbindungen des 22-jährigen Attentäters zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

Russische Sicherheitskräfte gehen gegen islamistische Aufständische im Nordkaukasus vor. Außerdem unterstützt die russische Armee den syrischen Machthaber Baschar al-Assad, der unter anderem islamistische Aufständische bekämpft.

Quelle: ntv.de, bdk/AFP