Politik

Auf der Feindliste der UkrainerAnschlag in Moskau soll hochrangigen Militär getroffen haben

10.06.2026, 07:24 Uhr
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Wer ist der Mann, der bei einer Autobombenexplosion in Moskau starb? Berichten zufolge handelt es sich um ein hohes Tier in der russischen Armee. Besonders brisant: In der Nähe des Anschlagsorts wurde schon einmal ein General getötet.

Bei dem Todesopfer nach einer Autobombenexplosion nahe der russischen Hauptstadt Moskau soll es sich Berichten zufolge um einen hohen Militär handeln. Nach unbestätigten Angaben ukrainischer und russischer Blogger war der Tote ein Oberst oder gar General der russischen Raketentruppen.

Wie das unabhängige russische Portal "Astra" und das Investigativmedium "The Insider" schreiben, handelt es sich um den General Damir Dawydow. Er soll im russischen Verteidigungsministerium für die Versorgung der Front mir Raketen und Artilleriemunition zuständig gewesen sein. Laut "The Insider" wurde der Anschlag von Kräften des ukrainischen Geheimdienstes ausgeführt.

Die mutmaßliche Adresse des 57-Jährigen stand dabei bereits seit 2023 auf einer öffentlich einsehbaren Feindliste der Ukraine. Der ukrainischen Datenbank "Buch der Henker" zufolge war Dawydow direkt an der Planung und Organisation des russischen Militäreinmarsches am 24. Februar 2022 beteiligt, schreibt "The Insider". 

Die Explosion fand nach Angaben des Staatlichen Ermittlungskomitees am Dienstag gegen 5.30 Uhr Ortszeit in einem fahrenden BMW statt. Es sei ein Verfahren eingeleitet worden, wobei offen gelassen wurde, in welche Richtung ermittelt wird.

Informationen der Tageszeitung "Kommersant" nach wurde die Bombe aus bis zu einem halben Kilogramm Sprengstoff unter dem Boden des Wagens angebracht. Gegen Abend entschärften die Behörden zudem einen verdächtigen Gegenstand im Südwesten Moskaus durch eine gezielte Sprengung. 

Anschläge zielen auf Militärs

Ukrainische Geheimdienste verüben immer wieder Anschläge auf russische Militärs und abtrünnige Ukrainer. Im Februar dieses Jahres wurde der stellvertretende Chef des russischen Armeegeheimdienstes den Behörden zufolge bei einem Attentat schwer verletzt. Im vergangenen April wurde der stellvertretende Leiter der Haupteinsatzdirektion des Generalstabs der Armee, Jaroslaw Moskalik, bei einem Autobombenanschlag ganz in der Nähe des jetzigen Anschlagsortes getötet. Bei ihm soll es sich laut Astra um einen Freund des nun getöteten Militärs gehandelt haben.

Im Dezember 2024 kam der russische General Igor Kirillow bei einem Bombenanschlag in Moskau ums Leben. Damals bekannte sich der ukrainische Geheimdienst SBU dazu. Er machte Kirillow für den Einsatz chemischer Waffen gegen ukrainische Truppen verantwortlich. Russland wies dies zurück. Auch die Tochter eines bekannten russischen Nationalisten wurde bei einem Anschlag getötet.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa

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