Politik

Widerstand aus der Wirtschaft Apple-Chef stellt sich gegen Trump

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Wirbt für eine auf Integration ausgerichtete Einwanderungspolitik: Apple-Chef Tim Cook (Archivbild).

(Foto: REUTERS)

Wie gehen die USA künftig mit den sogenannten Träumern um? Präsident Trump will auch die im Kindesalter eingereisten Migranten kategorisch abschieben. Im November soll der Supreme Court entscheiden. Apple-Chef Tim Cook appelliert an die Richter.

Im Streit über die Aufhebung des Abschiebestopps für Einwanderer im "Dreamer"-Programm hat sich Apple-Chef Tim Cook offen gegen das Vorgehen der US-Regierung ausgesprochen. In einem Schreiben an das Oberste Gericht erklärte Cook, die als Kinder illegal in die USA gebrachten Menschen gehörten zu seinen "motiviertesten und selbstlosesten Kollegen", die Kreativität förderten und Innovationen vorantrieben.

Von der formell "Deferred Action for Childhood Arrivals" (Daca) genannten Regelung profitieren Cooks Angaben zufolge derzeit 443 Apple-Mitarbeiter. Mehr als 100 US-Konzerne, darunter Google IBM und Microsoft, werben bereits dafür, das Aufenthaltsrecht von Einwanderern, die als Kleinkinder mit ihren Eltern eingereist waren, beizubehalten. US-Präsident Donald Trump arbeitet dagegen daraufhin, das Programm zu beenden.

Die landläufig unter dem Schlagwort "Dreamer" ("Träumer") bekannte Regelung wurde 2012 von Trumps Vorgänger Barack Obama eingeführt. Sie schützt etwa 700.000 Einwanderer - die meisten inzwischen junge hispanische Erwachsene - vor einer Abschiebung. Sie erhalten im Rahmen des Programms eine Arbeitserlaubnis, jedoch keine gesonderte Aussicht auf die amerikanische Staatsbürgerschaft.

Trump hatte 2017 angekündigt, Daca zu beenden. Vor einem Bundesgericht erlitt er jedoch eine empfindliche Niederlage, als sein Vorstoß als unzulässig abgeschmettert wurde. Das Oberste Gericht soll sich nun ab dem 12. November mit dem Fall beschäftigen. Eine Entscheidung würde damit bis Ende Juni vorliegen, wenige Monate vor der US-Wahl Anfang November 2020.

Quelle: ntv.de, mmo/rts