Politik

Stimmabgabe nicht gefährdet Arizona meldet Probleme mit vielen Wahlautomaten

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In Maricopa County geht nach Aussage der Wahlbehörden keine Stimme verloren.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Bei der Präsidentschaftswahl 2020 gewinnt US-Präsident Biden hauchdünn den Bezirk Maricopa County in Arizona. Bis heute spricht Verlierer Donald Trump von Betrug. Vorwürfe, die er zwei Jahre später bei den Zwischenwahlen wiederholt: Die lokale Wahlbehörde meldet Probleme mit vielen Wahlmaschinen.

Bei den Kongresswahlen in den USA sind am Dienstag in einem Bezirk des US-Bundesstaats Arizona Dutzende Wahlautomaten ausgefallen. Es gebe "in etwa 20 Prozent" der 223 Wahllokale im Bezirk Maricopa County technische Probleme mit den Maschinen, sagte der Vorsitzende der örtlichen Wahlaufsichtsbehörde, Bill Gates. Die ausgefallenen Maschinen hätten aber keinen Einfluss auf die Korrektheit der Wahl. Die Behörde hat eigenen Angaben zufolge "sichere Boxen" eingerichtet, in denen die Stimmzettel bis zur Auszählung aufbewahrt würden.

Nur wenig später teilten die Behörden mit, dass eine Lösung für die defekten Wahlautomaten gefunden wurde. "Techniker haben die Druckereinstellungen geändert", heißt es in einer Stellungnahme. "Das scheint das Problem behoben zu haben." In 17 Wahllokalen von Maricopa County sind die Wahlmaschinen demnach bereits wieder einsatzbereit. Aus insgesamt 60 Wahllokalen wurden Probleme gemeldet.

"Geht es wieder los?"

In den USA können Wählerinnen und Wähler oftmals nur noch im übertragenen Sinne ein Kreuz auf einem Wahlzettel machen. In vielen Landesteilen ist es üblich, dass der Stimmzettel eingescannt wird und die Stimmabgabe anschließend per Knopfdruck erfolgt. Einige Bezirke und Bundesstaaten nutzen komplett digitale Stimmzettel und Touchscreens für die Wahl.

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Kritiker der elektronischen Stimmabgabe halten das System für intransparent und betrugsanfällig. Nach Bekanntgabe der Probleme in Maricopa County schimpfte unter anderem der ehemalige US-Präsident Donald Trump über angebliche Unregelmäßigkeiten bei der Stimmabgabe. Er gab ohne Belege an, dass vor allem Wahlgeräte in konservativen Regionen von Arizona von den technischen Problemen betroffen waren. "Geht es wieder los?", schrieb Trump auf der von ihm mitbegründeten Social-Media-Plattform Truth Social. "Das Volk wird das nicht dulden!!"

Bei der Präsidentschaftswahl 2020 hatte der demokratische Kandidat Joe Biden in Arizona mit einem hauchdünnen Vorsprung von 10.000 Stimmen vor Trump gewonnen. Maricopa County, zu dem auch Arizonas Hauptstadt Phoenix gehört, war damals ausschlaggebend für Bidens Sieg. Doch in dem eigentlich eher republikanisch geprägten US-Bundesstaat löste das Ergebnis der Abstimmung Verschwörungstheorien über eine angebliche Wahlmanipulation aus, die Trump und viele Republikaner bis heute befeuern.

Quelle: ntv.de, chr/AFP

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