Politik

Auch LNG-Tanker durchgelassenDie Straße von Hormus passieren wieder mehr Schiffe

03.04.2026, 14:59 Uhr
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Das Containerschiff soll zum französischen Reedereiriesen CMA CGM gehören. (Foto: picture alliance / imageBROKER)

Der Iran blockiert die Straße von Hormus aus Kriegsgründen. In den vergangenen Tagen durchqueren dennoch mehrere Schiffe die kritische Meerenge. Darunter soll auch ein europäischer Frachter sein.

Die Zahl der Schiffspassagen durch die Straße von Hormus hat zuletzt zugenommen. Nach einem Bericht der Datenfirma Windward sind am Mittwoch 16 Frachter durch die weitgehend blockierte Meerenge gefahren, am Vortag seien es elf Schiffe gewesen. Die Zahl der Durchfahrten sei drei Tage infolge gestiegen. Sie beträgt aber noch immer nur einen Bruchteil des Verkehrs vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar.

Die meisten der Schiffe sind den Angaben zufolge nah an der iranischen Küste entlanggefahren. Windward schreibt, dieser Korridor entlang der Insel Larak erlaube dem Iran eine "berechtigungsbasierte, selektive Blockade" aufrechtzuerhalten. Drei Schiffe hätten unter omanischer Kontrolle ebenfalls die Meerenge passiert, heißt es in dem Bericht weiter. Dabei haben sie den Angaben zufolge den vom Iran kontrollierten Korridor gemieden.

Eines der Schiffe, der LNG-Tanker Sohar, scheint nach Angaben des Finanzdienstes Bloomberg leer und nahe der omanischen Küste gefahren zu sein. Es sei das erste LNG-Tankschiff, das seit Ausbruch des Krieges die Meerenge passierte. Schiffsverfolgungsdaten von MaritimeTraffic zeigen das Schiff nun außerhalb der Meerenge und vor der omanischen Küste.

Neuer Mechanismus

Auch ein Containerschiff des französischen Reedereiriesen CMA CGM passierte die Straße von Hormus, um den Persischen Golf zu verlassen, wie der französische Sender RTL berichtete. Das Navigationssignal des Schiffs habe einen "französischen Eigner" gezeigt.

Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi hatte einen neuen Mechanismus in Aussicht gestellt, der den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus regeln soll. In Friedenszeiten solle dieser in Abstimmung mit dem Oman erfolgen, zitierte ihn die staatliche Nachrichtenagentur Irna.

"Diese Anforderungen bedeuten natürlich keine Einschränkung, sondern dienen der Erleichterung und Gewährleistung einer sicheren Durchfahrt sowie der besseren Bereitstellung von Dienstleistungen für Schiffe, die diese Route passieren." Konkrete Details nannte Gharibabadi nicht. Von der omanischen Seite wurde diesbezüglich bisher nichts bekanntgegeben.

Quelle: ntv.de, raf/dpa

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