Politik

"Leider unausweichlich" Auch Linke sagt Parteitag ab

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Katja Kipping und Bernd Riexinger bleiben noch etwas länger als geplant Chefs der Linkspartei.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Coronavirus-Pandemie macht nun auch der Linkspartei einen Strich durch die Rechnung: Der für Ende der Woche in Erfurt geplante Parteitag muss ausfallen. Nun prüft der Vorstand, wie Nachfolger für die scheidenden Parteichefs Kipping und Riexinger gefunden werden können.

Nach der CDU hat auch die Linke ihren Parteitag zur Wahl einer neuen Parteispitze abgesagt. Der Parteivorstand beschloss, dass das schon einmal von Juni auf Ende dieses Monats verschobene Treffen erneut nicht stattfinden kann. "Die weiter ansteigenden Corona-Infektionszahlen machen diesen Schritt leider unausweichlich", teilte die Partei mit.

Eigentlich sollte bei einem verkürzten Parteitag an diesem Freitag in Erfurt über die Nachfolge der Parteichefs Katja Kipping und Bernd Riexinger entschieden werden. Beide sind seit acht Jahren im Amt. Die neue Doppelspitze soll aller Voraussicht nach von der Linksfraktionschefin im hessischen Landtag, Janine Wissler, und Thüringens Parteichefin Susanne Hennig-Wellsow gebildet werden.

Es würden nun alternative Möglichkeiten für einen Parteitag mit Wahlen geprüft, hieß es weiter. Der Parteivorstand werde am 7. und 8. November darüber beraten. Diskutiert wird nach Informationen der "Rheinischen Post" über eine Verschiebung des Parteitags ins nächste Jahr, über eine dezentrale Veranstaltung an verschiedenen Standorten möglichst noch in diesem Jahr oder einen baldigen digitalen Parteitag mit anschließender Briefwahl, die zwei bis drei Monate dauern könnte.

Quelle: ntv.de, jog/dpa