Politik

Dritter Rückgang in Folge Ausgaben für Asylbewerber sinken

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Bereits anerkannte Asylbewerber fallen nicht unter das Asylbewerberleistungsgesetz.

(Foto: picture alliance/dpa)

Immer weniger Menschen kommen nach Deutschland um Asyl zu beantragen. Seit 2015 hat sich die Zahl mehr als halbiert. Deshalb sinken auch die Staatsausgaben für Asylbewerber, so das Statistische Bundesamt. Dessen Zahlen zeigen außerdem, dass erstaunlich viele Bewerber aus Europa kommen.

Die Zahl der Menschen, die in Deutschland als Asylbewerber Geld- und Sachleistungen erhalten, ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Rund 411.000 Personen bezogen zum Jahresende 2018 Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist eine Verringerung um zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr und der dritte zweistellige Rückgang in Folge. Der Höchststand der Leistungsempfänger aus dem Jahr 2015 mit knapp einer Million Personen hat sich damit bis heute mehr als halbiert.

Die staatlichen Bruttoausgaben für die Leistungen haben sich im letzten Jahr um 17 Prozent reduziert: Sie sanken auf 4,9 Milliarden Euro. Da zudem 205 Millionen Euro bereits gewährter Hilfen wieder zurückflossen, hatte der Staat 2018 Nettoausgaben von knapp 4,7 Milliarden Euro.

Rund die Hälfte der Betroffenen sei aus Asien nach Deutschland gekommen, erklärte die Behörde. Von dieser Gruppe stammten demnach 63.000 Menschen aus Afghanistan, 43.000 aus dem Irak und 23.000 aus Syrien. Die Leistungsempfänger aus Afrika machten knapp ein Viertel aus. Aus Europa sei ein Viertel der vom Staat unterstützten Asylbewerber gekommen.

Knapp ein Drittel der Asylbewerber ist minderjährig

Fast zwei Drittel der Empfänger der Geld- und Sachleistungen waren nach Angaben der Statistiker Männer. Der Anteil der Minderjährigen habe bei 31 Prozent gelegen, 68 Prozent der Betroffenen seien zwischen 18 Jahre und 64 Jahre gewesen, etwa ein Prozent der Menschen war älter. Neben den Regelleistungen kann nach dem Gesetz auch Unterstützung bei besonderen Lebenslagen wie etwa bei Krankheit, Schwangerschaft oder Geburt gewährt werden. Auf diese Leistungen für besondere Bedarfssituationen entfielen ein Fünftel der aufgewendeten Mittel.

Leistungsberechtigt sind Ausländer, die sich in Deutschland aufhalten und die Voraussetzungen des Asylbewerberleistungsgesetzes erfüllen. Nicht zu dieser Gruppe zählen Asylbewerber, die bereits anerkannt sind. Auch Ausländer, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft erhalten haben, fallen nicht in diese Statistik.

Quelle: n-tv.de, lwe/dpa/AFP